Black Trap Codex

Utricularia pobeguinii

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Herkunft
Guinea und nach aktueller Namensbehandlung auch Liberia; historische genaue Sickerstandorte bei Kindia,Mambiya und Friguiagbé.
Autor
Pellegr.

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
3 / 5 · mittel1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Fehlertoleranz
unknownWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Utricularia – terrestrisch

Breite Obergruppe bodengebundener Arten aus nassen bis saisonal überfluteten Habitaten. Die Arten dieses Blocks stammen aus mehreren Kontinenten; ihre Jahresgänge und Mikrosubstrate bleiben im individuellen Profil getrennt.

Habitat-Logik

Nasse Böden, saisonale Nassstellen, sandige Senken, Sickerflächen und Uferbereiche; keine einheitliche Hydroperiode.

Kultur-Logik

Nur bodengebundene Wuchsform gemeinsam; Klima, Wasserstand, Substrat und Samenzyklus nach Art und Herkunft steuern.

Substrat-Logik

Nährstoffarme, luftführende Feinauflage; mineralische oder organische Bestandteile nur nach belegtem Mikrohabitat.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Utricularia

Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.

Habitat-Logik

Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.

Kultur-Logik

Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.

Substrat-Logik

Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.

Typische Fehler

Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Utricularia pobeguinii ist eine feine annuelle Bodenpflanze westafrikanischer Sickerflächen. Ihr sichtbares Erscheinungsbild wird während der Fortpflanzungsphase von einer schlanken biegsamen Achse mit wenigen weit auseinanderstehenden blauen Blüten bestimmt. Der niedrige vegetative Körper nutzt nasses Feinmaterial zwischen Sandstein. Am ursprünglichen blühenden Material war der Blattbestand bereits zurückgegangen. Diese zeitliche Trennung zwischen vegetativem Aufbau und auffälliger Blüte ist bei der Beobachtung einer Herkunft wesentlich: Aufnahmen aus mehreren Entwicklungsphasen ergeben ein vollständigeres Pflanzenbild als eine ausschließlich zur Blüte dokumentierte Sammlung.

Die Art gehört zu den terrestrischen Wasserschläuchen, deren kleine Blasen in einer wasserverbundenen Bodenzone arbeiten. Blüten und später längliche Kapseln stehen oberhalb dieser Kontaktfläche. Das Größenverhältnis der Kronenlippen macht die blaue Blüte im regionalen Vergleich auffällig; die detaillierte Organform ist für die Bestimmung gesondert zu prüfen. Der gesamte Entwicklungsverlauf reicht vom vegetativen Ansatz über Blüte und Frucht bis zur folgenden Generation. Für einen Kulturbestand sind deshalb frische Organe vor dem Blühbeginn und tatsächlich reife Samen nach dem Verblühen gleichermaßen wertvolle Beobachtungen. Die geographisch begrenzte Herkunft und datierte Standortgefährdung verleihen einer nachvollziehbar erhaltenen Kultur zusätzlich Bedeutung.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Utricularia pobeguinii Pellegr. und wurde 1914 anhand einer Sammlung aus der Umgebung von Kindia veröffentlicht. Das originale Material stammte von Pobeguin und war im August 1905 mit dem Hinweis auf feuchten Boden und blassblaue Blüten gesammelt worden. 1963 wurde derselbe Name in eine Varietät von Utricularia spiralis überführt; heute gilt wieder der eigenständige Artstatus. Diese nomenklatorischen Stationen erklären ältere Etiketten, während die aktuelle Zuordnung an eine konkrete Kombination reproduktiver Merkmale gebunden bleibt.

