Black Trap Codex

Utricularia inthanonensis

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Herkunft
Doi Inthanon National Park, Chiang Mai, Nordthailand; bislang nur vom Typusgebiet bekannt
Autor
Suksathan & J.Parn.

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
uncertainOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
unknownWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Utricularia – terrestrisch

Breite Obergruppe bodengebundener Arten aus nassen bis saisonal überfluteten Habitaten. Die Arten dieses Blocks stammen aus mehreren Kontinenten; ihre Jahresgänge und Mikrosubstrate bleiben im individuellen Profil getrennt.

Habitat-Logik

Nasse Böden, saisonale Nassstellen, sandige Senken, Sickerflächen und Uferbereiche; keine einheitliche Hydroperiode.

Kultur-Logik

Nur bodengebundene Wuchsform gemeinsam; Klima, Wasserstand, Substrat und Samenzyklus nach Art und Herkunft steuern.

Substrat-Logik

Nährstoffarme, luftführende Feinauflage; mineralische oder organische Bestandteile nur nach belegtem Mikrohabitat.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Utricularia

Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.

Habitat-Logik

Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.

Kultur-Logik

Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.

Substrat-Logik

Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.

Typische Fehler

Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Utricularia inthanonensis Suksathan & J.Parn. ist eine sehr kleine lithophytische bis terrestrische Pflanze auf nassem Granit. Im Erscheinungsbild prägen vor allem folgende Merkmale den Habitus: kleine spatelförmige Rosettenblätter; fein gebaute Rhizoide und Stolonen liegen in den schmalen feuchten Felsnischen. Die Pflanze besetzt in der Natur offene, dauerhaft feuchte Granitfelsflächen um 1650 m, zwischen Moosen; Typusbelege aus Doi Hua Suea. Damit gehört sie innerhalb der Gattung zu einer klar umrissenen Lebensform und lässt sich nicht sachgerecht mit einem allgemeinen Steckbrief für beliebige Wasserschläuche beschreiben.

Für die Bestimmung ist die Blüte gemeinsam mit den vegetativen Organen und Fallen zu betrachten. Kurzer aufrechter Blütenstand mit wenigen Blüten; Krone tief fünflappig, ein ungewöhnliches Merkmal innerhalb der nahen Verwandtschaft. Ergänzend sind die Fallen kennzeichnend: winzige Fallen mit auffällig breitem Stiel und fadenförmigen Fortsätzen; diese Kombination ist diagnostisch und nicht als generisches Fangdetail zu verallgemeinern. Gegenüber der thailändischen U. garrettii unterscheidet sie die tief fünflappige Krone, ellipsoid geformte Samen und die charakteristischen Fallenanhänge samt außergewöhnlich breitem Fallenstiel. Die verfügbaren Belege zeigen außerdem: Blüte und Frucht sind für einzelne Aufsammlungen belegt; die Erstbeschreibung nennt Belege aus 2005 und 2007, aber keinen vollständigen mehrjährigen Kultur- oder Ruhekalender. Maßangaben und Beobachtungszeiträume gelten nur dort, wo die angeführte Fachquelle sie tatsächlich dokumentiert; Lücken werden nicht mit Daten verwandter Arten gefüllt.

taxonomy

Taxonomie

Der hier verwendete Name lautet Utricularia inthanonensis Suksathan & J.Parn.. Die POWO/WCVP-Checkliste führt den Namen als akzeptiert und verknüpft ihn mit den im Profil angegebenen Kennungen. Die Schreibweise der Autorzitation ist Teil der Taxonidentität und wird deshalb zusammen mit dem Artepitheton erfasst. Die systematische Einordnung innerhalb der Gattung wird in den Quellen je nach morphologischer oder phylogenetischer Arbeit behandelt; sie sollte nicht aus der bloßen Ähnlichkeit des Habitus abgeleitet werden.

