Black Trap Codex

Utricularia kimberleyensis

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Herkunft
Western Australia im Kimberley; ältere Angaben aus dem Northern Territory schlossen teilweise U. gaagudju ein
Autor
C.A.Gardner

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
3 / 5 · mittel1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
uncertainOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
unknownWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Utricularia – saisonale Sümpfe Westaustraliens

West-australische saisonale Nassstellen, ergänzt um U. georgei aus dem Nordwesten Kimberleys. Die Art wächst laut geprüften Angaben auf nassem Sand an Bachläufen und zwischen Felsen; sie darf nicht mit südwest-australischen Sümpfen gleichgesetzt werden.

Habitat-Logik

Saisonale Sümpfe und nasse Sand-/Felsränder Westaustraliens; Nordwest-Kimberley-Monsun und südwestliche Winterregenregion sind getrennte Klimaregime.

Kultur-Logik

Wasserstand und Saison nach der jeweiligen Population; Gruppenname nicht als Dauersumpf- oder Trockenruhe-Anweisung lesen.

Substrat-Logik

Nasser Sand oder dünne Auflage an Bachläufen und zwischen Felsen entsprechend dem Kimberley-Mikrohabitat.

Risiken der Kulturgruppe

Gattungsprofil

Utricularia

Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.

Habitat-Logik

Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.

Kultur-Logik

Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.

Substrat-Logik

Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.

Typische Fehler

Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Utricularia kimberleyensis C.A.Gardner ist eine Art der Lentibulariaceae. Ihre Diagnose stützt sich auf eine konkrete Merkmalskombination: vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Damit lässt sie sich nicht sinnvoll durch die allgemeine Aussage beschreiben, sie sei lediglich ein kleiner Wasserschlauch. Die auffälligen Merkmale liegen je nach Art an der Blüte, am Fallenmund oder an der besonderen Wuchsweise. Rosetten- und Stolonblätter, mehrere kleine Fallen und aufrechte Schäfte mit gelben Blüten; im Flora-Treatment eiförmige Kelchlappen und dreilappige Unterlippe als Teil der Diagnose. Diese Beobachtungen gehören zusammen: eine Blüte ohne Blatt- und Standortkontext kann eine ähnliche Art vortäuschen, während sterile Pflanzen oft nur vorläufig bestimmbar sind.

Das natürliche Areal umfasst Western Australia im Kimberley; ältere Angaben aus dem Northern Territory schlossen teilweise U. gaagudju ein. Dokumentiert ist die Art terrestrisch in flachen Feuchtgrasländern und Drainage-Senken, häufig in wenigen Zentimetern Wasser über sandigem Alluvium. Jobson und Cherry beschrieben U. gaagudju neu und revidierten gleichzeitig den Umfang von U. kimberleyensis. Die revidierte Art ist im westlichen Kimberley in niedrigem Grasland auf alluvialem Schluff über sandigen Flächen dokumentiert, während U. gaagudju eher schluffige Stellen nahe sumpfiger Bachläufe auf Sandstein besetzt. Diese Abgrenzung ist für jede Herkunftsangabe entscheidend. Der Artname bezeichnet also ein klar umrissenes botanisches Konzept und keine beliebige Kulturform. Zur sicheren Zuordnung werden Blütenmerkmale, vegetative Organe und Herkunft kombiniert. Die Beschreibung hier trennt publizierte Artmerkmale von noch offenen Kulturfragen; sie überträgt weder pauschale Gattungswerte noch Eigenschaften einer nah verwandten Art auf dieses Taxon.

taxonomy

Taxonomie

Als akzeptierter Name wird Utricularia kimberleyensis C.A.Gardner geführt. Die Autorenangabe ist Teil des botanischen Namens und unterscheidet die gültige Kombination von älteren Synonymen und abweichenden Bestimmungskonzepten. Für diese Art sind besonders vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Eine historische Ähnlichkeit mit verwandten Taxa genügt nicht, um Synonymie oder Gleichheit zu behaupten. Bei älterem Herbarmaterial sind Fundort, Typusbezug und die zur jeweiligen Revision gehörige Diagnose mitzulesen.

