Weißtorf aus Hochmoortorf mit Torfmoosresten in einer Hand

Black Trap Codex · Material

Weißtorf

Weißtorf ist schwach zersetzter Hochmoortorf aus Torfmoosen. In Karnivorensubstraten macht er das Milieu sauer und nährstoffarm und speichert viel Wasser.

Organisch

Eigenschaften

  • SauerEin niedriger pH-Wert, wie im Moor.
  • Hält WasserTorf speichert viel Wasser.
  • NährstoffarmWenn er ungedüngt und salzarm ist.

Wozu man es verwendet

Weißtorf ist der Hauptbestandteil vieler Karnivorensubstrate. Er sorgt dort für das saure Milieu und für eine Wasserreserve. Er wird meist mit Sand oder Perlite gemischt, damit die Mischung locker bleibt. Standardkomponente ist er bei Dionaea, Sarracenia und Drosera. Bei Cephalotus wird der Torfanteil bewusst niedrig gehalten, weil sich Salze aus dem Gießwasser anreichern können. Bei mexikanischen Pinguicula wird die Säure des Torfs mit Kalk ausgeglichen. Für Nepenthes nennt die ICPS Torf als möglichen Mischungsbestandteil.

Was es ist

Torf entsteht in Mooren aus unvollständig zersetzten Pflanzenresten. Hochmoortorf stammt überwiegend aus Torfmoosen (Sphagnum), die unter sauren, wassergesättigten Bedingungen wachsen und sich ablagern. Schwach zersetzter Torf wird Weißtorf genannt, stark zersetzter Schwarztorf.

Wirkung im Substrat

Weißtorf macht das Substrat sauer und speichert viel Wasser. Das entspricht dem Milieu, in dem Karnivoren natürlich wachsen: nasse, saure und nährstoffarme Moore.

Worauf es ankommt

Wie viel Wasser und Luft Torf hält, hängt vom Zersetzungsgrad und von der Körnung ab. Stärker zersetzter Torf hält weniger verfügbares Wasser. Torf muss frei von Düngerzusätzen und Salzen sein: Die International Carnivorous Plant Society warnt vor aufgedüngten Substraten und vor Salzbelastung einzelner Torfmarken. Trocken lässt sich Torf schwer benetzen.

Hinweise

  • „Hochmoortorf“ allein sagt nichts über den Zersetzungsgrad. Weißtorf bezeichnet den schwach zersetzten Anteil.

Quellen