Black Trap Codex

Nepenthes alfredoi

Aktiv
Familie
Nepenthaceae
Gattung
Nepenthes
Herkunft
Mount Hamiguitan Range, Davao Oriental, Mindanao, Philippinen.
Autor
Amoroso & Lagunday

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
3 / 5 · mittel1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
feuchtBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Nepenthes – Tiefland

Kulturgruppe für echte Tiefland-Nepenthes aus ganzjährig warmen tropischen Habitaten.

Habitat-Logik

Warme tropische Tieflandregenwälder, Torfsümpfe, sandige Böden und epiphytische Standorte.

Kultur-Logik

Ganzjährig warm und luftfeucht kultivieren; auch nachts sollen die Temperaturen vergleichsweise hoch bleiben.

Substrat-Logik

Sehr locker, grobporig und strukturstabil mit gleichmäßiger Feuchte und hoher Durchströmung.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Nepenthes

Tropische Kannenpflanzen mit ausgeprägter Höhenstufung von warmem Tiefland bis zu kühlem Ultrahochland.

Habitat-Logik

Tropische Regenwälder, Berg- und Nebelwälder sowie offene nährstoffarme Standorte Südostasiens und angrenzender Regionen.

Kultur-Logik

Temperatur, insbesondere die Nachttemperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch müssen zur Höhenstufe der jeweiligen Art passen.

Substrat-Logik

Sehr locker, grobporig, strukturstabil und gleichmäßig leicht feucht, ohne anaerobe Staunässe.

Typische Fehler

Zu dichtes Substrat, dauerhaft nasse Wurzeln, ungeeignete Nachttemperaturen, geringe Luftfeuchte und fehlender Luftaustausch.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Nepenthes alfredoi Amoroso & Lagunday ist der von Plants of the World Online geführte akzeptierte Name. Diagnostisch sind die gefransten Flügel, die bei oberen Kannen entlang des Rankenabschnitts weiterlaufen. Damit unterscheidet sich N. alfredoi von ähnlichen Arten wie N. mindanaoensis und N. zygon; dunkle Färbung allein ist kein Abgrenzungsmerkmal. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology Plants of the World Online: Nepenthes alfredoi, akzeptierter Name und Areal

taxonomy

Taxonomie

Familie: Nepenthaceae. Rang: Art; taxonomischer Status: akzeptiert. Die Autorzitation lautet Amoroso & Lagunday. POWO führt N. alfredoi als akzeptierte Art. Die Erstbeschreibung vergleicht sie morphologisch unter anderem mit N. mindanaoensis und N. zygon; sie ist keine bloße Form dieser Arten. Maßgeblich für Name und Autor ist Plants of the World Online: Nepenthes alfredoi, akzeptierter Name und Areal; die taxonomische Einordnung wird durch Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology gestützt.

ecology

Standort und Verbreitung

Herkunft: Mount Hamiguitan Range, Davao Oriental, Mindanao, Philippinen.

Habitat: Tiefland-Mischwald auf ultramafischen Rücken, in der Erstbeschreibung etwa 160–345 m über dem Meer. Die Art wurzelt terrestrisch und klettert in benachbarte Vegetation. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

ecology

Ökologische Anpassungen

Die Erstbeschreibung beschreibt einen niedrig gelegenen, ultramafischen Fundort am Mount Hamiguitan. Dieses Gestein kennzeichnet den Naturstandort und ist keine Empfehlung für ungetestete Kulturzusätze. Die hier beschriebene Ökologie ist artspezifisch belegt; sie wird nicht aus Merkmalen anderer Nepenthes übertragen. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

reference

Wuchsform und Morphologie

Diagnostisch sind die gefransten Flügel, die bei oberen Kannen entlang des Rankenabschnitts weiterlaufen. Damit unterscheidet sich N. alfredoi von ähnlichen Arten wie N. mindanaoensis und N. zygon; dunkle Färbung allein ist kein Abgrenzungsmerkmal. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

reference

Carnivore Strategie

Passive Kannenfalle; eine besondere Beutewahl wird in der Erstbeschreibung nicht nachgewiesen. Die auffälligen Flügel sind ein morphologisches Diagnosemerkmal und kein Beleg für eine eigene Fangstrategie. Natürliche Beuteangaben beschreiben Feldbeobachtungen und sind keine Anweisung zur Fütterung in Kultur. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

reference

Reproduktion und Lebenszyklus

Die Erstbeschreibung gibt für männliche und weibliche Infloreszenzen überwiegend zweiblütige, selten einblütige Pedicelle an. Eine jahreszeitliche Blühperiode, Bestäuberbeziehung oder Keimungsrate wird damit nicht festgelegt. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Tiefland-Gruppe nach der publizierten Höhenlage. Das warme Tieflandklima ist ein habitatbasierter Startpunkt; konkrete Temperatur- und Feuchtegrenzen wurden nicht durch Kulturversuche bestimmt. Helles gefiltertes Licht und ein durchlüfteter, gleichmäßig feuchter Wurzelraum sind angemessen. Verknüpft sind die Kulturgruppe „Tiefland“ (nepenthes-tiefland) und das Kulturprofil nepenthes-lowland. Die Einordnung ist eine habitatbasierte Kultur-Startempfehlung; die verknüpfte Gruppe ist keine experimentell bestimmte artspezifische Temperaturkurve. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

substrate

Substrat-Ökologie

Terrestrischer Wuchs am ultramafischen Standort ist belegt, jedoch kein geeignetes Topfrezept. Ein lockeres, nährstoffarmes und drainierendes Nepenthes-Medium ist eine vorsichtige Kulturableitung. Naturstandort und Kulturmedium sind dabei getrennt zu betrachten; besondere Gesteine oder Beutetiere sind keine automatische Kulturzugabe. Amoroso et al. (2017), Nepenthes alfredoi (Nepenthaceae), a new species from the Philippines, Philippine Journal of Systematic Biology

practice

Praxisnotizen

Im aktiven Wachstum die Entwicklung alle 14 Tage kontrollieren und dokumentieren; Sämlinge alle 7 Tage. Das im verknüpften Profil geführte 21-Tage-Intervall für Ruhephasen ist bei Nepenthes nicht anzuwenden: für diese Art ist keine obligate saisonale Winterruhe belegt. Diese Angaben sind Kontrollintervalle, keine Gießtermine. Bei der Kontrolle neue Blätter und Kannen, Schädlingsspuren, Substratfeuchte und Wurzelbelüftung prüfen. Bewässerung nach tatsächlicher Feuchte und Verdunstung ausrichten, nicht nach einem starren Kalender.

Tiefland-Gruppe nach der publizierten Höhenlage. Das warme Tieflandklima ist ein habitatbasierter Startpunkt; konkrete Temperatur- und Feuchtegrenzen wurden nicht durch Kulturversuche bestimmt. Helles gefiltertes Licht und ein durchlüfteter, gleichmäßig feuchter Wurzelraum sind angemessen.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand27.09.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Nepenthes alfredoi, Stand 27.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/nepenthes-alfredoi/