Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'Coquillage'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Von Guillaume Bily 2010 als Kultivar vorgestellt; nach seiner Angabe bei einem Carniflora-Tag am 17.05.2008 gefunden. Elternpflanzen und Zuchtweg unbekannt.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Gattungsrisiken

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘Coquillage’ ist ein benannter gärtnerischer Klon der Venusfliegenfalle. Er besitzt denselben grundlegenden Bauplan wie die Art: Aus einem kurzen Rhizom wächst eine bodennahe Rosette, deren Fangblätter jeweils aus Blattstiel und einer zweilappigen, beweglichen Falle bestehen. Die Innenflächen tragen Reizhaare; die Randcilien begrenzen die Falle und greifen beim Schließen ineinander. Bei ‘Coquillage’ sind die Fallen auffällig kompakt. Ihre Ränder wirken ungewöhnlich dick, während kurze, weit auseinanderstehende Randzähne sichtbar bleiben. Geschlossene Fallen erscheinen eher rund und erinnern an eine Muschelschale. Die Fallen bleiben gewöhnlich kleiner als drei Zentimeter; das Maß kann je nach Entwicklungsphase variieren.

Die Bezeichnung steht für diese besondere Fallenform, nicht für einen anderen Artstatus oder einen veränderten Fangmechanismus. Pflanzen zeigen auch innerhalb eines Klons alters- und saisonabhängige Größenunterschiede; frisch gebildete und voll entwickelte Fallen sollten daher nicht gleich bewertet werden. Eine bestimmte Fallenfarbe ist für die Ansprache dieses Klons nicht entscheidend. ‘Coquillage’ bleibt auf eine typische D. muscipula-Rosette mit fleischigen Fangblättern und Wurzeln angewiesen. Die auffällige Schalenform entsteht durch die Fallenlappen und ihren verdickten Rand, nicht durch ein zusätzliches Organ.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte botanische Name der Art lautet Dionaea muscipula J.Ellis. Sie gehört zur Familie Droseraceae und ist die einzige allgemein anerkannte Art der Gattung Dionaea. Das Epitheton ‘Coquillage’ wird in einfachen Anführungszeichen als Kultivarepitheton gesetzt; es bezeichnet eine gärtnerisch erhaltene Auslese innerhalb der Art. Es ist weder ein Artname noch eine Unterart, natürliche Varietät oder interspezifische Hybride. J.Ellis ist der botanische Autor des Artnamens, nicht der Züchter von ‘Coquillage’. Der Kulturformname ist mit Guillaume Bily verbunden, der die Pflanze 2010 als Kultivar vorstellte und ihre Auffindung bei einem Carniflora-Tag im Jahr 2008 datierte.

Diese Trennung der Namen ist wichtig: Der Artautor gehört hinter D. muscipula, während Bily zur Kulturgeschichte der benannten Auslese gehört. ‘Coquillage’ wurde wegen seiner kurzen, weit auseinanderstehenden Zähne, der kräftigen Fallenränder und der rundlichen, geschlossenen Schalenform beschrieben. Zur Erhaltung dieser Eigenschaften ist vegetative Vermehrung erforderlich. Samen aus einer Kreuzung oder Selbstung sind neue Sämlinge und dürfen nicht allein aufgrund ähnlicher Fallen wieder als ‘Coquillage’ etikettiert werden. Der Name bezeichnet eine gärtnerische Auslese innerhalb der Art und keine zusätzliche taxonomische Einheit.

ecology

Standort und Verbreitung

‘Coquillage’ ist eine gärtnerische Auslese und besitzt keinen eigenen bekannten Naturfundort. Die Art Dionaea muscipula ist auf die Küstenebene im Südosten der Vereinigten Staaten begrenzt, vor allem auf North Carolina und angrenzende Gebiete von South Carolina. Sie wächst in offenen, sauren und nährstoffarmen Feuchtlebensräumen, besonders in feuchten Bereichen von Kiefern-Savannen und in Sickerstellen. Der Boden kann sandig und zeitweise oder dauerhaft feucht sein; der Wasserstand schwankt lokal und die Vegetation bleibt durch natürliche oder gezielte Störungen offen. Feuer spielt in vielen dieser Landschaften eine zentrale Rolle, weil es Gehölze und hochwachsende Konkurrenz begrenzt.

