Black Trap Codex
Drosera regia — Wilhelma-Kulturakzession
Wilhelma-Kulturakzession
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 5 / 5 · spezialisiert1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 4 / 5 · sehr hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- geringWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Kulturgruppe
Drosera regia – Spezialkultur
Spezialgruppe für Drosera regia mit tiefem Wurzelsystem und hohem Bedarf an Wasserverfügbarkeit bei gleichzeitig guter Wurzelbelüftung.
Habitat-Logik
Kühle bis mäßig warme, dauerhaft feuchte Hang- und Quellstandorte im südafrikanischen Bainskloof-Gebiet.
Kultur-Logik
In tiefen Gefäßen sehr hell und dauerhaft feucht kultivieren; Überhitzung und anaerobe Bedingungen im Wurzelraum vermeiden.
Substrat-Logik
Leicht, tiefgründig, stark durchströmbar und wasserhaltend bei hoher langfristiger Strukturstabilität.
Risiken der Kulturgruppe
Gattungsprofil
Drosera
Artenreiche Sonnentau-Gattung mit tropischen, temperierten und stark saisonalen Kulturtypen.
Habitat-Logik
Von tropischen Feuchtflächen und Regenwäldern über boreale Moore bis zu mediterranen Winterregen- und australischen Sandstandorten.
Kultur-Logik
Temperatur, Wasserführung und Ruhephase müssen konsequent an die jeweilige Kulturgruppe angepasst werden.
Substrat-Logik
Von dauerhaft nassen Torf- und Sphagnumsystemen bis zu sandreichen, stark durchströmten und saisonal trockeneren Medien.
Typische Fehler
Alle Drosera gleich kultivieren, Ruhephasen ignorieren, falsche Wasserführung und zu wenig Licht.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
reference
Botanische Beschreibung
Drosera regia Stephens ist ein ausdauernder, kräftig gebauter Sonnentau aus der südafrikanischen Kapregion. Die Pflanze entwickelt einen kurzen, verholzenden Rhizomstock und ungewöhnlich lange, schmale Fangblätter. Die Blattspreite kann nach botanischer Beschreibung etwa 40 Zentimeter erreichen; in Kultur werden auch größere Blätter beobachtet. Diese Maßangaben variieren mit Alter, Wurzelraum und Bedingungen und sind kein Kennzeichen der hier als „Wilhelma“ geführten Akzession. Die Blätter tragen auf ihrer Oberseite gestielte Drüsen, die klebrige Fangtropfen bilden. Ihre Blattspreite ist weitgehend sitzend, läuft in eine feine Spitze aus und zeigt auf der Unterseite eine erhabene Mittelrippe. Die Blüten stehen an einem aufrechten, teils verzweigten Schaft und sind altrosa bis magentafarben.
„Wilhelma-Kulturakzession“ bezeichnet in diesem Eintrag einen gärtnerischen Herkunftshinweis innerhalb der Art. Er besagt weder, dass es sich um eine eigene botanische Sippe handelt, noch belegt er die Identität mit einem bestimmten Exemplar aus einer öffentlichen Sammlung. Die Wilhelma kultiviert und vermehrt die Art seit vielen Jahren; ein lückenloser Übergabeweg zwischen ihrem Pflanzenbestand und dem so bezeichneten Handelsmaterial ist jedoch nicht dokumentiert. Eine besondere Blattform, Blütenfarbe oder Wuchsleistung dieser Akzession ist nicht beschrieben. Darum werden die folgenden diagnostischen Merkmale der Art zugeordnet und mögliche individuelle Unterschiede ausdrücklich offengelassen.
taxonomy
Taxonomie
Der akzeptierte botanische Name ist Drosera regia Stephens. Die Art gehört zur Familie Droseraceae und zur Gattung Drosera. E. L. Stephens veröffentlichte den Namen 1926. Das Artepitheton regia bedeutet „königlich“ und spielt auf die auffällige Größe der Pflanze an. Stephens ist der botanische Autor der Art; der Beiname „Wilhelma“ ist dagegen kein Autorenkürzel und begründet keinen taxonomischen Rang. Die Kombination aus lateinischem Artnamen und Autorenangabe bleibt für alle Pflanzen derselben Art gleich, unabhängig davon, wo sie kultiviert werden oder unter welcher Sammlungsbezeichnung sie gehandelt werden.
