Black Trap Codex

Pinguicula lavalvae

Fettkraut

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Gattung
Pinguicula
Herkunft
Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien
Autor
Innangi & Izzo

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
hochWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.

Kulturgruppe

Pinguicula lavalvae – Sickerfelsen Kampaniens

Kulturgruppe für den kleinräumigen Endemiten Pinguicula lavalvae aus dem Sabato-Tal und den Picentini-Bergen in Kampanien. Die italienische Art wächst an feuchten Fels- und Quellstandorten. Ihre taxonomische Abgrenzung zu P. hirtiflora wird diskutiert; die beiden Profile bleiben dennoch eigenständig.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen und Sickerstellen am Monte Accellica und im Picentini-Gebirge, Süditalien.

Kultur-Logik

Kontinuierliche Feuchte und gute Belüftung an den Sickerstellen nachbilden. Saisonale Änderungen berücksichtigen, ohne einen festen Kulturkalender vorzutäuschen.

Substrat-Logik

Luftiges mineralisches Felsmedium mit dauerhaftem Sickerwasser; keine allgemeingültigen pH- oder Leitfähigkeitswerte belegt.

Gattungsprofil

Pinguicula

Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.

Kultur-Logik

Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.

Substrat-Logik

Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.

Typische Fehler

Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

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Botanische Beschreibung

Pinguicula lavalvae gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.

Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: weiße Krone ohne netzartige Streifen im Schlund, kleiner und weniger weit geöffnet als bei P. hirtiflora; Kelch größer. Für den Jahresgang ist dokumentiert: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Bei Pinguicula lavalvae sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Pinguicula lavalvae Innangi & Izzo. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.

Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie – als auch die Blüte – weiße Krone ohne netzartige Streifen im Schlund, kleiner und weniger weit geöffnet als bei P. hirtiflora; Kelch größer – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Bei Pinguicula lavalvae sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.

ecology

Standort und Verbreitung

Das bekannte Areal von Pinguicula lavalvae wird in den Quellen so angegeben: Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.

Als Untergrund ist dokumentiert: mediterrane Feuchtfelsen und Sickerwasserstellen; pH und Leitfähigkeit nicht als Kulturwerte publiziert. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.

ecology

Ökologische Anpassungen

Für Pinguicula lavalvae ist folgender Jahresgang dokumentiert: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Die Quellen nennen als Lebensraum: feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.

Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula lavalvae sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Als Herkunftsgebiet wird Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien angegeben. Für den Wurzelraum ist mediterrane Feuchtfelsen und Sickerwasserstellen; pH und Leitfähigkeit nicht als Kulturwerte publiziert dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.

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Wuchsform und Morphologie

Die vegetative Beschreibung von Pinguicula lavalvae nennt folgende Merkmale: grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: weiße Krone ohne netzartige Streifen im Schlund, kleiner und weniger weit geöffnet als bei P. hirtiflora; Kelch größer. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.

Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Das bekannte Herkunftsgebiet ist Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.

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Fangstrategie

Pinguicula lavalvae fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie. Für den Jahresgang ist dokumentiert: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.

Als Lebensraum von Pinguicula lavalvae ist feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: mediterrane Feuchtfelsen und Sickerwasserstellen; pH und Leitfähigkeit nicht als Kulturwerte publiziert. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Zu den Blüten von Pinguicula lavalvae sind folgende Merkmale dokumentiert: weiße Krone ohne netzartige Streifen im Schlund, kleiner und weniger weit geöffnet als bei P. hirtiflora; Kelch größer. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Für die ausgewerteten Belege ist keine überregional einheitliche Blühzeit angegeben. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.

Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula lavalvae beschriebenen Artvergleich zu prüfen: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Bei der Kultur von Pinguicula lavalvae sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region. Für den Wurzelraum ist mediterrane Feuchtfelsen und Sickerwasserstellen; pH und Leitfähigkeit nicht als Kulturwerte publiziert dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.

Als bekanntes Areal wird Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.

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Substrat-Ökologie

Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula lavalvae ist folgende Beschreibung dokumentiert: mediterrane Feuchtfelsen und Sickerwasserstellen; pH und Leitfähigkeit nicht als Kulturwerte publiziert. Die Art besiedelt Standorte, die als feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.

Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula lavalvae nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben.

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Praxisnotizen

Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula lavalvae sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: Sabato-Tal im Monte-Picentini-Gebirge, Campania, Süditalien. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: grundständige Fangblattrosette; Erstbeschreibung stützt Abgrenzung vor allem auf Blüten- und Kelchmorphometrie. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: weiße Krone ohne netzartige Streifen im Schlund, kleiner und weniger weit geöffnet als bei P. hirtiflora; Kelch größer. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: POWO akzeptiert den Namen P. lavalvae. Eine spätere molekulare Arbeit fand Ähnlichkeiten mit P. hirtiflora; der taxonomische Rang wird deshalb weiter geprüft. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.

Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula lavalvae ist als Lebensraum feuchte Fels- und Quellstandorte der Picentini-Berge; schmaler Endemit der Sabato-Tal-Region dokumentiert. Für den Wurzelraum ist mediterrane Feuchtfelsen und Sickerwasserstellen; pH und Leitfähigkeit nicht als Kulturwerte publiziert angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: mehrjährig laut akzeptierter Taxonomie; genauer Zyklus und Ruheform nicht ausreichend für festen Kulturkalender beschrieben. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.

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Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand07.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula lavalvae, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-lavalvae/