Im ursprünglichen Vergleich wurden unter anderem die Oberlippenform, sehr schmalen Vorblätter und flachen geflügelten Staubfäden gegenüber ähnlichen westafrikanischen Pflanzen hervorgehoben. Gemeinsam mit den Kelch- und Spornmerkmalen tragen sie das Artkonzept. Die historische Beschreibung der Blattgestalt blieb am blühenden Material unvollständig. Neue vegetative Beobachtungen einer gesicherten Herkunft können daher den dokumentierten Zustand ergänzen, müssen aber mit der eindeutig passenden Blüte verbunden bleiben. Neben den Namensbehandlungen besitzen auch die Arealangaben verschiedene Umfänge: Die Bewertung von 2019 umfasste nur Guinea, die aktuelle Verbreitungsbehandlung führt Guinea und Liberia. Taxonomische Identität, vorhandene Morphologie und geographischer Erfassungsstand werden entsprechend getrennt dokumentiert.

ecology

Standort und Verbreitung

Utricularia pobeguinii ist aktuell für Guinea und Liberia geführt. Genau dokumentierte guineische Standorte liegen bei Mambiya, Friguiagbé und Kindia. Hier besiedelt sie saisonale Sandstein-Bowal-Sickerstellen mit offenem nassem Boden zwischen Felsflächen. Die lokale Wasserführung schafft kleine nutzbare Entwicklungsräume innerhalb einer jahreszeitlich wechselnden Landschaft. Für die Bodenpflanze zählt der Kontakt des feinen Körpers zu diesen benetzten Bereichen. Die aktuelle zusätzliche Länderangabe erweitert den verwendeten Arealumfang gegenüber einer früheren ausschließlich guineischen Betrachtung.

Die Gefährdungsbewertung von 2019 stützte sich auf eine Ausdehnung des bekannten Vorkommens von217 Quadratkilometern und eine besiedelte Fläche von24 Quadratkilometern. Fünf Fundorte wurden unterschieden, die bei bedrohungsbezogener Abgrenzung möglicherweise drei Standorten entsprechen. Offener Bauxitabbau bedroht die Bowalflächen besonders stark; weitere Belastungen sind Hausbau und Tritt. Aufgrund kleiner Fläche und fortschreitenden Lebensraumverlusts wurde die Art damals als stark gefährdet eingestuft. Diese räumlichen Kennwerte bleiben an Datum und Bewertungsumfang gebunden. Ein aktueller Länderzusatz liefert für sich noch keine neue Gefährdungsberechnung. Die Erhaltung einzelner natürlicher Sickerstellen und sorgfältig dokumentierter Pflanzenherkünfte bleibt deshalb der konkrete Bezug des Naturschutzabschnitts.

ecology

Ökologische Anpassungen

Der Lebensraum von Utricularia pobeguinii wird durch saisonalen Wasseranschluss auf einer flachen offenen Sandsteinfläche gegliedert. Während der passenden Feuchtephase entwickelt sich ein kleiner terrestrischer Körper; später erscheinen die schlanken Blütenachsen. Die annuelle Einordnung verbindet diesen Verlauf mit der Bedeutung einer folgenden Generation. Blattentwicklung und reproduktive Phase sind daher zusammen zu beobachten, auch wenn spätes Blütenmaterial nur wenig vegetatives Grün zeigt. Die am Original zurückgegangenen Blätter beschreiben einen konkreten Entwicklungszustand und lenken den Blick auf die frühere aktive Pflanzenphase.

Sickerwasser und kleine Feinbodenstellen erklären räumlich, warum einzelne Plätze länger benetzt sein können als ihre trockener werdende Umgebung. Daraus ergibt sich für die Kultur eine vorsichtige Empfehlung, den Wasseranschluss während Neuaustrieb und Fruchtentwicklung direkt am Körper zu erhalten. Das Saisonende ist mit tatsächlich gereifter Saat zu verbinden. Der original beschriebene längliche Fruchtkörper und kleine netzig gezeichnete Samen liefern dafür überprüfbare Organe. Die genaue Keimruhe bleibt bislang offen; ein vollständiger eigener Jahresverlauf kann daher besonders wertvolle Daten liefern. Festgehalten werden Beginn vegetativer Entwicklung, erster Blütenstand, reife Kapsel und erneuter Nachwuchs sowie der dabei tatsächlich vorhandene Oberflächenzustand.

