Black Trap Codex
Drosera magna
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- seasonalBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Kulturgruppe
Drosera magna – artspezifisches Kulturprofil
Artspezifische Kulturgruppe für Drosera magna; Rhythmus und Pflege orientieren sich am dokumentierten Naturstandort und den Grenzen der publizierten Daten.
Habitat-Logik
winterfeuchte Ebenen und sandige, teils lateritisch beeinflusste Flächen des westaustralischen Sandplains
Kultur-Logik
Die breite Rosette braucht Platz und starkes Licht. Während des aktiven Triebwachstums wird gleichmäßig bewässert; der Rückzug wird sichtbar abgewartet. In der Ruhe wird die Knolle vor Staunässe geschützt und erst mit neuem Austrieb wieder stärker versorgt. Sichtkontrolle alle 7 Tage während aktiven Wachstums, alle 14 Tage bei Ruhe oder Verlangsamung und alle 5 Tage bei Sämlingen. Diese Kontrollabstände sind keine Gießtermine. Sichtkontrolle alle 7 Tage im Wachstum, alle 14 Tage bei Ruhe oder Verlangsamung und alle 5 Tage bei Sämlingen; Kontrolltermine sind keine Gießtermine.
Substrat-Logik
sandig bis leicht lehmig, nährstoffarm und im Winterwachstum gleichmäßig feucht; im Sommer kontrolliert abtrocknend
Gattungsprofil
Drosera
Artenreiche Sonnentau-Gattung mit tropischen, temperierten und stark saisonalen Kulturtypen.
Habitat-Logik
Von tropischen Feuchtflächen und Regenwäldern über boreale Moore bis zu mediterranen Winterregen- und australischen Sandstandorten.
Kultur-Logik
Temperatur, Wasserführung und Ruhephase müssen konsequent an die jeweilige Kulturgruppe angepasst werden.
Substrat-Logik
Von dauerhaft nassen Torf- und Sphagnumsystemen bis zu sandreichen, stark durchströmten und saisonal trockeneren Medien.
Typische Fehler
Alle Drosera gleich kultivieren, Ruhephasen ignorieren, falsche Wasserführung und zu wenig Licht.
reference
Botanische Beschreibung
Drosera magna großer rosettiger, knollenbildender Sonnentau aus dem D.-erythrorhiza-Verwandtschaftskreis. Ihr Wuchsbild ist damit von den bekannten Arten derselben Gattung klar unterscheidbar: eine auffallend große, bodennahe Rosette mit breiten, annähernd spatelförmigen bis fächerartigen Fangblättern; im Gegensatz zu D. erythrorhiza gewöhnlich weniger seitliche Ausläufer und lockerere Kolonien. Die Fangblätter tragen bewegliche Drüsenhaare mit klebrigem Sekret; dieses gemeinsame Gattungsmerkmal wird hier nur als Hintergrund genannt. Entscheidend für die Artbeschreibung sind die jeweilige Gestalt, die Entwicklung über die Saison und der dokumentierte Naturstandort. Der oberirdische Habitus verändert sich während des Jahres deutlich, weshalb ein Foto aus nur einer Phase unvollständig sein kann.
Der belegte Verbreitungsschwerpunkt liegt bei südwestliches Western Australia von der Swan Coastal Plain in Richtung Geraldton; Florabase führt zusätzlich mehrere biogeographische Regionen. Die ökologische Einordnung lautet: winterfeuchte Ebenen und sandige, teils lateritisch beeinflusste Flächen des westaustralischen Sandplains. Diese konkrete Kombination aus Wuchsform und Standort ist aussagekräftiger als eine allgemeine Beschreibung als „Sonnentau“. Die Art zeigt Australischer Winteraustrieb, Aufbau der Rosette und Knollenbildung vor der warmen Sommerruhe; eine winterliche Ruhe wie bei nordamerikanischen Hibernakelarten wäre falsch. Wo Maße oder Umweltwerte in den Quellen nicht zuverlässig für die ganze Art angegeben sind, werden sie nicht aus benachbarten Arten oder aus Einzelpflanzen abgeleitet.
