
© Maronesty (Mike Aronesty) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Black Trap Codex
Dionaea muscipula 'B52'
Venusfliegenfalle
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Black-Trap-Systemprofil
Substrat- und Strukturbedarf
- BT-Air
- mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
- BT-Water
- hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
- BT-Flow
- mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
- pH
- 3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
- BT-Density
- niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
- Kapillaritaet
- hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
- Strukturstabilitaet
- mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.
Kulturgruppe
Dionaea – temperierte Standardkultur
Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.
Habitat-Logik
Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.
Kultur-Logik
Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.
Substrat-Logik
Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.
Risiken der Kulturgruppe
Gattungsprofil
Dionaea
Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.
Habitat-Logik
Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.
Kultur-Logik
Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.
Substrat-Logik
Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.
Typische Fehler
Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute
Gattungsrisiken
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
Verknuepfungen
Empfohlene Systemprofile
Standard-Mix
Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.
- BT-Air
- 8,6
- BT-Water
- 7,6
- BT-Flow
- 9,3
- BT-Structure
- 9,4
- BT-Capillary
- 2,5
- BT-Density
- 5,1
- BT-Compaction
- 3,0
reference
Botanische Beschreibung
Dionaea muscipula ‘B52’ ist eine registrierte gärtnerische Auslese der Venusfliegenfalle, die vor allem wegen ihrer kräftigen Entwicklung und großen Fallen erhalten wird. Die veröffentlichte Beschreibung nennt Fallen bis etwa 5,7 cm unter Bedingungen, bei denen die meisten anderen Auslesen kleinere Fallen ausbilden. Dieser Wert ist ein dokumentierter Kulturvergleich und kein garantiertes Maß für jede Pflanze. Die klassische zweilappige Klappfalle und der grundsätzliche Wuchs der Art bleiben erhalten.
H. von Schmeling wählte und benannte die Auslese; Barry Rice registrierte den Namen 2006. Die Fallen können bei starkem Licht kräftig ausfärben, doch die Art und der Kultivar sind keine durchgehend rotlaubigen Pflanzen. Größe, Farbe und Wuchskraft hängen auch von Alter, Jahreszeit und Kultur ab. ‘B52’ ist deshalb an der Kombination aus vegetativ erhaltener Herkunft und wiederholt groß entwickelten, normal geformten Fallen zu beurteilen, nicht an einem einzelnen Rekordblatt.
taxonomy
Taxonomie
Dionaea muscipula J.Ellis ist die akzeptierte Art in der Familie Droseraceae. ‘B52’ ist ein registrierter Kultivar innerhalb dieser Art und keine eigene Art, Unterart oder Hybride. Das Autorenkürzel J.Ellis gehört zum wissenschaftlichen Artnamen. H. von Schmeling wird in der Kultivarbeschreibung als Auswähler und Namengeber geführt; Barry Rice ist als Registrant verzeichnet. Der Name wurde 2006 publiziert und registriert, die Beschreibung verweist auf Growing Carnivorous Plants, Seite 79.
Die Bezeichnung ‘B52’ stammt nach der Kultivarquelle aus von Schmelings internem Nummernsystem für Auslesen und ist nicht als botanischer Artname zu interpretieren. Im Codex steht der Kultivarname in einfachen Anführungszeichen und nicht kursiv. Für die Identität zählt die vegetativ weitergeführte Auslese, nicht jedes Exemplar, das aus Saatgut einer B52-Pflanze hervorgeht. Die bekannte Auswahlgeschichte und der Registrant sind von der botanischen Autorenschaft der Art getrennt dokumentiert.
ecology
Standort und Verbreitung
‘B52’ besitzt kein eigenes natürliches Verbreitungsgebiet. Der Kultivar entstand in gärtnerischer Zucht und Selektion; die in Quellen beschriebene Verbindung zu H. von Schmeling bezeichnet seine horticulturelle Herkunft, nicht einen Wildfundort. Die natürliche Verbreitung von Dionaea muscipula liegt in North und South Carolina. Diese Herkunft der Art darf nicht als Fundort des Klons auf Etiketten oder in der Herkunftsangabe erscheinen.
