
© Ibere Machado · CC BY · Quelle
Black Trap Codex
Utricularia hydrocarpa
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Wasser
- aquaticBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- uncertainOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- unknownWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Kulturgruppe
Utricularia – aquatisch tropisch
Tropische aquatische Arten mit klar verschiedenen Wuchsformen. U. foliosa ist frei schwimmend, während U. fistulosa eigene saisonale und blütenmorphologische Merkmale aufweist.
Habitat-Logik
Tropische Süßwasserhabitate einschließlich freier Wasseroberfläche und saisonaler Flachwasserbereiche.
Kultur-Logik
Freischwimmende Pflanzen nicht verankern; saisonale Wasserstände und Wachstumsrhythmus nach dem Artprofil berücksichtigen.
Substrat-Logik
Bei freischwimmender U. foliosa kein Topfsubstrat; andere Substratansprüche artbezogen behandeln.
Risiken der Kulturgruppe
- Aquatische Wuchsformen unterscheidenVorbeugung: Freischwimmende Arten, am Boden wurzelnde Arten und saisonale Wasserformen nicht mit demselben Gefäß-, Wasserstands- oder Substratregime kultivieren.Erkennbares Fehlerbild: Pflanzen treiben unkontrolliert ab, sinken oder verankern sich nicht; Fallenbildung und Wachstum bleiben aus oder Pflanzen verfaulen.Fehlerseite mit Diagnose, Lösungswegen und Quellen öffnen
- Keine unbelegten Zahlenwerte verwendenVorbeugung: Temperatur-, pH-, Licht- oder Feuchtegrenzen nur mit belastbarem taxonbezogenem Beleg angeben; sonst qualitative Pflegehinweise verwenden.Erkennbares Fehlerbild: Die Kultur wird an einem scheinpräzisen, aber unbelegten Sollwert ausgerichtet; Pflanzen zeigen trotz vermeintlich „passender“ Messwerte Stress.Fehlerseite mit Diagnose, Lösungswegen und Quellen öffnen
Gattungsprofil
Utricularia
Sehr artenreiche Wasserschlauch-Gattung mit terrestrischen, epiphytischen, aquatischen und rheophytischen Lebensformen.
Habitat-Logik
Die Gattung besiedelt nasse Böden, Moore, Sphagnumpolster, Felswände, Epiphytenstandorte, stehende Gewässer und strömungsreiche aquatische Habitate.
Kultur-Logik
Die jeweilige Lebensform bestimmt die Kultur wesentlich; terrestrische, epiphytische und aquatische Utricularia dürfen nicht nach einem gemeinsamen Schema kultiviert werden.
Substrat-Logik
Terrestrische Arten benötigen sehr feuchte Substrate, epiphytische Arten extrem lockere Medien; aquatische und rheophytische Arten besitzen keinen klassischen terrestrischen Substratbedarf.
Typische Fehler
Alle Utricularia gleich kultivieren, epiphytische Arten vernässen, aquatische Arten in Topfsubstrat setzen und empfindliche Arten austrocknen lassen.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
- Aquatische Wuchsformen unterscheidenVorbeugung: Freischwimmende Arten, am Boden wurzelnde Arten und saisonale Wasserformen nicht mit demselben Gefäß-, Wasserstands- oder Substratregime kultivieren.Erkennbares Fehlerbild: Pflanzen treiben unkontrolliert ab, sinken oder verankern sich nicht; Fallenbildung und Wachstum bleiben aus oder Pflanzen verfaulen.Fehlerseite mit Diagnose, Lösungswegen und Quellen öffnen
- Keine unbelegten Zahlenwerte verwendenVorbeugung: Temperatur-, pH-, Licht- oder Feuchtegrenzen nur mit belastbarem taxonbezogenem Beleg angeben; sonst qualitative Pflegehinweise verwenden.Erkennbares Fehlerbild: Die Kultur wird an einem scheinpräzisen, aber unbelegten Sollwert ausgerichtet; Pflanzen zeigen trotz vermeintlich „passender“ Messwerte Stress.Fehlerseite mit Diagnose, Lösungswegen und Quellen öffnen
reference
Botanische Beschreibung
Utricularia hydrocarpa ist ein frei schwimmender Wasserschlauch, dessen dünne, dichotom verzweigte Unterwasserblätter keinen Kontakt zum Boden benötigen. Der Schaft ist leicht aufgetrieben und trägt einen lockeren Blütenstand. Die rosa bis pinke Krone besitzt einen deutlich gelben Gaumen; ihre Unterlippe ist zweilappig und der kegelige Sporn kürzer als die Unterlippe. Die Brakteolen fehlen. Eine Besonderheit ist die unterste Blüte, die kleistogam bleiben kann. Zusammen mit zurückgebogenen Fruchtstielen und schwimmendem Habitus entsteht eine gut erkennbare Merkmalskombination, die sie von U. gibba und U. foliosa abgrenzt.
