Black Trap Codex
Drosera mannii
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- seasonalBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Kulturgruppe
Drosera mannii – artspezifisches Kulturprofil
Artspezifische Kulturgruppe für Drosera mannii; Rhythmus und Pflege orientieren sich am dokumentierten Naturstandort und den Grenzen der publizierten Daten.
Habitat-Logik
offene saisonfeuchte Habitate bei Bannister und weitere südwestwestaustralische Vorkommen; genaue Mikrohabitat- und Bodendaten sind in den öffentlichen Zusammenfassungen lückenhaft
Kultur-Logik
hell, kleinskalig und luftig kultivieren, mit kontrollierter Feuchte während des aktiven Wachstums. Eine sommerliche Verlangsamung wird an der Pflanze beobachtet; genaue Dauer und Trockenheit sind nicht ausreichend belegt. Sichtkontrolle alle 5 Tage während aktiven Wachstums, alle 10 Tage bei Ruhe oder Verlangsamung und alle 3 Tage bei Sämlingen. Diese Kontrollabstände sind keine Gießtermine. Sichtkontrolle alle 5 Tage im Wachstum, alle 10 Tage bei Ruhe oder Verlangsamung und alle 3 Tage bei Sämlingen; Kontrolltermine sind keine Gießtermine.
Substrat-Logik
nährstoffarmer, feiner bis mineralisch gestützter Sand, der im aktiven Wachstum Feuchte hält und überschüssiges Wasser ableitet
Gattungsprofil
Drosera
Artenreiche Sonnentau-Gattung mit tropischen, temperierten und stark saisonalen Kulturtypen.
Habitat-Logik
Von tropischen Feuchtflächen und Regenwäldern über boreale Moore bis zu mediterranen Winterregen- und australischen Sandstandorten.
Kultur-Logik
Temperatur, Wasserführung und Ruhephase müssen konsequent an die jeweilige Kulturgruppe angepasst werden.
Substrat-Logik
Von dauerhaft nassen Torf- und Sphagnumsystemen bis zu sandreichen, stark durchströmten und saisonal trockeneren Medien.
Typische Fehler
Alle Drosera gleich kultivieren, Ruhephasen ignorieren, falsche Wasserführung und zu wenig Licht.
reference
Botanische Beschreibung
Drosera mannii pygmäer Sonnentau mit einer kleinen Rosette und einem aus alten Blattbasen gebildeten Stämmchen. Ihr Wuchsbild ist damit von den bekannten Arten derselben Gattung klar unterscheidbar: sehr kleine Rosettenblätter mit langen Randtentakeln und kürzeren Drüsen im Inneren; der Blütenstand beziehungsweise die Form von Nebenblättern und Kelch ist für die Abgrenzung innerhalb der pygmäen Arten wichtig. Die Fangblätter tragen bewegliche Drüsenhaare mit klebrigem Sekret; dieses gemeinsame Gattungsmerkmal wird hier nur als Hintergrund genannt. Entscheidend für die Artbeschreibung sind die jeweilige Gestalt, die Entwicklung über die Saison und der dokumentierte Naturstandort. Der oberirdische Habitus verändert sich während des Jahres deutlich, weshalb ein Foto aus nur einer Phase unvollständig sein kann.
Der belegte Verbreitungsschwerpunkt liegt bei südwestliches Western Australia; Cheeks Erstbeschreibung behandelt die Population aus dem Bannister-Gebiet. Die ökologische Einordnung lautet: offene saisonfeuchte Habitate bei Bannister und weitere südwestwestaustralische Vorkommen; genaue Mikrohabitat- und Bodendaten sind in den öffentlichen Zusammenfassungen lückenhaft. Diese konkrete Kombination aus Wuchsform und Standort ist aussagekräftiger als eine allgemeine Beschreibung als „Sonnentau“. Die Art zeigt kompakte pygmäe Rosette auf persistentem kurzem Stämmchen; pygmäetypische Gemmen können während der Saison gebildet werden. Wo Maße oder Umweltwerte in den Quellen nicht zuverlässig für die ganze Art angegeben sind, werden sie nicht aus benachbarten Arten oder aus Einzelpflanzen abgeleitet.
