Black Trap Codex

Utricularia rosettifolia

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Herkunft
Bangladesch; schwimmende Rosette in der Ufer-Litoralzone; Blüte/Frucht Juli–Oktober, terminale Knospen September–November.
Autor
Alfasane & M.A.Hassan

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
3 / 5 · mittel1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Fehlertoleranz
unknownWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Utricularia – aquatisch tropisch

Tropische aquatische Arten mit klar verschiedenen Wuchsformen. U. foliosa ist frei schwimmend, während U. fistulosa eigene saisonale und blütenmorphologische Merkmale aufweist.

Habitat-Logik

Tropische Süßwasserhabitate einschließlich freier Wasseroberfläche und saisonaler Flachwasserbereiche.

Kultur-Logik

Freischwimmende Pflanzen nicht verankern; saisonale Wasserstände und Wachstumsrhythmus nach dem Artprofil berücksichtigen.

Substrat-Logik

Bei freischwimmender U. foliosa kein Topfsubstrat; andere Substratansprüche artbezogen behandeln.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Utricularia

Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.

Habitat-Logik

Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.

Kultur-Logik

Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.

Substrat-Logik

Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.

Typische Fehler

Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Utricularia rosettifolia Alfasane & M.A.Hassan ist eine schwimmende, rosettenbildende Wasserschlauch-Art aus Bangladesch. Ihre vegetativen Sprosse bilden an der Wasseroberfläche eine rundliche Rosette; feine Ausläufer verbinden die Blattorgane und tragen die für die Gattung typischen Saugblasen. Die Erstbeschreibung dokumentiert die Blüte nicht als einzelnes Farbmerkmal, sondern als Kombination aus ungleichen Kronenlippen, einem ausgeprägten Gaumen und einem kurzen Sporn. Die Oberlippe ist mit fünf bis acht Millimetern deutlich länger als die drei bis sechs Millimeter lange Unterlippe. Diese Proportion ist bei einer Frontalaufnahme mit Maßstab leichter vergleichbar als der Gesamteindruck einer kleinen Blüte. Die Unterlippe ist niedergedrückt obovat und trägt basal einen aufgeblähten, erhabenen, behaarten Gaumen mit Rand. Der unter ihr sitzende Sporn bleibt kürzer als die Unterlippe. Kapsel und Samen liefern zusätzliche Bestätigungsmerkmale.

Die Art ist von einer bloß schwimmenden Utricularia-Rosette nicht sicher zu unterscheiden. Bei einer Bestimmung sollten daher gleichzeitig Blatt- und Ausläuferform, Blütenproportionen und die unterständige Spornposition aufgenommen werden. Die Originalarbeit beschreibt kugelige Kapseln von ein bis zwei Millimetern Durchmesser sowie zahlreiche, dorsiventral abgeflachte Samen von ungefähr 0,4 bis 0,5 Millimetern. Diese Fruchtmerkmale können nach der Blüte kontrolliert werden, ohne die Diagnose auf eine einzelne Blütenaufnahme zu stützen. An den Enden der Zweige entstehen später rundliche grüne Überdauerungsknospen; die Autoren bezeichnen sie als Buds oder Turionen. Für die Bestimmung sind sie zugleich ein saisonales Merkmal. Sie erscheinen nicht zwingend gleichzeitig mit der Blüte, sodass ein einzelner Termin nur einen Ausschnitt des Jahreszyklus abbildet.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Utricularia rosettifolia Alfasane & M.A.Hassan. Alfasane, Hassan und Bhuiyan veröffentlichten die Art 2020 im Bangladesh Journal of Plant Taxonomy; die Artbeschreibung, Abbildung und der Vergleich mit nahen Formen bilden die nomenklatorische und morphologische Grundlage. Der Name bezieht sich auf die rosettige Wuchsform. Im Profil wird die taxonomische Autorschaft in der von POWO/WCVP geführten Form wiedergegeben, während die vollständige Autorengruppe der Publikation im Literaturverzeichnis erscheint. So werden Name und bibliographische Zuständigkeit sauber unterschieden.

