Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'Megatrap'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Gartenklon; konkrete Herkunft unbekannt.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Gattungsrisiken

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
Produkt ansehen

reference

Botanische Beschreibung

„Megatrap“ ist ein gärtnerischer Name für eine Form von Dionaea muscipula. Er bezeichnet weder eine eigene botanische Art noch eine Unterart. Historisch werden mit ihm große, rot gefärbte Fangblätter und eine niedrige Rosette verbunden. Für genau diese Handelsbezeichnung liegt jedoch keine standardisierte Diagnose mit Messreihen, gesicherter Herkunft und nachvollziehbarer Vermehrungskette vor. Die allgemeine Artzugehörigkeit beschreibt die gemeinsame Grundform der Venusfliegenfalle, trennt aber den so etikettierten Bestand nicht sicher von anderen großfalligen Linien. Deshalb werden die überlieferten Merkmale als unsichere Hinweise behandelt und nicht als bestätigte Eigenschaften jedes Exemplars.

„Megatrap“, „Megatraps“, G16 und G17 sind historisch nicht stabil voneinander abgegrenzt worden. In einigen Zuordnungen erscheint „Megatrap“ als eigener Name neben G16; in anderen wird der Name mit G16 verbunden oder „Megatraps“ G17 zugeordnet. Daraus folgt nicht, dass alle so beschrifteten Pflanzen dieselbe genetische Linie darstellen. Eine feste Fallenbreite, garantierte Rotfärbung oder unveränderlich flacher Wuchs sind für den aktuellen Bestand nicht belegt. Der Eintrag bewahrt daher die Handelsbezeichnung und macht die offene Identität sichtbar, statt aus einer Namensähnlichkeit eine sichere Klonzuordnung abzuleiten.

reference

Taxonomie und Namensgebrauch

Die botanisch akzeptierte Art lautet Dionaea muscipula J.Ellis. „Megatrap“ ist keine Art, Unterart oder botanische Varietät, sondern ein gärtnerischer Name für eine großfallige Venusfliegenfalle. Ein formeller Status als registrierter Kultivar ist für diese Bezeichnung nicht belegt. Das schließt einen historischen oder informellen Gebrauch nicht aus und beweist auch nicht, dass eine spätere Veröffentlichung unmöglich wäre. Für die Einordnung ist entscheidend, dass der Name keine überprüfbare Diagnose, keine gesicherte Abstammung und keine formell dokumentierte Abgrenzung von ähnlich benannten Pflanzen mitliefert. Botanische Autorenangabe und Klonherkunft sind getrennte Informationen: J.Ellis gehört zum wissenschaftlichen Artnamen und ist nicht als Züchter oder Selekteur von „Megatrap“ gemeint.

Die Zuordnung der Bezeichnung ist historisch widersprüchlich. „Megatrap“ wurde sowohl als eigener Name neben G14 und G16 geführt als auch mit G16 gleichgesetzt; „Megatraps“ wird zusätzlich G17 zugeordnet. In einer weiteren Überlieferung wird der Name mit G14 verbunden, was mit den anderen Trennungen nicht zusammenpasst. Der Wortlaut des konkreten Etiketts sollte deshalb unverändert dokumentiert werden. Eine Umbenennung in G14, G16 oder G17 wäre ohne Pflanzen- und Vermehrungsnachweis nicht belastbar. Ebenso begründet eine Namensnennung allein weder einen registrierten Kultivarstatus noch einen bestimmten Züchter, ein Entstehungsjahr oder eine Kreuzung.

reference

Standort und Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Dionaea muscipula liegt an der Küstenebene im Osten North Carolinas und South Carolinas. Die Art besiedelt dort offene, sonnige und feuchte Lebensräume mit sauren, nährstoffarmen Böden. Zu den Standorttypen gehören sandig-torfige Flächen, Sphagnum-Matten, Gräben und offene Kiefern-Savannen. Die Pflanzen stehen terrestrisch im nassen oder zeitweise feuchten Boden; sie sind keine dauerhaft untergetauchte Wasserpflanze. Feuer, offene Vegetationsstruktur und der natürliche Wasserhaushalt beeinflussen, ob solche Standorte geeignet bleiben. Die Naturverbreitung beschreibt die Art und ist nicht mit der Herkunft einer bestimmten Pflanze aus einer Gärtnerei gleichzusetzen.

