Black Trap Codex
Pinguicula zamudioana
Fettkraut
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 2 / 5 · hell ohne starke Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Black-Trap-Systemprofil
Substrat- und Strukturbedarf
- BT-Air
- hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
- BT-Water
- hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
- BT-Flow
- hochWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
- BT-Density
- niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
- Kapillaritaet
- hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Kulturgruppe
Pinguicula – mexiko kalkkonkretionen homophyll
Habitatbezogene Kulturgruppe für P. zamudioana. 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt
Habitat-Logik
ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette
Kultur-Logik
Pflege am belegten Mikrohabitat und der Artphänologie ausrichten; ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr
Substrat-Logik
Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte
Gattungsprofil
Pinguicula
Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.
Habitat-Logik
Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.
Kultur-Logik
Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.
Substrat-Logik
Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.
Typische Fehler
Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
reference
Botanische Beschreibung
Pinguicula zamudioana gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.
Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: rosa Krone mit länglich bis fast rundlichen Kronlappen; kurze Blütenstiele und dreieckig-lanzettliche bis lanzettliche Kelchlappen unterscheiden die Art von nah verwandten Orcheosanthus-Taxa. Für den Jahresgang ist dokumentiert: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Bei Pinguicula zamudioana sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.
taxonomy
Taxonomie
Der akzeptierte Name lautet Pinguicula zamudioana H.D.Juárez & Muñiz-Castro. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.
Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt – als auch die Blüte – rosa Krone mit länglich bis fast rundlichen Kronlappen; kurze Blütenstiele und dreieckig-lanzettliche bis lanzettliche Kelchlappen unterscheiden die Art von nah verwandten Orcheosanthus-Taxa – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Bei Pinguicula zamudioana sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.
ecology
Standort und Verbreitung
Das bekannte Areal von Pinguicula zamudioana wird in den Quellen so angegeben: endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.
Als Untergrund ist dokumentiert: Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.
ecology
Ökologische Anpassungen
Für Pinguicula zamudioana ist folgender Jahresgang dokumentiert: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Die Quellen nennen als Lebensraum: ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.
Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula zamudioana sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Als Herkunftsgebiet wird endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco angegeben. Für den Wurzelraum ist Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die vegetative Beschreibung von Pinguicula zamudioana nennt folgende Merkmale: gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: rosa Krone mit länglich bis fast rundlichen Kronlappen; kurze Blütenstiele und dreieckig-lanzettliche bis lanzettliche Kelchlappen unterscheiden die Art von nah verwandten Orcheosanthus-Taxa. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.
Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Das bekannte Herkunftsgebiet ist endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.
reference
Fangstrategie
Pinguicula zamudioana fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt. Für den Jahresgang ist dokumentiert: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.
Als Lebensraum von Pinguicula zamudioana ist ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.
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Reproduktion und Lebenszyklus
Zu den Blüten von Pinguicula zamudioana sind folgende Merkmale dokumentiert: rosa Krone mit länglich bis fast rundlichen Kronlappen; kurze Blütenstiele und dreieckig-lanzettliche bis lanzettliche Kelchlappen unterscheiden die Art von nah verwandten Orcheosanthus-Taxa. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Die Autoren berichten Blüten ganzjährig; Blühpausen einzelner Kulturpflanzen widersprechen nicht zwingend dieser Feldphänologie. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.
Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula zamudioana beschriebenen Artvergleich zu prüfen: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Bei der Kultur von Pinguicula zamudioana sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette. Für den Wurzelraum ist Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.
Als bekanntes Areal wird endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.
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Substrat-Ökologie
Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula zamudioana ist folgende Beschreibung dokumentiert: Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte. Die Art besiedelt Standorte, die als ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.
Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula zamudioana nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr.
practice
Praxisnotizen
Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula zamudioana sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: endemisch im westlichen Mexiko, im Bundesstaat Jalisco. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: gleichartige hellgrüne Fangblätter das ganze Jahr über; die Blattstiele sind unbehaart, eine separate Winterrosette fehlt. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: rosa Krone mit länglich bis fast rundlichen Kronlappen; kurze Blütenstiele und dreieckig-lanzettliche bis lanzettliche Kelchlappen unterscheiden die Art von nah verwandten Orcheosanthus-Taxa. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: 2018 als westmexikanische Art beschrieben; von P. oblongiloba und P. michoacana unter anderem durch homophylle Blätter, unbehaarte Blattstiele, rosa Krone und ausschließlichen Wuchs auf Calciumkonkretionen getrennt. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.
Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula zamudioana ist als Lebensraum ausschließlich auf Calciumkonkretionen; die Erstbeschreibung verknüpft diese geologische Besonderheit mit ganzjährigem Wachstum und einer homophyllen Rosette dokumentiert. Für den Wurzelraum ist Calciumkonkretionen am natürlichen Wuchsort; die Quelle nennt keine austauschbare Standard-Kalkmischung und keine pH- oder Leitfähigkeitswerte angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: ganzjährig weiterwachsende homophylle Art ohne saisonale Winterrosette; die Erstbeschreibung berichtet kontinuierliches Wachstum und Blüte über das Jahr. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.
sources
Quellenangaben
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula zamudioana, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-zamudioana/