Die Originalbeschreibung vergleicht nicht nur die Rosette, sondern besonders den Aufbau der Krone. Die deutlich längere Oberlippe, die niedergedrückte Unterlippe mit erhabenem behaartem Gaumen und der kürzere Sporn bilden zusammen ein prüfbares Merkmalsbündel. Samenform, Kapsel und terminale Überdauerungsknospen ergänzen die Abgrenzung im späten Saisonstadium. Die aktuelle POWO-Seite führt das Taxon als akzeptierte Art und Bangladesch als Herkunft. Eine abweichende Synonymisierung ist in den ausgewerteten aktuellen taxonomischen Quellen nicht belegt. Die Art wird daher nicht mit anderen schwimmenden Rosettenarten zusammengeführt, nur weil einzelne vegetative Organe im Feld ähnlich aussehen können. Für einen neuen Beleg sollten Blütenmerkmale und Fundortetikett gemeinsam dokumentiert werden.

ecology

Standort und Verbreitung

Die Art ist aus Bangladesch beschrieben; als konkret belegtes Habitat nennt die Originalarbeit die Litoralzone, in der die Pflanzen auf der Wasseroberfläche wachsen. Diese Angabe beschreibt einen aquatischen Randbereich mit Bezug zum Ufer und nicht notwendigerweise die Mitte eines tiefen, offenen Gewässers. Für die Kultur folgt daraus ein schwimmender Bestand, der Zugang zu ruhigem Wasser und zugleich genügend Raum für die Rosette erhält. Die Saisonangaben der Erstbeschreibung lauten Blüte und Frucht von Juli bis Oktober. Endknospen beziehungsweise Turionen werden von September bis November gebildet. Die Zeitfenster überlappen, weil verschiedene Triebe und Entwicklungsstadien gleichzeitig vorkommen können; es wäre falsch, daraus für jedes Individuum einen starren Kalender abzuleiten.

Die Beschreibung des Litorals und die beobachtete Turionbildung sind für die Herkunftsinterpretation bedeutsamer als eine pauschale Klimabezeichnung wie „tropische Wasserpflanze“. Ein Fundetikett mit Gewässertyp, Wasserstand, Begleitvegetation und Datum erlaubt es, Rosettenwachstum und Bildung von Endknospen später mit der Naturbeobachtung abzugleichen. Die Autoren nennen keine universelle Wassertiefe oder Strömungsgeschwindigkeit. Diese Werte werden daher nicht als sichere Haltungsnorm ausgegeben. Die Oberfläche sollte frei bleiben, damit sich die Rosetten ausbreiten und Blütenstände emporheben können. Die zeitliche Nähe von Regenzeit und Turionbildung kann beobachtet werden, doch sie ersetzt keine Herkunftsdaten. Für abweichende Kulturherkünfte gilt weiterhin der konkrete Standort als Bezugspunkt.

ecology

Ökologische Anpassungen

Der Wechsel zwischen frei schwimmendem Wachstum und der Bildung terminaler Knospen ist eine erkennbare ökologische Strategie. Während der Wachstumsphase sind die blatttragenden Triebe an der Oberfläche sichtbar; später werden an den Zweigenden kompakte grüne Buds ausgebildet. Die Originalbeschreibung datiert deren Bildung auf September bis November und nennt eine Länge bis etwa fünf Millimeter. Ihre Form ist rundlich und die Knospen tragen kleine schmale Blätter. Das ist ein direkter Artbefund. Eine darüber hinausgehende physiologische Erklärung, etwa eine genau definierte Temperatur- oder Tageslängenschwelle, ist in der Quelle nicht angegeben und wird hier nicht ergänzt.