Für die taxonomische Abgrenzung sind die charakteristischen Merkmale dieser Art wichtig: Gegenüber der thailändischen U. garrettii unterscheidet sie die tief fünflappige Krone, ellipsoid geformte Samen und die charakteristischen Fallenanhänge samt außergewöhnlich breitem Fallenstiel. Ökologischer Standortbezug: Lithophyt an nassen, offenen Granitwänden mit dünner Moosauflage; der kleinräumige Wasserfilm ist wichtiger als ein tiefer Wasserstand. Eine konkurrierende Synonymisierung wird in den hier geprüften Quellen nicht als gesicherte aktuelle Namensführung belegt. Bei Bestimmungen sollten Blüten- und Fallenmerkmale bevorzugt werden; bloße Herkunftsangaben oder ein Händlername ersetzen keinen Herbarbeleg.

ecology

Standort und Verbreitung

Das belegte Areal von Utricularia inthanonensis ist Doi Inthanon National Park, Chiang Mai, Nordthailand; bislang nur vom Typusgebiet bekannt. Ökologische Angaben stammen aus konkreten Belegen und regionalen Floren, nicht zwangsläufig aus jedem Teil des gesamten Areals. Der dokumentierte Standort umfasst offene, dauerhaft feuchte Granitfelsflächen um 1650 m, zwischen Moosen; Typusbelege aus Doi Hua Suea. Ökologischer Standortbezug: Lithophyt an nassen, offenen Granitwänden mit dünner Moosauflage; der kleinräumige Wasserfilm ist wichtiger als ein tiefer Wasserstand.

Diese Fundangaben geben den Stand der recherchierten Literatur wieder. Blüte und Frucht sind für einzelne Aufsammlungen belegt; die Erstbeschreibung nennt Belege aus 2005 und 2007, aber keinen vollständigen mehrjährigen Kultur- oder Ruhekalender. Eine einzelne Höhe, ein Sammeldatum oder eine bekannte Lokalität ist nicht automatisch repräsentativ für alle Populationen. Für Utricularia inthanonensis sind die ökologischen Angaben daher mit der jeweiligen Provenienz zu notieren und bei neuem Feldmaterial zu aktualisieren. Wo der Kenntnisstand besonders eng ist, etwa bei einer nur vom Typusgebiet bekannten Art, wird das ausdrücklich gesagt, statt eine scheinbar flächendeckende Ökologie zu behaupten.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die Lebensweise von Utricularia inthanonensis ist mit der Struktur ihres natürlichen Standorts verknüpft. Ökologischer Standortbezug: Lithophyt an nassen, offenen Granitwänden mit dünner Moosauflage; der kleinräumige Wasserfilm ist wichtiger als ein tiefer Wasserstand. Die beschriebenen Pflanzenteile passen zu dieser Situation: kleine spatelförmige Rosettenblätter; fein gebaute Rhizoide und Stolonen liegen in den schmalen feuchten Felsnischen. Bei dieser Art ist vor allem der Unterschied zwischen feuchtem Untergrund, flachem Wasser und vollständiger Überstauung wichtig; diese Bedingungen sind nicht austauschbar.

Die Fallen sind ein Bestandteil der Nährstoffaufnahme, ersetzen jedoch keine Beschreibung von Wasserhaushalt und Standort. Das Fallenbild: winzige Fallen mit auffällig breitem Stiel und fadenförmigen Fortsätzen; diese Kombination ist diagnostisch und nicht als generisches Fangdetail zu verallgemeinern. Gleichzeitig gilt: Blüte und Frucht sind für einzelne Aufsammlungen belegt; die Erstbeschreibung nennt Belege aus 2005 und 2007, aber keinen vollständigen mehrjährigen Kultur- oder Ruhekalender. Die Daten belegen eine ökologische Anpassung an die dokumentierten Bedingungen, aber keine universelle Toleranz gegenüber Trockenheit, Wasserstandsschwankung oder starker Düngung. Unbekannte Faktoren wie pH, Leitfähigkeit oder exakte Lichtstärke werden nicht aus Gattungswissen ergänzt.

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Wuchsform und Morphologie

Vegetativ fällt bei Utricularia inthanonensis insbesondere auf: kleine spatelförmige Rosettenblätter; fein gebaute Rhizoide und Stolonen liegen in den schmalen feuchten Felsnischen. Das Fallenbild: winzige Fallen mit auffällig breitem Stiel und fadenförmigen Fortsätzen; diese Kombination ist diagnostisch und nicht als generisches Fangdetail zu verallgemeinern. Die Merkmale sollten möglichst an blühenden oder voucher-belegten Exemplaren untersucht werden, weil die sichtbaren Blattorgane bei manchen Arten zur Blütezeit fehlen oder nur sporadisch auftreten. Die Anordnung an Stolonen, Rhizoiden und Blütenstandsbasis kann diagnostisch sein und gehört in eine vollständige Beschreibung.

