
© Mucrow · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Black Trap Codex
Dionaea muscipula 'Bristle Tooth'
Venusfliegenfalle
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Black-Trap-Systemprofil
Substrat- und Strukturbedarf
- BT-Air
- mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
- BT-Water
- hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
- BT-Flow
- mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
- pH
- 3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
- BT-Density
- niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
- Kapillaritaet
- hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
- Strukturstabilitaet
- mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.
Kulturgruppe
Dionaea – temperierte Standardkultur
Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.
Habitat-Logik
Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.
Kultur-Logik
Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.
Substrat-Logik
Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.
Risiken der Kulturgruppe
Gattungsprofil
Dionaea
Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.
Habitat-Logik
Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.
Kultur-Logik
Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.
Substrat-Logik
Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.
Typische Fehler
Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute
Gattungsrisiken
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
Verknuepfungen
Empfohlene Systemprofile
Standard-Mix
Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.
- BT-Air
- 8,6
- BT-Water
- 7,6
- BT-Flow
- 9,3
- BT-Structure
- 9,4
- BT-Capillary
- 2,5
- BT-Density
- 5,1
- BT-Compaction
- 3,0
reference
Botanische Beschreibung
Dionaea muscipula ‘Bristle Tooth’ ist eine kultivierte Auslese der Venusfliegenfalle mit auffällig kurzen, feinen und unregelmäßig ausgebildeten Randfortsätzen. Die typische, langborstige Silhouette vieler Venusfliegenfallen trifft auf diesen Klon nicht zu. Seine zweilappigen Fallen sitzen an verbreiterten grünen Blattstielen; die Pflanze bildet eine bodennahe Rosette. Die Falleninnenseiten können sich rot färben, während Blattstiele und äußere Bereiche grün bleiben.
Das wichtigste Erkennungsmerkmal ist der unregelmäßige Saum der Fallen, nicht eine festgelegte Rotintensität oder eine bestimmte maximale Fallengröße. Für den Vergleich werden mehrere voll entwickelte, unbeschädigte Fallen betrachtet. Die sehr kurzen Randfortsätze sind von den empfindlichen Fühlhaaren auf der Innenseite zu unterscheiden: Es handelt sich um verschiedene Strukturen mit unterschiedlichen Aufgaben. Ein Gesamtfoto der Pflanze sollte deshalb durch eine Nahaufnahme des geöffneten Fallenrandes ergänzt werden.
taxonomy
Taxonomie
‘Bristle Tooth’ ist ein registrierter Kultivar innerhalb von Dionaea muscipula J.Ellis. Der botanische Artname und sein Autorenkürzel bleiben unverändert; der Kultivarname bezeichnet eine gärtnerisch erhaltene Auslese und keine eigene Wildart oder Unterart. Die Auswahl wird Colin Clayton von Triffid Park in Australien zugeordnet und 2013 registriert. Zur Erhaltung des benannten Klons wird die Pflanze vegetativ durch Teilung weitergegeben. Diese Methode bewahrt die Eigenschaften der Ausgangspflanze; Sämlinge aus einer Bestäubung sind dagegen genetisch neue Nachkommen und werden nicht allein durch Ähnlichkeit zu ‘Bristle Tooth’. Das Registrierungsjahr kennzeichnet die formale Namensführung, nicht zwingend den Zeitpunkt der ersten Entstehung oder Verbreitung der Pflanze.
ecology
Standort und Verbreitung
‘Bristle Tooth’ ist eine Kulturselektion und besitzt kein eigenes natürliches Verbreitungsgebiet. Ihre gärtnerische Herkunft wird Colin Clayton und Triffid Park in Australien zugeordnet; das beschreibt die Geschichte des Klons, nicht einen Wildfundort. Die Wildart Dionaea muscipula stammt aus der Küstenebene von North und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten. Dort wächst sie in offenen, sonnigen, zeitweise nassen und nährstoffarmen Lebensräumen. Dieser natürliche Rahmen erklärt die grundlegenden Kulturansprüche des Kultivars, ist aber nicht mit seiner gärtnerischen Entstehung gleichzusetzen. Ein in Australien selektierter und später in Europa weiterkultivierter Ableger bleibt derselbe benannte Klon, sofern die vegetative Herkunft nachvollziehbar erhalten wird. Etiketten sollten deshalb Kultivarname und Weitergabekette getrennt von der natürlichen Herkunft der Art führen.
ecology
Ökologische Anpassungen
Bei ‘Bristle Tooth’ wird eine Abweichung des Fallenrandes in Kultur erhalten. Aus diesem Fallenrand lässt sich keine besondere Anpassung an einen eigenen Naturstandort ableiten. Die kurzen, unregelmäßigen Fortsätze sollten deshalb als Kultivarmerkmal beschrieben werden. Aus ihrem Aussehen lässt sich weder ein spezielles Beutespektrum noch eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Frost oder Salz ableiten.