taxonomy
Taxonomie
Der aktuell geführte Name lautet Drosera magna (N.G.Marchant & Lowrie) Lowrie. die Kombination D. magna (N.G.Marchant & Lowrie) Lowrie wurde 2013 veröffentlicht und wird von Kew als akzeptierte Art geführt; D. erythrorhiza subsp. magna ist die historische Ausgangskombination Für den Codex wird die akzeptierte Kombination verwendet und die historische Entwicklung dort erläutert, wo sie für alte Etiketten oder die Abgrenzung wichtig ist. Die Zugehörigkeit zur Gattung Drosera kennzeichnet die fleischfressende Fangfunktion, sagt aber allein wenig über Wuchsform oder Kulturzyklus aus. Deshalb werden die Angaben zu Drosera magna nicht aus einem anderen Sonnentauprofil übernommen.
Für die Abgrenzung ist vor allem der Vergleich mit D. erythrorhiza und andere rosettige Arten der Sektion Erythrorhiza relevant. Lowrie erhob das frühere D. erythrorhiza subsp. magna zur Art. Die große Rosette allein reicht für die Bestimmung nicht: Herkunft und die in der Revision verwendete Kombination vegetativer und blütenbezogener Merkmale sind mitzubeachten. Der Profiltext trennt bestätigte Namens- und Taxonangaben von Unsicherheiten: D. erythrorhiza und D. magna werden durch Größenindruck leicht vermischt; Artzuordnung aus einer einzelnen juvenilen Rosette ist unsicher. Wo sich die Literatur in Umfang, Rang oder Monatsangaben unterscheidet, folgt die Beschreibung dem aktuellen akzeptierten Namen und nennt den älteren Rahmen ausdrücklich. Die taxonomischen Nachweise stehen gesammelt am Ende des Eintrags; die Abschnitte bleiben frei von direkten Quellenlinks.
ecology
Standort und Verbreitung
Das belegte Areal umfasst südwestliches Western Australia von der Swan Coastal Plain in Richtung Geraldton; Florabase führt zusätzlich mehrere biogeographische Regionen. Als Lebensraum wird winterfeuchte Ebenen und sandige, teils lateritisch beeinflusste Flächen des westaustralischen Sandplains beschrieben. Die räumliche Aussage hat Grenzen: Belegorte sind nicht automatisch eine lückenlose Kartierung aller Populationen. Besonders bei seltenen oder neu abgegrenzten Arten kann das tatsächliche Areal größer sein als die publizierten Fundpunkte, zugleich rechtfertigt ein vermutetes Vorkommen keine sichere Verbreitungsaussage. Die Herkunft eines kultivierten Exemplars sollte deshalb so genau wie möglich dokumentiert werden.
Der Standort ist mit einem deutlichen jahreszeitlichen Verlauf verbunden: saisonale Feuchte in der aktiven Zeit und trockene Sommerruhe folgen der tuberösen Wuchsform; keine belastbaren Temperaturgrenzwerte für die Art verfügbar Die regionale Regenzeit lässt sich nicht ohne Anpassung auf mitteleuropäische Monate übertragen. Einzelne Geländeaufnahmen belegen bestimmte Bedingungen an einem Fundort, nicht zwangsläufig an jedem Standort im gesamten Areal. Für Drosera magna werden daher keine aus Klimadiagrammen errechneten Grenzwerte als artspezifische Messdaten ausgegeben. Schutz- oder Häufigkeitsaussagen werden nur zusammen mit ihrem Bezugsjahr und ihrer räumlichen Ebene interpretiert.
ecology
Ökologische Anpassungen
Die Wuchsform von Drosera magna ist eng an den beschriebenen Saisonverlauf gebunden: Australischer Winteraustrieb, Aufbau der Rosette und Knollenbildung vor der warmen Sommerruhe; eine winterliche Ruhe wie bei nordamerikanischen Hibernakelarten wäre falsch Damit verschiebt die Pflanze einen Teil ihres Lebenszyklus in die Zeit, in der am Naturstandort ausreichend Wasser verfügbar ist. Bei knollenbildenden Arten schützt das Speicherorgan vor der Trockenzeit; bei nicht knollenbildenden Arten ist dagegen keine solche Ruhe zu unterstellen. Die konkrete Lebensform dieser Art lautet: großer rosettiger, knollenbildender Sonnentau aus dem D.-erythrorhiza-Verwandtschaftskreis.