taxonomy
Taxonomie
Der aktuell geführte Name lautet Drosera mannii Cheek. Martin Cheek beschrieb D. mannii 1990 in Phytologia 68: 86–88. Die zuvor verwendete Kulturbezeichnung „Bannister“ erklärt ältere Sammlungs- und Händleretiketten, ändert aber nicht die formale Autorschaft. Für den Codex wird die akzeptierte Kombination verwendet und die historische Entwicklung dort erläutert, wo sie für alte Etiketten oder die Abgrenzung wichtig ist. Die Zugehörigkeit zur Gattung Drosera kennzeichnet die fleischfressende Fangfunktion, sagt aber allein wenig über Wuchsform oder Kulturzyklus aus. Deshalb werden die Angaben zu Drosera mannii nicht aus einem anderen Sonnentauprofil übernommen.
Für die Abgrenzung ist vor allem der Vergleich mit andere stämmchenbildende pygmäe Arten und die historisch als D. ‘Bannister’ verbreitete Kulturpflanze relevant. D. mannii ist eine 1990 formal beschriebene Art, die zuvor kultiviert als D. ‘Bannister’ bezeichnet wurde. Der alte informelle Name ist kein Kultivarname mit gesicherter Registrierung und sollte durch den akzeptierten Artnamen ersetzt werden. Der Profiltext trennt bestätigte Namens- und Taxonangaben von Unsicherheiten: sehr kleine Rosette ist bei Hitze und Austrocknung leicht zu übersehen; alte Etiketten „Bannister“ sollten nicht als separater Kultivar oder Art behandelt werden. Wo sich die Literatur in Umfang, Rang oder Monatsangaben unterscheidet, folgt die Beschreibung dem aktuellen akzeptierten Namen und nennt den älteren Rahmen ausdrücklich. Die taxonomischen Nachweise stehen gesammelt am Ende des Eintrags; die Abschnitte bleiben frei von direkten Quellenlinks.
ecology
Standort und Verbreitung
Das belegte Areal umfasst südwestliches Western Australia; Cheeks Erstbeschreibung behandelt die Population aus dem Bannister-Gebiet. Als Lebensraum wird offene saisonfeuchte Habitate bei Bannister und weitere südwestwestaustralische Vorkommen; genaue Mikrohabitat- und Bodendaten sind in den öffentlichen Zusammenfassungen lückenhaft beschrieben. Die räumliche Aussage hat Grenzen: Belegorte sind nicht automatisch eine lückenlose Kartierung aller Populationen. Besonders bei seltenen oder neu abgegrenzten Arten kann das tatsächliche Areal größer sein als die publizierten Fundpunkte, zugleich rechtfertigt ein vermutetes Vorkommen keine sichere Verbreitungsaussage. Die Herkunft eines kultivierten Exemplars sollte deshalb so genau wie möglich dokumentiert werden.
Der Standort ist mit einem deutlichen jahreszeitlichen Verlauf verbunden: subtropisches saisonales Klima des südwestlichen Western Australia; genaue Kulturmesswerte und eine einheitliche Dauer der Sommerruhe sind nicht publiziert Die regionale Regenzeit lässt sich nicht ohne Anpassung auf mitteleuropäische Monate übertragen. Einzelne Geländeaufnahmen belegen bestimmte Bedingungen an einem Fundort, nicht zwangsläufig an jedem Standort im gesamten Areal. Für Drosera mannii werden daher keine aus Klimadiagrammen errechneten Grenzwerte als artspezifische Messdaten ausgegeben. Schutz- oder Häufigkeitsaussagen werden nur zusammen mit ihrem Bezugsjahr und ihrer räumlichen Ebene interpretiert.
ecology
Ökologische Anpassungen
Die Wuchsform von Drosera mannii ist eng an den beschriebenen Saisonverlauf gebunden: kompakte pygmäe Rosette auf persistentem kurzem Stämmchen; pygmäetypische Gemmen können während der Saison gebildet werden Damit verschiebt die Pflanze einen Teil ihres Lebenszyklus in die Zeit, in der am Naturstandort ausreichend Wasser verfügbar ist. Bei knollenbildenden Arten schützt das Speicherorgan vor der Trockenzeit; bei nicht knollenbildenden Arten ist dagegen keine solche Ruhe zu unterstellen. Die konkrete Lebensform dieser Art lautet: pygmäer Sonnentau mit einer kleinen Rosette und einem aus alten Blattbasen gebildeten Stämmchen.
