Black Trap Codex
Utricularia damazioi
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 01 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 01 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Ruhephase
- optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Kulturgruppe
Utricularia – brasilianische Campos rupestres
Brasilianische terrestrische und felsnahe Hochlandarten einschließlich U. flaccida und U. geminiloba. Ihre konkreten Felsspalten, Moore, Quellbereiche und Jahresgänge bleiben artspezifisch.
Habitat-Logik
Campos rupestres, nasse Felsen, Quell- und Sickerbereiche des brasilianischen Hochlands.
Kultur-Logik
Luftiges, nährstoffarmes Milieu; Feuchteverlauf und etwaige Rückzugsphase nur nach Art und Standort steuern.
Substrat-Logik
Dünne mineralische oder organische Auflage gemäß dokumentiertem Mikrohabitat.
Risiken der Kulturgruppe
Gattungsprofil
Utricularia
Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.
Habitat-Logik
Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.
Kultur-Logik
Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.
Substrat-Logik
Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.
Typische Fehler
Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
reference
Botanische Beschreibung
Utricularia damazioi ist ein kleiner terrestrischer Wasserschlauch nasser Sandstellen in brasilianischen Campos rupestres. Feine Ausläufer und Rhizoide tragen kleine Blätter sowie zahlreiche Blasenfallen knapp unter der Oberfläche. Die Blätter können zur Blütezeit fehlen; wenn sie sichtbar sind, wirken sie spatelförmig bis fast rund und stehen nahe der Schaftbasis. Der Blütenschaft ist locker, gewöhnlich mit nur einer, selten zwei lilafarbenen Blüten. Ihre Unterlippe ist breit und tief in drei Lappen geteilt, wobei die seitlichen Lappen besonders groß wirken. Am Grund sitzt ein gelber Fleck mit weißem Rand. Diese Gestalt ist viel aussagekräftiger als die allgemeine Angabe „lila Utricularia“.
Die Art wurde lange unter einem sehr breiten Namen mit anders gebauten Populationen vereinigt. Die moderne Behandlung zeigt sie als eigene brasilianische Linie mit Vorkommen in Bahia, Goiás und Minas Gerais. Ein einzelner alter Kulturbestand mit Etikett U. amethystina lässt sich nicht automatisch hierher übertragen. Für eine vollständige Beschreibung müssen die tiefen Seitenlappen, Größe der oberen Kronlippe, zylindrisch bandförmiger Sporn und die sandige Herkunft zusammen betrachtet werden. Die Pflanzen der unterschiedlichen Gebirgszüge können in Lappenform variieren, ohne die Artidentität schon dadurch zu verlieren.
taxonomy
Taxonomie
Der akzeptierte Name Utricularia damazioi Beauverd wurde 1907 veröffentlicht. Der Typus stammt aus Minas Gerais und wurde Anfang 1905 gesammelt. In einer späteren großen Monographie ging die Art im weit gefassten U.-amethystina-Komplex auf. Morphometrische und spätere taxonomische Arbeiten trennten sie erneut; die umfassende Revision von 2022 behandelt sie wieder als eigene Art. U. dawsonii wird heute als Synonym zugeordnet. Diese Geschichte erklärt, warum ältere Fundlisten und Handelsnamen sehr heterogenes Material unter U. amethystina enthalten können. Ein unbestimmtes Altfoto liefert keine sichere Zuordnung zu U. damazioi.
Gegenüber U. amethystina im engeren Sinne besitzt die terrestrische U. damazioi eine größere tief dreigelappte Unterlippe, eine deutlich über den oberen Kelchlappen ragende Oberlippe und einen zylindrisch bis bandförmigen statt kegelförmigen Sporn. Der Vergleich umfasst auch Herkunft: U. damazioi ist an brasilianische Campos rupestres gebunden, während U. amethystina im engeren Sinn andere Regionen umfasst. Die revidierte Art selbst zeigt geografische Formvariation; in einem Gebirgszug sind die Lappen runder, anderswo länglicher. Für die taxonomische Karte ist deshalb eine Merkmalskombination sinnvoller als ein einziges Lappenmaß.
ecology
Standort und Verbreitung
Utricularia damazioi ist aus Bahia, Goiás und Minas Gerais dokumentiert. Die Fundorte liegen in getrennten Hochlandkomplexen des brasilianischen Cerrado, besonders in Campos rupestres. Die Pflanzen wachsen terrestrisch auf sandigem Substrat im Grasland; feuchte oder zeitweise wasserführende Kleinflächen sind dabei entscheidend. Die Art kann innerhalb einer großen Landschaft fleckig verteilt sein, weil nicht jede Felsgraslandstelle denselben Wasserhaushalt besitzt. In einigen Beständen steht sie neben U. hirtella. Ihre heutige Verbreitung ist deutlich enger als der frühere Sammelbegriff U. amethystina, aber nicht auf eine einzelne Lokalität beschränkt.
