Black Trap Codex
Pinguicula tonalaensis
Fettkraut
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- seasonalBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Black-Trap-Systemprofil
Substrat- und Strukturbedarf
- BT-Air
- hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
- BT-Water
- moderatWie stark das Substrat Wasser halten soll.
- BT-Flow
- moderatWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
- BT-Density
- niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
- Kapillaritaet
- moderatWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Kulturgruppe
Pinguicula – mexiko gips tonalaensis
Habitatbezogene Kulturgruppe für P. tonalaensis. 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina.
Habitat-Logik
auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht
Kultur-Logik
Pflege am belegten Mikrohabitat und der Artphänologie ausrichten; ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette
Substrat-Logik
Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert.
Gattungsprofil
Pinguicula
Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.
Habitat-Logik
Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.
Kultur-Logik
Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.
Substrat-Logik
Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.
Typische Fehler
Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
reference
Botanische Beschreibung
Pinguicula tonalaensis gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.
Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: einzelne weiße Blüte; die Kronröhre ist deutlich geknickt (genikulat), die Blütenmerkmale und das Fehlen von Propagulen an den Blattspitzen unterscheiden die Art von nahen Gips- und Sippenverwandten. Für den Jahresgang ist dokumentiert: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Bei Pinguicula tonalaensis sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.
taxonomy
Taxonomie
Der akzeptierte Name lautet Pinguicula tonalaensis López-Pérez & Zamudio. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.
Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen – als auch die Blüte – einzelne weiße Blüte; die Kronröhre ist deutlich geknickt (genikulat), die Blütenmerkmale und das Fehlen von Propagulen an den Blattspitzen unterscheiden die Art von nahen Gips- und Sippenverwandten – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Bei Pinguicula tonalaensis sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.
ecology
Standort und Verbreitung
Das bekannte Areal von Pinguicula tonalaensis wird in den Quellen so angegeben: nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.
Als Untergrund ist dokumentiert: Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.
ecology
Ökologische Anpassungen
Für Pinguicula tonalaensis ist folgender Jahresgang dokumentiert: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Die Quellen nennen als Lebensraum: auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.
Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula tonalaensis sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Als Herkunftsgebiet wird nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt angegeben. Für den Wurzelraum ist Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die vegetative Beschreibung von Pinguicula tonalaensis nennt folgende Merkmale: mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: einzelne weiße Blüte; die Kronröhre ist deutlich geknickt (genikulat), die Blütenmerkmale und das Fehlen von Propagulen an den Blattspitzen unterscheiden die Art von nahen Gips- und Sippenverwandten. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.
Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Das bekannte Herkunftsgebiet ist nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.
reference
Fangstrategie
Pinguicula tonalaensis fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen. Für den Jahresgang ist dokumentiert: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.
Als Lebensraum von Pinguicula tonalaensis ist auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.
reference
Reproduktion und Lebenszyklus
Zu den Blüten von Pinguicula tonalaensis sind folgende Merkmale dokumentiert: einzelne weiße Blüte; die Kronröhre ist deutlich geknickt (genikulat), die Blütenmerkmale und das Fehlen von Propagulen an den Blattspitzen unterscheiden die Art von nahen Gips- und Sippenverwandten. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Der frei zugängliche Text der Erstbeschreibung dokumentiert saisonale Winter- und Sommerrosetten; eine langjährige Blühphänologie wird daraus nicht abgeleitet. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.
Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula tonalaensis beschriebenen Artvergleich zu prüfen: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Bei der Kultur von Pinguicula tonalaensis sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht. Für den Wurzelraum ist Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.
Als bekanntes Areal wird nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.
substrate
Substrat-Ökologie
Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula tonalaensis ist folgende Beschreibung dokumentiert: Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert. Die Art besiedelt Standorte, die als auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.
Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula tonalaensis nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette.
practice
Praxisnotizen
Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula tonalaensis sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: nur von der Typuslokalität bei Santo Domingo im Municipio Tonalá, Oaxaca, Mexiko, bekannt. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: mehrjährige Art mit zwei Rosettenformen: eine hypogäische, knollig wirkende Winterrosette von etwa 7,5–12 mm Durchmesser mit 55–70 kleinen, fleischigen Blättern sowie eine lockere Sommerrosette mit 7–12 aufrechten, linearen Blättern von etwa 3,5–15,5 cm Länge; die Sommerblätter tragen Drüsenhaare und bilden keine apikalen Brutpflänzchen. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: einzelne weiße Blüte; die Kronröhre ist deutlich geknickt (genikulat), die Blütenmerkmale und das Fehlen von Propagulen an den Blattspitzen unterscheiden die Art von nahen Gips- und Sippenverwandten. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: 2025 anhand von Morphologie und phylogenetischen Daten als neue Art abgegrenzt; kennzeichnend sind die genikulate Kronröhre, die lineal-lanzettlichen Sommerblätter ohne apikale Propagulen und die Bindung an Gipsboden. Sie steht nahe der Gruppe aus P. heterophylla und P. medusina. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.
Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula tonalaensis ist als Lebensraum auf Gipsboden in Schluchten bei Santo Domingo Tonalá; die Erstbeschreibung kartiert nur das eng begrenzte Typusgebiet und bewertet die Art wegen ihres winzigen bekannten Areals als kritisch bedroht dokumentiert. Für den Wurzelraum ist Gipsboden der südlichen mexikanischen Typusregion; die Artbeschreibung ordnet den Standort trockener Xerophytengesellschaft zu. Gips nicht durch Kalkstein ersetzen; konkrete Leitfähigkeits- und pH-Grenzen sind nicht publiziert angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: ausdauernder saisonaler mexikanischer Zyklus mit hypogäischer Winterrosette und lockerer, aufrechter Sommerrosette; sie ist weder eine einjährige P. takakii noch eine Art mit permanent gleicher Rosette. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.
sources
Quellenangaben
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula tonalaensis, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-tonalaensis/