Im Codex wird „Wilhelma-Kulturakzession“ deshalb als Herkunfts- beziehungsweise Sammlungsbezeichnung innerhalb von D. regia behandelt. Es liegt hier keine formelle Beschreibung als Unterart oder Varietät und keine belegte Kultivarbezeichnung vor. Auch eine bestätigte Abstammung aus einer bestimmten Wilhelma-Pflanze ist nicht hinterlegt. Die Zuordnung zur Elternart D. regia ist fachlich passend; sie beschreibt die taxonomische Einordnung und nicht eine genetische Prüfung dieses einzelnen Bestands. Angaben zu Art, Gattung und Autorenschaft sind von der ungesicherten Geschichte der Kulturakzession getrennt zu lesen. Eine abweichende Artbestimmung oder ein Hybridstatus ist nicht belegt.
ecology
Standort und Verbreitung
Die Wildart ist auf ein kleines Gebiet der südafrikanischen Provinz Westkap begrenzt. Verlässliche Zusammenfassungen verorten sie in den Bergen von Bainskloof und Slanghoek; der Lebensraum liegt in hoch gelegenen, feuchten bis sumpfigen Bereichen des Hawequas-Sandstein-Fynbos. Feldberichte beschreiben torfige, kiesige Böden, durch die Sickerwasser fließt, sowie offene Stellen zwischen Restioiden und weiterer Fynbos-Vegetation. Damit ist das Habitat mehr als ein dauerhaft nasser Topf: Wasserverfügbarkeit, lockere Bodenstruktur, Licht und lokale Temperatur wirken zusammen. Durch die geringe bekannte Verbreitungsfläche sind genaue Fundortangaben besonders sensibel und werden hier nicht weiter eingegrenzt.
Diese Wildverbreitung ist keine belegte Herkunftsangabe für die als „Wilhelma“ bezeichnete Kulturpflanze. Die Handelsbezeichnung nennt keinen Berg, keine Population, Sammelnummer oder dokumentierte Wildentnahme. Ebenso wenig beweist sie, dass das angebotene Material unmittelbar aus dem heutigen Bestand der Wilhelma stammt. Für den Eintrag ist nur die Artzugehörigkeit zu D. regia vorgesehen; der konkrete Zucht- und Vermehrungsweg bleibt offen. Die nationale Einschätzung der Art als selten bezieht sich auf die Wildpopulation und lässt sich nicht als Häufigkeitsangabe für Kulturpflanzen lesen. Naturstandort und gärtnerische Akzession werden deshalb getrennt beschrieben.
ecology
Ökologische Anpassungen
Wie andere Sonnentaue ergänzt Drosera regia die Photosynthese durch den Fang kleiner Gliederfüßer. Ihre langen Blätter tragen zahlreiche klebrige Drüsententakel. Bleibt Beute an ihnen haften, können sich Tentakel und Blattbereiche langsam in Richtung des Fangs bewegen. Die längliche Spreite kann sich dabei um größere Beute biegen und den Kontakt mit Verdauungsdrüsen erhöhen. Das ist eine allmähliche Bewegungsreaktion, keine schnell zuschnappende Klappfalle. Die zusätzliche Nährstoffgewinnung ist eine Anpassung an nährstoffarme Lebensräume, ersetzt aber weder Licht noch einen gesunden Wurzelstock.
Am Naturstandort steht die Pflanze an nassen, offenen Sickerstellen. Nässe allein beschreibt diese Bedingungen nur unvollständig: Der Boden ist zugleich locker genug, dass Wasser durch ihn hindurchfließt. Im Topf muss deshalb Feuchtigkeit mit Luftversorgung im Wurzelbereich zusammenpassen. Lange Fangblätter und große Blüten sind Artmerkmale, aber kein Beleg für eine besondere Fangrate oder Nährstofftoleranz der Wilhelma-Akzession. Für diesen Bestand sind weder eine abweichende Beutewahl noch außergewöhnlich schnelle Blattbewegungen oder besondere Düngerverträglichkeit dokumentiert. Eine mögliche jahreszeitliche Ruhe wird in Kultur beobachtet; der genaue Ablauf ist nicht für alle Bestände und Klimata einheitlich beschrieben.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die für Drosera regia charakteristische Wuchsform verbindet einen kurzen, verholzenden Rhizomstock mit langen, schmalen Blättern und kräftigen, ebenfalls verholzenden Wurzeln. Botanische Beschreibungen geben für die linearen Blattspreiten eine Länge bis etwa 40 Zentimeter und eine Breite um einen Zentimeter an; gärtnerische Pflanzen können abhängig von Alter und Kulturbedingungen größere Maße erreichen. Die Blätter verjüngen sich allmählich zu einer feinen Spitze. Auf der Oberseite sitzen gestielte, drüsige Tentakel dicht über die Spreite verteilt, während die Unterseite glatt erscheint. Die Mittelrippe ist oben eingesenkt und unten hervorgehoben. Der Blütenstand kann verzweigte Trugdolden tragen; die vergleichsweise großen Blüten sind rosa bis magenta.