Für den als „Megatrap“ geführten Klon ist kein einzelner Wildfund, keine Population und kein natürlicher Standort dokumentiert. Der Zusatz „ME 1992“ ist nicht aufgeschlüsselt und kann daher weder als Fundort noch als Entstehungsjahr oder Züchterangabe gelesen werden. Auch eine allgemeine Herkunftsangabe Nordamerika belegt keinen Wildfund dieser Handelslinie. Die sichtbare Größe der Fallen oder ihre Rotfärbung begründet ebenfalls keine besondere geographische Anpassung. Belastbar ist allein die natürliche Artverbreitung; eine regionale Herkunft von „Megatrap“ bleibt offen. Für eine korrekte Dokumentation sollte der natürliche Lebensraum der Art deshalb nicht als Provenienz des Gartenklons übernommen werden.

reference

Ökologische Anpassungen

Die Venusfliegenfalle ergänzt die Nährstoffaufnahme ihrer Wurzeln durch Beutefang. Ihre Fangblätter sind in einem nährstoffarmen Lebensraum nützlich, ersetzen aber weder eine ausreichende Photosynthese noch einen intakten Wurzelraum. Die natürlichen Standorte sind hell und feucht, zugleich aber nicht einfach mit einem dauerhaft gefluteten Aquarium gleichzusetzen. Eine offene Vegetationsdecke ermöglicht Licht am Boden; Entwässerung, Beschattung und Nährstoffeinträge verändern die Konkurrenzbedingungen. Die Art bildet saisonale Blätter und Blütenstände aus einem kurzen Rhizom. Diese ökologischen Merkmale gelten für die Grundart und können nicht als besondere Anpassungen eines Klons ausgegeben werden, nur weil dessen Name auf große Fallen hinweist.

Für „Megatrap“ sind keine eigenen Messungen zu Beutespektrum, Verdauung, Nährstoffaufnahme, Trockenheitstoleranz oder Reizschwelle veröffentlicht. Größere Fallen könnten bei einer einzelnen Pflanze mehr Raum zum Einschluss bestimmter Beute bieten, belegen aber weder eine veränderte Fangstrategie noch einen höheren Nährstoffbedarf. Auch eine rote Innenfläche ist kein Nachweis einer besonderen ökologischen Rolle. Der Name erlaubt keine Aussage darüber, ob ein Klon in der Natur entstanden ist oder unter bestimmten Bedingungen selektiert wurde. Bis direkte Vergleichsdaten an sicher identifiziertem Pflanzenmaterial vorliegen, folgt die ökologische Einordnung vollständig der Art. Abweichende Angaben zu Licht, Wasser oder Jahresrhythmus wären für diese Handelslinie unbelegt.

reference

Morphologie

Dionaea muscipula wächst aus einem kurzen, knollenähnlich verdickten Rhizom mit einer bodennahen Rosette. Jedes Blatt trägt einen flachen, geflügelten Blattstiel und eine zweilappige Fangfläche, deren Hälften über eine Mittelrippe beweglich verbunden sind. An der Innenseite sitzen mehrere kurze Reizhaare; am Rand stehen längere, kammartige Cilien. Unter geeigneter Beleuchtung kann die Innenseite der Falle Pigment ausbilden, während Blattstiel und Außenseite unterschiedlich grün oder rötlich erscheinen können. Blattlänge, Fallenform und Färbung variieren mit Entwicklungsphase und Kulturbedingungen. Diese Merkmale sind die gemeinsame Grundform, nicht die Diagnose von „Megatrap“.

