Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'GJ Pluto'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Auslese von Mathias (Matze) Maier bei Green Jaws; der Kultivarname ‘Pluto’ ist 2013 M. Maier zugeordnet, Green Jaws führt ‘GJ Pluto’. Exaktes Selektionsjahr und Elternpflanzen unbekannt.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Gattungsrisiken

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘GJ Pluto’ ist ein benannter Klon der Venusfliegenfalle mit einer auffälligen Fallenform. Die Pflanze bildet wie die Grundart eine bodennahe Rosette aus Fangblättern, deren Blattstiele in zweilappige, entlang einer Mittelrippe bewegliche Fallen übergehen. Auf der Innenfläche sitzen Reizhaare; am Rand stehen Cilien, die sich beim Schließen ineinanderlegen. Für ‘GJ Pluto’ ist vor allem die Gestalt der Fallenenden kennzeichnend: Die beiden Lappen sind an ihren distalen Spitzen teilweise miteinander verbunden. Dadurch wirkt die Falle länglich, schmal und annähernd rechteckig; an der freien Öffnung entsteht ein charakteristischer V-förmiger Einschnitt. Der Kultivar wird als kleinwüchsig beschrieben.

Bei guter direkter Beleuchtung kann die Falleninnenseite kräftig rot ausfärben. An der Außenseite wird eine schmale rote Linie unterhalb des Lappenrandes beschrieben, während die Blattbasen gelblich grün bleiben. Pigmentierung hängt auch bei diesem Klon von Licht, Alter und Entwicklungszustand ab und ist daher nicht als unveränderliches Farbmuster zu behandeln. Eine feste Endgröße oder ein spezielles Verhältnis von Blattstiel zu Falle ist nicht ausreichend abgesichert. ‘GJ Pluto’ bleibt eine Dionaea muscipula; die teilweise verbundenen Fallenenden sind eine Klonbesonderheit, keine neue Art und kein eigener Gattungstyp.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte botanische Name der Grundart lautet Dionaea muscipula J.Ellis. Die Art gehört zur Familie Droseraceae und ist die einzige allgemein anerkannte Art der Gattung Dionaea. ‘GJ Pluto’ ist eine gärtnerische Klonbezeichnung und kein botanischer Art-, Unterart- oder Varietätenname. Der 2013 registrierte Kultivarname ‘Pluto’ wird Mathias Maier zugeordnet. ‘GJ Pluto’ ist die in diesem Eintrag verwendete Langform; die verfügbaren Angaben belegen keine zwei getrennten Klone. J.Ellis ist der Autor des Artnamens; Mathias (Matze) Maier steht für die gärtnerische Auswahl. Diese Rollen dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

Die bekannte Auswahlgeschichte belegt weder eine bestimmte Kreuzung noch konkrete Elternpflanzen. Eine exakte Entstehungs- oder Selektionsgeschichte über die Zuordnung zu Maier hinaus ist nicht gesichert. ‘Pluto’ und ‘Red Pluto’ sind als getrennte Kultivarnamen geführt; ähnlich klingende Namen wie ‘GJ Red Pluto’ oder ‘GJ Red Pluto II’ dürfen daher nicht automatisch als Synonyme, Eltern oder Farbformen von ‘GJ Pluto’ behandelt werden. Für eine sortenechte Weitergabe zählt eine dokumentierte Mutterpflanze mit nachvollziehbarer vegetativer Abstammung. Sämlinge aus einer Bestäubung können ähnliche Fallen bilden, sind genetisch aber eigenständige Nachkommen und nicht automatisch Kopien des benannten Klons.

ecology

Standort und Verbreitung

‘GJ Pluto’ ist eine gärtnerische Auslese und besitzt keinen eigenen bekannten Naturfundort. Die Wildart Dionaea muscipula ist auf die Küstenebene im Südosten der Vereinigten Staaten beschränkt, mit natürlichen Vorkommen in North Carolina und angrenzenden Teilen von South Carolina. Sie wächst in offenen, sauren und nährstoffarmen Feuchtlebensräumen. Häufig sind die nassen bis dauerhaft feuchten Bereiche von Kiefern-Savannen und Sickerstellen; flache Gräben, Senken und offene Bodenabschürfungen können zusätzliche Mikrostandorte bieten. Der Wasserstand schwankt lokal mit Niederschlag und Jahreszeit. Die Rosetten sitzen dicht über dem Boden und erhalten in offenen Beständen viel Licht.

