Black Trap Codex

Pinguicula vallisneriifolia

Fettkraut

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Gattung
Pinguicula
Herkunft
endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus
Autor
Webb

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
2 / 5 · hell ohne starke Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
hochWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.

Kulturgruppe

Pinguicula – iberisch kalkfelsen

Habitatbezogene Kulturgruppe für P. saetabensis, P. tejedensis, P. vallisneriifolia. 2019 anhand morphologischer Merkmale und nuklearer ITS-Daten als eigene valencianische Art abgegrenzt; früher mit P. mundi und P. vallisneriifolia verwechselt

Habitat-Logik

kalkige Kliffe und Balmen in thermomediterraner Höhenlage, etwa 400–600 m; die Pflanze wächst an beschatteten Überhängen und Felsnischen, wo Sickerwasser Kalktuff bildet

Kultur-Logik

Pflege am belegten Mikrohabitat und der Artphänologie ausrichten; mehrjährige iberische Felsart mit saisonaler Rosettenentwicklung; die Populationen folgen der Sickerfeuchte der Kalkwände und bilden keine nordische Hochmoor-Standardform

Substrat-Logik

kalkige, tuffbildende Felsnischen mit dauerhaftem bis saisonalem Sickerwasser; keine Messwerte für pH, Leitfähigkeit oder eine standardisierte Kulturmischung publiziert

Gattungsprofil

Pinguicula

Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.

Kultur-Logik

Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.

Substrat-Logik

Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.

Typische Fehler

Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Pinguicula vallisneriifolia gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.

Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: aufrechte, einzeln stehende violette Blüten; die regionale Flora gibt für Südspanien meist Mai bis Juni, mit Randterminen April und Juli, als Blütezeit an. Für den Jahresgang ist dokumentiert: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Bei Pinguicula vallisneriifolia sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Pinguicula vallisneriifolia Webb. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.

Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt – als auch die Blüte – aufrechte, einzeln stehende violette Blüten; die regionale Flora gibt für Südspanien meist Mai bis Juni, mit Randterminen April und Juli, als Blütezeit an – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Bei Pinguicula vallisneriifolia sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.

ecology

Standort und Verbreitung

Das bekannte Areal von Pinguicula vallisneriifolia wird in den Quellen so angegeben: endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.

Als Untergrund ist dokumentiert: kalkige, schattige Felswände, Travertin und dauerhaft feuchte Sickerstellen; ein Aquariumwasserstand ist nicht automatisch gleichwertig mit dem natürlichen Wasserfilm an der Wand. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.

ecology

Ökologische Anpassungen

Für Pinguicula vallisneriifolia ist folgender Jahresgang dokumentiert: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Die Quellen nennen als Lebensraum: schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.

Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula vallisneriifolia sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Als Herkunftsgebiet wird endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus angegeben. Für den Wurzelraum ist kalkige, schattige Felswände, Travertin und dauerhaft feuchte Sickerstellen; ein Aquariumwasserstand ist nicht automatisch gleichwertig mit dem natürlichen Wasserfilm an der Wand dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.

reference

Wuchsform und Morphologie

Die vegetative Beschreibung von Pinguicula vallisneriifolia nennt folgende Merkmale: ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: aufrechte, einzeln stehende violette Blüten; die regionale Flora gibt für Südspanien meist Mai bis Juni, mit Randterminen April und Juli, als Blütezeit an. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.

Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Das bekannte Herkunftsgebiet ist endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.

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Fangstrategie

Pinguicula vallisneriifolia fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt. Für den Jahresgang ist dokumentiert: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.

Als Lebensraum von Pinguicula vallisneriifolia ist schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: kalkige, schattige Felswände, Travertin und dauerhaft feuchte Sickerstellen; ein Aquariumwasserstand ist nicht automatisch gleichwertig mit dem natürlichen Wasserfilm an der Wand. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Zu den Blüten von Pinguicula vallisneriifolia sind folgende Merkmale dokumentiert: aufrechte, einzeln stehende violette Blüten; die regionale Flora gibt für Südspanien meist Mai bis Juni, mit Randterminen April und Juli, als Blütezeit an. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Die FloraAndalucía gibt (April) Mai bis Juni (Juli) für die südspanischen Populationen an. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.

Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula vallisneriifolia beschriebenen Artvergleich zu prüfen: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Bei der Kultur von Pinguicula vallisneriifolia sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen. Für den Wurzelraum ist kalkige, schattige Felswände, Travertin und dauerhaft feuchte Sickerstellen; ein Aquariumwasserstand ist nicht automatisch gleichwertig mit dem natürlichen Wasserfilm an der Wand dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.

Als bekanntes Areal wird endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.

substrate

Substrat-Ökologie

Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula vallisneriifolia ist folgende Beschreibung dokumentiert: kalkige, schattige Felswände, Travertin und dauerhaft feuchte Sickerstellen; ein Aquariumwasserstand ist nicht automatisch gleichwertig mit dem natürlichen Wasserfilm an der Wand. Die Art besiedelt Standorte, die als schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.

Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula vallisneriifolia nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden.

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Praxisnotizen

Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula vallisneriifolia sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: endemisch im südlichen Spanien in den Sierras de Cazorla, Segura, Las Villas und Castril sowie disjunkt bei Cázulas und am Río Tus. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: ausgeprägte jahreszeitliche Blattunterschiede: schmale, lange, aufrechte Sommerblätter stehen den kompakteren Frühlingsblättern gegenüber und erklären den Namen mit der an Vallisneria erinnernden Gestalt. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: aufrechte, einzeln stehende violette Blüten; die regionale Flora gibt für Südspanien meist Mai bis Juni, mit Randterminen April und Juli, als Blütezeit an. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: durch sehr lange, schmale, teils bandförmige Sommerblätter und ihre südiberischen Kalktuffstandorte von der kleinblättrigen P. nevadensis getrennt. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.

Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula vallisneriifolia ist als Lebensraum schattige, senkrechte Kalkfelsen und Travertinwände mit ständigem Sickerwasser auf etwa 600–1.700 m; einzelne Vorkommen liegen an Kaskaden und Quellrinnen dokumentiert. Für den Wurzelraum ist kalkige, schattige Felswände, Travertin und dauerhaft feuchte Sickerstellen; ein Aquariumwasserstand ist nicht automatisch gleichwertig mit dem natürlichen Wasserfilm an der Wand angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: temperater Jahresgang an permanent feuchten Felsen; die Art kann saisonal unterschiedliche Blätter bilden, sollte aber nicht mit einer mexikanischen trockenheitsbedingten Winterrosette gleichgesetzt werden. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.

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Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand07.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula vallisneriifolia, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-vallisneriifolia/