Die Standortbeziehung darf nicht überinterpretiert werden. Belegt sind winterfeuchte Ebenen und sandige, teils lateritisch beeinflusste Flächen des westaustralischen Sandplains; daraus lassen sich vorsichtige Kulturfolgerungen ableiten, aber keine experimentell bestätigte Funktion jedes Blatt- oder Blütenmerkmals. eine auffallend große, bodennahe Rosette mit breiten, annähernd spatelförmigen bis fächerartigen Fangblättern; im Gegensatz zu D. erythrorhiza gewöhnlich weniger seitliche Ausläufer und lockerere Kolonien Die diagnostische Bedeutung dieses Merkmals ist nicht automatisch ein Beweis für eine bestimmte ökologische Funktion. Bei Drosera magna ist außerdem zu berücksichtigen: D. erythrorhiza und D. magna werden durch Größenindruck leicht vermischt; Artzuordnung aus einer einzelnen juvenilen Rosette ist unsicher. Solche Grenzen helfen, Anpassung, taxonomische Erkennung und gärtnerische Empfehlung nicht miteinander zu verwechseln.
reference
Wuchsform und Morphologie
Für die Bestimmung ist folgende Merkmalskombination maßgeblich: eine auffallend große, bodennahe Rosette mit breiten, annähernd spatelförmigen bis fächerartigen Fangblättern; im Gegensatz zu D. erythrorhiza gewöhnlich weniger seitliche Ausläufer und lockerere Kolonien. Die Art zeigt außerdem großer rosettiger, knollenbildender Sonnentau aus dem D.-erythrorhiza-Verwandtschaftskreis. Blattgröße, Farbe und Haltung können sich mit Licht, Entwicklungsphase und Kulturzustand verändern; sie sind darum nicht isoliert als Artbeweis geeignet. Besonders aussagekräftig sind gut entwickelte Pflanzen, Blüten und nachvollziehbare Herkunftsdaten. Bei nicht blühenden Exemplaren bleibt die Bestimmung je nach Verwandtschaftsgruppe mitunter vorläufig.
Die Abgrenzung gegenüber D. erythrorhiza und andere rosettige Arten der Sektion Erythrorhiza lautet: Lowrie erhob das frühere D. erythrorhiza subsp. magna zur Art. Die große Rosette allein reicht für die Bestimmung nicht: Herkunft und die in der Revision verwendete Kombination vegetativer und blütenbezogener Merkmale sind mitzubeachten. Für Drosera magna ist nicht bloß eine einzelne auffällige Eigenschaft entscheidend, sondern deren Verbindung mit Wuchsform, Blüten- oder Blattmerkmalen. Ein Kulturfoto kann die Diagnose unterstützen, zeigt aber keine unsichtbaren Merkmale und nicht automatisch alle diagnostischen Strukturen. Bei älteren Etiketten und unklarer Herkunft sollte der Name daher als prüfbedürftig gekennzeichnet werden, statt eine präzise Bestimmung aus bloßer Ähnlichkeit abzuleiten.
reference
Fangstrategie
Die Fangblätter von Drosera magna nutzen den für Sonnentaue typischen Klebefallenmechanismus: Drüsenhaare halten kleine Beute mit Mucilage fest, danach werden Verdauungsprozesse an der Blattoberfläche wirksam. Für diese Art ist die besondere Blattgestalt wichtig: eine auffallend große, bodennahe Rosette mit breiten, annähernd spatelförmigen bis fächerartigen Fangblättern; im Gegensatz zu D. erythrorhiza gewöhnlich weniger seitliche Ausläufer und lockerere Kolonien. Sie bestimmt, wie die Fangfläche am Spross angeordnet ist und kann beeinflussen, welche kleinen Beutetiere Kontakt mit ihr haben; konkrete artspezifische Beutepräferenzen sind jedoch nicht ausreichend untersucht.
Der Mechanismus ergänzt die Nährstoffaufnahme, ersetzt aber weder Licht noch eine funktionsfähige Wurzelzone. Bei Drosera magna sollte man klebrige Tentakel zusammen mit gesundem Neuaustrieb und passendem Jahresrhythmus beobachten. Trockene oder gestörte Fangblätter können bei saisonalem Rückzug auftreten und bedeuten nicht automatisch, dass die Pflanze dauerhaft geschädigt ist. Die Art wird dabei nicht mit einem anderen Fangtyp verwechselt: Sie ist großer rosettiger, knollenbildender Sonnentau aus dem D.-erythrorhiza-Verwandtschaftskreis. Die bekannte Fangfunktion darf nicht als Begründung für zusätzliche Düngung oder Beutegabe missverstanden werden.
