Black Trap Codex

Pinguicula dertosensis

Fettkraut

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Gattung
Pinguicula
Herkunft
östliches und südöstliches Spanien, vom Tortosa- und Beceite-Gebirge bis zu den andalusischen Sierras; innerhalb der Iberischen Halbinsel regional begrenzt
Autor
(Cañig.) Mateo & M.B.Crespo

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Pinguicula – kalt temperiert, saisonal feucht

Kalt temperierte, saisonal wachsende Pinguicula mit dauerhaft feuchten Fangrosetten und winterlichem Hibernakel. Die Gruppe umfasst Arten aus Mooren, Quellfluren und nassen Felsstandorten. Die Substratchemie ist je nach Art und Herkunft verschieden; Kalk ist keine allgemeine Gruppenpflicht.

Habitat-Logik

Dauerhaft oder regelmäßig nasse Quell- und Sickerbereiche, Niedermoore, feuchte Wiesen und nasse Felsen. Pinguicula grandiflora kommt auf Torf, Sandstein, Granit und kalkhaltigen Untergründen vor; bei P. alpina sind basenreiche, silikatische und sphagnumreiche Standorte beschrieben.

Kultur-Logik

Hell bis sehr hell und während des Wachstums gleichmäßig feucht kultivieren. Saisonale Hibernakelruhe ermöglichen und die aktive Rosette vor Austrocknung sowie Spätfrost schützen. Hibernakel und Wurzeln artspezifisch behandeln: P. alpina behält ihre kräftigen Wurzeln, P. grandiflora bildet sie im Frühjahr neu.

Substrat-Logik

Nährstoffarm, strukturstabil, feucht und zugleich ausreichend luftführend. Organische und mineralische Bestandteile sowie Wasserchemie nach Herkunft und Kulturgefäß wählen; keinen universellen pH-Wert und keine pauschale Kalkzugabe festlegen.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Pinguicula

Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.

Kultur-Logik

Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.

Substrat-Logik

Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.

Typische Fehler

Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Pinguicula dertosensis ist eine Rosettenpflanze aus der Familie der Fettkräuter. Für diese Art besonders kennzeichnend sind 6–9, gelegentlich bis 12 bodennahe, horizontal liegende Blätter mit mehr oder weniger eingerolltem Rand; die sommerlichen Blätter ähneln den Blättern zur Blütezeit und werden nicht stark verlängert. Die Pflanze stammt aus östliches und südöstliches Spanien, vom Tortosa- und Beceite-Gebirge bis zu den andalusischen Sierras; innerhalb der Iberischen Halbinsel regional begrenzt; sie wächst dort an wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m. Damit unterscheidet sich ihr Erscheinungsbild nicht nur durch die Blütenfarbe, sondern durch eine Merkmalskombination aus Rosettenbau, Blattentwicklung und dem engen Bezug zum Fundort.

Die Blütenbeschreibung lautet: violette Krone mit dunklerem Oberlappen und dunkelviolettem Schlund; die überlappenden Lappen der Unterlippe zeigen nahe der Basis einen weißlichen bis gelblichen Fleck. Sporn 7–12 mm, gerade und zylindrisch-pfriemlich. Zusammen mit dem Blattzyklus – mehrjährig; überwintert als Knospe. Die Blütezeit liegt im westlichen Mittelmeerraum überwiegend im Frühjahr, etwa April bis Juni, lokal bis Juli – lässt sich die Art in ihrem eigenen Jahresgang einordnen. Das Profil hält dokumentierte Merkmale von allgemeinen Gattungseigenschaften getrennt: Wo Messreihen fehlen, stehen keine erfundenen Größen, Temperaturen oder festen Termine. Bei lebendem Material sollten Sommer- und Ruheform sowie ein blühender Schaft gemeinsam dokumentiert werden, weil einzelne Ansichten die Bestimmung leicht verzerren können.