Die Wildart wächst an offenen, lichtreichen und dauerhaft feuchten bis saisonal nassen Standorten auf stark sauren, nährstoffarmen Böden. Kiefern-Savannen und ähnliche Feuchtlebensräume werden durch ihren Wasserhaushalt und vielerorts durch wiederkehrende Feuer offen gehalten. Das erklärt den Kulturrahmen für ‘B52’, belegt aber keine besondere ökologische Anpassung dieses großfalligen Klons. Seine Auswahl auf kräftigen Wuchs und große Fallen erfolgte unter Kulturbedingungen. Ein großes Fangblatt ist deshalb kein Hinweis darauf, dass die Pflanze aus einem feuchteren, nährstoffreicheren oder klimatisch anderen Wildhabitat stammt.
ecology
Ökologische Anpassungen
Die auffällige Größe der Fallen von ‘B52’ ist ein gärtnerisch ausgewähltes Wuchsmerkmal. Die Kultivarbeschreibung verbindet sie mit kräftiger Entwicklung und nennt Fallen bis etwa 5,7 cm in einem Vergleich, bei dem andere Auslesen kleiner blieben. Das erklärt, warum der Klon in Sammlungen als großfallig gilt. Es belegt jedoch keine neue ökologische Strategie, höhere Nährstoffaufnahme oder grundsätzlich bessere Überlebensfähigkeit. ‘B52’ nutzt weiterhin die für Dionaea muscipula typische Klappfalle und die gleichen Grundprozesse der Beuteaufnahme.
Wie bei der Art ergänzen gefangene Tiere die Mineralstoffversorgung in nährstoffarmen Böden. Reizborsten lösen elektrische Signale aus, die den Fallenverschluss und bei fortgesetzter Beutebewegung die Verdauungsreaktion steuern. Eine größere Falle kann optisch mehr Beute aufnehmen, doch eine höhere Fangquote oder veränderte Reizschwelle ist für ‘B52’ nicht durch Vergleichsversuche belegt. Die rote Falleninnenseite kann mit Licht variieren und begründet ebenfalls keine nachgewiesene Sonderanpassung. Im Profil werden daher Auswahlmerkmal und bekannte Artbiologie getrennt gehalten.
reference
Wuchsform und Morphologie
‘B52’ fällt durch kräftiges Wachstum und besonders große, klassisch geformte Fallen auf. Die veröffentlichte Kultivarbeschreibung nennt eine Länge bis etwa 5,7 cm unter Kulturbedingungen, bei denen die meisten anderen Auslesen kleinere Fallen hervorbringen. Das ist ein berichteter Vergleichswert, keine feste Mindestgröße und keine Garantie für jedes Blatt. Pflanzenalter, Jahreszeit, Gefäß, Licht und allgemeine Gesundheit beeinflussen die erreichte Größe deutlich.
Die Fallen bleiben zweilappig und zeigen keine für diesen Klon charakteristische Verwachsung oder Formmutation. Die veröffentlichte Beschreibung hebt kräftig gefärbte Fallen hervor; Kulturabbildungen zeigen häufig eine rote Innenseite bei überwiegend grünen äußeren Blattbereichen. Die Stärke der Rotfärbung ist jedoch nicht konstant und kann sich bei geringerem Licht oder jüngeren Pflanzen abschwächen. Für die Zuordnung sind mehrere ausgereifte Fallen und die gesicherte vegetative Herkunft aussagekräftiger als eine Einzelmessung. Eine behauptete feste Maximalgröße oder eine stets tiefrote Gesamtpflanze wäre zu pauschal.
reference
Carnivore Strategie
Die größere Fangfläche ist das auffälligste funktionelle Erscheinungsbild von ‘B52’, aber der Fangmechanismus bleibt der von Dionaea muscipula. Jede Falle besteht aus zwei beweglichen Lappen mit Reizborsten auf der Innenseite. Auf ausreichend rasch aufeinanderfolgende Reize folgt der schnelle Verschluss. Die Randfortsätze greifen dabei ineinander und bilden zunächst eine Barriere. Für ‘B52’ ist kein anderer Reizschwellenwert oder eine besondere Schließgeschwindigkeit beschrieben.
Nach dem ersten Zuschnappen ist die Falle noch nicht sofort hermetisch geschlossen. Weitere Bewegungen der Beute erzeugen zusätzliche Reize und können die engere Schließphase sowie Verdauungs- und Aufnahmeprozesse auslösen. Physiologische Studien an der Art zeigen, dass die Zahl der Aktionspotentiale mit der Aktivierung von Verdauung und Nährstoffaufnahme zusammenhängt. Diese Befunde wurden nicht als spezifischer Größenvergleich mit ‘B52’ durchgeführt. Große Fallen allein belegen somit weder, dass der Klon regelmäßig größere Beute fängt, noch dass er Beute effizienter verwertet. Die dokumentierte Besonderheit bleibt die Größe und Wuchskraft.
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
‘B52’ kann wie andere Venusfliegenfallen blühen und Samen bilden. Für die Erhaltung des registrierten Kultivars ist jedoch die vegetative Weitergabe wichtig: Teilung des Rhizoms und andere klonale Vermehrungsverfahren erhalten den ausgewählten Genotyp. Ein Sämling aus einer B52-Pflanze ist genetisch neu kombiniert und wird nicht allein durch seine Abstammung zu ‘B52’. Selbst wenn er später ähnlich große Fallen entwickelt, braucht er eine eigene Auswahl und Dokumentation, bevor er einen anderen Namen erhalten könnte.