Die Pflanze besitzt weiterhin die grundlegende Organisation einer Venusfliegenfalle: Grüne Blattflächen betreiben Photosynthese, die Fallen können tierische Nährstoffe erschließen und die kurze Sprossachse trägt aufeinanderfolgende Blattgenerationen. Für die Kultur werden diese Funktionen gemeinsam betrachtet. Eine charakteristische Bezahnung kann auch an einer geschwächten Pflanze erkennbar sein; sie ersetzt keine Beurteilung von Neuaustrieb, Wurzelraum und Lichtversorgung. Umgekehrt macht eine weniger ausgefärbte neue Falle aus einer vegetativ erhaltenen Linie nicht automatisch eine andere Sorte.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die Randfortsätze von ‘Bristle Tooth’ sind fein, kurz und ungleichmäßig ausgebildet. In der Nahansicht entsteht dadurch ein dichter, unruhiger Saum statt einer regelmäßigen Reihe langer Cilien. Länge, Ausrichtung und Abstand werden an vollständig geöffneten Fallen beurteilt. Abgebrochene Spitzen an einem alten Blatt sind für die Bestimmung weniger aussagekräftig als die Form mehrerer frisch ausgereifter Fallen.
Die Rosette ist flach; ihre Blattstiele erscheinen vergleichsweise kurz und breit. Grüne äußere Blattbereiche können mit roten Falleninnenseiten zusammentreffen. Die Rotfärbung ist kein Alleinstellungsmerkmal: Viele andere Venusfliegenfallen besitzen ebenfalls rote Innenflächen. Für die Zuordnung zählen die nachvollziehbare Klonherkunft und der charakteristische Fallenrand gemeinsam. Eine Fallenlänge von drei bis fünf Zentimetern ist kein festgelegter Sortenstandard. Für Jungpflanzen und saisonal kleinere Blätter wäre eine solche Vorgabe ohnehin keine geeignete Qualitätskontrolle.
reference
Carnivore Strategie
‘Bristle Tooth’ besitzt zweilappige Klappfallen. Mechanische Reize an den Fühlhaaren auf den inneren Fallenflächen können den Schließvorgang auslösen. Die auffälligen kurzen Randfortsätze liegen dagegen am äußeren Saum der Lappen. Die Bezeichnung „Borstenzahn“ darf nicht dazu führen, Randfortsätze und auslösende Sinneshaare miteinander gleichzusetzen.
Bei der Art folgen auf einen geeigneten Reiz weitere elektrische und chemische Prozesse, die einen anhaltenden Verschluss und die Verdauung begleiten. Die kurze Bezahnung erlaubt keine Aussage, dass ‘Bristle Tooth’ schneller oder langsamer fängt als andere Venusfliegenfallen. Sie ist vom Fangmechanismus der inneren Reizhaare zu unterscheiden. Der Klon ist weder als besonders schneller Jäger noch allein wegen seiner kurzen Zähne als fangunfähig einzuordnen. Praktisch werden vorhandene Fallen schonend behandelt und nicht wiederholt zur Vorführung ausgelöst. Eine beschädigte Falle wird anhand des folgenden Neuaustriebs beurteilt, nicht durch zusätzliche Reizversuche.
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
‘Bristle Tooth’ wird zur Klonerhaltung vegetativ durch Teilung eines richtig beschrifteten Bestands vermehrt. Geteilte Tochterrosetten führen den Genotyp des Ausgangsklons weiter. Dafür wird eine ausreichend kräftige Pflanze mit getrennten Wachstumspunkten verwendet; jeder abgetrennte Teil benötigt ein funktionsfähiges Wachstumszentrum. Bezugsquelle und Teilungsdatum helfen, die Herkunft später nachzuvollziehen.
Samen sind dagegen sexuelle Nachkommen und können in ihren Eigenschaften aufspalten. Selbst ein Sämling mit kurzen Randfortsätzen ist dadurch noch kein nachgewiesener Ableger von ‘Bristle Tooth’. Bei kontrollierten Kreuzungen werden Mutter und Vater angegeben; bei offener Bestäubung bleibt die Vaterschaft offen. Blüte und Samenbildung sind außerdem getrennt von der Sortenerhaltung zu bewerten. Die vegetative Erhaltung bedeutet nicht, dass dieser Kultivar steril ist; sie beschreibt den Weg, auf dem die benannte Auslese unverändert weitergegeben wird.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Die kurze Bezahnung begründet kein abweichendes Kultierrezept für ‘Bristle Tooth’. Die Kultur orientiert sich an der Venusfliegenfalle: sehr hohe Lichtverfügbarkeit, mineralarmes Wasser und ein ungedüngtes, feuchtes Medium mit stabiler Struktur. Die bodennahe Rosette wird so aufgestellt, dass Nachbarpflanzen ihre Fallen nicht dauerhaft beschatten oder bedecken.