taxonomy

Taxonomie

Der hier verwendete akzeptierte Name lautet Pinguicula dertosensis (Cañig.) Mateo & M.B.Crespo. Die herangezogenen Floren- und Taxonomiequellen führen dieses Taxon als Art. Historische Namen und frühere Fehlbestimmungen werden nicht stillschweigend als gleichwertige aktuelle Namen übernommen. Für die Einordnung sind die in der Erstbeschreibung und in späteren Revisionen verwendeten Merkmale maßgeblich, besonders lange als Varietät oder Unterart von P. grandiflora geführt; aktuelle Behandlung erkennt sie als Art an. Von P. vallisneriifolia durch bodennahe statt aufrechte lange Blätter und von P. grandiflora durch dunklen Schlund und andere Kelch- und Kronenmerkmale trennbar.

Die Quellenlage ist je nach Teilaspekt unterschiedlich dicht. mehrjährig; überwintert als Knospe. Die Blütezeit liegt im westlichen Mittelmeerraum überwiegend im Frühjahr, etwa April bis Juni, lokal bis Juli. Das bedeutet nicht, dass jede Population oder jeder Kulturklon identisch reagiert; vielmehr beschreibt es den belegten taxonomischen Rahmen. Wo eine Revision alternative Auffassungen erwähnt, bleibt diese Unsicherheit sichtbar, statt sie durch eine scheinbar eindeutige Aussage zu verdecken. Die angegebenen Literaturstellen stehen gesammelt im Quellenabschnitt; die Fachtexte selbst enthalten keine Links.

ecology

Standort und Verbreitung

Das bekannte Areal von Pinguicula dertosensis liegt in östliches und südöstliches Spanien, vom Tortosa- und Beceite-Gebirge bis zu den andalusischen Sierras; innerhalb der Iberischen Halbinsel regional begrenzt. Der ökologische Kontext ist wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m. Diese Angaben beziehen sich auf publizierte Fundorte und Sammlungsbelege; aus wenigen Beobachtungen wird kein geschlossenes Verbreitungsgebiet konstruiert. Höhenangaben und Begleitvegetation werden nur genannt, wenn sie für dieses Taxon dokumentiert sind.

Die Standortbindung prägt die Art stärker als ein allgemeines Etikett wie „tropisch“ oder „temperat“. calcicol; nasse Wiesen, Felsbänke und Bachränder. Für Kultur sind stetige Feuchte und eine sichere Winterruhe passend, doch eine konkrete Rezeptur ist in der Revision nicht festgelegt. Daraus folgt eine konkrete ökologische Abgrenzung: lange als Varietät oder Unterart von P. grandiflora geführt; aktuelle Behandlung erkennt sie als Art an. Von P. vallisneriifolia durch bodennahe statt aufrechte lange Blätter und von P. grandiflora durch dunklen Schlund und andere Kelch- und Kronenmerkmale trennbar. Quellen mit Feldbeobachtungen können einzelne lokale Bedingungen zeigen, während eine Taxonomiearbeit eher den belegten Arealrahmen klärt. Schutzstatus wird hier nur übernommen, wenn eine belastbare Bewertung vorliegt; ein kleines Areal allein wird nicht mit einer formalen Gefährdungskategorie gleichgesetzt.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die Anpassungen von Pinguicula dertosensis lassen sich am Wechsel zwischen Blattbau und Mikrostandort ablesen. mehrjährig; überwintert als Knospe. Die Blütezeit liegt im westlichen Mittelmeerraum überwiegend im Frühjahr, etwa April bis Juni, lokal bis Juli. Zugleich wächst sie an wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m. Die Blattfläche und Rosettenform passen zu diesem Wasser- und Lichtmilieu: 6–9, gelegentlich bis 12 bodennahe, horizontal liegende Blätter mit mehr oder weniger eingerolltem Rand; die sommerlichen Blätter ähneln den Blättern zur Blütezeit und werden nicht stark verlängert. Das sind Artmerkmale, keine pauschale Anleitung für alle Pinguicula aus derselben Region.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen feuchtem Wachstum und Ruhephase. Bei dieser Art ist belegt: mehrjährig; überwintert als Knospe. Die Blütezeit liegt im westlichen Mittelmeerraum überwiegend im Frühjahr, etwa April bis Juni, lokal bis Juli. Ein saisonaler Wechsel bedeutet nicht automatisch eine kalte Winterruhe; ebenso macht ein kleineres Blatt nicht zwingend ein nichtkarnivores Hibernakel aus. Der konkrete Fundort bei östliches und südöstliches Spanien, vom Tortosa- und Beceite-Gebirge bis zu den andalusischen Sierras; innerhalb der Iberischen Halbinsel regional begrenzt zeigt, welche jahreszeitliche Umwelt die beobachtete Form hervorbringt. Unbekannte Reaktionen, etwa eine bestimmte Trockenheitstoleranz, werden nicht aus verwandten Arten übertragen.