Der wichtigste Vergleich in der praktischen Bestimmung ist U. gaagudju; Jobson und Cherry trennen sie nach Merkmalskombination und Habitat, deshalb sind alte Northern-Territory-Angaben nicht automatisch U. kimberleyensis. Jobson und Cherry beschrieben U. gaagudju neu und revidierten gleichzeitig den Umfang von U. kimberleyensis. Die revidierte Art ist im westlichen Kimberley in niedrigem Grasland auf alluvialem Schluff über sandigen Flächen dokumentiert, während U. gaagudju eher schluffige Stellen nahe sumpfiger Bachläufe auf Sandstein besetzt. Diese Abgrenzung ist für jede Herkunftsangabe entscheidend. Insbesondere bei dieser Art darf eine verbreitete Handelsbezeichnung nicht die wissenschaftliche Prüfung ersetzen. Eine sterile Pflanze wird als unbestätigt vermerkt, falls die nötigen Blüten-, Samen- oder Fallenmerkmale fehlen. Autorenname und Verbreitungsangabe folgen der herangezogenen taxonomischen Referenz; abweichende regionale Literatur wird im Quellenabschnitt separat sichtbar gehalten und nicht als gesicherte Gleichsetzung ausgegeben.

ecology

Standort und Verbreitung

Die bekannte Herkunft umfasst Western Australia im Kimberley; ältere Angaben aus dem Northern Territory schlossen teilweise U. gaagudju ein. Innerhalb dieses Areals liegen Standorte in terrestrisch in flachen Feuchtgrasländern und Drainage-Senken, häufig in wenigen Zentimetern Wasser über sandigem Alluvium. Solche Fundorte sind ökologisch konkreter als ein bloßer Landesname: Wasserstand, Bodentextur und Vegetation unterscheiden sich selbst innerhalb einer Region. Jobson und Cherry beschrieben U. gaagudju neu und revidierten gleichzeitig den Umfang von U. kimberleyensis. Die revidierte Art ist im westlichen Kimberley in niedrigem Grasland auf alluvialem Schluff über sandigen Flächen dokumentiert, während U. gaagudju eher schluffige Stellen nahe sumpfiger Bachläufe auf Sandstein besetzt. Diese Abgrenzung ist für jede Herkunftsangabe entscheidend. Fundpunkte belegen Vorkommen, nicht automatisch eine lückenlose Verbreitung oder gleich häufige Populationen. Bei seltenen oder taxonomisch revidierten Arten sind alte Karten besonders vorsichtig zu lesen.

Die Feldphänologie lautet: ältere Northern-Territory-Feldberichte nennen Februar bis August; sie dürfen ohne Neubestimmung nicht als phänologischer Kalender der revidierten U. kimberleyensis gelten. Sie ist ein regional beobachtetes Fenster und keine universelle Pflegeanweisung. Tropische Regenzeit, Monsun, temperierter Winter und lokale Feuchte bestimmen den Kalender unabhängig voneinander. Funddaten aus einem Landesteil dürfen deshalb nicht auf das gesamte Areal übertragen werden. Für neue Beobachtungen sind Datum, Standorttyp, Wassertiefe und Entwicklungszustand getrennt festzuhalten; so bleibt nachvollziehbar, ob ein später Fund wirklich dieselbe Population oder denselben taxonomischen Umfang betrifft.

ecology

Ökologische Anpassungen

Der beschriebene Naturkontext lautet: terrestrisch in flachen Feuchtgrasländern und Drainage-Senken, häufig in wenigen Zentimetern Wasser über sandigem Alluvium. Die Vegetationsorgane und Fallen liegen nahe am nassen Untergrund beziehungsweise im Wasserfilm, während der Blütenstand daraus herausragt. Diese räumliche Trennung erklärt, warum eine oberirdisch trocken wirkende Umgebung noch feuchte Mikroräume im Substrat enthalten kann. Die Art lässt sich besonders an folgender Merkmalskombination erkennen: vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Das Merkmal ist mit der Standortökologie zu lesen, darf aber nicht zu einer unbelegten Behauptung über eine einzige notwendige Wasserführung verallgemeinert werden.