Hochwachsende Kräuter und Gehölze können die Pflanzen rasch beschatten. Wiederkehrende Brände und andere Störungen halten viele natürliche Standorte offen; wo sie ausbleiben, nimmt die Konkurrenz zu. Diese Ökologie erklärt grundlegende Licht-, Feuchte- und Nährstoffansprüche der Art, weist aber keinen wilden Ursprung für ‘GJ Pluto’ nach. Der Klon ist aus gärtnerischer Selektion hervorgegangen und wurde über Kulturpflanzen verbreitet. Eine Region, ein County, ein bestimmtes Moor oder eine Population darf deshalb nicht als Fundort dieses Kultivars angegeben werden. Der Name Pluto verweist nicht auf ein natürliches Verbreitungsgebiet und ändert die geographische Einordnung der Art nicht.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die Venusfliegenfalle verbindet Photosynthese mit tierischer Nährstoffaufnahme. Ihre grünen Blattbereiche gewinnen Kohlenstoff aus Licht; die Fangblätter ergänzen Stickstoff und weitere Nährstoffe, die in den sauren, nährstoffarmen Böden knapp verfügbar sind. Reizhaare auf der Falleninnenseite erfassen wiederholte Berührung. Elektrische Signale lösen zunächst das schnelle Schließen aus; fortgesetzte Reizung durch festgehaltene Beute kann Verdauung und Aufnahme aktivieren. Die bodennahe Rosette nutzt offene Lichtfenster der Savannen. Hohe Nährstoffzufuhr, dauerhaft dichter Schatten und austrocknender Wurzelraum widersprechen dieser spezialisierten Lebensweise.

‘GJ Pluto’ behält diesen ökologischen Grundbauplan. Die teilweise verbundenen distalen Fallenenden verändern die sichtbare Lappengeometrie, belegen aber keine neue Fangstrategie. Es gibt keine belastbaren vergleichenden Messungen, die für den Klon eine andere Reizschwelle, Schließgeschwindigkeit, Beuteauswahl oder Verdauungsleistung nachweisen. Die Falleninnenseite kann unter starker Beleuchtung deutlich rot erscheinen; daraus lässt sich weder eine besondere Beuteanlockung noch eine bessere Nährstoffausbeute ableiten. Die Kultur folgt deshalb der temperierten Grundart: viel Licht, mineralarmes Wasser und ein feuchter, saurer, nährstoffarmer Wurzelraum. Die Klonform ist ein morphologisches Merkmal, keine Anpassung an einen eigenen Naturstandort.

reference

Wuchsform und Morphologie

‘GJ Pluto’ wächst als kleine Rosette mit den für Dionaea muscipula typischen Fangblättern. Die Blattbasen wirken gelblich grün; die Fallen sind vergleichsweise lang und schmal und erhalten dadurch eine fast rechteckige Silhouette. Das auffälligste Formmerkmal liegt am äußeren, vom Blattstiel abgewandten Ende: Die distalen Spitzen der beiden Fallenlappen können teilweise miteinander verbunden sein. Unterhalb dieser Verbindung bleibt eine V-förmige Öffnung sichtbar. Die Fallenränder tragen weiterhin Randcilien, und auf der Innenfläche sitzen die Reizhaare der Grundart. Bei kräftigem Licht kann sich die Innenfläche deutlich rot färben; an der Außenseite ist eine schmale rote Linie unter den Lappenrändern beschrieben.

