Drosera oreopodion

© Matthias Jauernig · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Black Trap Codex

Drosera oreopodion

Bergfuß-Zwergsonnentau

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Drosera
Herkunft
Wungong am westlichen Rand der Darling Range in Western Australia; jüngere Schutzunterlagen beschreiben ein extrem kleines, durch Infrastruktur gefährdetes Vorkommen.
Autor
N.G.Marchant & Lowrie

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
5 / 5 · spezialisiert1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
seasonalBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
mittelWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Kulturgruppe

Drosera oreopodion – lateritgebundene, sommerruhende Zwergart

Artspezifische Kulturgruppe für Drosera oreopodion; sie berücksichtigt Wuchsform, Standort und belegten Saisonverlauf.

Habitat-Logik

feuchter, moosiger lehmiger Sand mit Lateritkieseln oder über Laterit in niedrigem, offenem Heidebestand am westlichen unteren Darling-Range-Hang

Kultur-Logik

Während der Fangblattphase gleichmäßig feucht; beim Rückzug in die oberirdische Knospe kontrolliert reduzieren und die Knospe nicht vollständig austrocknen lassen. Sichtkontrolle alle 4 Tage im Wachstum, alle 7 Tage bei Ruhe oder Verlangsamung und alle 3 Tage bei Sämlingen; die Intervalle sind keine Gießtermine.

Substrat-Logik

feiner nährstoffarmer Sand mit geringem Laterit- oder Mineralanteil kann den beschriebenen Boden nachbilden; tatsächliche Lateritkiesel sind Habitatbeschreibung, kein pauschaler Zusatzstoff für jedes Kulturgefäß

Gattungsprofil

Drosera

Artenreiche Sonnentau-Gattung mit tropischen, temperierten und stark saisonalen Kulturtypen.

Habitat-Logik

Von tropischen Feuchtflächen und Regenwäldern über boreale Moore bis zu mediterranen Winterregen- und australischen Sandstandorten.

Kultur-Logik

Temperatur, Wasserführung und Ruhephase müssen konsequent an die jeweilige Kulturgruppe angepasst werden.

Substrat-Logik

Von dauerhaft nassen Torf- und Sphagnumsystemen bis zu sandreichen, stark durchströmten und saisonal trockeneren Medien.

Typische Fehler

Alle Drosera gleich kultivieren, Ruhephasen ignorieren, falsche Wasserführung und zu wenig Licht.

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Botanische Beschreibung

Drosera oreopodion ist kleiner mehrjähriger pygmäer Sonnentau mit faserigen Wurzeln, Gemmen und oberirdischer Nebenblattknospe. Das bekannte Areal liegt in Wungong am westlichen Rand der Darling Range in Western Australia; jüngere Schutzunterlagen beschreiben ein extrem kleines, durch Infrastruktur gefährdetes Vorkommen.. Für den Habitus ist besonders kennzeichnend: eine kompakte Rosette mit nahezu kreisrunder Spreite von etwa 1,5 mm, rund 4 mm langen Blattstielen und einem einzelnen etwa 3,5 cm hohen, 8–12-blütigen Schaft. Diese Kombination beschreibt die Art genauer als ein allgemeiner Hinweis auf klebrige Fangblätter, denn die Gestalt, Wuchsweise und Saison unterscheiden sich deutlich von anderen Sonnentauen. Bei gut entwickelten Pflanzen sollten Rosette oder Spross, Blattfolge und gegebenenfalls der Blütenstand gemeinsam erfasst werden.