Die Art unterscheidet sich von verwandten Pflanzen durch U. gaagudju; Jobson und Cherry trennen sie nach Merkmalskombination und Habitat, deshalb sind alte Northern-Territory-Angaben nicht automatisch U. kimberleyensis. Jobson und Cherry beschrieben U. gaagudju neu und revidierten gleichzeitig den Umfang von U. kimberleyensis. Die revidierte Art ist im westlichen Kimberley in niedrigem Grasland auf alluvialem Schluff über sandigen Flächen dokumentiert, während U. gaagudju eher schluffige Stellen nahe sumpfiger Bachläufe auf Sandstein besetzt. Diese Abgrenzung ist für jede Herkunftsangabe entscheidend. Wo die Literatur eine saisonale Lebensweise nennt, zeigt sie einen natürlichen Wechsel und keine automatisch bekannte physiologische Trockentoleranz. Ebenso beweist ein Fund in Wasser nicht, dass jedes Individuum permanent submers sein muss. Die konkrete Anpassung ist damit eine Kombination aus kleinen Fangorganen, vegetativer Ausbreitung und einem Standort, dessen Feuchte zeitlich und räumlich schwanken kann.

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Wuchsform und Morphologie

Die wesentlichen Baumerkmale sind: Rosetten- und Stolonblätter, mehrere kleine Fallen und aufrechte Schäfte mit gelben Blüten; im Flora-Treatment eiförmige Kelchlappen und dreilappige Unterlippe als Teil der Diagnose. Die vegetativen Organe bleiben meist klein und sitzen an feinen Stolonen oder Rhizoiden; sichtbare Blütenstände können im Verhältnis dazu überraschend hoch oder groß sein. Die genaue Ausprägung variiert mit Entwicklungszustand und Standort, weshalb einzelne Maßangaben aus einer Flora nicht als starre Größenobergrenze für jedes Individuum gelten. Für die Diagnose sind Proportionen und Organkombination wichtiger als eine einzelne Zahl.

Bei der näheren Betrachtung sollten Blätter, Schaft, Brakteen, Kelch, Ober- und Unterlippe, Sporn sowie gegebenenfalls Samen dokumentiert werden. Für die Bestimmung ist besonders wichtig: vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Bei Utricularia kimberleyensis ist außerdem zu beachten: U. gaagudju; Jobson und Cherry trennen sie nach Merkmalskombination und Habitat, deshalb sind alte Northern-Territory-Angaben nicht automatisch U. kimberleyensis. Vergrößerungsaufnahmen der winzigen Fallen sind besonders nützlich, wenn ihre Form taxonomisch herangezogen wird. Ein Überblicksfoto zeigt Habitus und Standort, kann aber weder mikroskopische Anhänge noch die Proportion des Sporns zuverlässig abbilden.

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Fangstrategie

Wie andere Wasserschläuche fängt Utricularia kimberleyensis Kleinsttiere mit Blasenfallen, die an den feinen unterirdischen oder submersen Pflanzenteilen sitzen. Für diese Art gilt: wenige polymorphe, gestielte Blasen an den vegetativen Organen; präzise Identifikation stützt sich auf Blüten und Typus-/Belegkonzept. Der Fangmechanismus arbeitet unter Wasser über einen Druckunterschied und eine rasche Einwärtsbewegung des Fallendeckels. Nährstoffe werden somit vor allem in den nassen Mikrobereichen aufgenommen; die gelbe, violette oder weiße Blüte ist kein Fangorgan und dient nicht der Beuteaufnahme.