Die Diagnose muss den vegetativen Körper und den Blütenstand zusammen berücksichtigen. Bei dieser Art sind insbesondere frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte aussagekräftig. Die Standortangaben (temporäre und permanente Süßgewässer, Flüsse, überflutete Savannen und Restinga-Gewässer) erklären, warum sie nicht ohne Weiteres nach dem Schema frei schwimmender Wasserschläuche beschrieben werden kann. Nicht belegte Maße und Farben werden bewusst nicht ergänzt. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
taxonomy
Taxonomie
Vahl veröffentlichte Utricularia hydrocarpa 1804; WCVP führt den Namen als akzeptiert. Die regionale Flora von Espírito Santo stellt die Art ausführlich neben andere frei schwimmende Wasserschläuche und hebt gerade die Kombination aus fehlenden Brakteolen, rosa Blüte und leicht aufgeblasenem Schaft hervor. Die Unterscheidung gegenüber gelb blühenden aquatischen Arten darf nicht auf Blütenfarbe beschränkt werden: Verlauf der Fruchtstiele, Form der Unterlippe und kleistogame unterste Blüte liefern zusätzliche Merkmale. Historische und regionale Namen müssen anhand eines Belegs verglichen werden.
Die heutige Einordnung hängt an überprüfbaren Belegen und klar zugeordneten Synonymen. Bei Utricularia hydrocarpa Vahl sind Autorzitat, ursprüngliche Kombination und die heute akzeptierte Anwendung auseinanderzuhalten. Ähnlich geschriebene Namen oder ähnliche Blütenfarben reichen nicht als Synonymbeleg. Abweichende Etiketten sollten mit Fundort, Sammler und Herbarbeleg geprüft werden. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
ecology
Standort und Verbreitung
Die Art ist neotropisch verbreitet. Floren aus mehreren brasilianischen Bundesstaaten melden sie aus permanenten wie temporären Teichen und Flüssen; in Espírito Santo liegen nur wenige Nachweise aus nativem Grasland und Restinga vor. Regionale Häufigkeit ist daher stark unterschiedlich und die Zahl bekannter Belege sollte nicht als Bestandsgröße interpretiert werden. Temporäre Gewässer erweitern das mögliche Habitat, ohne dass daraus ein einheitlicher Wasserchemismus oder eine feste saisonale Lebensdauer folgt. Das breite Gesamtareal umfasst sowohl offene savannenartige Feuchtgebiete als auch andere tropische Süßwasserlandschaften.
Das bekannte Areal wird hier nach floristischen und nomenklatorischen Quellen wiedergegeben; einzelne Fundmeldungen sind nicht mit einer lückenlosen Kartierung gleichzusetzen. Für Utricularia hydrocarpa Vahl sind derzeit besonders temporäre und permanente Süßgewässer, Flüsse, überflutete Savannen und Restinga-Gewässer und die dokumentierten Herkunftsregionen relevant. Regionale Höhen- und Blüteangaben gelten nur für ihre jeweilige Quelle und werden nicht zu einem scheinbar einheitlichen Klimaanspruch zusammengerechnet. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
ecology
Ökologische Anpassungen
Der frei schwimmende Spross ermöglicht U. hydrocarpa, wechselnden Wasserständen zu folgen, ohne an einen bestimmten Bodentyp gebunden zu sein. Fein geteilte Unterwasserblätter vergrößern die Kontaktfläche im Wasser und tragen kleine Fallen. Der leicht aufgetriebene Schaft und die zurückgebogenen Fruchtstiele sind spezielle Strukturen der Blüten- und Fruchtphase. Die kleistogame unterste Blüte kann Samenbildung unter Bedingungen ermöglichen, in denen sich eine Blüte nicht öffnet; die individuelle Selbstbestäubungsrate ist jedoch nicht gemessen. Die Art darf nicht mit einer permanent tiefen Wasserhaltung gleichgesetzt werden, da viele dokumentierte Standorte temporär sind.