Mit dem Namen „Megatrap“ werden historisch große, rote Fallen und ein flacher bis bodennaher Rosettenwuchs verbunden. Es fehlen jedoch verlässliche Maßreihen, definierte Altersklassen und standardisierte Vergleichsbilder, anhand derer ein wiederkehrendes Größenmerkmal bestätigt werden könnte. Eine konkrete Zentimeterangabe oder ein Mindestmaß würde daher eine Sicherheit vortäuschen, die die Quellen nicht hergeben. Ebenso ist eine niedrige Rosette keine konstante Eigenschaft: Blattwinkel und Blattlänge können sich im Jahresverlauf und unter verschiedenen Lichtbedingungen ändern. Bei einer Bestimmung sollten mehrere voll entwickelte Fallen, die Rosettenform und die Färbung gemeinsam betrachtet werden. Ein einzelnes besonders großes Fangblatt reicht weder zur Identifikation noch zur Bestätigung einer bestimmten Abstammung.

reference

„Megatrap“ im Vergleich zu G16 und G17

Der wichtigste Vergleichspunkt ist die uneinheitliche Zuordnung zu den nummerierten Linien. „Megatrap“ wird in manchen Überlieferungen als eigener Name neben G14 und G16 geführt, in anderen mit G16 gleichgesetzt. Für G17 ist die Namensform „Megatraps“ gebräuchlich; auch G16 und G17 wurden bereits mit vertauschten Etiketten weitergegeben. Beide Linien sind mit großen, roten Fallen und bodennahem Rosettenwuchs beschrieben, sodass diese Merkmale allein keine sichere Trennung ermöglichen. Die wiederkehrenden Unterschiede zwischen den Namen belegen vor allem, dass der Sammlernamensgebrauch nicht einheitlich war; sie bestätigen keine genetische Gleichsetzung der heutigen Handelsbestände.

Auch die Gleichsetzung mit G14 ist überliefert, lässt sich aber nicht mit den übrigen Zuordnungen vereinbaren. G16 wird gelegentlich mit der separat registrierten ‘South West Giant’ verwechselt, obwohl die beschriebenen Wuchsformen und die registrierte Diagnose nicht deckungsgleich sind. Für dieses Profil wird deshalb weder G14 noch G16 noch G17 als Synonym eingetragen. Als Merkmalsbericht bleiben große rote Fallen und niedriger Wuchs, deutlich als nicht standardisiert und nicht sicher auf den aktuellen Bestand übertragbar. Ein korrektes Vergleichsbild müsste die Herkunft der abgebildeten Pflanze belegen; eine bloß ähnliche Fallenform genügt nicht.

reference

Fangmechanismus und Beutefang

Bei der Venusfliegenfalle lösen Reize an den inneren Triggerhaaren elektrische Signale aus. Werden die Reizhaare in engem zeitlichem Zusammenhang ausreichend stimuliert, wechseln die beiden Fallhälften innerhalb kurzer Zeit ihre Krümmung und schließen sich. Weitere Bewegungen eingeschlossener Beute können die Falle dichter verschließen und Verdauungsvorgänge anstoßen. Die Pflanze unterscheidet so bewegte, wahrscheinlich verwertbare Beute von manchen zufälligen Einzelreizen; die Verdauungsreaktion ist nicht mit dem bloßen Zuschnappen gleichzusetzen. Randcilien begrenzen beim Schließen den Fluchtweg kleiner Beute, sind aber nicht selbst der Auslöser des Verschlusses. Der Name „Megatrap“ liefert keinen Hinweis auf einen anderen Fangmechanismus als den der Art.

Es gibt keine belegten Versuche, die für „Megatrap“ eine andere Zahl erforderlicher Reize, eine schnellere Schließzeit oder eine abweichende Verdauungsleistung zeigen. Eine große Falle darf nicht mit einer stärkeren oder effizienteren Falle gleichgesetzt werden; dafür wären kontrollierte Vergleiche nötig, die Alter, Temperatur, Wasserstatus und Fallenmaß berücksichtigen. Zur Identifikation sollte die Fangreaktion nicht wiederholt durch Antippen ausgelöst werden, weil jede Schließung Ressourcen kostet und wiederholte Reize das Pflanzengewebe belasten. Aussagekräftiger ist eine Fotodokumentation geöffneter, reifer Fallen. Eine dunkle Innenfärbung, ein großes Fallenblatt oder kräftiges Wachstum allein belegen weder eine besondere Beutepräferenz noch eine Abweichung vom artspezifischen Mechanismus.

