Black Trap Codex

Utricularia regia

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Herkunft
Endemisch Sierra Madre del Sur, Guerrero, Mexiko; einjährig zwischen nassen Felsritzen in Kiefernwald, 1650–1900 m; Wachstum Regenzeit, Blüte Sep–Okt.
Autor
Zamudio & Olvera

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
3 / 5 · mittel1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Fehlertoleranz
unknownWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Utricularia – terrestrisch

Breite Obergruppe bodengebundener Arten aus nassen bis saisonal überfluteten Habitaten. Die Arten dieses Blocks stammen aus mehreren Kontinenten; ihre Jahresgänge und Mikrosubstrate bleiben im individuellen Profil getrennt.

Habitat-Logik

Nasse Böden, saisonale Nassstellen, sandige Senken, Sickerflächen und Uferbereiche; keine einheitliche Hydroperiode.

Kultur-Logik

Nur bodengebundene Wuchsform gemeinsam; Klima, Wasserstand, Substrat und Samenzyklus nach Art und Herkunft steuern.

Substrat-Logik

Nährstoffarme, luftführende Feinauflage; mineralische oder organische Bestandteile nur nach belegtem Mikrohabitat.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Utricularia

Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.

Habitat-Logik

Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.

Kultur-Logik

Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.

Substrat-Logik

Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.

Typische Fehler

Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Utricularia regia Zamudio & Olvera ist eine kleine, aufrecht blühende, einjährige Felsenpflanze aus dem mexikanischen Guerrero. Die Pflanzen erreichen etwa 6,5–15 Zentimeter Höhe und bilden am Blütenstandfuß mehrere feine Rhizoide sowie wenige dünne, nur schwach verzweigte Stolonen. Zwei bis sechs kurz gestielte Blätter sitzen basal; ihre runde bis breit eiförmige Spreite ist nur wenige Millimeter groß und besitzt drei am Grund entspringende, verzweigte und anastomosierende Nerven. Zahlreiche kugelig bis subglobose Fallen entstehen an Rhizoiden und Stolonen. Die Blütenstände stehen aufrecht und tragen gewöhnlich mehrere Blüten. Die blass lavendelfarbene Krone kontrastiert mit violetten Zeichnungen, einem weißen Feld und dem gelben Gaumen. Besonders markant sind die ungewöhnlich tief gegabelte Oberlippe und das umgekehrt kronenähnliche Muster der Unterlippe.

Die Diagnose beruht auf der Kombination aus vegetativen und floralen Merkmalen. Die kleinen, dreinervigen Spreiten allein reichen nicht zur sicheren Bestimmung; ebenso ist der violette Farbton nicht einzigartig. Entscheidend ist die Oberlippe, deren zwei Hauptteile nochmals eingeschnitten sind, sodass vier schmale Endabschnitte erscheinen. Auf der größeren Unterlippe bildet eine violette Linie die Kontur einer umgedrehten Krone und umrahmt einen hellen Bereich mit gelbem Gaumen. Auch die basale Fallenöffnung mit zwei zurückgebogenen, drüsig behaarten Anhängen ist diagnostisch. Eine Frontalansicht zeigt das Farbmuster, eine Seitenansicht Sporn und Lippenform; beide sollten zusammen mit Maßstab aufgenommen werden. Herbarexemplare verlieren leicht die lebendige Farbwirkung, sodass Feldnotizen und Farbfotos besonders hilfreich sind.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name ist Utricularia regia Zamudio & Olvera. Die Art wurde 2009 in Brittonia 61(2), Seiten 119–125, beschrieben. Der Typus wurde von R. de Santiago unter der Nummer 2055 am 19. Oktober 2007 in der Sierra Madre del Sur, Municipio Malinaltepec, gesammelt; der Holotypus liegt in FCME, Isotypen in IEB und MEXU. Die gültige Autorschaft umfasst beide Autoren und wird nicht mit dem Namen des Typussammlers verwechselt. Die Erstbeschreibung ordnete die Art in die damalige Sektion Psyllosperma ein; spätere phylogenetische Einordnungen behandeln diese Gruppe im erweiterten Zusammenhang der Sektion Foliosa. Das ändert die Artidentität nicht, sollte aber beim Zitieren älterer systematischer Literatur bedacht werden.