Die beschriebenen Merkmale helfen, die Art von kleineren, rosettigen Sonnentauen zu unterscheiden. Sie begründen aber keine eigene Diagnose für die Wilhelma-Akzession: Für sie sind weder standardisierte Blattmaße noch eine wiederholt beobachtete Abweichung in Rhizomform, Tentakelbesatz oder Blütenfarbe verfügbar. Größenangaben aus verschiedenen Beschreibungen und Kulturberichten sind nicht völlig deckungsgleich und sollten daher als Größenordnung verstanden werden, nicht als starre Grenze. Auch ein saisonal kompakter Vegetationspunkt kann in Kultur auftreten, ist aber kein exklusives Merkmal dieser Akzession. Eine individuelle Diagnose wäre erst mit etikettiertem Pflanzenmaterial, dokumentierter Herkunft und wiederholten Beobachtungen belastbar.
taxonomy
Herkunft und Vergleich mit der Art
Der Name „Wilhelma-Kulturakzession“ wird hier als gärtnerischer Herkunftshinweis für eine Pflanze von Drosera regia geführt. Eine botanische Abweichung von der Art ist nicht belegt. Die Wilhelma bestätigt, dass sie Königs-Sonnentau seit Jahren kultiviert und vermehrt; unabhängig davon wird im Handel eine D. regia unter dem Namen „Wilhelma“ angeboten. Diese beiden Umstände machen die Bezeichnung nachvollziehbar, beweisen aber nicht, dass das Verkaufsstück direkt aus einem bestimmten Wilhelma-Bestand stammt oder mit einem dortigen Exemplar genetisch identisch ist. Eine lückenlose Vermehrungs- und Übergabekette liegt nicht vor.
Für die hier geführte Akzession sind keine verlässlichen, wiederkehrenden Sondermerkmale wie besondere Blattfarbe, Blütenfarbe, Wuchsgröße, Fangbewegung oder abweichende Kulturansprüche beschrieben. Die bis etwa 40 Zentimeter lange lineare Spreite, die gestielten Drüsen, der verholzende Rhizomstock und die rosa bis magentafarbenen Blüten sind Merkmale der Art. Sie dürfen nicht als individuelle Wilhelma-Diagnose ausgegeben werden. Ebenso wird keine Verbindung zur Thomas-Carow-Akzession behauptet; ihre überlieferte Kreuzungsgeschichte gehört zu einem separaten Bestand. Bis Provenienz oder unterscheidbare Merkmale besser dokumentiert sind, bleibt „Wilhelma“ eine unbestätigte Kultur- und Handelsbezeichnung innerhalb von D. regia.
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Carnivore Strategie
Die Fangorgane von Drosera regia sind bewegliche Klebefallen. Auf der Blattoberseite sitzen zahlreiche gestielte Drüsen, deren Köpfe klebrige Flüssigkeit abgeben. Kleine Insekten bleiben an den Tropfen hängen. Weitere Tentakel können sich zum Fang neigen; bei größerer Beute biegt sich auch die lange Blattspreite allmählich über den Körper. Verdauungssekrete erschließen Nährstoffe, die anschließend über die Blattoberfläche aufgenommen werden. Die Blattbewegung erfolgt über Zeit und unterscheidet sich grundlegend vom raschen Zuklappen der Venusfliegenfalle. Gleichzeitig bleibt die Spreite ein photosynthetisch aktives Blatt und soll nicht als bloßes Fangwerkzeug verstanden werden.
Für die Wilhelma-Akzession ist kein eigener Fangmechanismus nachgewiesen. Es gibt keine belastbare Messreihe zu Tentakelzahl, Sekretmenge, Reaktionsdauer oder Beutespektrum, die sie von anderen D. regia unterscheiden würde. Auch die große Blattlänge allein belegt keine überlegene Fangwirkung. In Kultur ist regelmäßiges Handfüttern nicht notwendig; häufiges Berühren der Tentakel liefert keinen bekannten Vorteil und kann die Pflanze unnötig belasten. Wenn die Blätter wenig Fangsekret zeigen oder sich zurückbilden, sollten Licht, Wasserqualität, Wurzelraum und Entwicklungsphase als Gesamtbild beurteilt werden. Eine besondere Fütterungs- oder Düngungsbehandlung für diese Akzession ist nicht begründet.
