Nepenthes cid

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Black Trap Codex

Nepenthes cid

Aktiv
Familie
Nepenthaceae
Gattung
Nepenthes
Herkunft
Philippinen, Mindanao: Bukidnon, darunter Dalvangan auf etwa 770 m.
Autor
Jebb & Cheek

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
feuchtBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Nepenthes – Intermediär

Kulturgruppe für Nepenthes mittlerer Höhenlagen zwischen klassischen Tiefland- und Hochlandbedingungen.

Habitat-Logik

Tropische Bergwälder mittlerer Höhenlagen und Übergangszonen zwischen Tiefland- und Hochlandhabitaten.

Kultur-Logik

Warme Tage, merklich kühlere Nächte, hohe Luftfeuchte und guten Luftaustausch bereitstellen.

Substrat-Logik

Sehr locker, grobporig, langfristig strukturstabil und gleichmäßig leicht feucht.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Nepenthes

Tropische Kannenpflanzen mit ausgeprägter Höhenstufung von warmem Tiefland bis zu kühlem Ultrahochland.

Habitat-Logik

Tropische Regenwälder, Berg- und Nebelwälder sowie offene nährstoffarme Standorte Südostasiens und angrenzender Regionen.

Kultur-Logik

Temperatur, insbesondere die Nachttemperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch müssen zur Höhenstufe der jeweiligen Art passen.

Substrat-Logik

Sehr locker, grobporig, strukturstabil und gleichmäßig leicht feucht, ohne anaerobe Staunässe.

Typische Fehler

Zu dichtes Substrat, dauerhaft nasse Wurzeln, ungeeignete Nachttemperaturen, geringe Luftfeuchte und fehlender Luftaustausch.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Nepenthes cid gehört zur Kannenpflanzenfamilie Nepenthaceae. Die Kanne entsteht am Ende einer Blattranke und ist ein umgebildeter Teil des Blattes. Ihr Aufbau umfasst Deckel, Peristom, Innenwand und Flüssigkeitsraum; diese Organe bilden gemeinsam die passive Falle.

An kletternden Trieben entstehen untere Kannen meist an bodennahen Abschnitten, während obere Formen weiter oben an längeren Sprossen sitzen. Beide Kannenformen gehören zur selben Pflanze und können in Gestalt und Proportion deutlich voneinander abweichen.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Artname lautet Nepenthes cid; die botanische Autorzitation ist Jebb & Cheek. Die Art wird eigenständig geführt und ist von ähnlich benannten Taxa anhand ihrer Merkmale abzugrenzen.

Nepenthes cid gehört zur informellen N.-micramphora-Gruppe. Der epiphytische Wuchs, die starke Behaarung und der deutliche Blattstiel unterscheiden sie von N. micramphora und N. abgracilis.

Ein akzeptierter Name und eine sichere Bestimmung sind zwei verschiedene Ebenen. Bei unvollständigen oder widersprüchlichen Beobachtungen muss die Bestimmung vorsichtig bleiben; eine ähnliche Kanne genügt nicht, um zwei Taxa gleichzusetzen.

ecology

Standort und Verbreitung

Philippinen, Mindanao: Bukidnon, darunter Dalvangan auf etwa 770 m.

Cheek und Jebb beschreiben N. cid als Epiphyt auf hohen Bäumen. Die bekannte Fundbasis ist eng und beruht auf wenigen Sammlungen. Die Höhenangabe von Dalvangan beschreibt einen bekannten Wuchsort. Sie ist kein vollständiges Höhenprofil für Bukidnon oder Mindanao.

ecology

Ökologische Anpassungen

N. cid wächst epiphytisch und gehört zur informellen N.-micramphora-Gruppe. Innerhalb dieser Gruppe unterscheidet sie sich durch Wuchsweise und starke Behaarung von terrestrischen, weitgehend kahlen Verwandten.

Der epiphytische Wuchs ist für die Art charakteristisch, doch eine besondere Wirtspflanze oder Wirtsspezialisierung ist nicht ausgewiesen. Behaarung und gefranste Flügel an oberen Kannen gehören zur diagnostischen Merkmalskombination.

reference

Wuchsform und Morphologie

Stängel, Blätter und Kannen tragen Haare; die Blätter haben einen deutlichen Stiel. Kleine, fast zylindrische Kannen sind mittig eingeschnürt und unten erweitert. Obere Kannen haben auffällige gefranste Flügel.