reference

Blüte und Erhaltung der Pflanzenlinie

Die Art bildet einen Blütenstand oberhalb der Rosette; bei Bestäubung entstehen kleine Samen in einer Kapsel. Aus Samen gezogene Nachkommen sind genetisch neu kombiniert und daher keine verlässlichen Kopien der Mutterpflanze. Selbst wenn einzelne Sämlinge später große oder rötliche Fallen ausbilden, lässt sich daraus keine Identität mit einer vegetativ erhaltenen „Megatrap“-Pflanze ableiten. Samen sollten als Sämlinge mit eigener Kennung dokumentiert werden. Die Blüte kostet Ressourcen, ist aber kein Beleg dafür, dass ein Klon besondere Blühfreudigkeit oder Fruchtbarkeit besitzt. Für die hier verwendete Handelsbezeichnung wurden keine belastbaren Angaben zu einem bestimmten Kreuzungspartner, einer gezielten Züchtung oder einer dokumentierten Aussaat gefunden.

Um eine ausgewählte Pflanze möglichst unverändert weiterzuführen, wird sie vegetativ vermehrt, etwa durch Teilung von Tochterrosetten oder geeignetes Blattmaterial. Bei einer Linie mit wechselnder Namenszuordnung ist die Etikettenkette besonders wichtig: Mutterpflanze, Anbieter, Erwerbsdatum, Vermehrungsweg und Kennung jedes Ablegers sollten zusammen erhalten bleiben. Ein Ableger übernimmt nur dann den Namen der Mutterpflanze sinnvoll, wenn die Herkunft nachvollziehbar ist und nicht zwischen G16-, G17- oder G14-Beständen vermischt wurde. Eine visuelle Ähnlichkeit reicht nicht, um eine solche Verwechslung nachträglich aufzulösen. Daher sollten ungesicherte Bestände als „Megatrap, Herkunft nicht bestätigt“ gekennzeichnet und nicht stillschweigend in eine nummerierte Linie umetikettiert werden.

reference

Kultur von „Megatrap“

Für „Megatrap“ sind keine eigenständigen Pflegeanforderungen belegt. Die Pflanze wird nach den Bedingungen von Dionaea muscipula kultiviert: sehr hell bis sonnig, nach schrittweiser Gewöhnung an direkte Sonne, mit mineralarmem Wasser und dauerhaft feuchtem, aber nicht verdichtetem Wurzelraum. Die Art eignet sich für eine Freiland- oder ungeheizte Gewächshauskultur, sofern Gefäß und Wasserführung die lokalen Wetterbedingungen berücksichtigen. Eine stärkere rote Färbung oder größere Falle sollte nicht durch Düngung oder absichtlichen Wasserstress erzwungen werden. Der Handelsname beschreibt keine abweichende Kulturform.

Im Freiland durchläuft die Pflanze einen saisonalen Rückgang und eine kühlere Ruhephase. Für kontinuierliche Innenkultur können abweichende Vorgehensweisen funktionieren, wenn Licht, Temperatur und Ernährung systematisch gesteuert werden; das ist kein Beleg dafür, dass „Megatrap“ auf Ruhe verzichten müsse. Das verknüpfte öffentliche Dionaea-Kulturprofil bildet die maßgebliche Grundlage und führt eine optionale Winterruhe je nach Kulturführung. Es gibt keine dokumentierten Unterschiede bei Frosttoleranz, Wärmebedarf, Bewässerung oder Lichtanspruch gegenüber der Grundart. Die Größe einer Falle sagt auch nicht voraus, dass die Pflanze mehr Wasser oder Dünger benötigt. Beobachtete Wuchsform und Pigmentierung sollten unter stabilen, artsgerechten Bedingungen bewertet werden.

reference

Wurzelraum und Substrat

Die Wurzeln von Dionaea muscipula stehen in der Natur in sauren, mineral- und nährstoffarmen Böden, die dauerhaft bis saisonal feucht bleiben. Das Kultursubstrat sollte deshalb Wasser verfügbar halten, ohne bei jeder Bewässerung vollständig luftlos zu werden. Unaufgedüngte saure Torf- oder geeignete Faserkomponenten können mit einem strukturgebenden, kalkfreien Zuschlag kombiniert werden. Welches Mischungsverhältnis passt, hängt von Körnung, Topfmaterial, Klima und Wasserführung ab; ein fixes Rezept ist nicht als Bedingung für „Megatrap“ belegt. Kalkhaltige Erde, gewöhnlicher Dünger und mineralreiches Wasser können Salze eintragen und den Wurzelraum belasten. Regen-, Osmose- oder destilliertes Wasser reduziert diesen Eintrag.