Guillaume Bily verortete den Fund der Auslese im Jahr 2008 bei einem Tag der Gärtnerei Carniflora. Der Veranstaltungsort weist nicht auf den Ort der ursprünglichen Selektion oder eine Wildherkunft hin. Elternpflanzen, Kreuzung, Wildpopulation und eigener Naturstandort des Klons sind unbekannt. Die Verbreitungs- und Habitatangaben beschreiben somit die Wildart und bilden den ökologischen Rahmen für ihre Kultur, nicht die individuelle Herkunft des Klons. Auch der französische Name, der „Muschelschale“ bedeutet, ist eine Formbeschreibung und kein geographischer Hinweis. Eine Zuordnung zu einer Wildpopulation lässt sich daraus nicht ableiten.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die Wildart nutzt zwei Wege der Nährstoffversorgung: Sie betreibt Photosynthese über ihre grünen Blattflächen und gewinnt zusätzliche Nährstoffe aus Beutetieren. Ihre Klappfallen sitzen nahe am Boden und fangen vor allem kleine Gliederfüßer. Die natürliche Umgebung ist lichtreich und nährstoffarm; die offene Vegetation hält die bodennahen Rosetten im Licht. Saisonale Vernässung und zeitweilig wechselnde Wasserstände prägen den Wurzelraum, während Feuer oder andere Störungen die Ansammlung dichter Gehölze verhindern können. Diese ökologische Kombination erklärt, weshalb eine Venusfliegenfalle nicht wie eine gewöhnliche Zimmerpflanze in gedüngter Erde gehalten werden sollte.

Bei ‘Coquillage’ sind die kurzen, weit auseinanderstehenden Randzähne und dicken Fallenränder auffällige Formmerkmale. Es gibt keinen Nachweis, dass sie eine besondere Anpassung an Beute, Feuchtigkeit, Licht oder Feuer darstellen. Ebenso belegen die kompakteren Fallen keine höhere Fangquote oder geänderte Verdauungsleistung. Der Klon bleibt auf den Wurzel- und Lichtbedarf der Art angewiesen. Die Zähne am Rand sind außerdem nicht die Reizhaare auf der Innenfläche; aus ihrer gedrungenen Form lässt sich keine veränderte Empfindlichkeit ableiten. Ohne vergleichende Messungen sollten die ästhetischen Merkmale nicht als funktionale ökologische Neuerung ausgegeben werden.

reference

Wuchsform und Morphologie

Die Diagnose von ‘Coquillage’ liegt vor allem in der Fallenform. Im Vergleich zu einer gewöhnlich geformten Venusfliegenfalle wirken die Fallenränder deutlich kräftig beziehungsweise dick. Die Randcilien sind kurz und stehen relativ weit voneinander entfernt, sodass zwischen ihnen mehr Abstand sichtbar bleibt als bei dicht stehenden langen Cilien. Die Fallen bleiben gewöhnlich kleiner als drei Zentimeter. Wenn sich die Falle schließt, formen die beiden Lappen eine rundliche Silhouette, die an eine Muschelschale erinnert. Diese Merkmalskombination ist aussagekräftiger als eine einzelne Maßangabe oder ein Foto einer jungen Falle.