Blühende Pflanzen wurden in der taxonomischen Bearbeitung von Dezember bis Juli nachgewiesen. Diese breite Sammelspanne umfasst verschiedene Regionen und darf nicht in einen überall identischen Blühmonat oder eine exakte Ruhephase übersetzt werden. Die getrennten Gebirgsherkünfte könnten ihren Austrieb mit lokalen Niederschlägen synchronisieren; für eine gemeinsame Kulturregel fehlen vergleichende Jahresdaten. Bei einem Feldbeleg sollten daher Region, Höhe, sandige Mikronische, Wasserstand, Nachbarvegetation und Entwicklungsstadium erfasst werden. Die schiere Zahl der Schutzgebiete mit Vorkommen sagt nichts über ein bestimmtes Topfsubstrat oder eine frostfreie Mindesttemperatur.
ecology
Ökologische Anpassungen
Der Pflanzenkörper bleibt niedrig im sandig-feuchten Oberboden. Kleine Blätter können zur Blütezeit bereits reduziert sein, während Ausläufer und Fallen im Medium weiter vorhanden sind. Diese räumliche Trennung macht das Ausgraben zur Bestimmung schwierig: ein herausgezogener Schaft allein verliert die vegetative Diagnose. Die Art erscheint in voneinander getrennten Campos-rupestres-Beständen, deren hydrologische Kleinräume in der trockeneren Landschaft wichtig sind. Ihre Blüten sind groß genug, um Bienen verschiedener kleiner und mittlerer Größen zu erreichen; tatsächlich wirksame Besucher wurden an untersuchten Populationen beobachtet.
Eine reproduktionsbiologische Untersuchung fand Selbstkompatibilität, zunächst weibliche Blütenfunktion und eine zeitliche Annäherung von Narbe und Staubbeuteln. Wenn Fremdbestäubung ausbleibt, kann verzögerte Selbstbestäubung Samenbildung sichern. Diese Mechanismen sind für die untersuchten Bestände belegt, ohne dass jede Population im ganzen Areal identisch reagieren muss. Sie erklären, wie eine fleckig verbreitete Art trotz wechselnder Besucherzahl fortpflanzungsfähig bleibt. Dagegen gibt es keine allgemein gemessene artspezifische Trockenheitsgrenze für die Ausläufer. Die beobachtete saisonale Landschaft darf nicht mit einem geprüften Überdauerungsversuch verwechselt werden.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die revidierte Artbeschreibung nennt wenige oder fehlende Rhizoide und mehrere kurze Ausläufer. Blätter stehen gewöhnlich in geringer Zahl an der Schaftbasis; ihre Spreiten sind wenige Millimeter lang, spatelförmig bis fast kreisrund und mehrnervig. Etwa millimetergroße gestielte Fallen treten an Ausläufern und Rhizoiden auf. Der meist lockere Blütenstand kann ungefähr acht bis achtundzwanzig Zentimeter erreichen und verzweigt sich gelegentlich. Er trägt meist nur eine, selten zwei Blüten. Kelch und kleine Brakteolen besitzen für die Artabgrenzung hilfreiche, aber nur unter Vergrößerung sichere Formen.
Die lilafarbene Krone zeigt an der Basis der Unterlippe einen gelben weiß gerandeten Fleck. Die Oberlippe ist im Verhältnis zum oberen Kelchlappen groß. Die breit verkehrt eiförmige Unterlippe ist tief dreilappig; seitliche Lappen sind ausgeprägt. Der zylindrisch bandförmige Sporn wird mehrere Millimeter lang und endet gerundet. Die Kapsel ist rundlich, die kleinen Samen schräg eiförmig. Zwischen den Regionen variiert die Rundung der Lippenlappen. Ein einzelner frischer Blütenvergleich sollte deshalb neben Formen und Größen auch den Kelch und möglichst eine gesicherte Herkunft erfassen.