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Reproduktion und Lebenszyklus
Drosera regia bildet aufrecht stehende, teils verzweigte Blütenstände mit mehreren größeren rosa bis magentafarbenen Blüten. Nach erfolgreicher Bestäubung entstehen Kapseln mit zahlreichen kleinen Samen. Zusätzlich kann die Art vegetativ über Teile des Rhizoms beziehungsweise geeignete Wurzelstecklinge vermehrt werden. Die generative Vermehrung erzeugt neue Sämlinge und damit keine sichere Kopie einer ausgewählten Mutterpflanze. Eine vegetative Vermehrung bewahrt eher die Identität des Ausgangsbestands, setzt aber eine korrekte Etikettierung und getrennte Führung des Materials voraus. Der kräftige Wurzelstock sollte bei jeder Teilung geschont werden, weil er die neue Blattkrone versorgt.
Für die Wilhelma-Akzession liegen in diesem Datensatz keine überprüften Angaben zu Blühzeit, Selbstfertilität, Keimquote, Vermehrungsmethode oder Nachkommenschaft vor. Die allgemeine Kultivierung und Vermehrung der Art an einem botanischen Garten belegt nicht, dass gerade das hier angebotene Material aus Samen, Wurzelstecklingen oder Teilung hervorging. Auch Sämlinge mit ähnlichen Blättern können nicht allein dadurch dem Akzessionsnamen zugeordnet werden. Wer die Bezeichnung weitergeben möchte, sollte Mutterpflanze, Quelle, Datum und Methode festhalten und generative Nachkommen separat kennzeichnen. Ohne diese Angaben bleibt die Verbindung zum Namen eine ungeprüfte Herkunftsannahme.
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Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Die Zuordnung zur vorhandenen Kulturgruppe und zum öffentlichen Kulturprofil Drosera regia ist für diese Akzession sachlich passend. Das Profil beschreibt die Kultur der Art, nicht eine unabhängig bestätigte Sonderform. Als Orientierung dienen sehr helles Licht, dauerhaft verfügbare Feuchtigkeit und ein tiefer Wurzelraum, der locker und sauerstoffführend bleibt. Die kräftigen Wurzeln benötigen Raum; zugleich sollte der Wurzelbereich vor starker Erwärmung und Verdichtung geschützt werden. Im natürlichen Lebensraum steht die Art in feuchten bis nassen Sickerstellen. Daraus lässt sich kein einzelner allgemeingültiger Temperatur- oder Luftfeuchtewert ableiten, weshalb die zuvor eingetragenen, für diese Akzession unbelegten Grenzwerte entfernt werden.
Ein saisonaler Wachstumsrückgang oder die Bildung eines kompakten Ruheknospenstadiums kann vorkommen, doch eine starre trockene Ruhezeit ist nicht begründet. Bewässerung muss sich nach Gefäß, Substratstruktur, Verdunstung und Jahreszeit richten; Sichtkontrollen sind keine festen Gießtermine. Mineralarmes Wasser und ein nährstoffarmes Substrat sind die vorsichtige Grundlage. Einzelne Kulturberichte nennen Reaktionen auf vorsichtige Wurzelfütterung, liefern aber keine belastbare allgemeine Dosierung und beweisen keine außergewöhnliche Toleranz. Für die Akzession gelten daher keine gesonderten Fütterungsregeln. Das verknüpfte Profil sieht Sichtkontrollen alle 14 Tage im aktiven Wachstum, alle 21 Tage während einer Ruhephase und alle 7 Tage bei Sämlingen vor.
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Substrat-Ökologie
Im natürlichen Verbreitungsgebiet wächst Drosera regia an nassen, hoch gelegenen Sandsteinstandorten. Die Böden werden als feucht, sumpfig oder torfig-kiesig beschrieben; Feldberichte verweisen auf Wasser, das durch dieses Material hindurchläuft. Diese Kombination erklärt, warum „nass halten“ allein als Kulturregel zu grob ist. Ein Wurzelraum kann feucht bleiben und zugleich durchlässig sein, während verdichtetes Medium mit dauerhaft stehendem Wasser die Sauerstoffversorgung einschränkt. Die langen, kräftigen Wurzeln benötigen ein tiefes Gefäß und strukturstabiles Substrat. Exakte Bodenprofile und chemische Messwerte sind für alle bekannten Naturstellen nicht einheitlich dokumentiert; ein exakter Natur-pH oder ein einziges Pflichtmischungsverhältnis wäre daher nicht begründet.