Die Lebensform von Utricularia hydrocarpa Vahl ist eng an temporäre und permanente Süßgewässer, Flüsse, überflutete Savannen und Restinga-Gewässer gebunden. Aus diesem Befund lässt sich eine feuchte ökologische Nische ableiten, aber weder eine universelle Wasserhöhe noch ein numerischer Temperaturbereich. Die Besonderheit frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte sollte in einer ökologischen Erklärung berücksichtigt werden. Wo Feldbeobachtungen fehlen, bleibt eine Anpassungshypothese ausdrücklich eine Hypothese. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die submersen Blätter sind fadenförmig, häutig und dichotom verzweigt; an den Achsen befinden sich gestielte, ovale Fallen von etwa ein bis zwei Millimetern. Die Fallenöffnung liegt basal oder seitlich, und die zwei dorsalen Anhänge können einfach oder verzweigt sein. Der Blütenstand ist locker und meist unverzweigt, sein Schaft misst knapp einen Millimeter im Durchmesser und ist leicht aufgetrieben. Die rosa Krone ist acht bis zehn Millimeter lang, mit gelbem Gaumen und zweilappiger Unterlippe; die Kapsel ist kugelig. Die Merkmale liefern eine bessere Bestimmung als ein allgemeines Foto „Wasserschlauch mit pinker Blüte“.
Für die Bestimmung sind mehrere Merkmale gemeinsam zu dokumentieren: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Ein einzelnes Blatt- oder Blütenfoto kann den Habitus zeigen, belegt aber nicht alle diagnostischen Strukturen. Messwerte sind nur dann sinnvoll, wenn sie aus einer nachvollziehbaren Flora oder einem belegten Exemplar stammen; deswegen werden nicht belegte Größen hier nicht geschätzt. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
reference
Fangstrategie
U. hydrocarpa trägt an fein verzweigten submersen Blättern zahlreiche kleine Fallen. Diese liegen als gestielte Blasen entlang der fadenförmigen Achsen und können eine basale oder seitliche Öffnung besitzen. Der Saugmechanismus ist der Gattungstyp, aber die geprüfte Flora enthält keine artspezifische Beuteanalyse oder Messung der Fangrate. Die frei schwimmende Lebensweise macht den Fangraum unabhängig vom Bodensubstrat; sie beweist jedoch nicht, dass die Pflanze in nährstoffreichem oder dauerhaft stehendem Wasser besser wächst. Fallen sind von den Blattsegmenten getrennte Organe und sollten unter Vergrößerung betrachtet werden.
Die Fangorgane der Gattung sind umgebildete Blätter und sitzen an vegetativen Achsen, die je nach Lebensform im Wasser, auf nassem Boden oder in einem Pflanzenbecken verlaufen. Für Utricularia hydrocarpa Vahl ist frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte ein morphologischer Bezugspunkt, aber keine Messung der Fangrate. Artspezifische Beutedaten sind nur dann behauptet, wenn sie direkt untersucht wurden; allgemeine Funktionsbiologie wird nicht als spezielle Anpassung dieser Art ausgegeben. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
Die Art bildet offene rosa Blüten mit gelbem Gaumen und zugleich kann die unterste Blüte im Blütenstand kleistogam bleiben. Diese geschlossene Blüte ist eine Besonderheit, darf aber nicht ohne Versuch als vollständiger Beleg für eine bestimmte Selbstungsrate dargestellt werden. Nach der Blüte entstehen kleine kugelige Kapseln; die Fruchtstiele biegen sich nach unten. Florenbelege aus unterschiedlichen Regionen zeigen Blüten- und Fruchtfunde in mehreren Monaten. Das ist ein Nachweis regionaler Aktivität und kein globaler Dauerblühkalender. Samenansatz, Keimbedingungen und Samenbank wurden in den hier genutzten Floren nicht experimentell quantifiziert.
Die Blüten- und Fruchtbeobachtungen für Utricularia hydrocarpa Vahl sind regional und lückenhaft. Der verfügbare Befund zu frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte hilft bei der Erkennung, belegt aber nicht automatisch Selbstbestäubung, Keimungsdauer oder eine bestimmte Samenbank. Stolonen können vegetative Ausbreitung ermöglichen, während die Häufigkeit solcher Vermehrung im Freiland für diese Art nicht quantifiziert ist. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Als frei schwimmende Art braucht U. hydrocarpa ein offenes, flaches bis mäßig tiefes Wasservolumen, in dem Sprosse und Blütenstand frei aufsteigen können. Ein Topfsubstrat ist nicht erforderlich. Temporäre Naturgewässer legen nahe, saisonale Schwankungen zu beobachten, aber kein vollständiges Austrocknen der Kultur zu erzwingen. Die Quellen geben keinen verlässlichen pH-, Leitfähigkeits- oder Temperaturbereich an. Ein heller Platz ist für offene Gewässer plausibel; konkrete Grenzwerte fehlen. Das Profil empfiehlt regelmäßige Sichtkontrollen von Schaft, Fallen und Fruchtbildung, nicht einen festen Wasserwechselrhythmus.