reference
Fangstrategie
Die Blasenfallen sitzen an feinen Ausläufern und Rhizoiden im nassen sandigen Untergrund. Sie sind ungefähr millimetergroß und können bei einer bloß fotografierten Blüte völlig verborgen bleiben. Als Saugfallen benötigen sie Wasserfilme in den Bodenporen; die Art ist damit bodengebunden und keine frei schwimmende Aquatikform. Die lilafarbene Krone und ihr Sporn dienen der Fortpflanzung, nicht dem Beutefang. Gerade weil lange Zeit verschiedene Arten unter einem Namen vereint waren, dürfen alte Messungen zu Fallen anderer U.-amethystina-Bestände nicht ungeprüft U. damazioi zugeschrieben werden.
Eine konkrete Untersuchung der Beutezusammensetzung für verlässlich bestimmte U.-damazioi-Fallen liegt in den verwendeten taxonomischen und reproduktionsbiologischen Arbeiten nicht vor. Die bekannte Bestäuberbiologie erklärt nicht automatisch, welche Tiere in den Bodenblasen gefangen werden. Ein entsprechender Versuch müsste Fallen von aus Herkünften der drei Bundesstaaten getrennt untersuchen und zugleich Wassergehalt sowie lokale Mikrofauna messen. Bis dahin sind Lage, kleine Größe und Grundfunktion der Saugfallen tragfähig. Fangrate und Nährstoffbeitrag sind offen; sie sollten nicht mit Werten der semi-aquatischen U. amethystina im engeren Sinne ersetzt werden.
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
Die Art trägt meist eine große lilafarbene Blüte pro Schaft, selten zwei. Ihre breite tief dreigelappte Unterlippe und die gelb-weiße Zeichnung sind für Besucher sichtbar. An untersuchten Populationen erwiesen sich kleine und mittelgroße Bienen als wirksame Bestäuber. Die Blüte ist selbstkompatibel und beginnt mit einer weiblichen Phase. Im Verlauf der Anthese verschiebt sich die räumliche Beziehung zwischen Narbe und Staubbeuteln. Wenn eine Kreuzbestäubung ausbleibt, kann verzögerte Selbstbestäubung Samenbildung sichern. Diese Kombination aus Fremd- und Eigenbestäubung ist für U. damazioi besonders relevant, weil ihre Bestände räumlich getrennt liegen.
Die Untersuchung beschreibt tatsächliche Besucher und Fortpflanzungsmechanismen, nicht bloß eine aus Blütenfarbe abgeleitete Hypothese. Trotzdem sollte man die gemessenen Ergebnisse nicht automatisch auf alle Gebirgsherkünfte übertragen. Die taxonomische Bearbeitung verzeichnet Blüten von Dezember bis Juli; die Länge einer einzelnen Blüte oder die vollständige Samenreife folgt daraus nicht. In Kultur wären Blütenöffnung, Bienenkontakt oder dessen Ausbleiben, Stellung von Narbe und Staubbeuteln sowie Fruchtbildung an einzelnen markierten Pflanzen nachzuverfolgen. Eine Samencharge braucht eine sicher bestimmte Mutterpflanze, da alte U.-amethystina-Etiketten mehrere Arten umfassen konnten.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Die belastbare Kulturübertragung beginnt bei einem kleinen terrestrischen Wasserschlauch sandiger, zeitweise nasser Campos rupestres. Während sichtbaren Wachstums sollten Ausläufer und Fallen im feuchten Feinboden bleiben; offener Raum für die Blütenschäfte ist sinnvoll. Ein dauernd frei schwimmendes Aquarium widerspricht dem beschriebenen Wuchs. Gleichzeitig ist ein trockenes Felsbeet ohne wasserhaltige Kleinräume nicht aus den Fundorten ableitbar. Die unterschiedlichen Hochlandherkünfte sollten getrennt dokumentiert werden. Keine geprüfte Artstudie liefert einen universellen pH-Wert, eine Leitfähigkeitsschwelle oder exakte Licht- und Temperaturgrenzen.
Der ausführliche taxonomische Bericht beschreibt die Art als annuell, während eine aktuelle internationale Taxondatenbank sie pauschal mehrjährig führt. Dieser Widerspruch darf nicht in einem sicheren Ruheflag versteckt werden. Für einen konkreten Kulturstamm müsste über mehrere Jahre verfolgt werden, ob derselbe vegetative Körper überdauert oder die Population aus Samen zurückkehrt. Ein saisonaler Wasserverlauf ist aus dem Habitat plausibel, seine genaue Trockenphase aber ungeprüft. Die brasilianische Campos-rupestres-Kulturgruppe ist geografisch passend, solange das Einzelprofil ausdrücklich den nassen Sandmikrostandort und die ungelöste Lebensdauer erklärt.