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Wuchsform und Morphologie

Utricularia pobeguinii besitzt einen dünnen flexiblen glatten einfachen Blütenstiel mit wenigen voneinander entfernten Blüten. Die basal angesetzten Tragblätter sind lanzettlich und zugespitzt, die deutlich kürzeren Vorblätter sehr schmal pfriemlich. Die zwei Kelchhälften sind etwas ungleich, die obere oval und zugespitzt mit mehreren Adern, die untere kleiner und häufig ausgerandet. Beide laufen am oberen Blütenstiel herab und können im späteren Stadium größer werden. Für das ursprüngliche blühende Material blieb die Blattgestalt unbekannt. Dieser Kenntnisstand wird nicht durch allgemeine lineare oder runde Blätter einer Vergleichsart scheinbar vervollständigt. Der gesicherte Schwerpunkt liegt im konkreten reproduktiven Organverband.

Die blaue Oberlippe ist unterhalb der Mitte eingeschnürt und oben rundlich verbreitert. Die kleinere rundliche Unterlippe besitzt einen ausgerandeten leicht gewellten Abschluss. Der erhöhte schwach zweiteilige Gaumen ist am Zugang kurz behaart. Der annähernd zylindrische gerade Sporn endet stumpf. Flache geflügelte Staubfäden ergänzen die Blütenorganisation. Die Frucht ist länglich; sehr kleine längliche Samen zeigen eine feine Netzzeichnung. Diese Kombination gibt mehr tatsächliche Substanz als eine alleinige Farbdiagnose. Vor- und Kelchblattformen, Kronenproportion, Spornspitze und Samenstruktur werden daher gemeinsam dokumentiert. Eine kleine blau wirkende Blüte aus einem gemischten Kulturansatz braucht diese weitere Prüfung, bevor sie sicher mit dem akzeptierten Artkonzept verbunden wird.

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Fangstrategie

Als Wasserschlauch besitzt Utricularia pobeguinii spezialisierte kleine Blasenfallen im vegetativen Bereich. Der trockene oder bereits reduzierte Zustand des ursprünglichen Blütenmaterials liefert jedoch keine vollständig verifizierte eigene Eingangsmorphologie. Angaben wie zwei lange verzweigte Antennen oder eine bestimmte basale Öffnung werden deshalb nicht aus anderen afrikanischen Arten übertragen. Gesichert ist der terrestrische Wuchs an benetzten Bodenstellen; diese Wasserzone bildet den funktionellen Bezug des Ernährungsapparats. Die großen blauen Kronenlippen stehen darüber und dienen der Fortpflanzung. Ihr Größenverhältnis oder der kurz behaarte Blütengaumen darf entsprechend nicht als zusätzliches klebriges oder klappendes Fangsystem ausgelegt werden.