Die Abgrenzung zu den mexikanischen Verwandten U. hintonii und U. petersoniae stützt sich insbesondere auf die Form der Oberlippe und das auffällige Zeichnungsmuster der Unterlippe. Die Typusdiagnose und die spätere regionale Flora beschreiben dieselbe eigenständige Kombination. Das Epitheton „regia“ bezieht sich auf den kronenartigen Umriss der violetten Zeichnung, nicht auf eine besondere Größe der Pflanze. Die Publikation benennt die Art als endemisch in Guerrero; die Typuslokalität ist ein konkreter Fundpunkt und darf nicht als einziges Vorkommen missverstanden werden. In einer Bestimmung werden Autorzitat, Herkunft und Blütenmerkmale zusammengeführt, statt die Bezeichnung allein aus einer Handels- oder Sammlungsangabe zu übernehmen.

ecology

Standort und Verbreitung

Die bekannte Verbreitung liegt in der Sierra Madre del Sur im Bundesstaat Guerrero, Mexiko. Beschrieben ist die Art aus einem Höhenbereich von ungefähr 1650 bis 1900 Metern. Sie wächst in Kiefernwald zwischen Felsen, Moosen und Selaginella, insbesondere in Felsspalten mit Wasserabfluss. Die regionale Flora nennt den Typusfund bei etwa 1900 Metern in Pinus-Wald und bestätigt den Felsrinnenstandort. Es handelt sich damit um einen saisonal feuchten, aber nicht als dauerhaft aquatisch beschriebenen Lebensraum. Die kleine terrestrische Pflanze sitzt in einer dünnen organischen Auflage am Gestein; der Blütenstand hebt sich über diese Mikroauflage. Die jährliche Feuchteperiode prägt sowohl vegetatives Wachstum als auch Blüte und Frucht.

Die Phänologie ist eng an die Regenzeit gekoppelt. Die Pflanzen entwickeln sich in der feuchten Saison, blühen von September bis Oktober und fruchten von Oktober bis Anfang November. Danach verschwindet der einjährige Bestand während der Trockenzeit vollständig. Diese Aussage ist für die Interpretation eines Kulturverlustes wichtig: Anders als bei einer mehrjährigen Art ist ein oberirdisches Ende nach der Saison mit dem bekannten Lebenszyklus vereinbar. Die Fortsetzung hängt an reifen Samen. Ein Kulturprofil sollte deshalb den Nachweis von Kapselreife und Saatreserve verlangen, bevor eine Trockenphase als erfolgreiche Überdauerung bewertet wird. Die Hochlagenangabe beschreibt bekannte Fundorte und ist kein direkt gemessener Kulturtemperaturbereich.

ecology

Ökologische Anpassungen

Als einjährige Rupicole ist U. regia an eine saisonale Abfolge aus feuchtem Wachstum, Fortpflanzung und trockener Überdauerung als Saat angepasst. Die Felsspalte bietet während der Regenzeit eine nasse Oberfläche, während Wasser zugleich ablaufen kann. Der umgebende Kiefernwald und die Begleitmoose zeigen, dass die Art nicht als Pflanze eines tiefen Sumpfes verstanden werden sollte. Weder eine obligate Unterwasserphase noch ein Knollenstadium ist für diese Art in den ausgewerteten Quellen belegt. Die Rhizoide und Stolonen sind fein und kleinräumig; der größte sichtbare Teil ist häufig der aufrechte Blütenstand. Ein Rückgang am Ende der Saison sollte daher zusammen mit Fruchtansatz und Saatreife beurteilt werden.