Junge Pflanzen und frisch geteilte Exemplare entwickeln ihre endgültige Fallengröße erst mit weiterem Wachstum. Kleine Fallen in einer jungen Rosette widerlegen daher nicht sofort die Identität; ebenso beweist eine einzelne ungewöhnlich große Falle sie nicht. Zur Beurteilung sollten mehrere gesunde, ausgereifte Fallen über mindestens eine Wachstumsphase dokumentiert werden. Es gibt keine belastbaren Hinweise auf eine besondere Blühzeit, Sterilität oder abweichende Samenbiologie von ‘B52’. Diese Merkmale folgen dem Lebenszyklus der Art, während die klonale Herkunft die Kultivarzuordnung sichert.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Für ‘B52’ sind keine abweichenden Kulturgrenzen gegenüber Dionaea muscipula belegt. Die Zuordnung zur Kulturgruppe „Dionaea – temperierte Standardkultur“ und zum Profil „dionaea-standard“ ist damit fachlich passend. Sehr helles Licht, mineralarmes Wasser und ein saures, nährstoffarmes, gleichmäßig feuchtes Medium bleiben die Grundlage. Eine dunkel gehaltene Pflanze wird schrittweise an direkte Sonne gewöhnt. Starke Beleuchtung fördert häufig die Ausfärbung, macht eine rote Falleninnenseite aber nicht zu einem garantierten Identitätsmerkmal.
Große Fallen und kräftiger Wuchs sind kein Grund, das Wurzelmedium zu düngen oder die Pflanze stärker zu wässern als die Art es verlangt. Bei saisonaler Außenkultur wird der natürliche Jahresgang mit kühler Winterphase berücksichtigt; gezielte Innenkultur braucht genügend Licht und passende Versorgung. Ein warmer, lichtarmer Winterstandort ersetzt keine gut geführte Winterphase. Die Pflege wird daher nach dem Artprofil geführt, während die Entwicklung von Rosette, Fallenmaß und Färbung klonbezogen beobachtet wird.
substrate
Substrat-Ökologie
Die großen Fangblätter von ‘B52’ verändern die ökologischen Anforderungen an Wurzeln und Rhizom nicht. Wie andere Dionaea muscipula benötigt der Kultivar ein saures, nährstoffarmes Medium und Bewässerung mit mineralarmem Wasser. Der natürliche Lebensraum der Art ist feucht, nährstoffarm und häufig sandig mit organisch angereicherten Bodenhorizonten. Für den Topf ist entscheidend, Feuchte zu halten und dennoch genügend Luft an die Wurzeln zu lassen.
Gedüngte Blumenerde, kalkhaltige Bestandteile und mineralreiches Wasser können den Wurzelraum belasten. Austrocknung und dauerhafte Verdichtung sind ebenfalls zu vermeiden. Ein größeres Laub- und Fallenbild rechtfertigt kein nährstoffreicheres Substrat; Nährstoffüberschuss würde die empfindlichen Wurzeln gefährden und ist keine verlässliche Methode, größere Fallen zu erzielen. Auch ein bestimmtes Mischungsverhältnis wurde nicht als B52-spezifisches Rezept nachgewiesen. Bei älteren, kräftigen Pflanzen kann ein ausreichend standfester Topf praktisch sinnvoll sein, doch die Kulturchemie bleibt die der Art.
practice
Praxisnotizen
Für eine belastbare Beobachtung von ‘B52’ werden mehrere ausgewachsene Fallen fotografiert und ihre Länge mit Datum, Jahreszeit und Kulturbedingungen protokolliert. Der veröffentlichte Wert von etwa 5,7 cm dient als dokumentierter Vergleich, nicht als tägliches Sollmaß. Auch die Falleninnenseite wird bei ähnlicher Beleuchtung aufgenommen; so lässt sich saisonale oder lichtbedingte Farbänderung besser von einem Etikettierungsfehler unterscheiden. Eine einzelne große Falle oder eine besonders rote Aufnahme reicht nicht zur Identifikation aus. Die vegetative Herkunft und die stabile Wiederkehr des großfalligen Wuchses sind mitzudokumentieren.