Die Färbung kann sich mit Lichtstärke, Fallenalter und Saison verändern und sollte nicht allein zur Bestimmung dienen. Ebenso sind weder ein fixes Fallenmaß noch eine stets gleich weit reichende Spitzenverbindung für alle Blätter abgesichert. Einzelne Fallen können weniger stark verbunden erscheinen; die Pflanze muss daher an mehreren ausgewachsenen Fangblättern beurteilt werden. Das charakteristische Merkmal ist die Kombination aus schmaler, länglicher Fallenform und partieller Verbindung an den distalen Enden. Eine zufällig beschädigte, noch geschlossene oder verklebte Falle beweist diese Klonform nicht. Blattstellung und Fallenfarbe bleiben ergänzende, variable Beobachtungen und keine alleinigen Diagnosemerkmale.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

Im Vergleich zur gewöhnlichen Grundform fällt ‘GJ Pluto’ durch teilweise verbundene Spitzen der Fallenlappen auf. Diese Verbindung sitzt am distalen, vom Blattstiel abgewandten Ende und lässt unterhalb eine V-förmige Öffnung. Die schmalen, länglichen Fallen wirken dadurch eher rechteckig und becherartig als breit oval. Der Klon wird außerdem als kleinwüchsig beschrieben. Unter starker Beleuchtung kann das Falleninnere kräftig rot sein; eine feine rote Linie unter dem äußeren Lappenrand und gelblich grüne Blattbasen ergänzen das beobachtete Erscheinungsbild. Die Farbangaben sind licht- und entwicklungsabhängig und sollten nicht als konstante Vollfärbung versprochen werden.

Die teilweise verbundenen Fallenenden sind nicht mit einer vollständig becherförmig geschlossenen Falle gleichzusetzen. Das lässt sich auch im Vergleich mit ‘Triton’ verdeutlichen: Bei Pluto bleiben die Lappenenden nur teilweise verbunden und darunter offen; für Triton wird dagegen ein am hinteren Ende vollständig geschlossener Fallenrand mit miteinander verwachsenen Randcilien beschrieben. Diese Formen dürfen nicht vermischt werden. Auch ‘Red Pluto’ und ‘GJ Red Pluto II’ sind getrennt benannte Kultivare; insbesondere darf die dunkelrote oder bräunliche Färbung von ‘Red Pluto’ nicht auf ‘GJ Pluto’ übertragen werden. Für Pluto ist die Kombination aus kleiner Wuchsform, schmal-rechteckiger Falle, distaler Teilverbindung und roter Innenzeichnung aussagekräftiger als ein einzelnes Merkmal. Exakte Größenwerte, Häufigkeit der Spitzenverbindung und Abweichungen der Fangfunktion sind nicht sicher festgelegt. Zur Bestimmung sollten mehrere neue Fallen, die Blattbasenfarbe und der dokumentierte vegetative Ursprung gemeinsam betrachtet werden.

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Carnivore Strategie

Die gewöhnlichen Fangblätter von Dionaea muscipula schließen, wenn Reizhaare auf den Innenflächen innerhalb kurzer Zeit ausreichend stimuliert werden. Die beiden Lappen bewegen sich um ihre Mittelrippe; nach dem Schließen greifen die Randcilien ineinander und halten Beute zurück. Weitere Reize können den Übergang zur Verdauungsphase auslösen. So ergänzt die Pflanze die Photosynthese durch die Aufnahme von Nährstoffen aus kleinen Gliederfüßern. Jede Falle hat eine begrenzte Nutzungsdauer. Wiederholtes Auslösen ohne Beute beansprucht das Fangblatt und liefert der Pflanze keine zusätzliche Nährstoffquelle.

