Black Trap Codex

Drosera pilosa

Behaarter Afrikanischer Sonnentau

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Drosera
Herkunft
tropisches Afrika von West- und Zentralafrika bis in Teile Ost- und südlichen Tropenafrikas, darunter Angola, Guinea, Sierra Leone, Kamerun, Burundi, Ruanda, Kenia und Tansania
Autor
Exell & J.R.Laundon

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
3 / 5 · mittel1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
4 / 5 · sehr hell1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
feuchtBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
neinOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Drosera pilosa – Rosettensonnentau mit behaarten Blattunterseiten und Blütenachsen

Artspezifische Kulturgruppe für Drosera pilosa: ein stängelloser, ausdauernder Rosettensonnentau; Saisonverlauf und Standortansprüche sind an den artspezifisch belegten Merkmalen und dem saisonalen Ablauf ausgerichtet.

Habitat-Logik

feuchte, offene oder saisonal nasse Standorte im tropischen Afrika; neuere floristische Revisionen stützen die Verbreitung auf Herbarbelege und weisen regionale Bestimmungsschwierigkeiten ausdrücklich aus

Kultur-Logik

Gleichmäßig feucht und gut belüftet; aus dem regional weiten Areal keinen einheitlichen Trockenruhekalender ableiten.

Substrat-Logik

nährstoffarmes, durchlässiges, dauerhaft leicht feuchtes Substrat als Kulturstart; da konkrete Bodenmessungen für das gesamte Areal fehlen, weder ein enges Rezept noch mineralische Sonderansprüche behaupten

Gattungsprofil

Drosera

Artenreiche Sonnentau-Gattung mit tropischen, temperierten und stark saisonalen Kulturtypen.

Habitat-Logik

Von tropischen Feuchtflächen und Regenwäldern über boreale Moore bis zu mediterranen Winterregen- und australischen Sandstandorten.

Kultur-Logik

Temperatur, Wasserführung und Ruhephase müssen konsequent an die jeweilige Kulturgruppe angepasst werden.

Substrat-Logik

Von dauerhaft nassen Torf- und Sphagnumsystemen bis zu sandreichen, stark durchströmten und saisonal trockeneren Medien.

Typische Fehler

Alle Drosera gleich kultivieren, Ruhephasen ignorieren, falsche Wasserführung und zu wenig Licht.

reference

Botanische Beschreibung

Drosera pilosa ist ein stängelloser, ausdauernder Rosettensonnentau. Die Art zeigt ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart. Die natürliche Verbreitung: tropisches Afrika von West- und Zentralafrika bis in Teile Ost- und südlichen Tropenafrikas, darunter Angola, Guinea, Sierra Leone, Kamerun, Burundi, Ruanda, Kenia und Tansania. Diese Merkmale bestimmen den Habitus wesentlich genauer als eine allgemeine Beschreibung als klebrige Sonnentau-Rosette. Bei einem vollständigen Exemplar sind Blattstellung, Ober- und Unterseite der Spreiten, Sprossbau sowie Blütenstand gemeinsam zu betrachten.

Für die zeitliche Entwicklung gilt: ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Der Standort ist geprägt durch feuchte, offene oder saisonal nasse Standorte im tropischen Afrika; neuere floristische Revisionen stützen die Verbreitung auf Herbarbelege und weisen regionale Bestimmungsschwierigkeiten ausdrücklich aus. Zusammen mit der Diagnose die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss ergibt sich ein klares Bild, das sich von Drosera burkeana und weitere tropisch-afrikanische Rosettendrosera abgrenzen lässt. Wo nur eine einzelne Population beschrieben wurde oder der taxonomische Umfang umstritten ist, bleibt diese Begrenzung sichtbar. Kulturpflanzen sollten deshalb mit Herkunft und Beobachtungsstadium dokumentiert werden; einzelne Größen- und Farbwerte sind keine unveränderlichen Grenzwerte für sämtliche Herkünfte.

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Taxonomie

Der hier verwendete Name lautet Drosera pilosa Exell & J.R.Laundon. Die aktuelle taxonomische Behandlung führt Drosera pilosa als akzeptierten Namen. Taxonomisch relevant ist insbesondere die Abgrenzung zu Drosera burkeana und weitere tropisch-afrikanische Rosettendrosera: die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss. Historische Kombinationen und alternative Rangstufen tauchen weiterhin in Flora-Werken, Sammlungen und Kulturverzeichnissen auf.