Als redaktioneller Kontrollrhythmus gelten 14 Tage bei aktivem Wachstum, 30 Tage während ruhiger Winterhaltung und 7 Tage für Sämlinge. Das sind Beobachtungsintervalle, keine Gießpläne; Feuchte, Wetter und akute Schäden werden bei Bedarf häufiger geprüft. Zusätzlich werden Rhizomzustand, freier Vegetationspunkt, Substratstruktur und Wasserqualität kontrolliert. Es gibt keinen belegten Vorteil, die Pflanzen zur Vergrößerung der Fallen zu düngen oder Fallen wiederholt auszulösen. Sämlinge und vegetative Ableger werden getrennt etikettiert, damit die Kultivaridentität nachvollziehbar bleibt.
sources
Quellenangaben
Kultivar, Registrierung und Merkmale
- Carnivorous Plant Names Resource: Dionaea ‘B52’. Registrierungsdatensatz nennt H. von Schmeling als Nominant und Barry Rice als Registrant, den 6. Dezember 2006 als Registrierungsdatum sowie Growing Carnivorous Plants, Seite 79, als Beschreibung und Standard.
- Rice, Barry (2006). Growing Carnivorous Plants. Timber Press, Seite 79. Die Kultivarbeschreibung führt kräftigen Wuchs und farbige Fallen von bis zu 2,25 Zoll (5,7 cm) in Vergleichskultur an und nennt von Schmeling als Auswähler und Namengeber.
- FlytrapCare: B52 Giant Venus Flytrap. Ergänzende Kulturangebotsbeschreibung zu großen Fallen und Tissue-Culture-Vermehrung; nicht als Primärdiagnose gewertet.
Botanische Artgrundlagen
- Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online, Dionaea muscipula J.Ellis. Akzeptierter Artname, botanische Autorenschaft, Familie und natürliches Areal.
- Roberts, Patricia R. & H. J. Oosting (1958). “Responses of Venus Fly Trap (Dionaea muscipula) to Factors Involved in Its Endemism.” Ecological Monographs 28(2): 193–218. Grundlegende Untersuchung zu Artökologie, Boden und Standortbedingungen.
Fangbiologie und Kultur
- Böhm, Jennifer; Sönke Scherzer; Elzbieta Krol; Ines Kreuzer; Katharina von Meyer; Christian Lorey; Thomas D. Mueller; Lana Shabala; Isabel Monte; Roberto Solano; Khaled A. S. Al-Rasheid; Heinz Rennenberg; Sergey Shabala; Erwin Neher & Rainer Hedrich (2016). “The Venus Flytrap Dionaea muscipula Counts Prey-Induced Action Potentials to Induce Sodium Uptake.” Current Biology 26(3): 286–295. Physiologische Artgrundlage; keine spezifische Vergleichsstudie an ‘B52’.
- International Carnivorous Plant Society: Growing Guide, Dionaea muscipula. Grundlegende Hinweise zu Licht, Wasser, Substrat, Beute und Kulturformen.
Bildnachweis und Lizenz
Maronesty (Mike Aronesty), “B52-venus-flytrap.jpg”, Wikimedia Commons. Die Datei zeigt einen ausgewachsenen B52-Kultivar. Lizenz: Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0). Die Originaldatei wird ohne inhaltliche Bearbeitung eingebunden; die Darstellung wird responsiv angepasst. Abruf und Lizenzprüfung: 28.09.2026.
Die Kultivarmerkmale werden vorrangig mit der Kultivarbeschreibung und dem Registrierungsdatensatz belegt. Maße bleiben Kulturbeobachtungen, und rote Ausfärbung wird nicht als konstantes Mindestmerkmal behandelt. Die Kulturhinweise stammen aus Quellen zur Art und sind nicht als besondere Pflegeversuche an ‘B52’ auszugeben.
reference
Kultivar im Vergleich zur Art
‘B52’ unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Venusfliegenfalle vor allem durch kräftigen Wuchs und die Fähigkeit, unter geeigneten Bedingungen besonders große, ansonsten normal geformte Fallen auszubilden. Die veröffentlichte Beschreibung nennt bis etwa 5,7 cm, wenn andere Auslesen in denselben Bedingungen kleiner bleiben. Der Wert ist kein starres Erkennungsmaß. Junge, gestresste oder saisonal ruhende Pflanzen können deutlich kleinere Fallen tragen, ohne dass ihre Herkunft damit widerlegt wäre.
Die Fallen können intensiv gefärbt sein, doch eine vollständig rote Pflanze ist kein gesichertes Standardmerkmal. Für das markante rote Falleninnere ist ausreichend Licht wichtig; Außenseiten und übrige Blätter bleiben oft überwiegend grün. Die Auswahlgeschichte als Klon von H. von Schmeling und die Registrierung durch Barry Rice unterscheiden ‘B52’ zusätzlich von unbestimmten großfalligen Sämlingen. Das Artprofil bleibt für Fangmechanik, Habitat und Kultur maßgeblich. Besondere Zähne, eine veränderte Fallenform oder eine abweichende Pflegegrenze sind für diesen Kultivar nicht belegt.
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'B52', Stand 28.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-b52/