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Wuchsform und Morphologie

Für die Bestimmung von Pinguicula dertosensis sind mehrere Merkmale gemeinsam zu prüfen. Die Blätter sind 6–9, gelegentlich bis 12 bodennahe, horizontal liegende Blätter mit mehr oder weniger eingerolltem Rand; die sommerlichen Blätter ähneln den Blättern zur Blütezeit und werden nicht stark verlängert. Die Blüten stehen an einem aufrechten Schaft und zeigen violette Krone mit dunklerem Oberlappen und dunkelviolettem Schlund; die überlappenden Lappen der Unterlippe zeigen nahe der Basis einen weißlichen bis gelblichen Fleck. Sporn 7–12 mm, gerade und zylindrisch-pfriemlich. Diese Kombination kann sich mit Alter, Wasserangebot und Licht verändern; deshalb ist eine einzelne Rosettenfarbe kein hinreichendes Diagnosemerkmal. Gerade bei saisonalen Arten müssen Exemplare mit ihrem Entwicklungsstadium beschriftet werden.

Von ähnlichen Arten unterscheidet sich Pinguicula dertosensis vor allem durch lange als Varietät oder Unterart von P. grandiflora geführt; aktuelle Behandlung erkennt sie als Art an. Von P. vallisneriifolia durch bodennahe statt aufrechte lange Blätter und von P. grandiflora durch dunklen Schlund und andere Kelch- und Kronenmerkmale trennbar. Auch die Fundortangabe östliches und südöstliches Spanien, vom Tortosa- und Beceite-Gebirge bis zu den andalusischen Sierras; innerhalb der Iberischen Halbinsel regional begrenzt hilft, ist aber kein Ersatz für die morphologische Prüfung. Bei Herbarbelegen oder Kulturpflanzen sollte man Blattbasis, Rand, Spitze, Kelch, Kronlappen und Sporn getrennt erfassen. Wo Quellen keine stabilen Maße liefern, nennt dieses Profil bewusst keine scheinpräzisen Zahlen.

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Fangstrategie

Die Fangfunktion liegt bei Pinguicula dertosensis auf der Blattoberseite, deren gestielte Drüsen kleine Gliederfüßer mit Schleim festhalten. Die artspezifische Fangfläche ist hier 6–9, gelegentlich bis 12 bodennahe, horizontal liegende Blätter mit mehr oder weniger eingerolltem Rand; die sommerlichen Blätter ähneln den Blättern zur Blütezeit und werden nicht stark verlängert. Sie steht im Zusammenhang mit dem lokalen Lebensraum: wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m. Bei stark saisonalen Arten verändert sich deshalb nicht nur die Blattgröße, sondern auch, wann eine aktive Fangfläche vorhanden ist.