Blattansatz, Nervatur, Behaarung, Deckel, Sporn und Peristom sind bei Nepenthes cid als zusammenhängende Merkmalskombination zu prüfen. Untere und obere Kannen derselben Pflanze können verschiedene Gestalten haben; ein einzelnes Foto oder eine Kannenfarbe ersetzt daher keine Bestimmung anhand der vollständigen Pflanze.

reference

Carnivore Strategie

Passive Fallgruben. Die taxonomische Arbeit belegt weder spezielle Beute noch einzigartige Fangmechanik.

Die Kannen von Nepenthes cid bilden passive Fallgruben: Tiere können über den Rand und die innere Wand in die Flüssigkeit gelangen und dort festgehalten werden. Ein einzelner Beutefund oder eine auffällige Kannenform sagt noch nicht, welche Beute die Art bevorzugt.

reference

Reproduktion und Lebenszyklus

Blüten- und Fruchtmerkmale helfen bei der Bestimmung von Nepenthes cid. Wiederholte Beobachtungen zu Blühzeit, Bestäubern und Keimung fehlen; eine vollständige Phänologie lässt sich daraus nicht ableiten.

Bei Nepenthes cid müssen einzelne Blüten- oder Fruchtmerkmale von einer vollständigen Kenntnis des Lebenszyklus getrennt werden. Ohne wiederholte Beobachtungen lassen sich Blühzeit, Bestäuber, Samenansatz und Keimung nicht zuverlässig festlegen.

Für Kultur und Nachzucht sollten deshalb tatsächliche Blüte und Samenreife dokumentiert werden. Feste Jahreszeiten oder Keimbedingungen werden hier nicht aus verwandten Arten übertragen.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Intermediär ist eine Näherung an submontanen Fundort und epiphytischen Wuchs. Gefiltertes Licht, gleichmäßige Feuchte ohne vernässte Wurzeln und starke Luftbewegung sind vorsichtig; Kulturversuche fehlen.

Für Nepenthes cid ist die Gruppe Intermediär mit dem Kulturprofil nepenthes-intermediate verknüpft. Die Zuordnung dient als Startpunkt aus den bekannten Standorten, nicht als experimentell bestimmte artspezifische Sollkurve.

Licht, Luftbewegung und Feuchte sollten schrittweise angepasst werden. Neue Blätter, Kannenbildung und Wurzelzustand zeigen, ob die Bedingungen passen; unbelegte Temperatur- oder Feuchtegrenzen werden nicht ergänzt.

substrate

Substrat-Ökologie

Die epiphytische Lebensweise spricht für Belüftung und schnellen Wasserabzug. Ein bestimmtes Natur- oder Topfsubstrat ist nicht beschrieben; ein luftiges, nährstoffarmes Medium ist eine vorsichtige Ableitung.

Ein luftiges, nährstoffarmes Kulturmedium hält die Wurzeln gleichmäßig feucht und zugleich gut belüftet. Naturböden und Gesteinsauflagen müssen dafür nicht direkt nachgebildet werden.

Änderungen am Substrat einzeln vornehmen und die Reaktion der Pflanze beobachten. So bleibt nachvollziehbar, ob Wasserführung, Belüftung und Struktur zum Wurzelwachstum passen.

practice

Praxisnotizen

Im aktiven Wachstum alle 14 Tage kontrollieren, Sämlinge alle 7 Tage. Das gemeinsame Profilintervall von 21 Tagen für Ruhephasen gilt nicht für Nepenthes, da keine obligate saisonale Winterruhe belegt ist. Diese Intervalle sind Prüftermine, keine Gießpläne.

Bei jeder Kontrolle neue Blätter und Kannen, Schädlingsspuren, Substratfeuchte, Wasserabzug und Wurzelbelüftung prüfen. Für Nepenthes cid kommt hinzu: Epiphytischer Wuchs, starke Behaarung und gefranste Flügel an oberen Kannen treten gemeinsam als Bestimmungsmerkmale auf. Die Beobachtung sollte zusammen mit Datum und den tatsächlichen Kulturbedingungen notiert werden.

Änderungen an Licht, Standort oder Medium einzeln vornehmen und der Pflanze Zeit zur Reaktion lassen. Gegossen wird nach Substratfeuchte und Verdunstung. So lässt sich eine Veränderung an der Pflanze später einem konkreten Pflegefaktor zuordnen.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand27.09.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Nepenthes cid, Stand 27.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/nepenthes-cid/