In Außenkultur wird der natürliche Jahresgang mit kühler, geschützter Überwinterung berücksichtigt. Bei ganzjähriger Innenkultur der Art braucht die Pflanze ausreichend Zusatzlicht und geeignete Beutetiere; ein warmer, lichtarmer Winterplatz eignet sich dafür nicht. Eine besondere Frosttoleranz des Klons sollte nicht aus seiner Randform abgeleitet werden. Nach Transport oder Standortwechsel werden vor allem die neu gebildeten Fallen beobachtet. Bereits verformte oder beschädigte alte Blätter müssen sich unter besseren Bedingungen nicht nachträglich normalisieren.
substrate
Substrat-Ökologie
Die unregelmäßigen Randfortsätze begründen keinen besonderen Bedarf an einer bestimmten Substratzutat. Entscheidend ist auch bei ‘Bristle Tooth’, dass der Wurzelballen Wasser zuverlässig aufnehmen und halten kann, ohne dauerhaft zu einer verdichteten Masse zu zerfallen. Geeignete ungedüngte Torf- oder Sphagnumsubstrate sind mögliche Ausgangspunkte; eine genaue Mischungsproportion ist für diesen Klon nicht festgelegt.
Bei einer niedrigen Rosette sollte die Oberfläche frei von Material bleiben, das auf die Fallen rutscht. Der Vegetationspunkt wird beim Umtopfen nicht zugeschüttet. Wasserstand, Topfhöhe und Durchfeuchtung werden gemeinsam beurteilt, weil ein nasser Untersetzer allein wenig über den Zustand im Inneren des Ballens aussagt. Kalkhaltige oder gedüngte Bestandteile können die vorgesehene nährstoffarme Kulturführung verändern. Fallenfarbe und Zahnlänge zeigen für sich nicht an, ob der pH-Wert passt oder ein Zusatzstoff fehlt.
practice
Praxisnotizen
Für eine aussagekräftige Dokumentation werden eine Gesamtansicht der Rosette, mehrere offene Fallen und eine Nahaufnahme des Randes aufgenommen. Dazu gehören Datum, Beleuchtung und Entwicklungszustand. So lassen sich neue, gesunde kurze Randfortsätze von mechanisch beschädigten alten Cilien unterscheiden. Bei einer unsicher beschrifteten Pflanze wird zuerst die Bezugsquelle geklärt; eine oberflächlich ähnliche Bezahnung genügt nicht zur sicheren Umbenennung.
Die Kontrolle der Kultur umfasst Substratfeuchte, freien Vegetationspunkt und gesunden Neuaustrieb. Als gärtnerischer Beobachtungsrhythmus gelten 14 Tage im Wachstum, 30 Tage während ruhiger Winterhaltung und 7 Tage bei Sämlingen; Wasserbedarf und akute Probleme werden unabhängig davon kontrolliert. Bei Hitze oder kleinen Gefäßen ist eine wesentlich häufigere Feuchtekontrolle nötig. Abweichende Wuchs- oder Farbmerkmale werden zunächst an mehreren Blattgenerationen verfolgt. Sie werden nicht durch mehr Dünger oder wiederholtes Auslösen der Fallen korrigiert.
sources
Quellenangaben
Kultivar, Registrierung und Herkunft
- Bailey, Tim & Stewart McPherson (2013). Dionaea: The Venus's Flytrap. Redfern Natural History Productions, Seite 188. Die ICPS-Registrierung führt diese Seite als Kultivarnachweis; das Buchkapitel wurde für diese Prüfung nicht vollständig eingesehen. Bibliografischer Eintrag.
- International Carnivorous Plant Society (2014). Cultivar names registered in 2013. Carnivorous Plant Newsletter 43(1): 31-32. Führt 'Bristle Tooth' C. Clayton zu und nennt die Registrierung am 29. Mai 2013 mit Verweis auf Bailey & McPherson, Seite 188. Registrierungsliste.
- Schlauer, Jan. Carnivorous Plant Database, Dionaea-Kultivareintrag 'Bristle Tooth'. Sekundärer Namensdatenbankeintrag; er führt Colin Clayton und Triffid Park, Australien, als gärtnerische Herkunft. Dionaea-Datenbank.