Als zurückhaltender Kulturansatz eignet sich ein nährstoffarmes, feuchtigkeitshaltendes, aber lockeres Medium mit strukturgebenden Anteilen. Organische Komponenten können Wasser speichern; gewaschener Sand oder poröses mineralisches Material kann Struktur und Drainage unterstützen. Das Mischungsverhältnis muss zu Gefäßhöhe, Bewässerung und Klima passen und ist keine Besonderheit der Wilhelma-Akzession. Gedüngte Blumenerde, Kompost, kalkhaltige Zuschläge und mineralreiches Wasser passen nicht zum nährstoffarmen Lebensraum. Kontrolliere im Verlauf, ob das Medium zusammensackt, sich verdichtet oder unangenehm riecht. Solche Veränderungen sind ein Hinweis, die Durchlüftung und den Wasserabzug zu prüfen, statt pauschal mehr Wasser zuzugeben.
practice
Praxisnotizen
Bei der Beobachtung einer als „Wilhelma“ geführten Pflanze sollten zunächst die Artmerkmale dokumentiert werden: lange lineare Fangblätter, gestielte Drüsen auf der Oberseite, die glatte Blattunterseite mit hervorgehobener Mittelrippe, ein kräftiger Rhizomstock und gegebenenfalls rosa bis magentafarbene Blüten. Notiere Blattlänge und -breite, Färbung, Jahreszeit, Licht, Substratzustand und Entwicklungsphase gemeinsam. Einzelne Größen- oder Farbaufnahmen beweisen keine Akzessionsidentität. Eine belastbare Besonderheit kann derzeit nicht angegeben werden; die Kennzeichnung bleibt daher ein Herkunftshinweis und darf nicht als feste Klondiagnose ausgelegt werden.
Das verknüpfte Kulturprofil gibt Sichtkontrollen alle 14 Tage im aktiven Wachstum, alle 21 Tage während einer Ruhephase und alle 7 Tage für Sämlinge vor. Prüfe bei diesen Kontrollen den Wurzelraum, die Substratstruktur, den Wasserstand und den Neuaustrieb. Die Intervalle beschreiben Beobachtung, nicht Bewässerung: Hitze, Gefäßgröße oder rasche Verdunstung können eine frühere Kontrolle erfordern. Ein Standort mit reichlich Feuchte sollte den Wurzeln weiterhin Luft lassen. Falls Material vermehrt wird, sind Mutterpflanze, Vermehrungsmethode und Datum auf jeder Etikette zu notieren. Für Vergleiche mit Pflanzen aus botanischen Sammlungen oder anderen Akzessionen braucht es nachvollziehbare Herkunftsdaten; ein allgemeines Artfoto ist kein Beleg für diese konkrete Pflanze.
sources
Quellenangaben
Taxonomie und Morphologie
- Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online — akzeptierter Name, Autorenschaft und Verbreitung.
- World Flora Online / e-Flora of South Africa — morphologische Beschreibung, Habitat und Verbreitung.
- Hewitt-Cooper, N. (2012): vollständiger Fachbeitrag „Drosera regia Stephens“.
- Hewitt-Cooper, N. (2012): „Drosera regia Stephens“, Carnivorous Plant Newsletter 41(3): 109–112. DOI: 10.55360/cpn413.nh647.
Wildstandort und Erhaltungsstatus
- SANBI Red List of South African Plants — nationale Einschätzung, Areal, Habitat und Gefährdungshinweise.
- Barnard, H. (2022): „Hunting the king – Drosera regia trip report“, Carnivorous Plant Newsletter 51(4): 204–206.; DOI.
Akzessionsbezeichnung
- Wilhelma: Königs-Sonnentau — institutionelle Artseite; bestätigt langjährige Kultur und Vermehrung der Art, aber keine Verbindung zu einem konkreten Verkaufsstock.
- Wilhelma, Pflanzenbestand 2022 — listet zwei nummerierte D. regia-Bestände; die Nummern belegen keine Zuordnung zum Handelsmaterial.
- Handelsangebot „Drosera regia – Wilhelma“ — Nachweis der verwendeten Handelsbezeichnung, kein botanischer Primärbeleg und keine dokumentierte Provenienzkette.
Bildprüfung
Die lokale Mediathek enthält eine allgemeine Aufnahme von D. regia, aber keinen Herkunftsnachweis für diese Akzession. Die institutionelle und die kommerzielle Bildgebung sind ebenfalls nicht als frei lizenzierte, eindeutig dieser Kulturakzession zugeordnete Aufnahme belegt. Händlerbilder und allgemeine Artbilder wurden deshalb nicht übernommen; die Bild- und Lizenzfelder bleiben leer. Es wird keine besondere Wilhelma-Morphologie behauptet, die ein nicht passendes Bild suggerieren könnte.
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Drosera regia — Wilhelma-Kulturakzession, Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/drosera-regia-wilhelma/