Die übrigen vegetativen Teile entsprechen dem Artbau: ein Rhizom mit Wurzeln, eine Rosette aus Blattstielen und Fangblättern sowie zweilappige Fallen mit inneren Reizhaaren. Kurze Randzähne sind nicht mit fehlenden oder deformierten Reizhaaren zu verwechseln. Eine feste Blatt- oder Rosettengröße und eine verbindliche Farbskala sind nicht beschrieben. Auch die Innenfärbung sollte deshalb nicht als zwingender Diagnosepunkt gelten. Reife Fallen können kompakt und schalenartig wirken, während juvenile oder saisonal kleinere Fallen den typischen Eindruck weniger deutlich zeigen. Für eine zuverlässige Ansprache sollten mehrere entwickelte Fallen und ihr Zustand zusammen beurteilt werden.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

‘Coquillage’ wurde von Guillaume Bily als Kultivar vorgestellt. Bily datierte die Auffindung auf den 17. Mai 2008, als die Pflanze bei einem Tag der Gärtnerei Carniflora entdeckt wurde. Der Name ist französisch und bedeutet „Muschelschale“. Ausschlaggebend für ihn war die runde Gestalt der geschlossenen Fallen. Charakteristisch sind außerdem gut geformte Fallen, sehr dicke Ränder und kurze, weit auseinanderstehende Zähne. Die Fallen bleiben gewöhnlich kleiner als drei Zentimeter; dieser Wert ist ein Richtmaß und kein fester Grenzwert für jedes Blatt oder jede Wachstumsphase.

Vegetative Vermehrung erhält diese Kombination der Merkmale und damit die Identität des Klons. Das ist für die Identität wesentlich: Sämlinge können Merkmale neu kombinieren und stellen keine sichere Kopie des benannten Klons dar. Elternkreuzung, besondere Farbvariante und funktionale Abweichung der Falle sind für diesen Klon nicht bekannt. Eine rote Falleninnenseite gehört nicht zu den festgelegten Diagnosemerkmalen. Unter dem Namen angebotene Pflanzen lassen sich daher anhand eines einzelnen Farbtons nicht sicher bestätigen; Herkunft und vegetative Weitergabe sind entscheidend. Die kurzen Zähne allein genügen ebenfalls nicht, wenn der charakteristische kräftige Rand und die rundliche Fallenform fehlen.

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Carnivore Strategie

Die Falle von Dionaea muscipula schließt durch schnelle Bewegung zweier verbundener Lappen. Reizhaare auf der Innenfläche erfassen Berührungen; mehrere Reize innerhalb eines kurzen Zeitfensters summieren sich zu elektrischen Signalen, die den Verschluss auslösen. Randcilien verhaken sich nach dem Schließen und bilden eine Barriere. Bleibt die Beute im Inneren und stimuliert die Falle weiter, beginnt die Verdauung. Der Fang liefert vor allem Stickstoff und weitere Nährstoffe, die im nährstoffarmen Wurzelmilieu knapp sind. Die Falle kann nicht beliebig oft ausgelöst werden: Jede Öffnung und Schließung beansprucht Energie und das begrenzte Funktionsleben des Fangblatts.

‘Coquillage’ besitzt denselben Grundmechanismus. Die kurzen, weit auseinanderstehenden Randzähne sitzen am Fallenrand; sie sind von den sensorischen Reizhaaren auf der inneren Fläche zu unterscheiden. Die kräftigen Fallenränder und die rundliche Schalenform verändern den üblichen Verschluss nicht nachweislich. Es liegen keine Messungen zu Schließgeschwindigkeit, Reizschwelle, Beutegröße oder Verdauungsdauer dieses Klons vor. Daher sollte sein Erscheinungsbild nicht als Hinweis auf stärkere, schwächere oder anders ausgelöste Fallen interpretiert werden. In der Kultur ist häufiges probeweises Auslösen ohne Beute unnötig. Eine gesunde Pflanze kann sich selbst versorgen, wenn sie ausreichend Licht erhält und gelegentlich geeignete Beute fängt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Die Art bildet Blüten an einem aufrechten Schaft und kann nach Bestäubung kleine Samen hervorbringen. Sexuelle Vermehrung erzeugt jedoch genetisch neue Pflanzen; sie erhält die konkrete Fallenform eines Kultivars nicht zuverlässig. Vegetative Vermehrung erhält bei ‘Coquillage’ die typischen kurzen, weit auseinanderstehenden Zähne, die dicken Fallenränder und die rundlich geschlossene Falle. Für diesen Klon ist keine bestimmte vegetative Methode festgelegt; daher sollte keine konkrete Teilungs- oder Gewebekulturtechnik vorausgesetzt werden. Bei jeder Vermehrung sollte das Ausgangsmaterial sauber etikettiert und separat geführt werden, damit es nicht mit gewöhnlichen Venusfliegenfallen oder anderen kurzen-zähnigen Klonen vermischt wird.