Die Kulturfolgerungen bleiben bewusst innerhalb der Evidenz: temporäre und permanente Süßgewässer, Flüsse, überflutete Savannen und Restinga-Gewässer spricht für eine anhaltend feuchte Kultur, aber nicht für unbelegte Sollwerte. frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte ist für die Artbestimmung und die Beobachtung wichtig, liefert jedoch keine Temperatur- oder Lichtmessung. Kulturangaben sind daher als vorsichtige Startbedingungen gekennzeichnet und müssen an Herkunft, Wachstum und tatsächliche Reaktion der Pflanze angepasst werden. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
substrate
Substratökologie
Da der Spross frei schwimmt, wird U. hydrocarpa nicht über ein klassisches Wurzelmedium ernährt oder verankert. Das Kulturgefäß sollte genügend Wasserfläche bieten und fein verzweigte Pflanzenkörper ohne mechanischen Druck aufnehmen. Die Nutzung von Aquarienwasser ist eine Kulturentscheidung, keine aus der Flora belegte optimale Wasserchemie. Nährstoffeintrag, Leitfähigkeit und Algenentwicklung sollten getrennt beobachtet werden; die verfügbaren Artenbelege nennen keine idealen Konzentrationen. Sediment im Gefäß darf nicht als notwendiger Bodenkontakt verstanden werden, solange Pflanzen frei treiben.
Ein geeignetes Medium muss die bekannte Lebensform abbilden: temporäre und permanente Süßgewässer, Flüsse, überflutete Savannen und Restinga-Gewässer. Daraus folgt eine funktionale Anforderung an Wasserverfügbarkeit und Sauerstoffversorgung, nicht ein aus der Natur abgeschriebenes Mischungsverhältnis. Für Utricularia hydrocarpa Vahl sind keine belastbaren artspezifischen Sollwerte zu pH oder Leitfähigkeit angesetzt. Eigene Messreihen bleiben als Kulturbeobachtung kenntlich. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
practice
Praxisnotizen
Für die Diagnose sollten ein blühender Spross mit leicht aufgetriebenem Schaft, die rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen und zurückgebogene Fruchtstiele gezeigt werden. Eine Nahaufnahme kann außerdem die zweilappige Unterlippe und die Form des Sporns dokumentieren. Die unterste kleistogame Blüte ist gesondert zu erfassen, sofern sie am Exemplar zu erkennen ist. Das Protokoll hält Gewässertyp, dauerhafte oder temporäre Wasserführung, Oberflächenbedeckung und Fruchtbildung getrennt fest. Ein Foto ohne Maßstab kann die kleinen Fallen nicht abbilden. Kein fremdes Bild ohne Lizenznachweis wurde übernommen.
Bei dieser Art sollte eine Dokumentation frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte ebenso erfassen wie Herkunft, Entwicklungsstadium und Wasserregime. Die Kontrolle ist ein Beobachtungsintervall, keine Bewässerungsvorgabe. Ein Bild wird nur ergänzt, wenn Bestimmung, Lizenz und vollständige Attribution separat gesichert sind. So bleibt eine fehlende Aufnahme als offene Bildlücke sichtbar, statt ein fremdes oder taxonomisch unsicheres Motiv zu verwenden. Für Utricularia hydrocarpa Vahl bleibt dieser Unterschied wichtig: frei schwimmender Wuchs, rosa Krone mit gelbem Gaumen, fehlende Brakteolen, leicht aufgetriebener Schaft und kleistogame unterste Blüte. Aussagen, die über diese dokumentierte Merkmals- und Standortkombination hinausgehen, werden nicht als gesicherte Artmerkmale formuliert.
Kontrolle alle 7 Tage im aktiven Wachstum, alle 21 Tage in einer beobachteten Ruhephase und alle 7 Tage bei Sämlingen. Dies sind Beobachtungsabstände, keine Gieß- oder Wechselintervalle.
sources
Quellenangaben
- Flora do Espírito Santo: Lentibulariaceae, Utricularia hydrocarpa: vollständige Diagnose, Fundorte und Unterscheidungsmerkmale
- Flora do Rio de Janeiro: Lentibulariaceae: regionale Morphologie und Habitatdaten
- Guedes & Matias (2020), Flora do Ceará, Lentibulariaceae: floristische Verbreitung und Artbelege
- Royal Botanic Gardens, Kew, Plants of the World Online/WCVP, Utricularia hydrocarpa: akzeptierter Name und Areal
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Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Utricularia hydrocarpa, Stand 08.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/utricularia-hydrocarpa/