Die gelappte und farbige Krone ist funktionell Teil der Blütenbiologie, doch die Originalbeschreibung begründet keine artspezifische Bestäuberbehauptung. Das Profil bleibt deshalb bei der dokumentierten Form und Zeichnung. Auch die Wasserführung am Felsen wird nicht in ein starres tägliches Benetzungsintervall übersetzt. Regenzeitliche Feuchte kann zeitweise Sättigung und anschließenden Ablauf einschließen; für die Kultur werden beides als getrennte Zustände beobachtet. Die Pflanzen reagieren saisonal, daher sind Kalenderdaten aus Guerrero nur Vergleichspunkte für Material aus derselben Hemisphäre. Bei anderer Kulturherkunft wird die Folge der Entwicklung dokumentiert, statt durch ein fixes Datum erzwungen zu werden.

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Wuchsform und Morphologie

Die Pflanze besitzt wenige kurze, dünne Stolonen und mehrere fadenförmige Rhizoide, an denen zahlreiche subglobose Fallen sitzen. Die Fallen sind etwa 0,5–1,5 Millimeter lang; ihre Öffnung liegt basal und trägt zwei abgeflachte, dreieckige Anhänge. Diese können länger als die Falle sein, sind zurückgebogen und mit gestielten sowie sitzenden Drüsen besetzt. Auch die Fallenwand besitzt sitzende oder nahezu sitzende Drüsen. Die Blätter sitzen am Grund des Blütenstandes, sind gestielt und tragen kleine runde bis breit eiförmige Spreiten. Sie bleiben deutlich unter dem Blütenstand an Größe zurück. Die Infloreszenz ist aufrecht, einfach und kann ein bis drei Achsen je Pflanze umfassen.

An einer Achse entstehen drei bis acht Blüten in einer lockeren Traube; die Blütenstiele stehen während der Anthese aufrecht und neigen sich in der Fruchtphase zurück. Die Kelchblätter sind ungleich und am Rand fein unregelmäßig gezähnt. Die Krone ist etwa acht Millimeter groß und blass lavendelfarben. Die obere Lippe ist fast bis zum Grund geteilt und ihre beiden Lappen sind zusätzlich am Ende eingeschnitten; die größere Unterlippe ist annähernd halbkreisförmig in drei gerundete Lappen geteilt. Der zylindrische Sporn ist ungefähr 2,5–4 Millimeter lang. Die rundliche Kapsel enthält typischerweise mehrere Dutzend kantige, netzförmig strukturierte Samen. Diese Proportionen erlauben eine detailreiche Bestimmung selbst bei der kleinen Gesamtpflanze.

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Fangstrategie

Die Fallen liegen nicht an den sichtbaren Blattspreiten, sondern auf den unterirdisch beziehungsweise bodennah verlaufenden Rhizoiden und Stolonen. Diese räumliche Verteilung bedeutet, dass ein flüchtiger Blick auf die kleinen Blätter die Fangorgane leicht übersieht. Die blasenförmigen Fallen arbeiten mit einem Unterdruckmechanismus, der bei Auslösung Wasser und kleine Organismen einsaugt. Für U. regia liegen in den ausgewerteten Primärquellen keine quantitativen Beutedaten vor. Deshalb wird weder eine bestimmte Beutegruppe noch eine artspezifische Fangrate behauptet. Bei Kulturmaterial kann eine vorsichtige Untersuchung eines Randbereichs Fallen sichtbar machen; das Aufreißen der ganzen Felsspalte wäre unnötig und könnte die feinen Achsen beschädigen.