Die Standortbeziehung darf nicht überinterpretiert werden. Belegt sind offene saisonfeuchte Habitate bei Bannister und weitere südwestwestaustralische Vorkommen; genaue Mikrohabitat- und Bodendaten sind in den öffentlichen Zusammenfassungen lückenhaft; daraus lassen sich vorsichtige Kulturfolgerungen ableiten, aber keine experimentell bestätigte Funktion jedes Blatt- oder Blütenmerkmals. sehr kleine Rosettenblätter mit langen Randtentakeln und kürzeren Drüsen im Inneren; der Blütenstand beziehungsweise die Form von Nebenblättern und Kelch ist für die Abgrenzung innerhalb der pygmäen Arten wichtig Die diagnostische Bedeutung dieses Merkmals ist nicht automatisch ein Beweis für eine bestimmte ökologische Funktion. Bei Drosera mannii ist außerdem zu berücksichtigen: sehr kleine Rosette ist bei Hitze und Austrocknung leicht zu übersehen; alte Etiketten „Bannister“ sollten nicht als separater Kultivar oder Art behandelt werden. Solche Grenzen helfen, Anpassung, taxonomische Erkennung und gärtnerische Empfehlung nicht miteinander zu verwechseln.
reference
Wuchsform und Morphologie
Für die Bestimmung ist folgende Merkmalskombination maßgeblich: sehr kleine Rosettenblätter mit langen Randtentakeln und kürzeren Drüsen im Inneren; der Blütenstand beziehungsweise die Form von Nebenblättern und Kelch ist für die Abgrenzung innerhalb der pygmäen Arten wichtig. Die Art zeigt außerdem pygmäer Sonnentau mit einer kleinen Rosette und einem aus alten Blattbasen gebildeten Stämmchen. Blattgröße, Farbe und Haltung können sich mit Licht, Entwicklungsphase und Kulturzustand verändern; sie sind darum nicht isoliert als Artbeweis geeignet. Besonders aussagekräftig sind gut entwickelte Pflanzen, Blüten und nachvollziehbare Herkunftsdaten. Bei nicht blühenden Exemplaren bleibt die Bestimmung je nach Verwandtschaftsgruppe mitunter vorläufig.
Die Abgrenzung gegenüber andere stämmchenbildende pygmäe Arten und die historisch als D. ‘Bannister’ verbreitete Kulturpflanze lautet: D. mannii ist eine 1990 formal beschriebene Art, die zuvor kultiviert als D. ‘Bannister’ bezeichnet wurde. Der alte informelle Name ist kein Kultivarname mit gesicherter Registrierung und sollte durch den akzeptierten Artnamen ersetzt werden. Für Drosera mannii ist nicht bloß eine einzelne auffällige Eigenschaft entscheidend, sondern deren Verbindung mit Wuchsform, Blüten- oder Blattmerkmalen. Ein Kulturfoto kann die Diagnose unterstützen, zeigt aber keine unsichtbaren Merkmale und nicht automatisch alle diagnostischen Strukturen. Bei älteren Etiketten und unklarer Herkunft sollte der Name daher als prüfbedürftig gekennzeichnet werden, statt eine präzise Bestimmung aus bloßer Ähnlichkeit abzuleiten.
reference
Fangstrategie
Die Fangblätter von Drosera mannii nutzen den für Sonnentaue typischen Klebefallenmechanismus: Drüsenhaare halten kleine Beute mit Mucilage fest, danach werden Verdauungsprozesse an der Blattoberfläche wirksam. Für diese Art ist die besondere Blattgestalt wichtig: sehr kleine Rosettenblätter mit langen Randtentakeln und kürzeren Drüsen im Inneren; der Blütenstand beziehungsweise die Form von Nebenblättern und Kelch ist für die Abgrenzung innerhalb der pygmäen Arten wichtig. Sie bestimmt, wie die Fangfläche am Spross angeordnet ist und kann beeinflussen, welche kleinen Beutetiere Kontakt mit ihr haben; konkrete artspezifische Beutepräferenzen sind jedoch nicht ausreichend untersucht.
