Black Trap Codex

Pinguicula jarmilae

Fettkraut

Aktiv
Familie
Lentibulariaceae
Gattung
Pinguicula
Herkunft
Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo
Autor
Halda & Malina

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
4 / 5 · anspruchsvoll1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
3 / 5 · hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
nassBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
hochLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
moderatWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
moderatWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.

Kulturgruppe

Pinguicula – Anden, montan und immerfeucht

Gruppe für hochandine Pinguicula ohne belegtes Hibernakel. Die nördlichen Anden zeigen starke Populationsvariabilität; jedes Taxon muss anhand von Blatt-, Blüten- und Standortmerkmalen geprüft werden.

Habitat-Logik

Kühle, sehr feuchte Andenhochlagen mit Nebel und hoher Niederschlagsverfügbarkeit

Kultur-Logik

Feucht, aber gut belüftet; eine kalte Trockenruhe ist nicht belegt.

Substrat-Logik

Je nach Population mineralisch oder organisch; Chemie und Textur nicht vereinheitlichen.

Gattungsprofil

Pinguicula

Fettkraut-Gattung mit stark unterschiedlichen mexikanischen, warmtemperierten und kaltgemäßigten Kulturtypen.

Habitat-Logik

Feuchte Felsen, Quellfluren, Moore und mineralische Standorte von warmen Regionen bis in alpine Lagen.

Kultur-Logik

Wasserführung, Substratchemie und Ruhephase unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Kulturgruppen.

Substrat-Logik

Von stark mineralischen und kalkhaltigen Mischungen bis zu sauren, dauerhaft feuchten Moor- und Quellsubstraten.

Typische Fehler

Mexikanische und temperierte Arten gleich kultivieren, sukkulente Winterrosetten zu nass halten und artspezifische Kalk- beziehungsweise Säureansprüche ignorieren.

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

reference

Botanische Beschreibung

Pinguicula jarmilae gehört zu den Fettkräutern (Lentibulariaceae). Die botanischen Beschreibungen nennen folgende Blattmerkmale: ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo. Die Quellen beschreiben den Lebensraum so: feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m. Diese Angaben gehören zu einer bestimmten Art und dürfen nicht ohne Beleg auf andere Pinguicula übertragen werden. Für die Bestimmung ist die Merkmalskombination aussagekräftiger als ein einzelnes Blatt oder ein Foto ohne Angabe der Jahreszeit.

Zu den Blütenmerkmalen halten die Quellen fest: Krone und Sporn ähneln P. calyptrata; die Typusdiagnose kombiniert vegetative und florale Merkmale. Für den Jahresgang ist dokumentiert: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Bei Pinguicula jarmilae sollten daher Blätter, Blüte und Entwicklungsstadium gemeinsam dokumentiert werden; je nach Saison können sie ein unterschiedliches Bild zeigen. Die vorhandenen Angaben belegen nicht automatisch eine bestimmte Variationsbreite innerhalb des gesamten Areals. Bei Pflanzen unbekannter Herkunft ist es sinnvoll, Herkunft, Rosettenzustand und Blütenmerkmale am selben Exemplar festzuhalten.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Pinguicula jarmilae Halda & Malina. Zur Abgrenzung gegenüber ähnlichen Taxa wird folgender Unterschied beschrieben: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Als Verbreitungsgebiet wird angegeben: Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo. Name, Autorenschaft und Artstatus richten sich nach der im Quellenabschnitt verlinkten taxonomischen Behandlung. Historische Etiketten oder eine ähnliche Kulturform reichen für sich genommen nicht aus, um eine Pflanze als Synonym, Varietät oder eigenständige Art einzuordnen.