Eine Wasserschale kann während des aktiven Wachstums helfen, die nötige Feuchte zu halten; ihre Tiefe und Füllung sind an Wetter, Gefäß und Substrat anzupassen. Dauerhaftes Austrocknen ist problematisch, zugleich sollte ein verdichtetes Medium nicht als Ersatz für ein gut belüftetes Wurzelsystem gelten. Für „Megatrap“ gibt es keinen Hinweis auf besondere Wurzelmerkmale oder einen abweichenden pH- und Nährstoffbedarf. Das historisch berichtete große Fangblatt ist ein oberirdisches Blattmerkmal und erlaubt keine Rückschlüsse auf Rhizomgröße oder Substratanspruch. Bei einem Vergleich mit G16 oder G17 sollte daher derselbe Wurzelraum verwendet werden, damit Kulturunterschiede nicht fälschlich als Klonunterschiede gewertet werden.

reference

Bestimmung und Dokumentation

Bei einem Exemplar mit dem Etikett „Megatrap“ sollten Name und Herkunft getrennt dokumentiert werden. Notiere den genauen Wortlaut des Etiketts, den Anbieter, das Kaufdatum, eine eventuell genannte Vorbesitzerkette und ob die Pflanze als Teilung oder Sämling erworben wurde. Fotografiere mehrere vollständig geöffnete, ausgewachsene Fallen aus vergleichbarer Perspektive und erfasse Fallenbreite, Rosettenhöhe, Blattwinkel sowie die Färbung von Innenfläche und Außenseite. Wiederhole die Beobachtung zu verschiedenen Jahreszeiten, weil junge Blätter, Winterblätter und stark besonnte Sommerfallen nicht direkt vergleichbar sind. Einzelne Maximalwerte sollten nicht als allgemeine Kloneigenschaft veröffentlicht werden, solange Alter, Kultur und Herkunft unklar sind.

Für eine Abgrenzung zu G16, G17 oder G14 wäre eine nachvollziehbare vegetative Vermehrungskette wichtiger als ein ähnliches Foto. Bis diese Kette belegt ist, sollte die Zuordnung ausdrücklich offenbleiben und „Megatrap“ als historisch verwendeter Handels- oder Sammlername geführt werden. Bilder von G17 Megatraps, G16 oder einer beliebigen roten Venusfliegenfalle dürfen nicht als Abbildung dieses ungesicherten Bestandes ausgegeben werden. Das verknüpfte Profil sieht Kontrollen alle 14 Tage während des aktiven Wachstums, alle 30 Tage während einer Ruhephase und alle 7 Tage bei Sämlingen vor. Diese Intervalle sind Beobachtungsrhythmen; sie ersetzen weder die tägliche Reaktion auf akute Trockenheit oder Schäden noch eine bedarfsgerechte Bewässerung.