Der Mechanismus ergänzt die Nährstoffaufnahme, ersetzt aber weder Licht noch eine funktionsfähige Wurzelzone. Bei Drosera mannii sollte man klebrige Tentakel zusammen mit gesundem Neuaustrieb und passendem Jahresrhythmus beobachten. Trockene oder gestörte Fangblätter können bei saisonalem Rückzug auftreten und bedeuten nicht automatisch, dass die Pflanze dauerhaft geschädigt ist. Die Art wird dabei nicht mit einem anderen Fangtyp verwechselt: Sie ist pygmäer Sonnentau mit einer kleinen Rosette und einem aus alten Blattbasen gebildeten Stämmchen. Die bekannte Fangfunktion darf nicht als Begründung für zusätzliche Düngung oder Beutegabe missverstanden werden.
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
Der belegte Fortpflanzungsrahmen für Drosera mannii ist: typisch für pygmäe Drosera ist die vegetative Vermehrung über Gemmen; diese sollten als separate Jungpflanzen und nicht als Samen dokumentiert werden. Artbezogene Keimprotokolle sind nicht zugänglich. Der beobachtete Blühzeitraum wird als „der Originalbeleg beschreibt die Pflanze, aber zugängliche Sekundärdatensätze geben keine verlässliche, für alle Populationen gültige Blühperiode an“ beschrieben. Diese Phänologie ist an die Herkunft und den Beobachtungsumfang gebunden; sie ist kein universeller Saat- oder Kulturkalender. Samenbildung setzt voraus, dass die Pflanze bis zur Blüte und Fruchtreife gut durch die aktive Saison kommt. Bei Material aus dem Handel sollen Etikett, Herkunft und Mutterpflanze zusammen dokumentiert werden.
Die vegetative Entwicklung ist ebenfalls artspezifisch: kompakte pygmäe Rosette auf persistentem kurzem Stämmchen; pygmäetypische Gemmen können während der Saison gebildet werden Bei knollenbildenden Sonnentauen ist das Überdauerungsorgan nicht mit Samen gleichzusetzen; bei pygmäen Arten können Gemmen einen weiteren, eigenständigen Vermehrungsweg darstellen. Für Drosera mannii werden nur die direkt belegten Wege übernommen. sehr kleine Rosette ist bei Hitze und Austrocknung leicht zu übersehen; alte Etiketten „Bannister“ sollten nicht als separater Kultivar oder Art behandelt werden Wenn standardisierte Keimraten oder Kulturversuche fehlen, bleibt das ausdrücklich offen. Das verhindert, dass allgemeine Erfahrungen mit Drosera als gesicherte Artbiologie ausgegeben werden.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Kulturfolgerungen für Drosera mannii beginnen beim tatsächlichen Habitat: offene saisonfeuchte Habitate bei Bannister und weitere südwestwestaustralische Vorkommen; genaue Mikrohabitat- und Bodendaten sind in den öffentlichen Zusammenfassungen lückenhaft. Daraus ergibt sich als vorsichtiger Ausgangspunkt: hell, kleinskalig und luftig kultivieren, mit kontrollierter Feuchte während des aktiven Wachstums. Eine sommerliche Verlangsamung wird an der Pflanze beobachtet; genaue Dauer und Trockenheit sind nicht ausreichend belegt. Das ist eine begründete Haltung für die Kultur, aber kein experimentell vermessenes Rezept. Helligkeit, Luftbewegung und Wasserführung müssen gemeinsam betrachtet werden, weil nasse Wurzeln bei mangelnder Belüftung andere Bedingungen darstellen als ein luftiges, saisonfeuchtes Habitat. Die Pflanze wird nicht nach einem Gattungsstandard behandelt, wenn ihr natürlicher Jahresgang davon abweicht.
Der Wachstumsrhythmus lautet: kompakte pygmäe Rosette auf persistentem kurzem Stämmchen; pygmäetypische Gemmen können während der Saison gebildet werden Der Wechsel zwischen aktiver Phase und möglicher Verlangsamung wird am Austrieb, Blattzustand und Einziehen beurteilt. Bei Arten ohne belegte Knollenruhe wird keine künstliche Trockenruhe erzwungen. Beobachtungsintervalle im verknüpften Kulturprofil sind reine Sichtkontrollen; sie sind keine pauschalen Gießabstände. Bei Drosera mannii sollte jede Änderung schrittweise erfolgen, damit Reaktionen der Pflanze einer konkreten Maßnahme zugeordnet werden können.