Eine solche Namensgeschichte darf nicht verwischt werden. die Gesamtbehaarung ist das Artmerkmal, nicht ein pauschales Bild einer „flauschigen“ Pflanze; Ober- und Unterseite der Blätter sowie Blütenstandsorgane unterscheiden sich in Behaarung und Drüsenbesatz. Für die Bestimmung dieser Art sollten mindestens folgende Merkmale gemeinsam geprüft werden: ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart. Der Name auf einem Verkaufsetikett oder eine ähnliche Blütenfarbe reicht nicht. Bei nicht blühenden Pflanzen oder Material ohne Herkunftsangabe ist eine vorsichtigere Bestimmung angebracht. So bleibt nachvollziehbar, welche taxonomische Auffassung das Profil verwendet und welche alternative Deutung in der Fachliteratur dokumentiert ist.

ecology

Standort und Verbreitung

Die bekannte Verbreitung von Drosera pilosa: tropisches Afrika von West- und Zentralafrika bis in Teile Ost- und südlichen Tropenafrikas, darunter Angola, Guinea, Sierra Leone, Kamerun, Burundi, Ruanda, Kenia und Tansania. Zum Lebensraum gehören feuchte, offene oder saisonal nasse Standorte im tropischen Afrika; neuere floristische Revisionen stützen die Verbreitung auf Herbarbelege und weisen regionale Bestimmungsschwierigkeiten ausdrücklich aus. Diese Ebenen sind auseinanderzuhalten: Die Verbreitungskarte bildet Nachweise ab, nicht automatisch die ganze ökologische Spannweite jeder Population. Je nach Geographie können Licht, jahreszeitliche Niederschläge, Boden und lokale Wasserführung stark wechseln.

Der lokale Jahresgang erklärt einen wichtigen Teil der Sichtbarkeit der Art: ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Im Feld ist außerdem ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart hilfreich, weil diese Merkmale an geeigneten Entwicklungsstadien gesammelt werden können. Bei Drosera pilosa sollte man einen Fundort oder eine Typusaufsammlung nicht ohne Beleg auf das gesamte Areal übertragen. Besonders bei breit ausgelegten Arten oder seltenen Taxa gehören Herkunft, Sammlungsdatum und taxonomisches Konzept auf das Etikett. Nicht veröffentlichte Höhen- und Bodendaten werden nicht aus ähnlichen Sonnentauarten ergänzt.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die ökologische Lebensweise von Drosera pilosa folgt der belegten Wachstumsform: ein stängelloser, ausdauernder Rosettensonnentau. Dazu gehört der Standort feuchte, offene oder saisonal nasse Standorte im tropischen Afrika; neuere floristische Revisionen stützen die Verbreitung auf Herbarbelege und weisen regionale Bestimmungsschwierigkeiten ausdrücklich aus. Der nachgewiesene Jahreslauf lautet: ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Morphologisch fällt dabei ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart auf. Diese Verbindung aus Lebensform, Habitat und saisonaler Gestalt ist entscheidend; sie erklärt, warum pauschale Kulturregeln für alle Arten der Gattung schnell falsch werden.

Ein weiterer ökologisch und diagnostisch bedeutsamer Punkt ist die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss. Aus einem einzelnen Merkmal lässt sich jedoch keine weitergehende Physiologie ableiten, die nicht untersucht wurde. Insbesondere sollten Ruhe, Trockenheit oder Überflutung nur dann angenommen werden, wenn sie zur belegten Lebensform passen. Bei Drosera pilosa lassen sich Austrieb, Blattentwicklung und Rückgang über den vollständigen Jahreslauf protokollieren. Damit kann man normalen Saisonwechsel von Kulturstress trennen, statt jede verringerte Fangsekretbildung als Ruhe zu deuten.

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Wuchsform und Morphologie

Die Morphologie von Drosera pilosa lässt sich anhand mehrerer miteinander verbundener Merkmale erfassen: ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart. Für die Abgrenzung zu Drosera burkeana und weitere tropisch-afrikanische Rosettendrosera ist besonders die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss wichtig. Eine präzise Beschreibung sollte nicht bei der Farbe einzelner Blätter stehen bleiben, sondern Rosette oder Stamm, Anordnung der Blätter, Behaarung und generative Organe getrennt aufnehmen.

