Black Trap Codex
Pinguicula ombrophila
Fettkraut
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 2 / 5 · hell ohne starke Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Black-Trap-Systemprofil
Substrat- und Strukturbedarf
- BT-Air
- hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
- BT-Water
- hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
- BT-Flow
- hochWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
- BT-Density
- niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
- Kapillaritaet
- hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Kulturgruppe
Pinguicula – anden nassfels
Habitatbezogene Kulturgruppe für P. ombrophila, P. rosmarieae. Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab
Habitat-Logik
als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor
Kultur-Logik
Pflege am belegten Mikrohabitat und der Artphänologie ausrichten; gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel
Substrat-Logik
dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht
Gattungsprofil
Pinguicula
Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.
Habitat-Logik
Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.
Kultur-Logik
Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.
Substrat-Logik
Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.
Typische Fehler
Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
reference
Botanische Beschreibung
Pinguicula ombrophila gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.
Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: gelber Gaumen und sehr kurze Blütenschäfte, die kaum länger als die Blätter sind; diese Kombination hilft bei der Bestimmung. Für den Jahresgang ist dokumentiert: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Bei Pinguicula ombrophila sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.
taxonomy
Taxonomie
Der akzeptierte Name lautet Pinguicula ombrophila Á.J.Pérez, Tobar & T.Henning. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.
Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata – als auch die Blüte – gelber Gaumen und sehr kurze Blütenschäfte, die kaum länger als die Blätter sind; diese Kombination hilft bei der Bestimmung – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Bei Pinguicula ombrophila sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.
ecology
Standort und Verbreitung
Das bekannte Areal von Pinguicula ombrophila wird in den Quellen so angegeben: Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.
Als Untergrund ist dokumentiert: dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.
ecology
Ökologische Anpassungen
Für Pinguicula ombrophila ist folgender Jahresgang dokumentiert: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Die Quellen nennen als Lebensraum: als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.
Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula ombrophila sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Als Herkunftsgebiet wird Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors angegeben. Für den Wurzelraum ist dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.
reference
Wuchsform und Morphologie
Die vegetative Beschreibung von Pinguicula ombrophila nennt folgende Merkmale: breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: gelber Gaumen und sehr kurze Blütenschäfte, die kaum länger als die Blätter sind; diese Kombination hilft bei der Bestimmung. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.
Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Das bekannte Herkunftsgebiet ist Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.
reference
Fangstrategie
Pinguicula ombrophila fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata. Für den Jahresgang ist dokumentiert: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.
Als Lebensraum von Pinguicula ombrophila ist als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.
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Reproduktion und Lebenszyklus
Zu den Blüten von Pinguicula ombrophila sind folgende Merkmale dokumentiert: gelber Gaumen und sehr kurze Blütenschäfte, die kaum länger als die Blätter sind; diese Kombination hilft bei der Bestimmung. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Blühendes Typusmaterial liegt vor; eine umfassende phänologische Beobachtungsreihe gibt es noch nicht. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.
Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula ombrophila beschriebenen Artvergleich zu prüfen: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.
culture
Kulturrelevante Schlussfolgerungen
Bei der Kultur von Pinguicula ombrophila sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor. Für den Wurzelraum ist dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.
Als bekanntes Areal wird Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.
substrate
Substrat-Ökologie
Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula ombrophila ist folgende Beschreibung dokumentiert: dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht. Die Art besiedelt Standorte, die als als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.
Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula ombrophila nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel.
practice
Praxisnotizen
Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula ombrophila sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: Reserva Biológica Cerro Plateado in Zamora-Chinchipe im Südosten Ecuadors. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: breite, flache, nahezu sitzende eiförmige bis verkehrt-eiförmige Fangblätter von etwa 20–30 mm; ihre Ränder sind kaum eingerollt, anders als bei P. calyptrata. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: gelber Gaumen und sehr kurze Blütenschäfte, die kaum länger als die Blätter sind; diese Kombination hilft bei der Bestimmung. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: Die Erstbeschreibung grenzt P. ombrophila von P. calyptrata, P. jimburensis und P. rosmarieae anhand der breiten, flachen Blätter, des gelben Gaumens und der kurzen Blütenschäfte ab. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.
Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula ombrophila ist als Lebensraum als Lithophyt auf nassen Sandsteinwänden in etwa 2.850–2.900 m Höhe im feuchten Bergwald; die Art wächst nicht im Torfmoor dokumentiert. Für den Wurzelraum ist dünne Wurzelauflage auf nassem Sandstein; gemessene pH- oder Leitfähigkeitswerte sind nicht veröffentlicht angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: gleichblättrige, an feuchte Felsen gebundene Art ohne belegtes temperiertes Hibernakel. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.
sources
Quellenangaben
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula ombrophila, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-ombrophila/