Der natürliche Fangraum ergibt sich aus terrestrisch in flachen Feuchtgrasländern und Drainage-Senken, häufig in wenigen Zentimetern Wasser über sandigem Alluvium. Das erlaubt eine begründete Aussage über den Kontakt der Fallen mit feuchtem Substrat, aber keine erfundene Beuteliste. Für Utricularia kimberleyensis liegen in den hier ausgewerteten Quellen keine populationsweiten Analysen zu Beutezusammensetzung oder Fangrate vor. vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Fallenform und Fangfunktion werden daher getrennt beschrieben: die taxonomische Diagnose kann eine Öffnung oder Anhänge nutzen, ohne dass daraus eine besondere Beutepräferenz abgeleitet wird.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Die sexuelle Fortpflanzung erfolgt über die artspezifischen Blüten und anschließend über Kapseln und Samen. Bei der Bestimmung fällt folgende Merkmalskombination auf: vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Die Blütenstände erheben sich aus dem feuchten Vegetationsbereich, sodass Bestäuber die Krone erreichen können. Für diese Art sind als regionale Hinweise bekannt: ältere Northern-Territory-Feldberichte nennen Februar bis August; sie dürfen ohne Neubestimmung nicht als phänologischer Kalender der revidierten U. kimberleyensis gelten. Eine beobachtete Blühzeit ist nicht gleichbedeutend mit einer vollständigen Kenntnis von Bestäubern, Selbstungsrate oder Keimbedingungen.

Zusätzlich können feine Stolonen neue vegetative Pflanzenteile bilden, sofern Wasser und geeignete Wachstumsbedingungen verfügbar sind. Bei Utricularia kimberleyensis ist im Telopea-Revisionstreatment kleine bis mittelgroße einjährige, möglicherweise selten ausdauernde terrestrische Art; POWO führt sie als ausdauernd. Die Literatur belegt jedoch nicht jede Phase des Lebenszyklus gleich gut. Wo Samenmerkmale diagnostisch verwendet werden, sind reife Früchte und eine sichere Herkunft wichtig; bei anderen Arten liegt das Gewicht auf der Blütenform. Kulturbeobachtungen sollten Aussaat und vegetative Vermehrung auseinanderhalten, damit aus einem Einzelfall keine allgemeine Vermehrungsregel wird.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Für den Kulturstart ist der belegte Naturstandort maßgeblich: saisonfeucht bis sehr flach überstaut während des aktiven Monsunwachstums; nach der Artzuordnung keine gleichbleibende Wasserhöhe erzwingen. Die Pflanze wird artspezifisch als saisonal terrestrisch in niedrigen Grasländern und alluvialen Feuchtsenken geführt. Daraus folgen praktische Prioritäten für Feuchte und Substrat, aber keine aus der Luft gegriffenen Temperatur-, pH- oder Leitfähigkeitsgrenzen. Jobson und Cherry beschrieben U. gaagudju neu und revidierten gleichzeitig den Umfang von U. kimberleyensis. Die revidierte Art ist im westlichen Kimberley in niedrigem Grasland auf alluvialem Schluff über sandigen Flächen dokumentiert, während U. gaagudju eher schluffige Stellen nahe sumpfiger Bachläufe auf Sandstein besetzt. Diese Abgrenzung ist für jede Herkunftsangabe entscheidend. Der Gattungsname allein reicht als Kulturplan nicht aus; selbst ähnliche Arten unterscheiden sich zwischen saisonalem Flachwasser, feuchtem Sand, Felsfilm und kühlem Moos.

Die belastbarste Vorgehensweise ist, die Pflanze zunächst stabil und nachvollziehbar zu kultivieren und Reaktionen getrennt zu protokollieren. saisonfeucht bis sehr flach überstaut während des aktiven Monsunwachstums; nach der Artzuordnung keine gleichbleibende Wasserhöhe erzwingen Niedrige offene Grasländer und Drainageflächen sind dokumentiert. Eine genaue Beleuchtungsstärke ist nicht experimentell festgelegt. Die Saisonangaben ältere Northern-Territory-Feldberichte nennen Februar bis August; sie dürfen ohne Neubestimmung nicht als phänologischer Kalender der revidierten U. kimberleyensis gelten stammen aus dem natürlichen Areal und lassen sich nicht unverändert auf ein Zimmer oder Gewächshaus übertragen. Ein Kontrollrhythmus hilft, Veränderungen früh wahrzunehmen, ersetzt aber keine Messung und ist insbesondere kein Gieß- oder Wasserwechselplan.