An einem blühenden Exemplar gilt zusätzlich: meist ein oder zwei seitlich aus der Rosette aufsteigende, gebogene und danach aufrechte Blütenstiele; die Traube trägt zwei bis sechs Blüten mit roten bis rötlich-violetten Kronblättern und behaarten Kelchen. die Gesamtbehaarung ist das Artmerkmal, nicht ein pauschales Bild einer „flauschigen“ Pflanze; Ober- und Unterseite der Blätter sowie Blütenstandsorgane unterscheiden sich in Behaarung und Drüsenbesatz. Das Entwicklungsstadium beeinflusst den sichtbaren Habitus; bei saisonalen Geophyten sind oberirdische Organe während der Ruhe nicht vorhanden, bei Zwergrosetten kann die geringe Größe Details verdecken. Wer Pflanzen vergleicht, sollte deshalb Detailbilder von Blattober- und -unterseite, Stängelknoten, Blüte und gegebenenfalls Knolle anfertigen. Merkmalskombinationen sind zuverlässiger als ein einzelnes Foto oder ein Handelsname.

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Fangstrategie

Die Fangfunktion von Drosera pilosa beruht auf klebrigen Drüsenhaaren an den Spreiten; artspezifisch ist aber deren Stellung im besonderen Blattbau: ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart. Kleine Beutetiere bleiben am Schleim haften und werden an der Blattoberfläche enzymatisch aufgeschlossen. Das ist der Gattungsmechanismus, nicht der diagnostische Kern dieser Art. Für die Bestimmung zählt vielmehr, wie die Fangblätter auf Rosette oder Spross verteilt sind und zu welcher Saison sie erscheinen.

Die Fallen sollten gemeinsam mit den übrigen Artmerkmalen betrachtet werden: die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss. Eine besondere Beutepräferenz, Fanggeschwindigkeit oder Verdauungsdauer wird für Drosera pilosa nicht behauptet, sofern hierzu keine artspezifischen Messungen vorliegen. Bei ruhenden oder frisch ausgetriebenen Pflanzen ist außerdem die Saisonphase wichtig: ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. In Kultur sind unbeschädigte Fangdrüsen, frischer Neuzuwachs und die zur Art passende Blattgestalt aussagekräftiger als die Menge sichtbaren Schleims an einem einzelnen Tag.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Für die Fortpflanzung von Drosera pilosa ist folgender Blütenbau dokumentiert: meist ein oder zwei seitlich aus der Rosette aufsteigende, gebogene und danach aufrechte Blütenstiele; die Traube trägt zwei bis sechs Blüten mit roten bis rötlich-violetten Kronblättern und behaarten Kelchen. Die Blüte ist zugleich ein wesentliches Bestimmungsmerkmal, denn die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss. Der zeitliche Zusammenhang lautet: ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Knospe, offene Blüte, Fruchtansatz und Samenreife sollten getrennt beobachtet werden; damit werden Entwicklungsdaten nicht aus einer einzigen Momentaufnahme abgeleitet.

Bei einer eng begrenzten Typus- oder Fundbasis ist Zurückhaltung besonders wichtig: die Gesamtbehaarung ist das Artmerkmal, nicht ein pauschales Bild einer „flauschigen“ Pflanze; Ober- und Unterseite der Blätter sowie Blütenstandsorgane unterscheiden sich in Behaarung und Drüsenbesatz. Ein einzelner Blühtermin in Kultur belegt keinen festen Kalender für das ganze Areal. Bei Behaarter Afrikanischer Sonnentau empfiehlt sich, Mutterpflanze, Herkunft, Bestäubung und Aussaatdatum aufzuschreiben. Selbstbestäubung, Keimquote oder Keimdauer werden nur dann als Artmerkmale angegeben, wenn sie für diese Art untersucht wurden; ansonsten bleiben sie offen, statt von nahen Verwandten übertragen zu werden.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Für die Kultur von Drosera pilosa ist die belegte Lebensform der Ausgangspunkt: hell und während des Wachstums gleichmäßig feucht mit guter Belüftung kultivieren; keine ausgeprägte Knollenruhe oder pauschale Trockenphase aus verwandten Arten übertragen. Der biologische Saisonrhythmus lautet ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Eine Pflegeentscheidung sollte daher auf beobachtetem Austrieb und Einziehen beruhen, nicht auf einem Kalender, der für eine andere Klimazone erstellt wurde. Das ist vor allem wichtig, wenn die oberirdische Gestalt saisonal stark wechselt oder die Ruhephase leicht mit einem Verlust der Pflanze verwechselt werden kann.