Pollenfruchtbarkeit, Selbstkompatibilität, Keimquote und Elternkreuzung sind für diesen Klon unbekannt. Daraus lässt sich weder Sterilität noch besondere Samenbildung ableiten. Sämlinge aus einer Bestäubung mit ‘Coquillage’ als Elternteil sind Nachkommen, aber keine vegetativen Kopien des Kultivars und sollten entsprechend als Sämlinge gekennzeichnet werden. Auch ein Sämling, dessen Fallen vorübergehend dicke Ränder oder kurze Zähne zeigen, ist ohne stabile, wiederholte Merkmale und eine dokumentierte Abstammung nicht automatisch ‘Coquillage’. Wer die Bezeichnung weitergibt, sollte Mutterpflanze und vegetative Vermehrung nachvollziehbar dokumentieren.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

‘Coquillage’ gehört zur temperierten Standardkulturgruppe von Dionaea muscipula. Die kurze Zahnform und die kompakten Fallen begründen keine eigene Pflegeanleitung. Entscheidend bleiben sehr helles bis sonniges Licht, mineralarmes Wasser, ein saurer nährstoffarmer Wurzelraum und eine saisonale Temperatur- und Ruheentwicklung, sofern die Pflanze im Freien oder ungeheizten Gewächshaus wächst. Bei einer zuvor dunklen Innenhaltung muss die Umstellung an direkte Sonne schrittweise erfolgen. Während der Wachstumszeit sollte der Wurzelballen gleichmäßig feucht bleiben, ohne dass der Topf dauerhaft in tiefem, warmem, sauerstoffarmem Wasser steht. Reife Fallen können klein bleiben, ohne dass dies allein ein Kulturproblem bedeutet.

Im Winter verändern sich Wachstum und Fallenform; ältere Fallen können absterben, während die Rosette kleiner wird. Der Ruhebedarf richtet sich nach der Kulturweise: Eine natürliche saisonale Außenkultur unterscheidet sich von einer gezielt beleuchteten Innenkultur, und ein warmer, lichtarmer Winterstandort ist ungünstig. Für ‘Coquillage’ sind keine abweichenden Temperatur-, Wasser- oder Düngungsansprüche belegt. Die Werte des Datensatzes, die keine belegte Klonbasis hatten, wurden entfernt und die Artkultur wird über das verknüpfte Standardprofil bezogen. Dessen Sichtkontrollen erfolgen alle 14 Tage im aktiven Wachstum, alle 30 Tage in der Ruhephase und alle 7 Tage bei Sämlingen; das sind keine Gießtermine.

substrate

Substrat-Ökologie

Wildbestände von Dionaea muscipula stehen in sauren, nährstoffarmen und feuchten Böden offener Savannen und Sickerstellen. Der Untergrund ist vielerorts sandig und arm an verfügbaren Nährstoffen. Seine Feuchte kann durch Regen, lokale Wasserführung und Mikrorelief wechseln. Die Pflanze wächst bodennah und wird leicht von höherer Vegetation beschattet; regelmäßige Störungen halten viele Standorte offen. Diese Verhältnisse unterscheiden sich von gedüngter Blumenerde und von dauerhaft warmen, mineralreichen Topfbedingungen. Für die Kultur ist ein nährstoffarmes saures Substrat sinnvoll, das Feuchtigkeit speichert und zugleich eine ausreichende Luftführung der Wurzeln erlaubt.