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Reproduktion und Lebenszyklus
Der belegte Fortpflanzungsrahmen für Drosera magna ist: die Knolle überdauert die trockene Saison; die Pflanze bildet zusätzlich Samen nach der Blüte. Angaben zu Ausläufern unterscheiden sie in Feldbeschreibungen von D. erythrorhiza, liefern aber kein standardisiertes Teilungsprotokoll. Der beobachtete Blühzeitraum wird als „artspezifische Blühwochen werden von den offenen Florabase-Informationen nicht präzise genug belegt; zeitliche Angaben einzelner Fotos sind als Einzelbeobachtung zu behandeln“ beschrieben. Diese Phänologie ist an die Herkunft und den Beobachtungsumfang gebunden; sie ist kein universeller Saat- oder Kulturkalender. Samenbildung setzt voraus, dass die Pflanze bis zur Blüte und Fruchtreife gut durch die aktive Saison kommt. Bei Material aus dem Handel sollen Etikett, Herkunft und Mutterpflanze zusammen dokumentiert werden.
Die vegetative Entwicklung ist ebenfalls artspezifisch: Australischer Winteraustrieb, Aufbau der Rosette und Knollenbildung vor der warmen Sommerruhe; eine winterliche Ruhe wie bei nordamerikanischen Hibernakelarten wäre falsch Bei knollenbildenden Sonnentauen ist das Überdauerungsorgan nicht mit Samen gleichzusetzen; bei pygmäen Arten können Gemmen einen weiteren, eigenständigen Vermehrungsweg darstellen. Für Drosera magna werden nur die direkt belegten Wege übernommen. D. erythrorhiza und D. magna werden durch Größenindruck leicht vermischt; Artzuordnung aus einer einzelnen juvenilen Rosette ist unsicher Wenn standardisierte Keimraten oder Kulturversuche fehlen, bleibt das ausdrücklich offen. Das verhindert, dass allgemeine Erfahrungen mit Drosera als gesicherte Artbiologie ausgegeben werden.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Kulturfolgerungen für Drosera magna beginnen beim tatsächlichen Habitat: winterfeuchte Ebenen und sandige, teils lateritisch beeinflusste Flächen des westaustralischen Sandplains. Daraus ergibt sich als vorsichtiger Ausgangspunkt: Die breite Rosette braucht Platz und starkes Licht. Während des aktiven Triebwachstums wird gleichmäßig bewässert; der Rückzug wird sichtbar abgewartet. In der Ruhe wird die Knolle vor Staunässe geschützt und erst mit neuem Austrieb wieder stärker versorgt. Das ist eine begründete Haltung für die Kultur, aber kein experimentell vermessenes Rezept. Helligkeit, Luftbewegung und Wasserführung müssen gemeinsam betrachtet werden, weil nasse Wurzeln bei mangelnder Belüftung andere Bedingungen darstellen als ein luftiges, saisonfeuchtes Habitat. Die Pflanze wird nicht nach einem Gattungsstandard behandelt, wenn ihr natürlicher Jahresgang davon abweicht.
Der Wachstumsrhythmus lautet: Australischer Winteraustrieb, Aufbau der Rosette und Knollenbildung vor der warmen Sommerruhe; eine winterliche Ruhe wie bei nordamerikanischen Hibernakelarten wäre falsch Der Wechsel zwischen aktiver Phase und möglicher Verlangsamung wird am Austrieb, Blattzustand und Einziehen beurteilt. Bei Arten ohne belegte Knollenruhe wird keine künstliche Trockenruhe erzwungen. Beobachtungsintervalle im verknüpften Kulturprofil sind reine Sichtkontrollen; sie sind keine pauschalen Gießabstände. Bei Drosera magna sollte jede Änderung schrittweise erfolgen, damit Reaktionen der Pflanze einer konkreten Maßnahme zugeordnet werden können.