Für die Beobachtung sollte ein einzelner Trieb vom normalen Rosettenwachstum bis zur Knospenbildung verfolgt werden. Ein Bild der Knospe allein belegt keine erfolgreiche Überdauerung; zusätzlich sind ihr Abtrennen oder Verbleiben am Spross, die Wasserlage und ein späterer Austrieb zu protokollieren. Zwischen Juli und Oktober kann die Pflanze gleichzeitig blühen und Früchte entwickeln, während sich bereits die nächste Überdauerungsstruktur bildet. Das erklärt, warum ein Bestand nicht allein anhand eines Etiketts „Blütezeit“ beschrieben werden sollte. Die saisonale Erscheinung wird am konkreten Individuum aufgezeichnet, ohne unbelegte Trockenruhe oder obligatorischen Kältereiz zu postulieren.

reference

Wuchsform und Morphologie

Die schwimmende Rosette ist die auffälligste vegetative Gestalt. Ausläufer verbinden die Sprosse, und die Blätter tragen die Fangblasen an den vegetativen Organen. Für eine sichere Dokumentation wird die ganze Pflanze in einer Wasserprobe von oben aufgenommen und zusätzlich ein einzelner Trieb mit Blättern und Fallen vergrößert dargestellt. Die Blütenmessung sollte getrennt erfolgen: Oberlippe fünf bis acht Millimeter, Unterlippe drei bis sechs Millimeter, Sporn zweieinhalb bis fünfeinhalb Millimeter. Der Gaumen ist basal aufgebläht, erhaben und pubeszent; eine Seitenansicht macht die Reliefstruktur verständlicher als ein frontales Foto. Die kugelige Kapsel ist klein, aber für eine vollständige Merkmalsserie wertvoll.

Auch die Samen besitzen diagnostischen Wert: Sie sind zahlreich, abgeflacht und annähernd kugelig im Umriss, mit unregelmäßig strukturierten Testazellen. Bei Naturmaterial sollten Maße an mehreren Objekten geprüft werden, weil ein einzelner unreifer Samen die Beschreibung nicht repräsentiert. Die äußere Gestalt der Rosette kann sich abhängig von Wasseroberfläche und Entwicklungsphase ändern; deshalb ist die Blütenproportion stabiler für den Vergleich. In Kultur sollten Blätter nicht durch eine dichte Abdeckung verborgen werden. Ein Maßstab im Bild und der genaue Entwicklungszustand erleichtern den Vergleich mit der Originaldiagnose. Das Profil setzt keine unerforschten Messwerte für Blattdurchmesser oder Fallenanzahl an, die die Artbeschreibung nicht verlässlich als konstant ausweist.

reference

Fangstrategie

Wie bei anderen Wasserschlauch-Arten erzeugen die Fallen einen Unterdruckzustand und saugen bei Auslösung kleine Beute beziehungsweise Partikel ein. Für U. rosettifolia ist in den hier ausgewerteten Quellen keine artspezifische Fangrate oder bevorzugte Beuteordnung angegeben. Die Fallen liegen an den aquatischen vegetativen Organen und können daher bei vorsichtiger Entnahme eines Randtriebs betrachtet werden. Eine Rosette sollte für die Untersuchung nicht vollständig zerlegt werden, weil die Verbindung zwischen Trieb, Blatt und terminaler Knospe Teil der saisonalen Beobachtung ist. Die Gattungsmechanik erklärt den Fangvorgang, liefert aber keine Daten darüber, wie häufig die konkrete Art Beute fängt.

