Black Trap Codex
Nepenthes burbidgei
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- feuchtBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Kulturgruppe
Nepenthes – Hochland
Kulturgruppe für Nepenthes aus tropischen Hochlagen mit ausgeprägter nächtlicher Abkühlung.
Habitat-Logik
Tropische Berg- und Nebelwälder mit hoher Luftfeuchte, guter Luftbewegung und deutlich kühleren Nächten.
Kultur-Logik
Mäßig warme Tage, deutlich kühlere Nächte, hohe Luftfeuchte und kontinuierlichen Luftaustausch bereitstellen.
Substrat-Logik
Sehr locker, grobporig, strukturstabil und stark durchströmt bei gleichmäßiger leichter Feuchte.
Risiken der Kulturgruppe
Gattungsprofil
Nepenthes
Tropische Kannenpflanzen mit ausgeprägter Höhenstufung von warmem Tiefland bis zu kühlem Ultrahochland.
Habitat-Logik
Tropische Regenwälder, Berg- und Nebelwälder sowie offene nährstoffarme Standorte Südostasiens und angrenzender Regionen.
Kultur-Logik
Temperatur, insbesondere die Nachttemperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch müssen zur Höhenstufe der jeweiligen Art passen.
Substrat-Logik
Sehr locker, grobporig, strukturstabil und gleichmäßig leicht feucht, ohne anaerobe Staunässe.
Typische Fehler
Zu dichtes Substrat, dauerhaft nasse Wurzeln, ungeeignete Nachttemperaturen, geringe Luftfeuchte und fehlender Luftaustausch.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
reference
Botanische Beschreibung
Nepenthes burbidgei Hook.f. ex Burb. ist der von Plants of the World Online geführte akzeptierte Name. Die auffallend hellen, rundlichen Kannen tragen häufig rötliche Flecken. Kannenform, Färbung und Behaarung variieren; die Kombination mit der Herkunft ist bei der Bestimmung hilfreicher als die Farbe allein. Plants of the World Online: akzeptierter Name und Verbreitung
taxonomy
Taxonomie
Familie: Nepenthaceae. Rang: Art; taxonomischer Status: akzeptiert. Die Autorzitation lautet Hook.f. ex Burb.. Maßgeblich für Name, Autor und dokumentierte Verbreitung ist Plants of the World Online: akzeptierter Name und Verbreitung.
ecology
Standort und Verbreitung
Herkunft: Nordborneo, insbesondere das Kinabalu- und Tambuyukon-Gebiet in Sabah, Malaysia.
Habitat: Lokal begrenzte montane Standorte auf Kinabalu und Tambuyukon. Die ökologische Studie zu den dortigen Arten zeigt eine ausgeprägte Habitatgliederung auf ultramafischen Flächen; Vegetationsstruktur und Bodenchemie unterscheiden einzelne Standorte. van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
ecology
Ökologische Anpassungen
Eine kleinräumig verbreitete Art montaner Standorte. Felduntersuchungen stufen die Populationen als klein und potenziell empfindlich gegenüber Dürre und Feuer ein. Ultramafischer Untergrund ist ein Herkunftsmerkmal und kein fertiges Topfrezept. Die hier beschriebene Ökologie ist artspezifisch belegt; sie wird nicht aus Merkmalen anderer Nepenthes übertragen. van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
reference
Wuchsform und Morphologie
Die auffallend hellen, rundlichen Kannen tragen häufig rötliche Flecken. Kannenform, Färbung und Behaarung variieren; die Kombination mit der Herkunft ist bei der Bestimmung hilfreicher als die Farbe allein. Merkmale und Variation sind anhand der taxonomischen Bearbeitung beziehungsweise der zitierten Feldquelle zu prüfen. van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
reference
Carnivore Strategie
Passive Kannenfalle für Arthropoden; keine besondere Nahrungsspezialisierung wie bei N. lowii oder N. albomarginata ist für diese Art belegt. Zusätzliche Düngung ist daher nicht aus ihrer Standortökologie abzuleiten. Natürliche Beuteangaben beschreiben Feldbeobachtungen und sind keine Anweisung zur Fütterung in Kultur. van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
Die in diesem Profil verlinkten Quellen liefern keine ausreichende artspezifische Grundlage für genaue Aussagen zu Blühzeit, Bestäubern oder Keimungsbedingungen. Diese Details bleiben deshalb offen, statt ungeprüft von anderen Arten übertragen zu werden. Der anerkannte Artname und die taxonomische Einordnung sind in Plants of the World Online: akzeptierter Name und Verbreitung dokumentiert.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Hochland-Gruppe nach montaner Herkunft. Gute Luftbewegung, hohe Luftfeuchte und kühlere Nächte sind eine vernünftige Habitat-Übertragung; keine artspezifischen Sollwerte erfinden. Vor allem bei Wärme und Trockenphasen häufig auf Wachstumsstillstand und Wurzelprobleme achten. Verknüpft sind die Kulturgruppe „Hochland“ (nepenthes-hochland) und das Kulturprofil nepenthes-highland. Die Einordnung ist eine habitatbasierte Kultur-Startempfehlung; die verknüpfte Gruppe ist keine experimentell bestimmte artspezifische Temperaturkurve. van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
substrate
Substrat-Ökologie
Im Naturareal werden ultramafische Böden besiedelt, deren Chemie lokal sehr speziell ist. Solche Gesteine nicht ungetestet in Kultur verwenden; stattdessen ein stabiles, nährstoffarmes und stark luftführendes Medium wählen. Naturstandort und Kulturmedium sind dabei getrennt zu betrachten; besondere Gesteine oder Beutetiere sind keine automatische Kulturzugabe. van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
practice
Praxisnotizen
Im aktiven Wachstum die Entwicklung alle 14 Tage kontrollieren und dokumentieren; Sämlinge alle 7 Tage. Das im verknüpften Profil geführte 21-Tage-Intervall für Ruhephasen ist bei Nepenthes nicht anzuwenden: für diese Art ist keine obligate saisonale Winterruhe belegt. Diese Angaben sind Kontrollintervalle, keine Gießtermine. Bei der Kontrolle neue Blätter und Kannen, Schädlingsspuren, Substratfeuchte und Wurzelbelüftung prüfen. Bewässerung nach tatsächlicher Feuchte und Verdunstung ausrichten, nicht nach einem starren Kalender.
Hochland-Gruppe nach montaner Herkunft. Gute Luftbewegung, hohe Luftfeuchte und kühlere Nächte sind eine vernünftige Habitat-Übertragung; keine artspezifischen Sollwerte erfinden. Vor allem bei Wärme und Trockenphasen häufig auf Wachstumsstillstand und Wurzelprobleme achten.
sources
Quellenangaben
- Plants of the World Online: akzeptierter Name und Verbreitung
- van der Ent, Sumail & Clarke (2015), Habitat differentiation of obligate ultramafic Nepenthes endemic to Mount Kinabalu and Mount Tambuyukon, Plant Ecology 216:789–807
- Adam, Wilcock & Swaine (1992), The ecology and distribution of Bornean Nepenthes, Journal of Tropical Forest Science 5:13–25
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Nepenthes burbidgei, Stand 27.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/nepenthes-burbidgei/