Der Blütenstand trägt diese artspezifische Merkmalskombination: kurzer aufrechter Blütenstand mit wenigen Blüten; Krone tief fünflappig, ein ungewöhnliches Merkmal innerhalb der nahen Verwandtschaft. Gegenüber der thailändischen U. garrettii unterscheidet sie die tief fünflappige Krone, ellipsoid geformte Samen und die charakteristischen Fallenanhänge samt außergewöhnlich breitem Fallenstiel. Farbe allein ist für eine Bestimmung allerdings nicht ausreichend; Lippenteilung, Spornstellung, Anhänge der Falle und vegetative Achsen sind gemeinsam zu prüfen. Wo Zahlenwerte genannt werden, beziehen sie sich auf die maßgebliche Beschreibung und nicht auf eine garantierte Größenkonstanz in Kultur.

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Fangstrategie

Utricularia inthanonensis besitzt kleine Blasenfallen an den für die Art beschriebenen Achsen: winzige Fallen mit auffällig breitem Stiel und fadenförmigen Fortsätzen; diese Kombination ist diagnostisch und nicht als generisches Fangdetail zu verallgemeinern. Wie bei der Gattung üblich, erzeugt die Falle durch aktiven Wassertransport einen Unterdruck; bei Auslösung öffnet sich die Klappe und Wasser mit Beute wird in die Blase eingesogen. Für diese Art ist aber besonders entscheidend, an welchen Pflanzenteilen die Fallen sitzen und wie sie gebaut sind, nicht eine pauschale Aussage über alle Fallen der Gattung.

Die Falle ergänzt die Nährstoffaufnahme in dem beschriebenen Milieu: offene, dauerhaft feuchte Granitfelsflächen um 1650 m, zwischen Moosen; Typusbelege aus Doi Hua Suea. Ihre Fortsätze und die Position an der Pflanze sind Bestimmungsmerkmale; sie dürfen nicht mit Blättern oder normalen Wurzelorganen verwechselt werden. Gegenüber der thailändischen U. garrettii unterscheidet sie die tief fünflappige Krone, ellipsoid geformte Samen und die charakteristischen Fallenanhänge samt außergewöhnlich breitem Fallenstiel. Konkrete artspezifische Beutelisten oder Beutefrequenzen sind in den geprüften Quellen nicht ausreichend dokumentiert. Deshalb werden keine vermeintlich typischen Beutetiere oder Fangraten behauptet.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Blütenmerkmale von Utricularia inthanonensis sind für die Fortpflanzung und Bestimmung zentral: kurzer aufrechter Blütenstand mit wenigen Blüten; Krone tief fünflappig, ein ungewöhnliches Merkmal innerhalb der nahen Verwandtschaft. Für den beobachteten Jahresgang gilt: Blüte und Frucht sind für einzelne Aufsammlungen belegt; die Erstbeschreibung nennt Belege aus 2005 und 2007, aber keinen vollständigen mehrjährigen Kultur- oder Ruhekalender. Diese Angaben beruhen auf veröffentlichten Sammel- und Blühdaten, nicht auf einem lückenlosen Langzeitmonitoring jeder Population.

Bei Utricularia können Samenbildung und vegetative Ausbreitung nebeneinander auftreten, doch konkrete Angaben müssen für die jeweilige Art belegt sein. Gegenüber der thailändischen U. garrettii unterscheidet sie die tief fünflappige Krone, ellipsoid geformte Samen und die charakteristischen Fallenanhänge samt außergewöhnlich breitem Fallenstiel. Die verfügbaren artspezifischen Quellen erlauben keine pauschale Aussage über Selbstfertilität, Bestäuber oder regelmäßige Samenproduktion. Bei Kulturbeobachtungen sind offene Blüten, Fruchtansatz und Ausläufer getrennt zu protokollieren.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Für die Kultur von Utricularia inthanonensis sollte der dokumentierte Naturstandort Ausgangspunkt sein: offene, dauerhaft feuchte Granitfelsflächen um 1650 m, zwischen Moosen; Typusbelege aus Doi Hua Suea. Praktisch bedeutet das zunächst: Feuchte, aber luftige Fels- oder Moosoberfläche nachbilden. Ein dauerhaft tiefes Wasserbecken entspricht dem bekannten Standort nicht; die Art sitzt auf nassem Gestein. Offene Granitwände sind belegt. Helle Kultur ist plausibel, doch keine artspezifischen Messwerte oder sichere Mittagssonnentoleranz wurden publiziert.