Der Jahresgang ergänzt das sichtbare Erscheinungsbild: Fangblätter wachsen ungefähr von April/Mai bis Oktober; im heißen trockenen Sommer zieht die Pflanze in eine oberirdische, schmale Nebenblattknospe zurück; Blüten erscheinen teils Ende September bis November sogar ohne Laub. Am Standort wächst sie feuchter, moosiger lehmiger Sand mit Lateritkieseln oder über Laterit in niedrigem, offenem Heidebestand am westlichen unteren Darling-Range-Hang. Diese Angaben sind artbezogene Eckpunkte, aber keine Behauptung, dass jedes Individuum gleich groß wird oder zur selben Zeit blüht. Bei dieser Art ist außerdem wichtig, die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Genau diese Merkmale machen das Profil von Beschreibungen anderer Arten unterscheidbar und helfen, die Pflanze auch außerhalb der Blütezeit fachlich einzuordnen.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte Name lautet Drosera oreopodion N.G.Marchant & Lowrie. Die taxonomische Abgrenzung ist für diese Art besonders relevant: N.G. Marchant und Lowrie beschrieben die Art 1992. Eine amtliche australische Schutzbewertung beschreibt einen sehr kleinen Bestand und empfiehlt eine Einstufung als Critically Endangered; der Bericht nennt frühere Teilvorkommen, von denen eines durch Entwicklung verloren ging, sowie eine Gefährdung durch Bahninfrastruktur. Diese Bewertung ist zeitgebunden und darf nicht als unveränderlicher globaler Status ausgegeben werden. Das bedeutet, dass ältere Namen und Etiketten nur im jeweiligen Publikationszusammenhang gelesen werden können. Ein früher gebrauchter Rang oder ein Handelsname ist nicht automatisch deckungsgleich mit der heute anerkannten Artauffassung.

Für die Bestimmung zählt vor allem die Merkmalskombination: die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Im Vergleich zu nahestehendem Material gilt: D. helodes mit längerem Schaft und größeren rosa Blüten sowie D. micrantha mit viel kleineren Blüten und deutlich mehr Blüten je Schaft; kompakte Gestalt und Blütenmaße sind diagnostisch relevant. Wo Merkmale überlappen, sollte die Bestimmung ausdrücklich vorsichtig bleiben und Herkunft, Wuchsform und Blüten- oder Fruchtstadium einbeziehen. Das Profil unterscheidet gesicherte Artmerkmale von taxonomischen Unsicherheiten und ergänzt keine Diagnose aus einer bloß ähnlichen Art.

ecology

Standort und Verbreitung

Die dokumentierte Verbreitung von Drosera oreopodion umfasst Wungong am westlichen Rand der Darling Range in Western Australia; jüngere Schutzunterlagen beschreiben ein extrem kleines, durch Infrastruktur gefährdetes Vorkommen.. Als konkrete Standortangabe ist feuchter, moosiger lehmiger Sand mit Lateritkieseln oder über Laterit in niedrigem, offenem Heidebestand am westlichen unteren Darling-Range-Hang belegt. Eine Arealangabe beschreibt die geographischen Nachweise, während der Habitattext das lokale Milieu einzelner Vorkommen wiedergibt. Beides ist nicht gleichbedeutend: Böden, Wasserführung und Begleitvegetation können innerhalb eines größeren Areals variieren.

Der Saisonverlauf hilft, Funddaten richtig zu lesen: Fangblätter wachsen ungefähr von April/Mai bis Oktober; im heißen trockenen Sommer zieht die Pflanze in eine oberirdische, schmale Nebenblattknospe zurück; Blüten erscheinen teils Ende September bis November sogar ohne Laub. Ein Fundfoto aus einer einzigen Jahreszeit bildet deshalb nicht zwingend alle wichtigen Organe ab. Für Feld- oder Kulturherkünfte sollten Sammlungsort, Etikett und Beobachtungsdatum erhalten bleiben. Für Drosera oreopodion werden keine Höhen-, Temperatur- oder Verbreitungsgrenzen aus verwandten Arten übertragen. Wo der offene Quellenstand nur eine Typuslokalität oder wenige regionale Beobachtungen hergibt, wird das ausdrücklich als Begrenzung der verfügbaren Daten behandelt.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die ökologische Einordnung von Drosera oreopodion beginnt bei ihrer konkreten Wuchsform: kleiner mehrjähriger pygmäer Sonnentau mit faserigen Wurzeln, Gemmen und oberirdischer Nebenblattknospe. Sie besiedelt feuchter, moosiger lehmiger Sand mit Lateritkieseln oder über Laterit in niedrigem, offenem Heidebestand am westlichen unteren Darling-Range-Hang. Dazu passt der dokumentierte Jahresgang: Fangblätter wachsen ungefähr von April/Mai bis Oktober; im heißen trockenen Sommer zieht die Pflanze in eine oberirdische, schmale Nebenblattknospe zurück; Blüten erscheinen teils Ende September bis November sogar ohne Laub. Diese Angaben erklären, wann die oberirdischen Fangblätter zu erwarten sind und welche Umweltbedingungen am Naturstandort wiederkehren. Sie beweisen für sich genommen keine besondere physiologische Toleranz oder eine exakte Temperaturgrenze.

