Pinguicula vallis-regiae

© Bouke ten Cate · CC BY 4.0 · Quelle

Black Trap Codex

Pinguicula vallis-regiae

Fettkraut

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Gattung
Pinguicula
Herkunft
auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m
Autor
F.Conti & Peruzzi

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
2 / 5 · hell ohne starke Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
hochWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.

Kulturgruppe

Pinguicula – mediterran kalkkliff

Habitatbezogene Kulturgruppe für P. sehuensis, P. vallis-regiae. von P. corsica durch den Kalkkliffstandort, die weit offene Krone mit nicht überlappenden Lappen und den längeren Sporn unterscheidbar; die Erstbeschreibung berichtet 2n=16

Habitat-Logik

kalkgebundene, meist senkrechte Kliffe aus Kalkstein, Travertin oder Konglomerat auf 1.035–1.185 m; bevorzugt werden nord- bis nordwestexponierte Felsflächen mit dünnem, schwach alkalischem Boden

Kultur-Logik

Pflege am belegten Mikrohabitat und der Artphänologie ausrichten; mehrjährig und homophyll, überwintert aber in Knospen beziehungsweise Hibernakeln; Blüte IV–VI, Fruchtreife VI–VII laut Erstbeschreibung

Substrat-Logik

dünne, schwach alkalische Böden auf Kalkstein, Travertin oder Konglomerat; keine künstliche Kalkgabe oder pH-Zielzahl aus dem bloßen Gesteinsvorkommen ableiten

Gattungsprofil

Pinguicula

Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.

Kultur-Logik

Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.

Substrat-Logik

Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.

Typische Fehler

Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Pinguicula vallis-regiae gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.

Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: breit geöffnete violette Krone mit weißem Zentrum und violetten Längsstreifen; die unteren Lappen überdecken einander nicht, der Sporn ist ungefähr 9–11 mm lang. Für den Jahresgang ist dokumentiert: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Bei Pinguicula vallis-regiae sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Pinguicula vallis-regiae F.Conti & Peruzzi. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.

Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm – als auch die Blüte – breit geöffnete violette Krone mit weißem Zentrum und violetten Längsstreifen; die unteren Lappen überdecken einander nicht, der Sporn ist ungefähr 9–11 mm lang – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Bei Pinguicula vallis-regiae sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.

ecology

Standort und Verbreitung

Das bekannte Areal von Pinguicula vallis-regiae wird in den Quellen so angegeben: auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.

Als Untergrund ist dokumentiert: sickerfeuchte Felsen der Camosciara im Dolomitgebiet; Wasserzufuhr am Standort ist wichtiger als ein aus dem Gesteinsnamen abgeleiteter pH-Sollwert. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.

ecology

Ökologische Anpassungen

Für Pinguicula vallis-regiae ist folgender Jahresgang dokumentiert: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Die Quellen nennen als Lebensraum: tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.

Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula vallis-regiae sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Als Herkunftsgebiet wird auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m angegeben. Für den Wurzelraum ist sickerfeuchte Felsen der Camosciara im Dolomitgebiet; Wasserzufuhr am Standort ist wichtiger als ein aus dem Gesteinsnamen abgeleiteter pH-Sollwert dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.

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Wuchsform und Morphologie

Die vegetative Beschreibung von Pinguicula vallis-regiae nennt folgende Merkmale: wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: breit geöffnete violette Krone mit weißem Zentrum und violetten Längsstreifen; die unteren Lappen überdecken einander nicht, der Sporn ist ungefähr 9–11 mm lang. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.

Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Das bekannte Herkunftsgebiet ist auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.

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Fangstrategie

Pinguicula vallis-regiae fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm. Für den Jahresgang ist dokumentiert: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.

Als Lebensraum von Pinguicula vallis-regiae ist tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: sickerfeuchte Felsen der Camosciara im Dolomitgebiet; Wasserzufuhr am Standort ist wichtiger als ein aus dem Gesteinsnamen abgeleiteter pH-Sollwert. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Zu den Blüten von Pinguicula vallis-regiae sind folgende Merkmale dokumentiert: breit geöffnete violette Krone mit weißem Zentrum und violetten Längsstreifen; die unteren Lappen überdecken einander nicht, der Sporn ist ungefähr 9–11 mm lang. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Der Typus wurde am 26. Mai gesammelt; das allein definiert keine vollständige Blühzeit. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.

Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula vallis-regiae beschriebenen Artvergleich zu prüfen: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Bei der Kultur von Pinguicula vallis-regiae sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet. Für den Wurzelraum ist sickerfeuchte Felsen der Camosciara im Dolomitgebiet; Wasserzufuhr am Standort ist wichtiger als ein aus dem Gesteinsnamen abgeleiteter pH-Sollwert dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.

Als bekanntes Areal wird auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.

substrate

Substrat-Ökologie

Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula vallis-regiae ist folgende Beschreibung dokumentiert: sickerfeuchte Felsen der Camosciara im Dolomitgebiet; Wasserzufuhr am Standort ist wichtiger als ein aus dem Gesteinsnamen abgeleiteter pH-Sollwert. Die Art besiedelt Standorte, die als tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.

Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula vallis-regiae nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung.

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Praxisnotizen

Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula vallis-regiae sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: auf die Camosciara im Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise in Mittelitalien begrenzt; der Erstbeleg liegt bei Villetta Barrea auf 1.073 m. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: wahrscheinlich homophylle Rosette mit relativ langen Blättern; die Artbeschreibung nennt eine Rosettenhöhe von 8,4–15,6 cm und Blattlängen meist um 3,5–6,2 cm. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: breit geöffnete violette Krone mit weißem Zentrum und violetten Längsstreifen; die unteren Lappen überdecken einander nicht, der Sporn ist ungefähr 9–11 mm lang. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: 2006 aus dem früher teils P. reichenbachiana zugeordneten Material beschrieben; lange Blätter, sehr weit geöffnete Krone und die nicht überlappenden Unterlippenlappen sind zentrale Diagnosen. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.

Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula vallis-regiae ist als Lebensraum tropfende beziehungsweise ständig sickerfeuchte Felsen im Dolomitgebiet; die publizierte Typuslokalität liegt nahe einem Wasserlauf im Schutzgebiet dokumentiert. Für den Wurzelraum ist sickerfeuchte Felsen der Camosciara im Dolomitgebiet; Wasserzufuhr am Standort ist wichtiger als ein aus dem Gesteinsnamen abgeleiteter pH-Sollwert angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: temperates ausdauerndes Fettkraut ohne belegte mexikanische Trockenzeitrosette; die Population wächst an sickerfeuchten Felsen und hat eine sehr lokale, empfindliche Verbreitung. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.

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Quellenangaben

Zitieren

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Aktueller Stand07.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula vallis-regiae, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-vallis-regiae/