Der allgemeine Saugmechanismus vieler Wasserschläuche erklärt eine mögliche funktionelle Einordnung, ist aber kein eigener Fangversuch an dieser seltenen Art. Beutepräferenz, Unterdruck und Fanggeschwindigkeit bleiben artbezogen offen. Als praktische Schlussfolgerung wird ein stabil benetzter niedriger Körperraum erhalten, während neuer vegetativer Zuwachs beobachtet wird. Der Standort auf Sandstein rechtfertigt keine Pflichtfütterung oder gezielte Nährstoffgabe. Große Futterstücke könnten den kleinen Entwicklungsraum bedecken. Eine kräftige blaue Blüte bestätigt für sich nicht, dass alle feinen Organe weiterwachsen. Deshalb werden vegetative Entwicklung und reproduktiver Zustand getrennt erfasst. So kann ein Kulturversuch seine tatsächliche Fortsetzung zeigen, ohne eine unvollständig beschriebene Fallenstruktur durch erfundene Artmerkmale oder Werte verwandter Wasserschläuche zu ersetzen.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Utricularia pobeguinii entwickelt nach den blauen Blüten längliche Kapseln mit sehr kleinen länglichen fein netzig gezeichneten Samen. Diese Frucht- und Samenmerkmale sind bereits am ursprünglichen Material beschrieben. Die aktuelle jährliche Lebensformeinordnung macht den Abschluss der Fortpflanzung besonders wichtig für die Erhaltung einer Herkunft. Der große obere Kronenlappen und erhöhte Gaumen geben jedoch keine sichere Liste wirksamer Bestäuber oder garantierte Selbstverträglichkeit vor. Gefüllte reife Früchte müssen deshalb am eigenen Ansatz geprüft werden. Eine geöffnete Krone allein ist noch kein Nachweis eines zukünftigen Bestands. Auch das Ende der sichtbaren Blattentwicklung und die spätere Fruchtreife werden als getrennte Phasen beobachtet.

Saat erhält eine eindeutige Herkunft und Erntedatum. Ein fester Kälteimpuls, eine bestimmte trockene Lagerdauer oder eine allgemeine Keimfrist ist für diese selten dokumentierte Art nicht ausreichend abgesichert. Sämlinge benötigen einen offenen benetzten Bereich, der kleine neue Organe erkennbar lässt. Die nächste blaue Blüte wird erneut auf große eingeschnürte Oberlippe, spitzen Kelch und geraden stumpfen Sporn geprüft. Dadurch bleibt ein ähnlicher Wasserschlauch aus gemeinsamem Kulturwasser von einer gesicherten neuen Generation getrennt. Ein Jahr ohne bestätigten Nachwuchs gilt nicht allein wegen saisonaler Herkunft als ordnungsgemäße Pause. Die nachvollziehbare Verbindung zwischen Altbestand, reifer Saat und erneut diagnostisch bestätigter Pflanze trägt den individuellen Kulturzyklus und erhält den spezifischen Artbezug.

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Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Als Kulturfolgerung aus den Bowal-Sickerstellen empfiehlt sich ein überschaubarer flacher Ansatz mit gleichmäßig wasserverbundener Oberfläche. Feines Material und kleine offene Bereiche bieten dem niedrigen terrestrischen Körper Raum, während eine benachbarte kapillare Wasserzone dessen Versorgung stabilisiert. Die Wasserführung wird an frischen Organen und der Benetzung direkt an der Pflanzenbasis beurteilt. Eine helle Lage ist aus den offenen Naturstellen plausibel; bei steigender Wärme bleibt die Feuchteentwicklung besonders zu beobachten. Numerische Licht- und Temperaturgrenzen sind für diesen Kulturansatz nicht ausreichend abgesichert.

Der praktische Sichtabstand liegt bei drei Tagen für aktive Pflanzen und zwei Tagen für Sämlinge. Diese häufige Beobachtung passt zum kleinen veränderlichen Sickerkontakt eines Gefäßes. Bei Wasserverlust erfolgt zusätzliche frühere Kontrolle. Während Blüte und Fruchtreife wird die aktive Benetzung fortgeführt und der tatsächliche Kapselzustand dokumentiert. Erst geerntete reine Saatreserven wechseln in eine ungefähr dreißigtägige Zustandsprüfung. Der zweite Abstand betrifft Lagergut, nicht einen angenommenen ruhenden Jahreskörper. Ein gut dokumentierter Ansatz umfasst daher Aufnahmen des frühen vegetativen Bestands, Datum der ersten Blüte, gesicherte Ernte und spätere bestätigte Generation. Herkunftskennungen bleiben an Pflanzen und Saat, damit vergleichbare Entwicklungsverläufe auch nach Teilung oder Aussaat erhalten werden können.