Ein ökologisch wichtiger Artunterschied liegt darin, die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Der Jahresgang ist ungewöhnlich gut beschrieben: Fangblätter wachsen im feuchteren Teil des Jahres, danach bleibt eine glatte oberirdische Knospe zurück. Blüte und Laubphase können auseinanderfallen, weshalb eine kahle Pflanze im Herbst nicht automatisch abgestorben ist. Die Art wurde als weitgehend steril beschrieben und vermehrt sich offenbar stark über Gemmen; Bestäubung und langfristige genetische Struktur sind jedoch nicht umfassend untersucht. Der kleine Laterit-Heidestandort macht sie besonders empfindlich gegen Flächenveränderung. Aus der Habitatbeschreibung folgt keine pauschale Überstauung oder Austrocknung im Topf. Entscheidend ist, ob das konkrete Taxon eine Knolle, Gemmen oder eine dauerhaft aktive Rosette besitzt und wann es tatsächlich zurückzieht. Diese lebensformbezogene Vorsicht verhindert, dass Pflegeweisen anderer Sonnentaue fälschlich als Anpassung dieser Art ausgegeben werden.

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Wuchsform und Morphologie

Für eine morphologische Prüfung von Drosera oreopodion ist zunächst festzuhalten: eine kompakte Rosette mit nahezu kreisrunder Spreite von etwa 1,5 mm, rund 4 mm langen Blattstielen und einem einzelnen etwa 3,5 cm hohen, 8–12-blütigen Schaft. Zur Abgrenzung kommt hinzu: die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Die Merkmale sollten an mehreren ausgewachsenen Blättern und – sobald vorhanden – am vollständigen Blütenstand erfasst werden. Einzelne junge Blätter können schmaler oder kleiner erscheinen als Blätter einer reifen Pflanze, und ein Kulturfoto zeigt oft nur einen Ausschnitt des Habitus.

Die maßgeblichen Vergleichstaxa sind D. helodes mit längerem Schaft und größeren rosa Blüten sowie D. micrantha mit viel kleineren Blüten und deutlich mehr Blüten je Schaft; kompakte Gestalt und Blütenmaße sind diagnostisch relevant. Außerdem gilt: Die Art ist selten und ihr Blühzeitpunkt kann nach dem Einziehen der Blätter liegen. Die Schutzbewertung nennt zudem Verwechslungsprobleme bei vermeintlichen Populationen; Bestimmung und Herkunft sollten daher gut belegt und der Rückzug genau protokolliert werden. ein etwa 3,5 cm hoher Schaft trägt 8–12 weißblütige Blüten; Blüten können Ende September bis Anfang November erscheinen, auch wenn die Laubblätter schon eingezogen sind; Gemmen werden ungefähr im australischen Herbst bis Winter gebildet. Blüten- oder Fruchtmerkmale sind besonders wertvoll, wenn vegetative Rosetten nah verwandter Arten ähnlich aussehen. Größenangaben werden als publizierte Richtwerte verstanden, nicht als harte Grenzen für jedes Exemplar. Eine gute Dokumentation zeigt Blattstellung, Spreite, Schaft und Blüte beziehungsweise Frucht getrennt und hält die Herkunft fest.

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Fangstrategie

Die Fangfläche von Drosera oreopodion sitzt an der artspezifisch geformten Spreite: eine kompakte Rosette mit nahezu kreisrunder Spreite von etwa 1,5 mm, rund 4 mm langen Blattstielen und einem einzelnen etwa 3,5 cm hohen, 8–12-blütigen Schaft. Wie bei anderen Sonnentauen fangen gestielte Drüsenhaare kleine Beutetiere mit klebrigem Sekret; Enzyme erschließen anschließend Nährstoffe, die am Blatt aufgenommen werden. Diese allgemeine Funktionsweise der Gattung ersetzt aber nicht die Beschreibung der konkreten Blattgestalt. Hier sind Rosettengröße, Blattstellung und Saison entscheidend.