Die Fangdrüsen ergänzen die Nährstoffversorgung an dem dokumentierten Substrat calcicol; nasse Wiesen, Felsbänke und Bachränder. Für Kultur sind stetige Feuchte und eine sichere Winterruhe passend, doch eine konkrete Rezeptur ist in der Revision nicht festgelegt. Für Pinguicula dertosensis liegen in den zitierten Quellen jedoch keine belastbaren quantitativen Messungen zu Beuteanteilen, Fangraten oder Verdauungsgeschwindigkeit vor. Solche Werte werden nicht aus Laborarbeiten an anderen Arten übernommen. In Kultur sollte eine klebrige Blattoberfläche als Beobachtung dokumentiert werden, nicht als Aufforderung zur Fütterung; das wichtigste Umweltmerkmal bleibt die natürliche Kombination aus Wasser, Luftbewegung und Licht.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Die Fortpflanzung erfolgt über einzelne Blüten an aufrechten Schäften. Für Pinguicula dertosensis ist folgende Blütenform beschrieben: violette Krone mit dunklerem Oberlappen und dunkelviolettem Schlund; die überlappenden Lappen der Unterlippe zeigen nahe der Basis einen weißlichen bis gelblichen Fleck. Sporn 7–12 mm, gerade und zylindrisch-pfriemlich. Die verfügbaren Quellen nennen keine überregional standardisierte Blühperiode; lokale Funddaten können daher schwanken. Für eine Bestimmung sollten Blüte und vegetative Rosette an derselben Pflanze dokumentiert werden, statt eine Blüte aus einer Sammlung unbekannter Herkunft zuzuordnen.

Nach der Blüte entstehen Kapseln und kleine Samen, wie für die Gattung typisch; eine spezifische Bestäubungsbiologie oder Keimrate ist für diese Art in den herangezogenen Quellen nicht ausreichend geprüft. Der natürliche Jahresgang – mehrjährig; überwintert als Knospe. Die Blütezeit liegt im westlichen Mittelmeerraum überwiegend im Frühjahr, etwa April bis Juni, lokal bis Juli – bestimmt, wann Blüte und Samenreife auftreten können. Ein abweichender Blühtermin in Kultur ist für sich allein kein Hinweis auf eine andere Art. Solange populationsweite Phänologiedaten fehlen, bleiben Aussagen zu Bestäubern, Selbstung und Keimbedingungen ausdrücklich offen.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Eine verantwortbare Kultur von Pinguicula dertosensis orientiert sich an den belegten Bedingungen: wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m. Der Jahreszyklus ist mehrjährig; überwintert als Knospe. Die Blütezeit liegt im westlichen Mittelmeerraum überwiegend im Frühjahr, etwa April bis Juni, lokal bis Juli. Wasserführung und Ruhephase müssen deshalb zusammen betrachtet werden. Das Profil empfiehlt keine unbelegten Temperatur- oder Luftfeuchtebereiche; konkrete Grenzwerte lassen sich aus der vorliegenden Feld- und Taxonomieliteratur nicht zuverlässig ableiten.

Im aktiven Wachstum wird das Substrat entsprechend dem Fundort calcicol; nasse Wiesen, Felsbänke und Bachränder. Für Kultur sind stetige Feuchte und eine sichere Winterruhe passend, doch eine konkrete Rezeptur ist in der Revision nicht festgelegt feucht gehalten, aber mit ausreichend Sauerstoff im Wurzelraum. Bei Pinguicula dertosensis darf die Entwicklung nicht nach einer fremden Pinguicula-Schablone erzwungen werden: lange als Varietät oder Unterart von P. grandiflora geführt; aktuelle Behandlung erkennt sie als Art an. Von P. vallisneriifolia durch bodennahe statt aufrechte lange Blätter und von P. grandiflora durch dunklen Schlund und andere Kelch- und Kronenmerkmale trennbar. Beobachtet werden Blattneubildung, Rosettenform, Wurzelzustand und gegebenenfalls die Bildung einer Ruheform. Veränderungen an Licht, Wasser und Substrat sollten einzeln vorgenommen werden, damit eine Reaktion der Pflanze nachvollziehbar bleibt.