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Substrat-Ökologie
Das Substrat soll die belegte Wurzelumgebung abbilden, nicht einen ungeprüften Standardmix: sandig bis leicht lehmig, nährstoffarm und im Winterwachstum gleichmäßig feucht; im Sommer kontrolliert abtrocknend. Für Drosera magna ist die Herkunftsökologie winterfeuchte Ebenen und sandige, teils lateritisch beeinflusste Flächen des westaustralischen Sandplains. Ein lockeres Medium kann Wasser speichern und dennoch Sauerstoff an die Wurzeln lassen; Verdichtung und dauerhafte Vernässung sind davon verschieden. Exakte Rezepturen, pH- und Leitfähigkeitsbereiche werden nicht behauptet, wenn die Quellen keine reproduzierbare artspezifische Messung angeben.
Die saisonale Wasserführung folgt dem tatsächlichen Entwicklungszustand: Australischer Winteraustrieb, Aufbau der Rosette und Knollenbildung vor der warmen Sommerruhe; eine winterliche Ruhe wie bei nordamerikanischen Hibernakelarten wäre falsch Während der aktiven Phase soll das Medium weder plötzlich austrocknen noch durch stehendes, sauerstoffarmes Wasser ersetzt werden. Nach dem natürlichen Einzug wird die Versorgung der Ruhephase angepasst, sofern eine Ruhe biologisch belegt ist. Bei feucht-tropischen Arten wie Drosera magna bleibt die Kultur dagegen an das verfügbare Habitatwissen gebunden. D. erythrorhiza und D. magna werden durch Größenindruck leicht vermischt; Artzuordnung aus einer einzelnen juvenilen Rosette ist unsicher Unterschiede zwischen Naturboden, Topfvolumen und Gewächshaus müssen bei jeder Übertragung mitgedacht werden.
practice
Praxisnotizen
Bei der Pflege von Drosera magna sind Herkunft und Saison zuerst zu kontrollieren. Die entscheidenden Artmerkmale lauten: eine auffallend große, bodennahe Rosette mit breiten, annähernd spatelförmigen bis fächerartigen Fangblättern; im Gegensatz zu D. erythrorhiza gewöhnlich weniger seitliche Ausläufer und lockerere Kolonien. Die visuelle Ähnlichkeit mit D. erythrorhiza und andere rosettige Arten der Sektion Erythrorhiza kann zu falschen Erwartungen führen; maßgeblich bleibt die Abgrenzung: Lowrie erhob das frühere D. erythrorhiza subsp. magna zur Art. Die große Rosette allein reicht für die Bestimmung nicht: Herkunft und die in der Revision verwendete Kombination vegetativer und blütenbezogener Merkmale sind mitzubeachten. Alte Pflanzenetiketten oder Fotos aus nur einer Wachstumsphase sollten nicht ungeprüft als gesicherte Bestimmung behandelt werden.
Praktisch wird der Bestand regelmäßig angesehen: Neuaustrieb, Blattstellung, Klebsekret, Blütenentwicklung und Anzeichen des Rückzugs werden als getrennte Beobachtungen notiert. Die im Kulturprofil hinterlegte Kontrolle dient der Erkennung von Veränderungen, nicht als automatischer Gießplan. D. erythrorhiza und D. magna werden durch Größenindruck leicht vermischt; Artzuordnung aus einer einzelnen juvenilen Rosette ist unsicher Zu Drosera magna fehlt eine allgemeingültige Empfehlung für jeden Standort und jede Kulturform; bei Abweichungen wird deshalb erst die Herkunft und dann die Wasser-, Licht- und Luftführung überprüft, statt sofort eine feste Temperatur- oder Düngeregel anzuwenden.
sources
Quellenangaben
- Plants of the World Online, Kew: Drosera magna (N.G.Marchant & Lowrie) Lowrie; akzeptierter Name, Synonym und Verbreitung; abgerufen am 06.10.2026.
- Western Australian Herbarium, FloraBase: Drosera magna; aktuelle Verbreitung und Status; abgerufen am 06.10.2026.
- Lowrie, A. (2013). Drosera of the World, Volume 3; Neubewertung von D. erythrorhiza subsp. magna als D. magna, wiedergegeben im POWO-Taxoneintrag.
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Drosera magna, Stand 06.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/drosera-magna/