Die kleinen Fallen sollten in ihrer feuchten Umgebung verbleiben. Ein Austrocknen während der aktiven Saison würde die Habitatbedingungen verlassen, doch es gibt keinen Grund, die Pflanze durch zusätzliche Beutegabe oder eine künstliche Fütterung zu manipulieren. Trübung oder Partikel in einer Falle sind ohne mikroskopische Prüfung nicht als gefangene Beute zu identifizieren. Beobachtungen können Lage, Größe und Zustand der Blasen erfassen; ein publizierter Nachweis zum konkreten Ernährungsbeitrag wäre eine separate Fragestellung. Bei der Kontrolle werden deshalb Fallenbefund und allgemeine Kulturfeuchte getrennt dokumentiert. Für diese Art ist der saisonale Felsstandort der maßgebliche ökologische Zusammenhang, nicht ein aus einer anderen Utricularia übertragenes Fütterungsschema.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Die Fortpflanzung läuft innerhalb einer Regenzeit ab: Blüten erscheinen von September bis Oktober; Früchte reifen im Oktober und bis Anfang November. Blütenstiele, die während der Anthese aufrecht stehen, richten sich anschließend zurück. Die Kapsel ist subglobos und etwa 1,8–2,5 Millimeter lang. Sie öffnet sich längs auf der Bauchseite und enthält ungefähr 30–36 Samen. Diese sind dreieckig bis eiförmig, kantig und ungefähr 0,5–1 Millimeter lang; die Samenschale weist ein Netz aus unregelmäßig verlängerten Zellen auf. Der beständige, sich vergrößernde Griffel bleibt an der Kapsel erhalten und kann bei reifenden Früchten als Merkmal kontrolliert werden.

Da die Art einjährig ist, sind Fruchtansatz und Samenreife entscheidend für die nächste Generation. Die regionale Flora beschreibt, dass die Pflanzen in der Trockenzeit vollständig verschwinden; vegetative Überdauerungsorgane sollten deshalb nicht ohne Beleg angenommen werden. Im Kulturprotokoll werden erste Blüte, letzte Blüte, Fruchtbildung und tatsächliche Kapselöffnung getrennt datiert. Samen werden erst nach Reife gesichert und anschließend getrennt von noch unreifen Kapseln behandelt. Ein trockener Zustand vor bestätigter Reife wäre kein natürlicher Saisonabschluss, sondern ein mögliches Kulturversagen. Die Beschreibung liefert keine genaue Keimruhe- oder Stratifikationsbehandlung; solche Schritte müssen erst durch beobachtete Aussaatversuche mit nachvollziehbarer Herkunft begründet werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Ein Kulturansatz sollte eine dünne, luftige Fels- oder Moosauflage mit feuchten Spalten nachbilden, nicht einen tiefen Topf mit dauerhaft stehendem Wasser. Während der Regenzeit bleibt die Mikroauflage beständig feucht; überschüssiges Wasser kann ablaufen. Da die Pflanze klein ist, braucht sie einen offenen Beobachtungsbereich, damit Blätter, kurze Blütenachsen und die entscheidenden Kronenmerkmale sichtbar bleiben. Die Kultur orientiert sich an der Herkunft in Guerrero und der saisonalen Feuchte, aber leitet aus 1650–1900 Metern keine numerischen Temperaturgrenzen ab. Die Quellen nennen weder einen spezifischen pH-Wert noch Leitfähigkeitswerte. Ein solches Rezept wäre daher eine unbelegte Scheingenauigkeit.

Die Kultur muss die vollständige Saison einschließlich Samenreife ermöglichen. Eine nur kurzzeitig blühende Pflanze ohne dokumentierten Fruchtansatz ist noch kein abgeschlossener Kulturzyklus. Nach der Regenzeit darf ein oberirdischer Rückgang erst als natürlicher Abschluss gelten, wenn reife Samen gewonnen wurden oder eine ausreichende Saatreserve im Gefäß belegt ist. Die Felsspalte soll zugleich feucht genug für die Saisonentwicklung und frei genug für Ablauf sein. Eine dauerhaft nasse Schale kann die trockene Jahresphase nicht ersetzen; umgekehrt sollte die aktive Phase nicht absichtlich zu früh ausgetrocknet werden. Kulturbeobachtungen beginnen mit Herkunft, Substrataufbau und Wasserführung und enden mit Kapsel- und Saatdaten.