Für die morphologische Prüfung sind sowohl die vegetativen Merkmale – ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet – als auch die Blüte – Krone und Sporn ähneln P. calyptrata; die Typusdiagnose kombiniert vegetative und florale Merkmale – relevant. Der dokumentierte Jahresgang lautet: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Bei Pinguicula jarmilae sollte eine Bestimmung deshalb möglichst an einer Pflanze mit nachvollziehbarer Herkunft und, wenn möglich, Blütenbeleg überprüft werden. Wo Freilandbeobachtungen oder Vergleichsmaterial fehlen, bleibt diese Unsicherheit ausdrücklich bestehen; sie wird nicht mit Merkmalen verwandter Arten aufgefüllt.

ecology

Standort und Verbreitung

Das bekannte Areal von Pinguicula jarmilae wird in den Quellen so angegeben: Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo. Die veröffentlichten Standortangaben lauten: feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m. Sie beruhen auf den dokumentierten Fundorten; ob alle Populationen dieselben Bedingungen teilen, ist damit nicht belegt. Für die ökologische Einordnung sind konkrete Faktoren wie Höhenlage, Exposition, Wasserangebot und Begleitvegetation getrennt zu betrachten. Die Quellen verweisen auf einzelne Belege und Fundorte, erlauben aber nicht zwingend eine vollständige Abgrenzung des Areals.

Als Untergrund ist dokumentiert: dauerhaft tropfender Sandstein mit dünnem Wasserfilm; kein tiefes Moorbett. Für die Unterscheidung von ähnlichen Arten ist außerdem folgender Vergleich überliefert: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Daraus lassen sich keine unbelegten pH-, Temperatur- oder Feuchtegrenzen ableiten. Auch ein kleines bekanntes Areal ist für sich genommen keine formale Gefährdungseinstufung. Neue Fundmeldungen sollten nach Möglichkeit Fundort, Höhe, Mikrohabitat und Blühzustand zusammen dokumentieren, damit sie mit den vorhandenen Angaben vergleichbar sind.

ecology

Ökologische Anpassungen

Für Pinguicula jarmilae ist folgender Jahresgang dokumentiert: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Die Quellen nennen als Lebensraum: feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m. Auch die Blattentwicklung ist festgehalten: ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet. Zusammen zeigen diese Angaben, welche saisonalen Merkmale an belegten Pflanzen beobachtet wurden; sie beweisen jedoch nicht, dass jede Population identisch reagiert. Verallgemeinerungen auf die gesamte Gattung wären daher nicht gerechtfertigt.

Eine belegte Ruheform muss von einer bloßen Verkleinerung durch Stress unterschieden werden. Für Pinguicula jarmilae sind deshalb nur die publizierten Hinweise maßgeblich: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Als Herkunftsgebiet wird Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo angegeben. Für den Wurzelraum ist dauerhaft tropfender Sandstein mit dünnem Wasserfilm; kein tiefes Moorbett dokumentiert. Eine nicht belegte Kälteruhe oder Trockenheitsanpassung wird nicht ergänzt. In Kultur können Blattfolge und Feuchteverlauf getrennt notiert werden; so lässt sich besser erkennen, ob eine Veränderung dem beschriebenen Zyklus folgt oder auf Haltungsbedingungen zurückgeht.

reference

Wuchsform und Morphologie

Die vegetative Beschreibung von Pinguicula jarmilae nennt folgende Merkmale: ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet. Zur Blüte sind diese Kennzeichen dokumentiert: Krone und Sporn ähneln P. calyptrata; die Typusdiagnose kombiniert vegetative und florale Merkmale. Für eine Bestimmung sollte man die Merkmalskombination heranziehen, denn Blattfarbe oder Rosettengröße allein sind selten ausreichend. Besonders bei saisonal wechselnden Arten sollte die Dokumentation angeben, ob das Exemplar Fangblätter oder eine Ruheform trägt. Wenn möglich, werden Blüte und Rosette derselben Herkunft gemeinsam fotografiert oder beschrieben.