sources

Quellenangaben

Name, historische Verwendung und Abgrenzung

  • International Carnivorous Plant Society, CP Names: Registered Dionaea Cultivars. Aktuelle Registersuche. Geprüft auf die Schreibweisen „Megatrap“, „Megatraps“, G16 und G17; ein fehlender Registertreffer wird nicht als Beweis gegen informellen Namensgebrauch gewertet. Abgerufen am 1. Oktober 2026.
  • King, Mike (Stand 21. Juli 2016): Mike King’s Growlist, Einträge DM22, DM23 und DM62. PDF der Bestandsliste. Führt G14, G16 und „Megatrap“ getrennt; der Zusatz „ME 1992“ ist in der Liste nicht erklärt und wird nicht als Provenienz interpretiert.
  • Green Jaws / Matze Maier (2013): Growlist Green Jaws. Sammlerliste im Gesellschaftsforum. Belegt den Namensgebrauch innerhalb einer Green-Jaws-Bestandsliste, jedoch keine lückenlose Abstammung der heute angebotenen Pflanze.
  • Giardinaggio.it, Nutzer „dionea71“ (2010): Le nostre growlists. Sammlerbestandsliste. Verknüpft den Namen „Megatrap“ mit der Beschreibung großer roter Fallen und niedriger Rosette; keine standardisierten Messungen oder Herkunftskette.
  • TerraForums (2006): Dionaea photos. Diskussion mit getrennten G16- und G17-Nennungen. Zeitgenössischer Namensgebrauch; Bilder und Beiträge belegen keine aktuelle Handelsidentität.
  • Carnivorous Plants UK Forum (2004): Alexis, Beiträge zur Verwechslung von G16, G14 und „Megatrap“. Archivierte Beitragsübersicht. Dokumentiert eine damalige, ausdrücklich umstrittene Gleichsetzung G16 = Slack’s Giant beziehungsweise „Megatrap“.
  • Bad Leaves: Dionaea „G16“. Darstellung zur G16-Namensgeschichte. Beschreibt Verwechslungen mit anderen großen Klonen und gibt eine bodennahe Rosette mit roten großen Fallen als verbreitete Sammlerbeschreibung wieder.
  • Bad Leaves: Dionaea „G17“ / „Megatraps“. Darstellung zur G17-Namensgeschichte. Belegt, dass „Megatraps“ auch für G17 verwendet wird und G16/G17-Namen vertauscht wurden; die Seite bezeichnet die Identität selbst als unsicher.
  • Sarracenia House: Dionaea muscipula ‘Megatrap’. Handelsbeschreibung und Mutterpflanzenfotos. Wird nur für den heutigen Handelsgebrauch und den sichtbaren Widerspruch der dortigen Herkunftserzählung herangezogen, nicht als gesicherter Abstammungsnachweis.
  • Green Jaws: Dionaea muscipula – Megatrap. Produktseite. Belegt den aktuellen Angebotsnamen und die vom Händler ausgewiesenen allgemeinen Kulturkategorien; keine Klondiagnose.

Artmerkmale, Ökologie und Kultur

  • Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online: Dionaea muscipula J.Ellis. Taxonomischer Datensatz. Akzeptierter Name, botanischer Autor, Artstatus und natürliche Verbreitung.
  • Flora of North America Editorial Committee (2015): Dionaea muscipula, Flora of North America North of Mexico, Vol. 6. Onlinebehandlung. Morphologie, Standorttypen, Blütezeit, Areal und Hinweise auf die reduzierte natürliche Verbreitung.
  • International Carnivorous Plant Society: Dionaea muscipula – Growing Information. Kulturanleitung. Licht, Wasser, Substrat und saisonale Kultur; Kurzformat, daher ohne klonspezifische Aussagen.
  • Roberts, P. R. & Oosting, H. J. (1958): Responses of Venus Fly Trap (Dionaea muscipula) to Factors Involved in Its Endemism. Ecological Monographs 28(2): 193–218. DOI. Ökologie, Standortbedingungen und begrenzte Verbreitung der Art.
  • Hodick, D. & Sievers, A. (1989): On the mechanism of trap closure of Venus flytrap (Dionaea muscipula Ellis). Planta 179: 32–42. Bibliographischer Datensatz. Grundlagen zum raschen Fallenverschluss.
  • Böhm, J. et al. (2016): The Venus Flytrap Dionaea muscipula Counts Prey-Induced Action Potentials to Induce Sodium Uptake. Current Biology 26(3): 286–295. Volltext. Reizhaare, Aktionspotentiale und Kopplung von Beutereizen an Verdauungs- und Nährstoffaufnahmeprozesse.

Die Klonmerkmale dieses Codex-Eintrags stützen sich ausschließlich auf die oben zusammengefassten historischen Namens- und Sammlerberichte. Diese reichen nicht aus, um eine eindeutige Identität mit G14, G16 oder G17 zu bestätigen. Die allgemeine Kultur und botanische Morphologie beziehen sich auf Dionaea muscipula. Es wurde kein Bild aus einer Händlerseite oder mit ungeklärter G16-/G17-Zuordnung übernommen; die Bildfelder bleiben leer.

Zitieren

Zitierlink und Stand

Zitierlink
Aktueller Stand01.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Megatrap', Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-megatrap/