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Substrat-Ökologie
Die revidierte Art wird von sandigen Stellen offener Campos rupestres beschrieben. Solche Hochlandlandschaften enthalten Fels, Gras und feuchte Bodenmulden, doch U. damazioi nutzt darin nicht jede Oberfläche gleichermaßen. Die Pflanzen stehen in wasserhaltigem Sand, in dem kurze Ausläufer und kleine Fallen nahe der Oberfläche wachsen. Eine Kulturangabe sollte dieses sandig-hydromorphe Mikromilieu nennen, statt nur den großräumigen Cerrado oder einen trockenen Fels zu beschreiben. Die vegetative Struktur unterscheidet sich von einer frei schwebenden Wasserpflanze; ein lockerer, feuchter Untergrund ist Teil des beobachteten Wuchses.
Für die einzelnen Fundstellen fehlen breit vergleichende Messreihen zu pH, Leitfähigkeit, organischer Auflage und exakter Überstauungsdauer. Selbst zwei sandige Standorte in Bahia und Minas Gerais können verschiedene Feuchteverläufe haben. Ein Experiment sollte Herkunft, Sandfraktion, Wasserstand unter der Oberfläche und Blüten- sowie Fruchtverlauf zusammen protokollieren. Die Bezeichnung Campos rupestres rechtfertigt keine standardisierte Quarzsandzahl und erst recht kein Austrocknen nach einem festen Datum. Beim Umtopfen können die kleinen Blätter fehlen; intakte Ausläufer und deren nasser Porenraum sind wichtiger als eine sichtbar grüne Rosette allein.
practice
Praxisnotizen
Ein überprüfbares Pflanzenfoto soll die ganze Krone von vorn und seitlich zeigen. Entscheidend sind die breite tief dreigelappte Unterlippe, ihre großen seitlichen Lappen, die gelbe weiß gerandete Zeichnung, die verhältnismäßig große Oberlippe und der zylindrisch bandförmige Sporn. Blatt- und Fallenteile aus demselben Bestand sichern den terrestrischen Habitus. Ein alter Beleg mit Namen U. amethystina kann nach der Revision zu mehreren Arten gehören; er darf nicht allein über die lila Farbe U. damazioi zugeschlagen werden. Auch ein früheres U.-dawsonii-Etikett ist im aktuellen Synonymiekonzept einzuordnen.
Bei Kultur oder Feldbeobachtung müssen Fundregion, nasser Sandmikrostandort und Wasserstand mit dem Blühdatum erfasst werden. Reproduktionsversuche zeigen für untersuchte Bestände Bienenbestäubung und verzögerte Selbstung; das ersetzt nicht die Beobachtung weiterer Gebirgsherkünfte. Der Konflikt zwischen annueller Beschreibung und pauschaler mehrjähriger Datenbankangabe bleibt offen und verlangt Jahresprotokolle. Ein externes Foto ist erst verwendbar, wenn heutige Artzuordnung, Urheber und kommerzielle Lizenz zusammen geprüft sind. Bis dahin bleibt die Bildspalte frei, auch wenn ähnliche alte U.-amethystina-Bilder leicht erreichbar sind.
sources
Quellenangaben
- P. C. Baleeiro et al. (2022), Unveiling Utricularia amethystina’s true colours, Phytotaxa 576:1–54; Revision und Artbehandlung U. damazioi
- Autoren-Volltext der Revision 2022, Artbehandlung S. 39–40; Diagnose, Typus, Areal, Blüte und Habitat
- P. C. Baleeiro, R. W. Jobson & P. T. Sano (2016), morphometric approach to U. sect. Foliosa, Journal of Systematics and Evolution 54:175–186; Artabgrenzung
- F. G. Rodrigues et al. (2026), Reproductive flexibility and plant-pollinator coupling in U. damazioi, Botanical Journal of the Linnean Society; Selbstkompatibilität und Bienenbestäubung
- Royal Botanic Gardens, Kew, Plants of the World Online/WCVP (Abruf 2026-10-08); akzeptierter Name, Synonym U. dawsonii und Areal
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Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia damazioi, Stand 08.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-damazioi/