Zur Abgrenzung gegenüber verwandten oder früher verwechselten Taxa wird folgender Vergleich herangezogen: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Das bekannte Herkunftsgebiet ist Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo. Je nach taxonomischer Fragestellung können zusätzlich Blattbasis und -rand, Blattspitze, Kelch, Kronform und Sporn zu vergleichen sein. Nur Merkmale, die an beschriebenem oder nachvollziehbar bestimmtem Material belegt sind, sollten als Diagnosekriterien gelten. Nicht publizierte Maße oder Variationsbreiten werden hier nicht ergänzt.

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Fangstrategie

Pinguicula jarmilae fängt Beute mit den drüsigen Oberflächen ihrer Fangblätter. Die Quellen beschreiben diese Blätter so: ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet. Für den Jahresgang ist dokumentiert: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Das gibt den zeitlichen Rahmen an, in dem Fangblätter oder eine gegebenenfalls nichtkarnivore Ruheform auftreten. Das allgemeine Funktionsprinzip der Gattung erklärt die Fangweise, liefert aber keine artspezifischen Messwerte zu Beuteanteilen oder Verdauungsgeschwindigkeit. Solche Zahlen werden hier nicht aus anderen Arten übertragen.

Als Lebensraum von Pinguicula jarmilae ist feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m beschrieben. Zum Wurzelraum nennen die Quellen: dauerhaft tropfender Sandstein mit dünnem Wasserfilm; kein tiefes Moorbett. Diese Standortangaben helfen, den Zusammenhang zwischen verfügbarem Wasser, Belüftung und Blattentwicklung zu verstehen. Aus der Fangfunktion folgt keine Notwendigkeit, die Pflanze gezielt zu füttern. Für die Kulturbeobachtung sind der Zustand der Fangblätter und ihre zeitliche Entwicklung aussagekräftiger als eine unbelegte Annahme darüber, welche Beute die Art bevorzugt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Zu den Blüten von Pinguicula jarmilae sind folgende Merkmale dokumentiert: Krone und Sporn ähneln P. calyptrata; die Typusdiagnose kombiniert vegetative und florale Merkmale. Zur Blühzeit geben die ausgewerteten Quellen an: Für die ausgewerteten Belege ist keine überregional einheitliche Blühzeit angegeben. Fundort und Jahresgang können beeinflussen, wann eine Population blüht; für diese Art ist folgender Zyklus dokumentiert: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Ein einzelner Kulturtermin ist daher nicht ohne Weiteres auf das gesamte natürliche Areal übertragbar. Die angegebenen Blütenmerkmale sollten zusammen mit Herkunft und Beobachtungsdatum festgehalten werden.

Blüten- und vegetative Merkmale derselben Pflanze helfen, den für Pinguicula jarmilae beschriebenen Artvergleich zu prüfen: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Die verfügbaren Quellen liefern keine ausreichenden artspezifischen Angaben zu Bestäubern, Selbstung oder Keimraten. Wo solche Daten fehlen, werden keine Vermutungen als gesicherte Tatsachen dargestellt. Für Saatgut- oder Herbarangaben gehören Herkunft und Blühzustand zur Dokumentation. Konkrete Bedingungen der Keimung müssten für dieses Taxon gesondert untersucht werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Bei der Kultur von Pinguicula jarmilae sollten zunächst die belegten Standortangaben berücksichtigt werden: feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m. Für den Wurzelraum ist dauerhaft tropfender Sandstein mit dünnem Wasserfilm; kein tiefes Moorbett dokumentiert. Der Jahresgang wird folgendermaßen beschrieben: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Diese Informationen sprechen dafür, Feuchte, Belüftung und saisonale Entwicklung gemeinsam zu beobachten. Die Quellen liefern keine Grundlage für pauschale Temperatur- oder Luftfeuchtegrenzen. Eine Ruhephase sollte deshalb nicht nach dem Kalender einer anderen Fettkrautart erzwungen werden.