Bei einer Kulturkontrolle ist das Vorhandensein intakter Blasen ein Beobachtungsmerkmal, kein Anlass zur gezielten Fütterung. Trübe Fallen oder organische Ablagerungen können aus dem Wasser stammen; ohne Mikroskopie sollten sie nicht als bestimmter Beutefang interpretiert werden. Falls Falleninhalte untersucht werden, werden Proben aus mehreren Blasen und ihre Entwicklungsstadien getrennt notiert. Die 2026er Feldstudie an U. sainthomia belegt hohe Anteile mit Organismen gefüllter Fallen bei einer anderen Art, darf aber nicht auf U. rosettifolia übertragen werden. Eine Quellenangabe dazu dient ausschließlich als methodischer Kontext. Artspezifische Aussagen über Nahrung, Verdauung und Nährstoffaufnahme bleiben offen, solange sie nicht direkt an dieser Art untersucht wurden.

reference

Reproduktion und Lebenszyklus

Die Blüte liegt nach der Erstbeschreibung im Zeitraum Juli bis Oktober; in denselben Monaten können Früchte reifen. Für eine vollständige Reproduktionsbeobachtung werden Blühbeginn, Zahl der geöffneten Blüten, Pedicelstellung, Fruchtansatz und Kapselreife in Folge kontrolliert. Die kugelige Kapsel misst ein bis zwei Millimeter. Sie enthält zahlreiche, abgeflachte Samen von rund vier bis fünf Zehntel Millimeter Durchmesser. Die Samenoberfläche wird als unregelmäßig strukturiert beschrieben. Diese Details machen eine reife Fruchtprobe taxonomisch nützlich, auch wenn die Rosette im vegetativen Zustand bereits charakteristisch ist.

Terminale Knospen oder Turionen werden von September bis November gebildet. Die Autoren beschreiben sie an den wachsenden Enden der Zweige; jeder Spross kann eine eigene Knospe ausbilden. Für die Kulturbeobachtung werden deshalb mehrere Triebenden verfolgt und nicht nur die erste sichtbare Knospe gezählt. Erst ein nachfolgender Austrieb zeigt, ob die Knospe lebensfähig war. Die Erstbeschreibung legt keine genaue Lagerdauer, Temperatur oder künstliche Ruhebehandlung fest. Entsprechend wird die Knospe nicht vorsorglich aus dem Wasser genommen oder trocken gelagert. Der dokumentierte Jahreszyklus beschreibt Beobachtungsfenster, keine zwingenden Eingriffe.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Für eine Kultur ist ein offenes, sauberes Wassergefäß mit freier Oberfläche ein plausibler Ausgangspunkt, weil die Pflanze als schwimmende Rosette der Litoralzone beschrieben ist. Der Behälter muss genug Fläche für seitliche Ausbreitung bieten und Wasserstandsschwankungen abpuffern. Ein tiefer Wasserstand ist nicht als erforderlich belegt; ein flacher bis mäßiger Bestand wird beobachtet, ohne eine exakte Zentimeterangabe zu erfinden. Ein Teil der Triebe sollte zur Kontrolle erreichbar bleiben, damit Blätter, Fallen und terminale Knospen verglichen werden können. Die bekannte saisonale Knospenbildung wird nicht mit einem willkürlich angesetzten trockenen Substrat verwechselt.

Die Kulturhaltung darf die Wasseroberfläche nicht dauerhaft vollständig mit anderen Pflanzen bedecken, da sonst Rosetten- und Blütenstandsentwicklung schwer prüfbar werden. Der Bereich bleibt nährstoffarm, weil die Quelle einen aquatischen carnivoren Lebensraum, aber keine angereicherte Kulturtechnik beschreibt. Wasserchemische Sollwerte, Düngerzugaben und Temperaturgrenzen sind nicht belegt und deshalb nicht Bestandteil eines artspezifischen Rezeptes. Bei sichtbarer Verlangsamung werden Vitalität der Rosetten, Zustand der Triebe und Bildung der Knospen geprüft, bevor die Pflege verändert wird. Die erfolgreiche Etablierung zeigt sich durch neue Ausläufer, diagnostische Blüten und gegebenenfalls wiederkehrende Endknospen, nicht durch einen einzelnen kurzzeitigen Blütenstand.