Morphologie und Bildvergleich
- Seoul Grand Park. 100 Plants in the Sundew Family, Eintrag 13, Seite 56. Botanischer Katalog mit kurzer, feiner Randbezahnung, breiten kurzen Blattstielen und roten Falleninnenseiten. Dies ist eine institutionelle Bild- und Merkmalsbeschreibung, keine kontrollierte Klonstudie. Pflanzenkatalog.
Artbiologie und Kultur
- Brittnacher, John. Growing Dionaea muscipula. International Carnivorous Plant Society. Kulturhinweise zu Licht, Wasser, Kulturmedium, Vermehrung und Winterführung. Auf 'Bristle Tooth' als Artpflegegrundlage übertragen; kein eigener Klonversuch. ICPS-Kulturleitfaden.
- Brittnacher, John (2019). Grow Venus flytraps indoors. Carnivorous Plant Newsletter 48(4): 178-182. Beschreibt gezielte Innenkultur und ordnet Winterruhe differenziert ein. doi:10.55360/cpn484.jb249.
- Böhm, Jennifer; Scherzer, Sönke; Krol, Elżbieta; Kreuzer, Ines; von Meyer, Katharina; Lorey, Christian; Mueller, Thomas D.; Shabala, Lana; Monte, Isabel; Solano, Roberto; Al-Rasheid, Khaled A. S.; Rennenberg, Heinz; Shabala, Sergey; Neher, Erwin; Hedrich, Rainer (2016). The Venus Flytrap Dionaea muscipula Counts Prey-Induced Action Potentials to Induce Sodium Uptake. Current Biology 26(3): 286-295. Artbiologische Grundlage zum Fangablauf; keine Vergleichsmessung an 'Bristle Tooth'. doi:10.1016/j.cub.2015.11.057.
- Royal Botanic Gardens, Kew. Plants of the World Online: Dionaea muscipula J.Ellis. Akzeptierter Artname, botanische Autorenangabe, Familie und natürliches Areal. Kew POWO.
Bildrechte
Mucrow. Bristle_tooth.jpg, Wikimedia Commons. Der Commons-Datensatz nennt Mucrow als Urheber und CC BY-SA 3.0 als Lizenz. Die Originaldatei wird im Codex unverändert eingebunden; die Seitendarstellung passt die Grösse per Layout an. Datei und Urhebernachweis; Lizenztext CC BY-SA 3.0.
Quellenbewertung
Die Registrierung und Züchterzuordnung werden von der ICPS-Registrierungsliste und der Carnivorous Plant Database gestützt; konkrete äussere Merkmale zusätzlich vom Seoul-Grand-Park-Katalog und dem Commons-Foto. Die Herkunftsangabe aus der Datenbank ist sekundär und wird nicht als eingesehener Primärbeleg ausgegeben. Die Merkmale bleiben als gärtnerische Beschreibung formuliert und werden nicht zu festen Mass- oder Farbgrenzen verallgemeinert. Artökologie und Pflegeempfehlungen stammen aus Artquellen und sind als solche ausgewiesen. Die Kulturkontrollen von 14 Tagen im Wachstum, 30 Tagen in ruhiger Winterhaltung und 7 Tagen bei Sämlingen sind redaktionelle Beobachtungsabstände, keine biologisch experimentell ermittelten Schwellen. Alle Nachweise und die Bildlizenz zuletzt am 28.09.2026 geprüft.
reference
Kultivar im Vergleich zur Art
Unterschied zur typischen Venusfliegenfalle
Das prägende Merkmal von ‘Bristle Tooth’ ist der kurze, feine und unregelmäßige Fallenrand. Die langen, meist gleichmäßiger angeordneten Cilien einer typischen Dionaea muscipula sind deshalb keine passende Beschreibung dieses Klons. Seine rötlichen Falleninnenseiten können auffällig sein, sind aber für sich kein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal.
Abgrenzung ähnlicher Auslesen
Eine kurz gezähnte Venusfliegenfalle ist nicht automatisch ‘Bristle Tooth’. Andere Auslesen können ebenfalls reduzierte, verbreiterte oder anders angeordnete Randfortsätze besitzen. Für eine Zuordnung werden deshalb Herkunft und die konkrete Gestalt des Randes gemeinsam herangezogen. Breite, dreieckige Zähne werden nicht mit den feinen, unregelmäßigen Fortsätzen dieses Klons gleichgesetzt. Größe, Färbung und Stellung einzelner Fallen werden zusätzlich festgehalten; einzelne Werte sind keine festen Sortengrenzen. Diese Unterscheidung gilt auch bei der Weitergabe: Der Kultivarname wird an nachvollziehbar erhaltenes Material gebunden.
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Bristle Tooth', Stand 29.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-bristle-tooth/