Als Substratansatz eignet sich vorsichtig nährstoffarmes, durchlässiges, dauerhaft leicht feuchtes Substrat als Kulturstart; da konkrete Bodenmessungen für das gesamte Areal fehlen, weder ein enges Rezept noch mineralische Sonderansprüche behaupten. Das bleibt eine praktische Ableitung, kein gemessenes Standardrezept. Licht, Wasserqualität und Luftführung müssen zusammenpassen; Anpassungen erfolgen schrittweise und werden am Neuaustrieb beurteilt. die Gesamtbehaarung ist das Artmerkmal, nicht ein pauschales Bild einer „flauschigen“ Pflanze; Ober- und Unterseite der Blätter sowie Blütenstandsorgane unterscheiden sich in Behaarung und Drüsenbesatz. Sichtkontrolle ist dabei Zustandsbeobachtung, keine automatische Gießanweisung. Etikett und Herkunft helfen, die Kultur von Exemplaren mit ähnlichem Aussehen, aber abweichender Ökologie auseinanderzuhalten.

substrate

Substrat-Ökologie

Im natürlichen Areal wächst Drosera pilosa an folgenden Standorten: feuchte, offene oder saisonal nasse Standorte im tropischen Afrika; neuere floristische Revisionen stützen die Verbreitung auf Herbarbelege und weisen regionale Bestimmungsschwierigkeiten ausdrücklich aus. Für ein Kulturmedium lässt sich deshalb zunächst nährstoffarmes, durchlässiges, dauerhaft leicht feuchtes Substrat als Kulturstart; da konkrete Bodenmessungen für das gesamte Areal fehlen, weder ein enges Rezept noch mineralische Sonderansprüche behaupten ableiten. Diese Übertragung bildet Struktur und Nährstoffarmut plausibel nach, belegt jedoch keine exakte chemische Zusammensetzung. Angaben zu pH, Leitfähigkeit oder Korngrößen werden nicht als Sollwert ausgegeben, wenn sie nicht für diese Art gemessen wurden.

Die Wasserführung muss den Entwicklungsrhythmus mit abbilden: ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Ein durchlässiges Substrat kann im aktiven Wachstum feucht sein; eine gut belüftete Struktur bleibt trotzdem wichtig. Für Drosera pilosa wäre es fachlich falsch, aus einer allgemeinen Beschreibung saisonale Trockenheit abzuleiten, wenn die Art diese nicht zeigt. Umgekehrt muss bei einem Knollengeophyt die Ruhe berücksichtigt werden. Wurzelraum, Wasserstand und sichtbare Pflanzenteile sollten deshalb gemeinsam kontrolliert und dokumentiert werden.

practice

Praxisnotizen

Bei jeder Kontrolle von Drosera pilosa sollten Entwicklungsphase und Artmerkmale zusammen bewertet werden. Zentral ist die über die gesamte Länge behaarten Blütenstiele und behaarten Kelche zusammen mit der pilosen Blattunterseite sind zentral; ein einzelnes behaartes Blatt reicht nicht, weil die Behaarung entlang Blattstiel, Spreite und Infloreszenz verglichen werden muss. Der Jahreslauf wird beschrieben als ausdauernde Grundrosette ohne belegte Knollenruhe; regionale Regenzeiten können das Wachstum beeinflussen, aber ein einheitlicher Ruhekalender für das weite Areal ist nicht gut abgesichert. Sichtkontrollen: alle 7 Tage während aktiven Wachstums, alle 14 Tage in Ruhe oder bei Verlangsamung und alle 4 Tage bei Sämlingen. Diese Intervalle dienen der Beobachtung; sie sind ausdrücklich keine Gießtermine.

Im Protokoll gehören Austrieb, Zahl und Stellung der Blätter, Zustand der Fangdrüsen, Blütenentwicklung und Feuchte des Wurzelraums zusammen. Bei der Art sind besonders folgende Details festzuhalten: ovale bis verkehrt-eiförmige Spreiten von etwa 4–13 × 2–8 Millimetern in einer Grundrosette; die Spreitenunterseiten und 3–15 Millimeter langen Blattstiele sind behaart, während Fangdrüsen vor allem auf der Oberseite und am Rand sitzen; ein oder zwei seitliche Blütenstiele tragen zwei bis sechs Blüten, und auch Fruchtstiele sowie Kelche sind dicht behaart. die Gesamtbehaarung ist das Artmerkmal, nicht ein pauschales Bild einer „flauschigen“ Pflanze; Ober- und Unterseite der Blätter sowie Blütenstandsorgane unterscheiden sich in Behaarung und Drüsenbesatz. Wiederkehrende Fotos aus gleicher Perspektive machen saisonale Änderungen vergleichbar. Notiere akzeptierten Namen, Herkunft, Erwerbsdatum und frühere Namen; bei unsicheren Belegen sollte die Bestimmung nicht genauer sein, als die sichtbaren Merkmale es erlauben.

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Quellenangaben

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Aktueller Stand06.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Drosera pilosa, Stand 06.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/drosera-pilosa/