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Substrat-Ökologie

Der natürliche Untergrund von Pinguicula dertosensis ist calcicol; nasse Wiesen, Felsbänke und Bachränder. Für Kultur sind stetige Feuchte und eine sichere Winterruhe passend, doch eine konkrete Rezeptur ist in der Revision nicht festgelegt. Diese Einordnung ist für die Kultur wichtiger als eine pauschale Zutatenliste. Die Pflanzen wachsen an wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m; Wasser kann dort als Sickerfilm, Bodenfeuchte oder saisonaler Regen verfügbar sein. Daraus lässt sich die nötige Struktur ableiten, nicht aber ohne Messdaten eine exakte Bodenmischung oder pH-Grenze.

Für Pinguicula dertosensis sind keine belastbaren universellen Leitfähigkeits- oder Düngewerte belegt. Eine Kulturmischung sollte deshalb den dokumentierten Mineral- beziehungsweise Organikanteil, ausreichende Poren und einen gut kontrollierbaren Wasserabzug nachbilden. lange als Varietät oder Unterart von P. grandiflora geführt; aktuelle Behandlung erkennt sie als Art an. Von P. vallisneriifolia durch bodennahe statt aufrechte lange Blätter und von P. grandiflora durch dunklen Schlund und andere Kelch- und Kronenmerkmale trennbar. Insbesondere Kalkzugaben, dauerhafte Überstauung oder vollständiges Austrocknen dürfen nicht allein aus dem Lebensraumwort „Fels“, „Moor“ oder „Sand“ abgeleitet werden. Das Substrat wird an der beobachteten Wurzelgesundheit und an der Artentwicklung beurteilt.

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Praxisnotizen

Bei einer Bestimmung von Pinguicula dertosensis werden zuerst Fundort und akzeptierter Name geprüft. Anschließend sind Jahresform und Diagnosemerkmale abzugleichen: 6–9, gelegentlich bis 12 bodennahe, horizontal liegende Blätter mit mehr oder weniger eingerolltem Rand; die sommerlichen Blätter ähneln den Blättern zur Blütezeit und werden nicht stark verlängert; die Blüte zeigt violette Krone mit dunklerem Oberlappen und dunkelviolettem Schlund; die überlappenden Lappen der Unterlippe zeigen nahe der Basis einen weißlichen bis gelblichen Fleck. Sporn 7–12 mm, gerade und zylindrisch-pfriemlich. Der Vergleich zu ähnlichen Arten lautet lange als Varietät oder Unterart von P. grandiflora geführt; aktuelle Behandlung erkennt sie als Art an. Von P. vallisneriifolia durch bodennahe statt aufrechte lange Blätter und von P. grandiflora durch dunklen Schlund und andere Kelch- und Kronenmerkmale trennbar. Ein Foto ohne Maßstab, Herkunft und Jahreszeit ist für eine sichere Zuordnung nur begrenzt aussagekräftig. Bei Kulturpflanzen unbekannter Herkunft sollte die Benennung vorläufig bleiben, bis vegetative und florale Merkmale zusammenpassen.

Für ein belastbares Kulturprotokoll werden Licht, Wasserstand, Substrat, Blattzyklus, Blüte und Fruchtansatz getrennt notiert. Der natürliche Bezugspunkt ist östliches und südöstliches Spanien, vom Tortosa- und Beceite-Gebirge bis zu den andalusischen Sierras; innerhalb der Iberischen Halbinsel regional begrenzt: wassergesättigte Wiesen, feuchte Felswände und Bachufer auf kalkreichem Untergrund zwischen etwa 600 und 1.700 m. Änderungen werden schrittweise vorgenommen, damit Stresssymptome nicht mit einer artspezifischen Ruheform verwechselt werden. Die Kontrolle dokumentiert den Zustand in festen Abständen; sie ist kein automatischer Gießtermin. Fehlende Daten zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben als Wissenslücken markiert und werden nicht mit Angaben anderer Arten aufgefüllt.

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Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand07.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula dertosensis, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-dertosensis/