Für ‘Coquillage’ ist kein besonderes Substrat bekannt. Ein geeignetes Medium für die Grundart kann daher als Ausgangspunkt dienen, ohne ein exaktes Mischungsverhältnis als einzig richtig festzulegen. Torf oder langfaseriges Sphagnum können Feuchtigkeit bereitstellen; strukturgebende, kalkfreie Zuschläge können Verdichtung begrenzen. Gedüngte Erde, Kompost und kalkhaltige Bestandteile sind ungeeignet. Auch hartes Wasser führt mit der Zeit Mineralien zu und kann die sauren, nährstoffarmen Bedingungen verändern. Prüfe den Topf auf Austrocknung und Verdichtung und passe die Bewässerung an Gefäß, Witterung und Saison an. Die dickeren Fallenränder von ‘Coquillage’ verändern den Bedarf des Wurzelraums nicht.

practice

Praxisnotizen

Zur Ansprache von ‘Coquillage’ mehrere entwickelte Fallen betrachten: Die Ränder sollten kräftig wirken, die Randzähne kurz und relativ weit auseinanderstehen, und geschlossene Fallen eine deutlich rundliche, schalenartige Form zeigen. Fallen bleiben gewöhnlich kleiner als drei Zentimeter, aber eine einzelne Messung entscheidet nicht über die Identität. Notiere, ob es sich um junge oder ausgereifte Fallen handelt und ob die Pflanze in aktiver Wachstumsphase oder Winterruhe steht. Eine rote Innenseite ist nicht als verbindliches Merkmal festgelegt. Abweichende Fallen in einzelnen Phasen sollten deshalb beobachtet werden, bevor eine Pflanze umetikettiert wird. Die Reizhaare liegen innen und sind nicht mit den kurzen Randzähnen zu verwechseln.

Das verknüpfte Standardprofil empfiehlt Sichtkontrollen alle 14 Tage im aktiven Wachstum, alle 30 Tage während der Ruhephase und alle 7 Tage für Sämlinge. Prüfe dabei Licht, Wurzelballen, Wasserqualität, Substratfeuchte und saisonalen Neuaustrieb. Die Intervalle planen Beobachtung, nicht Bewässerung; Hitze oder rasche Verdunstung können eine frühere Kontrolle nötig machen. Bei Vermehrung sind Mutterpflanze und vegetativer Weg auf dem Etikett zu dokumentieren. Sämlinge separat führen und nicht als sortenecht ausgeben. Ein allgemeines Venusfliegenfallen-Foto belegt nicht, dass es sich um genau diesen Klon handelt; ein passendes Bild sollte deshalb nur mit sicherer Zuordnung und passender Lizenz verwendet werden.

sources

Quellenangaben

‘Coquillage’ und Kultivarbezeichnung

Taxonomie, Habitat und Kultur der Art

Fangmechanik, Beute und Bestäubung

Bildprüfung

Die lokale Mediathekssuche nach „Coquillage“ ergab keine passend bezeichnete Aufnahme. Die historische Abbildung im Erstbeitrag und die aktuellen Händlerbilder sind nicht als frei nutzbares Bild dieser eigenen Pflanze belegt und wurden nicht übernommen. Die Commons-Suche ergab allgemeine Dionaea-Aufnahmen, aber kein frei lizenziertes Foto mit belastbarer Zuordnung zu ‘Coquillage’; sie wurden daher nicht als Klonbild verwendet. Bild- und Lizenzfelder bleiben leer.

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Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand01.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Coquillage', Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-coquillage/