Ein artspezifischer Temperaturbereich oder sichere Toleranzwerte sind in den recherchierten Quellen nicht belegt und werden hier bewusst offengelassen. Ebenso lautet der Ruhehinweis: Keine verpflichtende Trockenruhe ist belegt. Der einzige bekannte natürliche Standort und wenige Aufsammlungen erlauben keine sichere Ableitung eines jährlichen Ruheplans. Kulturbeobachtungen sollten nach Herkunft, Wasserstand, Licht, Wachstum und Blütenphase getrennt dokumentiert werden. So lässt sich später prüfen, ob eine einzelne Kulturform tatsächlich artspezifisch funktioniert, ohne sie vorschnell als allgemeingültige Pflegeanweisung auszugeben.

substrate

Substratökologie

Das natürliche Substrat von Utricularia inthanonensis ist kein beliebiger „Carnivorenerde“-Standard, sondern Teil ihres Standorts: offene, dauerhaft feuchte Granitfelsflächen um 1650 m, zwischen Moosen; Typusbelege aus Doi Hua Suea. Ökologischer Standortbezug: Lithophyt an nassen, offenen Granitwänden mit dünner Moosauflage; der kleinräumige Wasserfilm ist wichtiger als ein tiefer Wasserstand. Daraus folgt, dass Struktur, Wasserspeicherung und Sauerstoffversorgung gemeinsam betrachtet werden müssen. Ein nasser Felsfilm, grober Weißsand, schlammiger Flachwasserboden und epiphytisches Moos sind unterschiedliche Milieus und verlangen getrennte Kulturansätze.

Für die Übertragung in Kultur gilt: Feuchte, aber luftige Fels- oder Moosoberfläche nachbilden. Ein dauerhaft tiefes Wasserbecken entspricht dem bekannten Standort nicht; die Art sitzt auf nassem Gestein. Unbelegte Rezepturen mit festen Mischungsverhältnissen oder einheitlichen pH-Werten würden eine Genauigkeit vortäuschen, die die Florenbeschreibungen nicht liefern. Mineralische oder organische Bestandteile sollten nur so eingesetzt werden, dass sie das belegte Habitat funktional nachbilden und nicht durch Nährstoffeintrag verändern. Reaktion, Algenbildung und Wurzel-/Stolonenzustand sind zu beobachten.

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Praxisnotizen

Bei der Bestimmung und Kulturkontrolle von Utricularia inthanonensis sind die folgenden artspezifischen Punkte zuerst zu prüfen: Gegenüber der thailändischen U. garrettii unterscheidet sie die tief fünflappige Krone, ellipsoid geformte Samen und die charakteristischen Fallenanhänge samt außergewöhnlich breitem Fallenstiel. Blüte und Frucht sind für einzelne Aufsammlungen belegt; die Erstbeschreibung nennt Belege aus 2005 und 2007, aber keinen vollständigen mehrjährigen Kultur- oder Ruhekalender. Ökologischer Standortbezug: Lithophyt an nassen, offenen Granitwänden mit dünner Moosauflage; der kleinräumige Wasserfilm ist wichtiger als ein tiefer Wasserstand.

Beobachtungsrhythmus: Kontrolle alle 7 Tage während aktiven Wachstums, alle 14 Tage während einer tatsächlich beobachteten Ruhephase und alle 4 Tage bei Sämlingen. Diese Abstände dienen der Zustandskontrolle und sind ausdrücklich weder Gieß- noch Wasserwechselintervalle. Bei seltenen oder nur aus wenigen Belegen bekannten Arten sind Veränderungen mit Datum, Herkunft, Blüte und Wasserstand zu dokumentieren; fehlende Messwerte nicht durch Annahmen ergänzen.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand08.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia inthanonensis, Stand 08.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-inthanonensis/