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Substratökologie

Am Naturstandort treffen Sandstein, kleine Feinbodenauflagen und saisonales Sickerwasser zusammen. Für Utricularia pobeguinii ist ihre gemeinsame Funktion als offene benetzte Kontaktzone entscheidend. In der Kultur wird eine flache stabile Oberfläche eingerichtet, die Wasser kapillar weiterführen kann und die Entwicklung kleiner Organe sichtbar lässt. Lose Feinteile werden hinsichtlich möglicher Verlagerung beim Wasseranstieg beobachtet; grobe Deckschichten hinsichtlich ihres tatsächlichen Wasserkontakts. So lässt sich die Funktion einzelner Bestandteile anhand des Pflanzenplatzes beurteilen, statt nur eine allgemeine Mischungskategorie zu verwenden.

Die konkrete Materialwahl bleibt eine praktische Ableitung aus Kontaktfeuchte, Strukturstabilität und geringer zusätzlicher Belastung. Artspezifische vergleichbare Messwerte zu pH und elektrischer Leitfähigkeit fehlen. Kleine Teilansätze ermöglichen deshalb vorsichtige Veränderungen, während gesicherte Saat und ein unveränderter Herkunftsansatz erhalten bleiben. Frische vegetative Organe und späterer vollständiger Fortpflanzungsabschluss liefern die Rückmeldung zur angebotenen Struktur. Moos- oder Algenentwicklung wird als Veränderung der verfügbaren Oberfläche notiert. Für junge Pflanzen ist besonders der noch freie benetzte Raum wichtig. Bei der Ernte werden längliche Kapseln von abgestorbenem Oberflächenmaterial unterschieden, damit die nächste Generation tatsächlich erhalten bleibt. Die Materialbeobachtung begleitet auf diese Weise den ganzen Entwicklungsgang von frühem Grün bis zur gesicherten Saat.

practice

Praxisnotizen

Für eine nachvollziehbare Kultur von Utricularia pobeguinii werden Aufnahmen aus mehreren Entwicklungsphasen angelegt. Frühzeitige Bilder zeigen den vegetativen Körper, der am ursprünglichen Blütenmaterial nur unvollständig verfügbar war. Zur Bestimmung kommen Vorder- und Seitenansichten der Blüte sowie später Frucht- und Samenaufnahmen hinzu. Jede Serie behält Herkunft und Datum. Das ermöglicht einen sachlichen Vergleich von Pflanzenzustand und lokaler Wasserführung. Bei einem neuen Ansatz wird zunächst festgehalten, wann frische Organe sichtbar werden und wie lange die Fläche bis zur ersten Blüte aktiv besiedelt bleibt.

Die Sichtkontrolle erfolgt alle drei Tage im Wachstum, alle zwei Tage bei Sämlingen und etwa monatlich bei getrennten gesicherten Saatreserven. Zusätzlich wird während der Fruchtreife nach tatsächlich reifen Kapseln gesehen. Ernte, Aussaat und erster bestätigter Nachwuchs werden als eigene Ereignisse dokumentiert. Die spätere Blüte bindet neue vegetative Beobachtungen erneut an die sichere Artidentität. Auch die verwendete geographische Angabe erhält ihren Kenntnisstand: historische guineische Herkunft, aktuelle Guinea/Liberia-Umgrenzung und datierte Erhaltungsbewertung sind getrennte Daten. Ein solcher Datensatz zeigt den individuellen Jahresgang mit realen Pflanzenstadien und überprüfbaren Organen. Er trägt mehr zur Erhaltung und zum Vergleich bei als ein pauschaler Kalender ohne dokumentierte Wasserzone oder sichere Saatweiterführung. Kontrolle alle 5 Tage im aktiven Wachstum, alle 30 Tage bei gesicherter reiner Saatreserve und alle 3 Tage bei Sämlingen. Das sind Beobachtungsabstände, keine Gieß- oder Wechselintervalle.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand09.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia pobeguinii, Stand 09.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-pobeguinii/