‘GJ Pluto’ besitzt denselben grundsätzlichen Fangmechanismus. Die partielle Verbindung am distalen Ende verändert die Form der geöffneten Falle, macht daraus aber keinen anderen Fallentyp und belegt für sich genommen keine veränderte Fangfunktion. Es liegen keine vergleichenden Messungen zur Schließkinetik, Reizverarbeitung, Beutegröße oder Verdauung dieses Klons vor. Die auffällige V-Öffnung darf daher nicht als zusätzliche Fangbarriere oder als Hinweis auf eine stärkere Falle interpretiert werden. Die nicht verbundenen Bereiche der Lappen und der übrige Fallenrand bilden weiterhin die bewegliche Fangfläche. Für die Pflege bedeutet das: Fallen nicht ständig von Hand schließen lassen; die Pflanze soll ihre normalen Fangblätter selbst und nur bei tatsächlicher Beute nutzen.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Die Grundart bildet Blütenschäfte und kann nach Bestäubung schwarze Samen hervorbringen. Sexuelle Vermehrung erzeugt genetisch unterschiedliche Nachkommen und bewahrt die konkrete Kombination aus kleiner Wuchsform, schmalen Fallen und teilweise verbundenen distalen Spitzen nicht zuverlässig. Sämlinge aus einer Bestäubung mit ‘GJ Pluto’ sind daher Nachkommen des Klons, nicht automatisch sortenechte Kopien. Auch eine ähnlich V-förmige Falle bei einem Sämling genügt nicht, um ihn als Pluto zu identifizieren. Für die Erhaltung der benannten Auslese ist vegetatives Pflanzenmaterial mit nachvollziehbarer Mutterpflanze erforderlich.

Teilung des Rhizoms und geeignete Blattstecklinge sind übliche Wege, einen Klon weiterzugeben. Mutterpflanze, Datum und Vermehrungsweg sollten dauerhaft auf dem Etikett festgehalten werden. Eine neu erworbene Pflanze kann zunächst wenige Fallen mit deutlich erkennbarer Spitzenverbindung zeigen; zur sicheren Beurteilung sind mehrere Neuaustriebe sinnvoll. Es sind keine besonderen Abweichungen von Blütenbiologie, Samenform oder Jahreszyklus bekannt. Der Klon folgt dem normalen mehrjährigen Wachstums- und Ruhezyklus der temperierten Venusfliegenfalle. Ein Blütenschaft oder eine einzelne atypische Falle ändert nicht die Identität der Mutterpflanze, sollte aber bei der Dokumentation getrennt vom vegetativen Nachwuchs geführt werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

‘GJ Pluto’ gehört zur temperierten Standardkultur von Dionaea muscipula; seine teilweise verbundenen Fallenenden begründen keine eigenständige Pflegeform. Die Pflanze braucht sehr helles bis vollsonniges Licht. Nach einer dunkleren Innenhaltung wird sie schrittweise an direkte Sonne gewöhnt. Der Wurzelraum bleibt mit mineralarmem Wasser feucht. Ein saures, nährstoffarmes und zugleich ausreichend luftführendes Medium ist geeignet. Anstaubewässerung kann in passenden Töpfen verwendet werden, sofern Krone und Substratstruktur nicht dauerhaft in warmem, sauerstoffarmem Wasser stehen. Dünger im Wurzelmedium, Kalk und mineralreiches Leitungswasser sind zu vermeiden.

In Freiland- und ungeheizter Gewächshauskultur folgt die Venusfliegenfalle dem jahreszeitlichen Verlauf und geht gewöhnlich in eine Winterruhe. Bei ganzjähriger Innenkultur hängt die Ruheführung stärker von Lichtangebot und Kulturbedingungen ab; ein warmer, lichtarmer Winterstandort ist keine geeignete Abkürzung. Während der Ruhephase kann weniger Wasser nötig sein, doch der Wurzelballen darf nicht austrocknen. Für ‘GJ Pluto’ sind keine belastbaren abweichenden Temperatur-, Luftfeuchte- oder Wintergrenzen belegt; die Werte des verknüpften Artprofils gelten. Die empfohlenen Sichtkontrollen liegen bei 14 Tagen im Wachstum, 30 Tagen in der Ruhephase und 7 Tagen bei Sämlingen. Diese Intervalle sind Beobachtungsrhythmen, keine Bewässerungsautomatik.