substrate

Substratökologie

Das Habitat ist eine Wasseroberfläche im Litoral; eine klassische Erde- oder Mooskultur wäre deshalb ohne besondere Herkunftsbelege keine habitatgetreue erste Wahl. Ein Gefäß mit ruhigem Wasser erlaubt, die freie Rosettenbildung zu beobachten und die Pflanzen dennoch am Rand zu halten. Falls ein Substrat im Gefäß gebraucht wird, sollte es die Wasseroberfläche nicht großflächig bedecken und nicht als aus der Beschreibung abgeleitete Nährstoffquelle verstanden werden. Die Quelle gibt weder Korngröße noch pH oder Leitfähigkeit vor. Solche Werte werden am Kulturwasser protokolliert, statt als Sollwerte erfunden zu werden. Der Wasserstand und ein freier Ausbreitungsraum sind für diese schwimmende Lebensform die vorrangigen Kulturparameter.

Die Litoralbindung bedeutet auch, dass ein vollständig beschattetes oder mit anderen Schwimmern überwachsenes Gefäß die Beobachtung erschwert. Ein offener Randbereich erhält Platz für Rosetten, Blütenstände und die spätere Entwicklung von Endknospen. Für die Wasserqualität liegen keine artspezifischen Grenzwerte vor; daher wird eine nährstoffarme, nicht zusätzlich gedüngte Ausgangshaltung bevorzugt und bei Veränderung des Wassers die Reaktion beobachtet. Ein Wasserwechsel ist eine Kulturmaßnahme und wird nicht nach Kontrolltakt festgesetzt. Anstelle eines festen Rezepts werden Herkunft, Oberflächenzustand, Triebwachstum, Blüte und Turionenbildung gemeinsam bewertet. Erst wiederholte Kulturzyklen können zeigen, ob die jeweilige Herkunft andere Bedingungen benötigt.

practice

Praxisnotizen

Während der aktiven Phase wird der Bestand alle vier Tage auf neue Rosetten, intakte Blätter, Fallen und Wasserstand kontrolliert; bei langsamer Entwicklung verlängert sich der Sichtabstand auf zehn Tage. Sämlinge oder frisch abgetrennte Knospen werden alle drei Tage beobachtet, damit ein beginnender Austrieb oder Verlust früh auffällt. Diese Intervalle sind reine Kontrollrhythmen und keine Anweisung, in diesen Abständen Wasser zu wechseln oder Pflanzen zu bewegen. Von Juli bis Oktober werden Blüten- und Fruchtstadien getrennt eingetragen. Ab September wird zusätzlich jedes Triebende auf eine terminale Knospe geprüft.

Bei jeder Kontrolle werden Oberflächenbedeckung, Wasserstand, Rosettenzustand und Triebentwicklung getrennt notiert. Die Knospenbildung kann sich bis November erstrecken; daher endet die Beobachtung nicht unmittelbar nach dem letzten Blütenereignis. Wenn ein Bestand zurückgeht, wird zuerst geprüft, ob noch lebende Rosetten oder kompakte Endknospen vorhanden sind. Eine beabsichtigte Trockenlagerung ist nicht aus der Originalbeschreibung ableitbar. Am Saisonende sollten Fund- beziehungsweise Kulturherkunft, Blühfenster, Kapselansatz und Folgeaustrieb zusammengeführt werden. Die Notizen ermöglichen einen Vergleich des individuellen Zyklus mit den publizierten Zeitfenstern und halten zugleich offen, wo die Bedingungen einer Kulturherkunft von der einzigen beschriebenen Population abweichen. Kontrolle alle 4 Tage im aktiven Wachstum, alle 10 Tage bei turionbildendem, vegetativ verlangsamtem Bestand und alle 3 Tage bei Sämlingen. Das sind Beobachtungsabstände, keine Gieß- oder Wechselintervalle.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand09.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia rosettifolia, Stand 09.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-rosettifolia/