Für diese Art ist die Unterscheidung besonders anhand folgender Merkmale möglich: die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Die Art ist selten und ihr Blühzeitpunkt kann nach dem Einziehen der Blätter liegen. Die Schutzbewertung nennt zudem Verwechslungsprobleme bei vermeintlichen Populationen; Bestimmung und Herkunft sollten daher gut belegt und der Rückzug genau protokolliert werden. Die geprüften Quellen belegen keine speziellen Beutepräferenzen, Fanggeschwindigkeiten oder Verdauungsraten für Drosera oreopodion; solche Details werden deshalb nicht erfunden. In Kultur sind intakte Drüsenhaare und ein zum Wachstumsstadium passender Wasserhaushalt sinnvolle Beobachtungen. Während Ruhe oder Blattwechsel kann die Fangfläche vorübergehend sehr klein sein, ohne dass die Pflanze dadurch einer anderen Art ähnelt.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Zur Fortpflanzung von Drosera oreopodion ist insbesondere der Blütenstand zu dokumentieren: ein etwa 3,5 cm hoher Schaft trägt 8–12 weißblütige Blüten; Blüten können Ende September bis Anfang November erscheinen, auch wenn die Laubblätter schon eingezogen sind; Gemmen werden ungefähr im australischen Herbst bis Winter gebildet. Sein Aufbau lässt sich mit der Artbestimmung verbinden, denn die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Bei pygmäen Arten gehören außerdem Gemmen beziehungsweise die geschützte Nebenblattknospe zum Jahreszyklus; bei knollenbildenden Arten ist das unterirdische Speicherorgan relevant. Diese Fortpflanzungs- und Überdauerungsweisen dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Die Abgrenzung zu verwandten Arten bleibt auch bei Blüte und Frucht wichtig: D. helodes mit längerem Schaft und größeren rosa Blüten sowie D. micrantha mit viel kleineren Blüten und deutlich mehr Blüten je Schaft; kompakte Gestalt und Blütenmaße sind diagnostisch relevant. N.G. Marchant und Lowrie beschrieben die Art 1992. Eine amtliche australische Schutzbewertung beschreibt einen sehr kleinen Bestand und empfiehlt eine Einstufung als Critically Endangered; der Bericht nennt frühere Teilvorkommen, von denen eines durch Entwicklung verloren ging, sowie eine Gefährdung durch Bahninfrastruktur. Diese Bewertung ist zeitgebunden und darf nicht als unveränderlicher globaler Status ausgegeben werden. Angaben zur Selbstbestäubung, Keimrate oder benötigten Keimzeit liegen in den für dieses Profil geprüften Quellen nicht für alle Arten belastbar vor. Samen- oder Gemmenmaterial sollte daher mit Mutterpflanze, Herkunft und Datum versehen werden. Besonders bei historischen Namensverwendungen ist die Dokumentation wichtiger als eine vermeintlich sichere Zuordnung anhand eines einzelnen Blütenfotos.

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Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Ein vorsichtiger Kulturansatz für Drosera oreopodion lautet: hell und während des Blattwachstums feucht, aber gut belüftet kultivieren; im heißen Saisonrückzug nur die Knospe erhalten und sehr kontrolliert weniger Wasser geben, niemals eine kahle Pflanze sofort entsorgen. Er folgt der bekannten Lebensform und dem dokumentierten Habitat, nicht einer pauschalen Gattungsregel. Der Jahresgang sollte an der Pflanze selbst gelesen werden: Fangblätter wachsen ungefähr von April/Mai bis Oktober; im heißen trockenen Sommer zieht die Pflanze in eine oberirdische, schmale Nebenblattknospe zurück; Blüten erscheinen teils Ende September bis November sogar ohne Laub. Sichtbarer Austrieb, neue Fangblätter und tatsächliches Einziehen sind bessere Signale als ein starrer Monatstermin, besonders bei Pflanzen unbekannter Herkunft.

Für den Wurzelraum lässt sich zunächst feiner nährstoffarmer Sand mit geringem Laterit- oder Mineralanteil kann den beschriebenen Boden nachbilden; tatsächliche Lateritkiesel sind Habitatbeschreibung, kein pauschaler Zusatzstoff für jedes Kulturgefäß. Präzise Temperatur-, Leitfähigkeits- oder Düngungswerte werden nicht angegeben, wenn keine Artversuche sie stützen. Bei ausbleibendem Wachstum sind zunächst Saisonphase, Licht, Wasserqualität und Substratbelüftung zu prüfen. Bei Drosera oreopodion ist zudem dieser besondere Punkt zu beachten: Die Art ist selten und ihr Blühzeitpunkt kann nach dem Einziehen der Blätter liegen. Die Schutzbewertung nennt zudem Verwechslungsprobleme bei vermeintlichen Populationen; Bestimmung und Herkunft sollten daher gut belegt und der Rückzug genau protokolliert werden. Kontrollintervalle dienen dem Beobachten; sie sind keine automatischen Gießanweisungen.