substrate

Substratökologie

Das Substrat sollte die dokumentierte Nische abbilden: alluvialer Schluff über sandigen Substraten und flache saisonale Feuchtflächen; nicht ohne Prüfung mit U. gaagudju-Standorten gleichsetzen. Bei dieser Art spielt der Zusammenhang von Mineralboden, organischem Anteil und Oberflächenfeuchte eine größere Rolle als eine pauschale Standardmischung. Jobson und Cherry beschrieben U. gaagudju neu und revidierten gleichzeitig den Umfang von U. kimberleyensis. Die revidierte Art ist im westlichen Kimberley in niedrigem Grasland auf alluvialem Schluff über sandigen Flächen dokumentiert, während U. gaagudju eher schluffige Stellen nahe sumpfiger Bachläufe auf Sandstein besetzt. Diese Abgrenzung ist für jede Herkunftsangabe entscheidend. Deshalb werden Wasserstand und Feuchte im Pflanzenbereich getrennt erfasst. Bei einer Fels- oder Moosart muss die Oberflächenbenetzung berücksichtigt werden; bei einer Sumpfart auch die Durchlüftung der obersten Bodenschicht.

Ein Versuchssubstrat kann unterschiedliche Anteile enthalten, aber deren Wirkung sollte über mehrere Wochen beobachtet werden. Für Utricularia kimberleyensis gelten keine publizierten universellen Sollwerte für pH, Leitfähigkeit oder Nährstoffgehalt, sofern die Quellen sie nicht ausdrücklich nennen. Gesteins- oder Bodennamen allein liefern solche Werte nicht. Das Substrat wird daher anhand des realen Habitats ausgewählt und mit Herkunft sowie Messdaten dokumentiert, statt durch eine unüberprüfte Rezeptur als artspezifisch ausgegeben zu werden.

practice

Praxisnotizen

Bei einer Bestimmung von Utricularia kimberleyensis sollten mindestens ein Habitusbild, eine scharfe Blütenaufnahme und Angaben zur Herkunft zusammenkommen. Zu prüfen ist vor allem: vom nahe verwandten U. gaagudju durch mauve Unterlippe, orange Gaumenleisten, geraden Sporn und eine kahle statt basal behaarte Blütenstandsachse abgrenzbar. Für die Abgrenzung ist U. gaagudju; Jobson und Cherry trennen sie nach Merkmalskombination und Habitat, deshalb sind alte Northern-Territory-Angaben nicht automatisch U. kimberleyensis. Ein einzelnes Blattfoto genügt bei vielen Wasserschläuchen nicht, weil Blütenmerkmale und winzige Fallen außerhalb des Bildmaßstabs liegen. Fremde Fotos werden nur übernommen, wenn Artzuordnung, Einzellizenz, kommerzielle Nutzbarkeit und Urheberangabe auf der Originalquelle geprüft sind.

Im Kulturprotokoll gehören Datum, Wasserstand, Temperaturmessung, Substrat und Entwicklungszustand in getrennte Felder. im Telopea-Revisionstreatment kleine bis mittelgroße einjährige, möglicherweise selten ausdauernde terrestrische Art; POWO führt sie als ausdauernd Der saisonale Regenzeitzyklus ist zu berücksichtigen; keine fixe Trockenruhe oder Kulturpause aus einem regionalen Blühfenster festschreiben. Die Kontrollabstände in diesem Codex sind Beobachtungsintervalle: aktiv alle 7 Tage, in einer tatsächlich beobachteten Ruhephase alle 21 Tage und bei Sämlingen alle 7 Tage. Sie geben keine Bewässerung oder Wassererneuerung vor. Ohne verifiziertes frei lizenziertes Foto bleibt das Bildfeld leer.

Kontrolle alle 7 Tage im aktiven Wachstum, alle 21 Tage in einer beobachteten Ruhephase und alle 7 Tage bei Sämlingen. Das sind Beobachtungsabstände, keine Gieß- oder Wechselintervalle.

sources

Quellenangaben

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Aktueller Stand08.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia kimberleyensis, Stand 08.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-kimberleyensis/