Black Trap Codex

Pinguicula takakii

Fettkraut

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Gattung
Pinguicula
Herkunft
San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez
Autor
S.Z.Ruiz & Rzed.

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
4 / 5 · sehr hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
seasonalBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
moderatWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
moderatWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
moderatWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.

Kulturgruppe

Pinguicula – mexiko gips takakii jahrig

Habitatbezogene Kulturgruppe für P. takakii. von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette

Habitat-Logik

offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert

Kultur-Logik

Pflege am belegten Mikrohabitat und der Artphänologie ausrichten; einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden

Substrat-Logik

verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit

Gattungsprofil

Pinguicula

Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.

Kultur-Logik

Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.

Substrat-Logik

Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.

Typische Fehler

Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Pinguicula takakii gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.

Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: dunkelrote Blütenstiele und dunkelroter zweilippiger Kelch; violette Krone mit gelbem Schlund, gelbem unteren Röhrenteil und gelbem kurzen Sporn. Für den Jahresgang ist dokumentiert: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Bei Pinguicula takakii sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Pinguicula takakii S.Z.Ruiz & Rzed.. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.

Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird – als auch die Blüte – dunkelrote Blütenstiele und dunkelroter zweilippiger Kelch; violette Krone mit gelbem Schlund, gelbem unteren Röhrenteil und gelbem kurzen Sporn – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Bei Pinguicula takakii sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.

ecology

Standort und Verbreitung

Das bekannte Areal von Pinguicula takakii wird in den Quellen so angegeben: San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.

Als Untergrund ist dokumentiert: verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.

ecology

Ökologische Anpassungen

Für Pinguicula takakii ist folgender Jahresgang dokumentiert: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Die Quellen nennen als Lebensraum: offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.

Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula takakii sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Als Herkunftsgebiet wird San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez angegeben. Für den Wurzelraum ist verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.

reference

Wuchsform und Morphologie

Die vegetative Beschreibung von Pinguicula takakii nennt folgende Merkmale: sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: dunkelrote Blütenstiele und dunkelroter zweilippiger Kelch; violette Krone mit gelbem Schlund, gelbem unteren Röhrenteil und gelbem kurzen Sporn. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.

Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Das bekannte Herkunftsgebiet ist San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.

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Fangstrategie

Pinguicula takakii fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird. Für den Jahresgang ist dokumentiert: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.

Als Lebensraum von Pinguicula takakii ist offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Zu den Blüten von Pinguicula takakii sind folgende Merkmale dokumentiert: dunkelrote Blütenstiele und dunkelroter zweilippiger Kelch; violette Krone mit gelbem Schlund, gelbem unteren Röhrenteil und gelbem kurzen Sporn. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Die Kulturquelle berichtet keine belastbare feldbasierte Blühzeit. Die Erstbeschreibung sollte für Blütenmerkmale und Standort Vorrang haben. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.

Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula takakii beschriebenen Artvergleich zu prüfen: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Bei der Kultur von Pinguicula takakii sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert. Für den Wurzelraum ist verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.

Als bekanntes Areal wird San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.

substrate

Substrat-Ökologie

Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula takakii ist folgende Beschreibung dokumentiert: verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit. Die Art besiedelt Standorte, die als offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.

Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula takakii nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden.

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Praxisnotizen

Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula takakii sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: San-Luis-Potosí, Mexiko; Erstbelege stammen aus den Gipsgruben von Guaxcama und San Rafael bei Buenavista, Gemeinde Villa Juárez. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: sehr kleine, etwa 5–16 mm lange spatelförmige bis verkehrt-eiförmige Blätter; die Erstbeschreibung vermerkt ausdrücklich, dass keine Winterrosette ausgebildet wird. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: dunkelrote Blütenstiele und dunkelroter zweilippiger Kelch; violette Krone mit gelbem Schlund, gelbem unteren Röhrenteil und gelbem kurzen Sporn. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: von P. lilacina und P. sharpii sowohl durch die kleineren Blätter als auch vor allem durch die Gipsstandorte getrennt; gegenüber P. gypsicola fehlt die typische saisonale Winterrosette. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.

Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula takakii ist als Lebensraum offene, trockene Gipsabhänge auf etwa 1.350–1.400 m, zusammen mit Rosettensträuchern wie Agave, Hechtia und Dasylirion; Selaginella ist als Begleiter dokumentiert dokumentiert. Für den Wurzelraum ist verwitterter Gips in trockenem mexikanischem Rosettenstrauch-Matorral; Calciumsulfat ist mineralogisch nicht dasselbe wie Kalkstein oder Dolomit angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: einjährig; sie bildet keinen nichtkarnivoren Winterkranz. Der kurze Lebenszyklus auf saisonal trockenem Gips darf nicht als Kulturform der ähnlich kleinen P. gypsicola missverstanden werden. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.

sources

Quellenangaben

Zitieren

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Aktueller Stand07.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula takakii, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-takakii/