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Substrat-Ökologie

Am Naturstandort wächst Drosera oreopodion feuchter, moosiger lehmiger Sand mit Lateritkieseln oder über Laterit in niedrigem, offenem Heidebestand am westlichen unteren Darling-Range-Hang. Als vorsichtige Kulturübertragung bietet sich feiner nährstoffarmer Sand mit geringem Laterit- oder Mineralanteil kann den beschriebenen Boden nachbilden; tatsächliche Lateritkiesel sind Habitatbeschreibung, kein pauschaler Zusatzstoff für jedes Kulturgefäß. Das beschreibt eine Annäherung an Struktur und Wasserhaushalt und kein experimentell validiertes Rezept. Ohne entsprechende Messdaten werden für diese Art keine festen pH-, Salz- oder Korngrößen-Sollwerte behauptet. Eine geologische Fundortangabe bedeutet zudem nicht, dass das entsprechende Gestein direkt in den Topf gehört.

Die Feuchteführung muss mit der Entwicklungsphase zusammenpassen: Fangblätter wachsen ungefähr von April/Mai bis Oktober; im heißen trockenen Sommer zieht die Pflanze in eine oberirdische, schmale Nebenblattknospe zurück; Blüten erscheinen teils Ende September bis November sogar ohne Laub. Aktive Fangblätter benötigen verfügbares Wasser, während ein knollenbildender Geophyt nach vollständigem Rückzug anders behandelt wird als eine immergrüne Rosette. Bei dieser Art ist zu berücksichtigen, die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Topfstruktur und Wasserangebot sind zusammen mit Neuaustrieb, Blattzustand und möglicher Ruhe zu beurteilen; allein ein trockener Oberflächenblick reicht nicht aus.

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Praxisnotizen

Eine Kontrolle von Drosera oreopodion sollte zunächst klären, ob die Pflanze in der erwarteten Saisonphase ist und ihre charakteristische Gestalt zeigt. Der wichtigste Bestimmungspunkt lautet: die kompakte Rosette, die sehr kleine annähernd runde Spreite, ein einzelner kurzer Blütenschaft und weiße Blüten mit drei kurzen weißen Griffeln. Die Sichtkontrolle erfolgt alle 4 Tage im Wachstum, alle 7 Tage in Ruhe oder bei Verlangsamung und alle 3 Tage bei Sämlingen. Diese Intervalle beschreiben Beobachtungen, keine Gießtermine.

Zu protokollieren sind Austrieb, Zahl und Stellung der Blätter, Fangsekret, Blüten- oder Fruchtstand, Substratzustand und mögliche Schädlinge. Für die Art ist außerdem relevant: Die Art ist selten und ihr Blühzeitpunkt kann nach dem Einziehen der Blätter liegen. Die Schutzbewertung nennt zudem Verwechslungsprobleme bei vermeintlichen Populationen; Bestimmung und Herkunft sollten daher gut belegt und der Rückzug genau protokolliert werden. Die typischen Merkmale umfassen eine kompakte Rosette mit nahezu kreisrunder Spreite von etwa 1,5 mm, rund 4 mm langen Blattstielen und einem einzelnen etwa 3,5 cm hohen, 8–12-blütigen Schaft. Wiederholte Fotos aus gleicher Perspektive helfen, normalen Saisonwandel von Stress zu trennen. Bei unklarer Bestimmung ist der Vergleich mit D. helodes mit längerem Schaft und größeren rosa Blüten sowie D. micrantha mit viel kleineren Blüten und deutlich mehr Blüten je Schaft; kompakte Gestalt und Blütenmaße sind diagnostisch relevant nützlich; Herkunft und Etikett bleiben dabei unverändert erhalten.

sources

Quellenangaben

Zitieren

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Aktueller Stand06.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Drosera oreopodion, Stand 06.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/drosera-oreopodion/