substrate
Substrat-Ökologie
Das Substrat soll die belegte Wurzelumgebung abbilden, nicht einen ungeprüften Standardmix: nährstoffarmer, feiner bis mineralisch gestützter Sand, der im aktiven Wachstum Feuchte hält und überschüssiges Wasser ableitet. Für Drosera mannii ist die Herkunftsökologie offene saisonfeuchte Habitate bei Bannister und weitere südwestwestaustralische Vorkommen; genaue Mikrohabitat- und Bodendaten sind in den öffentlichen Zusammenfassungen lückenhaft. Ein lockeres Medium kann Wasser speichern und dennoch Sauerstoff an die Wurzeln lassen; Verdichtung und dauerhafte Vernässung sind davon verschieden. Exakte Rezepturen, pH- und Leitfähigkeitsbereiche werden nicht behauptet, wenn die Quellen keine reproduzierbare artspezifische Messung angeben.
Die saisonale Wasserführung folgt dem tatsächlichen Entwicklungszustand: kompakte pygmäe Rosette auf persistentem kurzem Stämmchen; pygmäetypische Gemmen können während der Saison gebildet werden Während der aktiven Phase soll das Medium weder plötzlich austrocknen noch durch stehendes, sauerstoffarmes Wasser ersetzt werden. Nach dem natürlichen Einzug wird die Versorgung der Ruhephase angepasst, sofern eine Ruhe biologisch belegt ist. Bei feucht-tropischen Arten wie Drosera mannii bleibt die Kultur dagegen an das verfügbare Habitatwissen gebunden. sehr kleine Rosette ist bei Hitze und Austrocknung leicht zu übersehen; alte Etiketten „Bannister“ sollten nicht als separater Kultivar oder Art behandelt werden Unterschiede zwischen Naturboden, Topfvolumen und Gewächshaus müssen bei jeder Übertragung mitgedacht werden.
practice
Praxisnotizen
Bei der Pflege von Drosera mannii sind Herkunft und Saison zuerst zu kontrollieren. Die entscheidenden Artmerkmale lauten: sehr kleine Rosettenblätter mit langen Randtentakeln und kürzeren Drüsen im Inneren; der Blütenstand beziehungsweise die Form von Nebenblättern und Kelch ist für die Abgrenzung innerhalb der pygmäen Arten wichtig. Die visuelle Ähnlichkeit mit andere stämmchenbildende pygmäe Arten und die historisch als D. ‘Bannister’ verbreitete Kulturpflanze kann zu falschen Erwartungen führen; maßgeblich bleibt die Abgrenzung: D. mannii ist eine 1990 formal beschriebene Art, die zuvor kultiviert als D. ‘Bannister’ bezeichnet wurde. Der alte informelle Name ist kein Kultivarname mit gesicherter Registrierung und sollte durch den akzeptierten Artnamen ersetzt werden. Alte Pflanzenetiketten oder Fotos aus nur einer Wachstumsphase sollten nicht ungeprüft als gesicherte Bestimmung behandelt werden.
Praktisch wird der Bestand regelmäßig angesehen: Neuaustrieb, Blattstellung, Klebsekret, Blütenentwicklung und Anzeichen des Rückzugs werden als getrennte Beobachtungen notiert. Die im Kulturprofil hinterlegte Kontrolle dient der Erkennung von Veränderungen, nicht als automatischer Gießplan. sehr kleine Rosette ist bei Hitze und Austrocknung leicht zu übersehen; alte Etiketten „Bannister“ sollten nicht als separater Kultivar oder Art behandelt werden Zu Drosera mannii fehlt eine allgemeingültige Empfehlung für jeden Standort und jede Kulturform; bei Abweichungen wird deshalb erst die Herkunft und dann die Wasser-, Licht- und Luftführung überprüft, statt sofort eine feste Temperatur- oder Düngeregel anzuwenden.
sources
Quellenangaben
- Cheek, M. (1990). A new species of pygmy Drosera from Western Australia and a note on the status of section Bryastrum and section Lamprolepis. Phytologia 68(2): 85–89.
- Plants of the World Online, Kew: Drosera mannii Cheek; akzeptierter Name, Originalpublikation und konservatorische Daten; abgerufen am 06.10.2026.
- Atlas of Living Australia: Australian Plant Census profile Drosera mannii; Verknüpfung mit Originalbeschreibung; abgerufen am 06.10.2026.
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Drosera mannii, Stand 06.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/drosera-mannii/