Als bekanntes Areal wird Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo angegeben; das bildet den geographischen Rahmen, nicht automatisch ein exaktes Kulturrezept. Zu den artspezifischen Kontrollmerkmalen zählen: ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet. Zur Abgrenzung wird außerdem folgender Unterschied genannt: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Änderungen an Licht, Wasser oder Substrat lassen sich besser beurteilen, wenn sie einzeln vorgenommen und protokolliert werden. Dabei sollten bekannte Unterschiede zwischen Herkunftsorten und der aktuelle Zustand der Pflanze berücksichtigt werden.

substrate

Substrat-Ökologie

Für den natürlichen Wurzelraum von Pinguicula jarmilae ist folgende Beschreibung dokumentiert: dauerhaft tropfender Sandstein mit dünnem Wasserfilm; kein tiefes Moorbett. Die Art besiedelt Standorte, die als feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m beschrieben werden. Daraus lässt sich ableiten, welche Form der Wasserzufuhr – etwa Bodenfeuchte, Sickerwasser oder zeitweiliges Regenwasser – bei der Interpretation des Fundorts geprüft werden sollte; ohne konkrete Messung bleibt das im Einzelfall offen. Gips, Kalk, Silikatsand, Moosauflagen und nasse Felsflächen sind ökologisch nicht austauschbar.

Eine genaue pH-, Leitfähigkeits- oder Nährstoffgrenze wird für Pinguicula jarmilae nur dann behauptet, wenn sie in einer Quelle gemessen wurde. Ohne solche Daten ist weder eine bestimmte Substratzutat noch ein Zahlenwert als Optimum belegt. Zur taxonomischen Abgrenzung wird folgender Unterschied genannt: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Ein Kulturgefäß kann den natürlichen Mikrostandort nicht vollständig nachbilden; die dokumentierte Wasserführung und eine gut kontrollierbare Wurzelzone sind daher wichtiger als eine unbelegte Standardmischung. Der beschriebene Jahresgang lautet: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels.

practice

Praxisnotizen

Bei einem Bestand mit dem Etikett Pinguicula jarmilae sollte zuerst die Herkunft geprüft werden. Die Quellen geben als Verbreitungsgebiet an: Chuquisaca, Südostbolivien, nahe Nuevo Mundo. Zu den vegetativen Kennzeichen zählen: ungewöhnlich große längliche Andenblätter mit nur leicht eingerolltem Rand; axilläre Stolonen wurden an kultivierten Pflanzen beobachtet. Zur Blüte sind folgende Merkmale dokumentiert: Krone und Sporn ähneln P. calyptrata; die Typusdiagnose kombiniert vegetative und florale Merkmale. Zur Unterscheidung von ähnlichen Taxa ist folgender Vergleich relevant: POWO akzeptiert P. jarmilae und führt P. chuquisacensis als Synonym. Da die Priorität der Namen diskutiert wird, sollten sie nicht als zwei getrennte Arten angelegt werden. Ein einzelnes Foto ohne Jahreszeit und Herkunft sichert die Bestimmung nicht ab, insbesondere wenn sich die Rosette im Verlauf des Jahres verändert.

Im Kulturprotokoll sollten Blattfolge, Wasserstand, Licht, Substrat, Blühbeginn und Ruheform getrennt notiert werden. Für Pinguicula jarmilae ist als Lebensraum feuchte senkrechte Sandsteinwand mit Sickerwasser; spätere Feldstudien zum Synonym P. chuquisacensis nennen etwa 2.100–2.500 m dokumentiert. Für den Wurzelraum ist dauerhaft tropfender Sandstein mit dünnem Wasserfilm; kein tiefes Moorbett angegeben. Zum Jahresgang hält die Literatur fest: mehrjährig; kein kaltes Hibernakel in Feldbeschreibungen belegt; ganzjährig sickernder Fels. Nicht belegte Angaben zu Temperatur, Bestäubern oder Keimung bleiben offene Fragen, statt aus einer verwandten Art übernommen zu werden. Regelmäßige Sichtkontrolle ergänzt die Prüfung der Diagnosemerkmale und der Substratfeuchte.

sources

Quellenangaben

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand07.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Pinguicula jarmilae, Stand 07.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/pinguicula-jarmilae/