Quarzsand mit 0,7 bis 1,2 Millimeter Körnung in einer Hand

Black Trap Codex · Material

Quarzsand 0,7–1,2 mm

Quarzsand ist ein chemisch träger mineralischer Zuschlag aus Siliziumdioxid. Er gibt keine Nährstoffe ab und wird Torfmischungen zugesetzt.

Mineralisch

Eigenschaften

  • KörnigBringt mineralische Körnung und Gewicht in die Mischung.
  • InertQuarz gibt keine Nährstoffe ab.

Wozu man es verwendet

Quarzsand wird Torf zugemischt, um der Mischung mineralische Körnung und Gewicht zu geben. Das ist üblich bei Sarracenia, Dionaea, Drosera und Cephalotus. Auch als Deckschicht wird er verwendet; die ICPS beschreibt dazu unterschiedliche Erfahrungen bei Dionaea und Cephalotus, ein allgemeiner Schutz vor Blattfäule folgt daraus nicht. Kalk- oder Dolomitsand kommt bei manchen mexikanischen Pinguicula zum Einsatz und muss zu Art und Kulturverfahren passen.

Was es ist

Quarzsand besteht aus Siliziumdioxid, wird aus Lagerstätten gewonnen, gewaschen und gesiebt. Natürliche Sande werden Substraten unter anderem zugesetzt, um die mechanische Stabilität zu verbessern.

Wirkung im Substrat

Quarzsand ist chemisch träge und gibt keine Nährstoffe ab. Als Zuschlag bringt er mineralische Körnung und Gewicht in die Mischung. Ob die Mischung dadurch lockerer wird, hängt von Körnung und Anteil ab: In untersuchten Torfmischungen erhöhte grober Sand den Luftporenraum nicht, feiner Sand verringerte ihn.

Worauf es ankommt

Geeignet ist Quarz- oder Silikasand mit gleichmäßiger Körnung, gewaschen und gesiebt. Entscheidend sind die Eigenschaften des Sandes, nicht seine Bezeichnung: Strand-, Spiel- oder Baumaurersand sind oft ungeeignet, gesiebte und gewaschene Ausgangssande lässt die International Carnivorous Plant Society (ICPS) aber ausdrücklich zu. Feinanteile verdichten die Mischung, sehr feiner Sand kann eine harte, kompakte Masse bilden. Die ICPS nennt im allgemeinen Leitfaden eine Körnung von etwa 1,5–2 mm, für subtropische Drosera etwa 1,2 mm; die passende Körnung hängt von Art und Kultur ab. Vor der Verwendung empfiehlt die ICPS, Sand zu wässern, um Verarbeitungssalze zu entfernen.

Hinweise

  • Gewaschener Sand ist Voraussetzung. Die Eignung hängt von Körnung, Sauberkeit und Kalkgehalt ab, nicht vom Namen.

Quellen