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Substratökologie

Die Felsspalte ist zugleich Substrat und Wasserweg: Wurzeln im üblichen Sinn sind nicht vorhanden, und die feinen Rhizoide liegen zwischen Gestein, Moos und der dünnen organischen Auflage. Eine Kulturauflage sollte daher kleinporig genug sein, Feuchte an der Pflanzenbasis zu halten, aber nicht so verdichtet werden, dass Wasser dauerhaft steht. Die Feldbeobachtungen verorten die Art in Ritzen mit ablaufendem Wasser. Das spricht für wiederholte Benetzung und Drainage statt eines dauerhaften tiefen Überstaus. Die begleitenden Moose und Selaginella sind Habitatkontext, nicht automatisch notwendige Kulturpartner. Ein steriles oder mineralisches Material kann untersucht werden, sofern die Auflage die feinen Achsen hält und die Feuchtedynamik messbar bleibt.

Eine feste Substratrezeptur lässt sich aus der Beschreibung nicht ableiten. Es fehlen Angaben zu pH, Leitfähigkeit, organischem Anteil und Korngröße. Diese Parameter werden im Kulturversuch dokumentiert, aber nicht als für die Art bewiesene Zielwerte angegeben. Die Herkunft in einem Kiefernwald bedeutet nicht, dass Kiefernnadeln oder Waldhumus zugesetzt werden müssen. Entscheidend ist ein dünner, luftiger Spaltenraum, der während der Regenzeit feucht ist und Wasser wieder abgeben kann. Beim Saisonübergang wird die Wasserhaltung erst nach Frucht- und Saatprüfung reduziert. Eine Substratänderung zwischen zwei Zyklen sollte einzeln erfolgen, damit Erfolg oder Verlust nicht fälschlich einer ungemessenen Begleitvariable zugeschrieben wird.

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Praxisnotizen

Im aktiven Saisonwachstum wird alle vier Tage geprüft, ob die dünne Felsauflage feucht bleibt, Blätter neu erscheinen und Fallen an den Rhizoiden erkennbar sind. Nach gesicherter Saisonreife wird alle vierzehn Tage kontrolliert, ob reife Kapseln oder die Saatreserve vorhanden sind; es ist keine Bewässerungsanweisung. Sämlinge werden alle drei Tage auf Austrieb und frühe Blattform untersucht. Während September und Oktober werden Blütenmuster und vierfach gegabelte Oberlippe mit Frontal- und Seitenansicht festgehalten. Der Rhythmus ist saisonal engmaschig, weil das dokumentierte Blühfenster kurz ist.

Jede Kontrolle notiert getrennt Substratfeuchte, Ablauf, sichtbare Pflanze, Blütenphase und Fruchtstadium. Ab Oktober ist der Übergang zur Fruchtbildung besonders zu beachten; Samenreife wird direkt bestätigt und nicht aus dem Kalender abgeleitet. Ein vollständig verschwundener Bestand wird erst nach Prüfung der Saatreserve als normale einjährige Erscheinung bewertet. Sämlinge erhalten häufigere Sichtkontrollen, weil kleine Keimlinge in Moos und Felsspalten leicht übersehen werden. Die artspezifische Identität wird an der Kronenzeichnung, der vierfach gegabelten Oberlippe, den dreinervigen Grundblättern und den Fallenanhängen festgehalten. So dient der Kontrollrhythmus zugleich der Pflege und einer überprüfbaren botanischen Dokumentation. Kontrolle alle 4 Tage im aktiven Wachstum, alle 14 Tage nach bestätigtem Saisonende bei gesicherter Saat und alle 3 Tage bei Sämlingen. Das sind Beobachtungsabstände, keine Gieß- oder Wechselintervalle.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand09.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia regia, Stand 09.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-regia/