substrate

Substrat-Ökologie

Die Wildart wächst in sauren, nährstoffarmen und nassen bis dauerhaft feuchten Böden offener Kiefern-Savannen und Sickerstellen. Sandige oder sandig-torfige Untergründe und wechselnde lokale Wasserstände prägen den Wurzelraum. Zugleich muss die bodennahe Rosette genügend Licht erhalten; ohne wiederkehrende Störungen können Kräuter und Gehölze die Pflanzen überwachsen. Diese Standortbedingungen unterscheiden sich deutlich von gedüngter Blumenerde, kalkreichem Substrat oder einem verdichteten Topfmedium. Die Wurzeln benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit, niedrige Nährstoffverfügbarkeit und ausreichend Luft. Mineralarmes Wasser begrenzt die schrittweise Anreicherung gelöster Salze, die empfindliche Wurzeln belasten können.

Für ‘GJ Pluto’ ist kein besonderes Substrat bekannt, da sein Merkmal an den Fallen und nicht im Wurzelbau liegt. Als Ausgangspunkt eignet sich ein saures, ungedüngtes Medium aus Weißtorf mit kalkfreiem Sand oder eine geeignete Sphagnum-Kultur. Ein torf- und sandbasiertes Gemisch kann funktionieren; die Feuchteführung hängt aber von Topfhöhe, Gefäßmaterial, Luftbewegung und Standort ab. Das Medium sollte Wasser halten und dennoch strukturstabil bleiben. Regen-, Umkehrosmose- oder destilliertes Wasser eignen sich besser als hartes Leitungswasser. Die teilweise verbundenen Fallenenden sind kein Hinweis auf abweichende Ansprüche an pH-Wert, Nährstoffangebot oder Wasserstand.

practice

Praxisnotizen

Bei ‘GJ Pluto’ sollte die Fallenform an mehreren reifen und neu gebildeten Blättern beurteilt werden. Achte auf die teilweise Verbindung der distalen Lappenspitzen, die V-förmige Öffnung und die schmale, längliche Fallenform. Eine einzelne Falle kann wegen Alter, Beschädigung oder unvollständiger Entwicklung weniger typisch aussehen. Notiere, wie deutlich die Verbindung ausgebildet ist, statt aus einer einzigen Falle auf eine feste Häufigkeit zu schließen. Die rote Innenfläche kann bei starkem Licht kräftiger erscheinen; die dünne rote Außenlinie und gelblich grüne Blattbasen sind ergänzende Hinweise, aber Pigmentierung ist kein sicherer Alleinnachweis.

Unterscheide den Eintrag von ‘Red Pluto’ und ‘GJ Red Pluto II’; ähnliche Namen und eine ebenfalls beschriebene partielle Spitzenverbindung belegen keine Synonymie oder Abstammung. Pflege nach der temperierten Standardkultur; als Sichtkontrollrhythmus gelten 14 Tage im Wachstum, 30 Tage während der Ruhephase und 7 Tage bei Sämlingen. Kontrolliere dabei Wasserqualität, Substratfeuchte, Licht, Wurzelraum und Neuaustrieb; das Intervall ist kein Gießplan. Zur Sortenechtheit Mutterpflanze und vegetativen Vermehrungsweg beschriften. Eine Abbildung darf nur dann diesem Klon zugeordnet werden, wenn seine charakteristischen Fallenmerkmale erkennbar sind.

sources

Quellenangaben

Name und Auswahlgeschichte

Merkmale des Klons

Taxonomie, Areal und Standortökologie

Fangbiologie und Kultur

Bildprüfung

Die lokale Mediathekssuche nach „GJ Pluto“ und „Pluto“ ergab keine passende Aufnahme. Die gezielte Suche nach einem frei lizenzierten Bild dieses Klons ergab keine bestätigbare freie Datei. Händlerbilder wurden nicht übernommen; die vier Bildfelder bleiben leer.

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand01.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'GJ Pluto', Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-gj-pluto/