Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'Vertical Curved Traps'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Gärtnerisch verbreiteter Name, spätestens 2010 in Sammlungslisten dokumentiert. Erstzüchter, Abstammung, Auswahlort und vegetative Herkunftskette der konkret angebotenen Pflanzen sind nicht belegt. Ein eigener Wildfundort ist unbekannt.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohe Salz- und Mineralbelastung
  • Empfindlich gegen Nährstoffüberschuss
  • Empfindlich gegen Lichtmangel
  • Empfindlich gegen Wärme bei Lichtmangel im Winter
  • Empfindlich gegen Substratabbau und Verdichtung

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

‘Vertical Curved Traps’ ist eine gärtnerische Bezeichnung für eine Auslese der Venusfliegenfalle Dionaea muscipula. Mit dem Namen wird ein aufrechterer Wuchs und eine auffällige Fallenform verbunden: Große, weit geöffnete Fallenlappen sollen deutlich gekrümmt erscheinen; Blattstiele wirken blassgrün, die Falleninnenseiten rot. Für keine dieser Eigenschaften liegen standardisierte Messwerte oder eine über mehrere Jahreszeiten dokumentierte Klonserie vor. Sie beschreiben daher ein qualitatives Erscheinungsbild und keine abgeschlossene botanische Diagnose.

Der Grundbau entspricht der Art. Jedes Laubblatt besitzt einen flächigen Blattstiel und eine endständige, zweilappige Fanglamina. Die beiden Lappen sind über ein bewegliches Mittelgelenk verbunden; außen sitzen Randzilien, innen die auslösenden Reizhaare und Verdauungsdrüsen. Eine genannte Höhe bis ungefähr 20 Zentimeter ist kein garantierter Endwert und grenzt den Klon nicht sicher von anderen Pflanzen ab. Blattalter, Jahreszeit, Licht und Kulturzustand verändern Größe und Farbe der Fallen. Eine einzelne große, rote oder gebogene Falle reicht deshalb nicht, um die Pflanzenidentität festzustellen.

taxonomy

Taxonomie und Namensgebrauch

Der akzeptierte botanische Name lautet Dionaea muscipula J.Ellis. Die Art gehört zur Familie Droseraceae und ist die einzige anerkannte Art der Gattung Dionaea. J.Ellis ist der Autor der botanischen Artbeschreibung; diese Autorenangabe ist nicht mit einem Züchter oder dem Urheber der Bezeichnung ‘Vertical Curved Traps’ gleichzusetzen. Der englische Zusatz bildet weder eine eigene Art noch eine Unterart oder botanische Varietät.

‘Vertical Curved Traps’ wird hier als gärtnerischer Name einer beschriebenen Auslese geführt. Eine etablierte Diagnose mit klaren Unterscheidungsmerkmalen ist nicht belegt; ebenso bleiben Züchter, Elternpflanzen und ursprüngliche Auswahlgeschichte unbekannt. Eine formelle Registrierung ließ sich in den geprüften, zeitlich abgegrenzten Namensverzeichnissen nicht bestätigen, doch eine spätere oder anderswo veröffentlichte Beschreibung kann damit nicht ausgeschlossen werden. Für eine verlässliche Zuordnung zählt die vegetative Herkunftskette des konkreten Bestands. Eine Pflanze mit ähnlicher aufrechter Haltung oder gekrümmten Fallenlappen ist nicht automatisch derselbe Klon. Sämlinge aus sexueller Vermehrung bilden neue genetische Kombinationen und übernehmen den Namen der Mutterpflanze nicht als Klonidentität.

ecology

Standort und Verbreitung

‘Vertical Curved Traps’ bezeichnet keinen bekannten Wildstandort und lässt sich keiner bestimmten Population zuordnen. Für die benannte Auslese sind weder ein County noch ein Naturfundort, ein gesicherter Erstzüchter oder eine nachvollziehbare Herkunftskette dokumentiert. Ihr Name ist eine gärtnerische Bezeichnung und darf nicht als geografische Herkunftsangabe gelesen werden. Die natürliche Verbreitung der Wildart und die Weitergabe von Topfpflanzen über Sammlungen sind zwei unterschiedliche Informationen.

Dionaea muscipula ist auf die Küstenebene von North und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten beschränkt. Sie wächst dort in offenen, lichtreichen und nährstoffarmen Feuchtlebensräumen, darunter saisonal nasse Kiefern-Savannen und Übergänge zu trockeneren Sandflächen. Die Böden sind sauer und bleiben für längere Abschnitte feucht; zugleich wechseln sich nasse Senken mit besser belüfteten Bereichen ab. Feuer und andere natürliche Störungen halten Gehölze zurück und erhalten freie Lichtflächen. Dieses Areal erklärt die ökologische Grundbindung der Art, liefert jedoch keinen Beleg für Herkunft oder Elternschaft der benannten Gartenpflanze.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die ökologische Grundlage von ‘Vertical Curved Traps’ ist diejenige der Art Dionaea muscipula: Die Pflanze gewinnt den größten Teil ihrer Energie aus Photosynthese und ergänzt ihre Mineralstoffversorgung durch gefangene Kleintiere. Die beschriebene aufrechte Blattstellung kann die Fallen sichtbar über die Rosette heben; die stark gekrümmten Lappen prägen die geöffnete Silhouette. Für diesen Handelsklon wurde jedoch nicht untersucht, ob solche Formen Lichtaufnahme, Beutebegegnung oder Nährstoffgewinn messbar verändern. Solche Merkmalsberichte sind gärtnerische Beobachtungen, keine ökologische Funktionsstudie.

Die äußeren Randzilien sind nicht die Reizhaare, die den Fallenverschluss auslösen. Bei Dionaea entsteht die schnelle Bewegung nach mechanischer Reizung der inneren Triggerhaare und nachfolgender Signalverarbeitung. Es gibt keine belastbaren Fangversuche speziell zu ‘Vertical Curved Traps’, mit denen sich eine bessere oder schlechtere Fangquote zeigen ließe. Auch die rote Falleninnenseite ist kein Nachweis für eine besondere ökologische Nische. Sie kann das Erscheinungsbild beeinflussen, belegt aber allein weder stärkere Anlockung noch gesteigerten Beuteerfolg. Die Form ist daher als gärtnerisches Auslesemerkmal zu beschreiben, nicht als Anpassung an einen abweichenden Naturstandort.

reference

Morphologie

Die für ‘Vertical Curved Traps’ wiederholt genannte Gestalt verbindet eine eher aufrechte Blattstellung mit großen, weit geöffneten und deutlich gebogenen Fanglappen. Zu den berichteten Merkmalen zählen blassgrüne Blattstiele sowie rote Falleninnenseiten. Als mögliche Wuchshöhe werden bis ungefähr 20 Zentimeter genannt; dazu fehlen ein Messprotokoll und eine standardisierte Abgrenzung gegenüber anderen aufrechten Dionaea-Formen. Diese Zahl ist deshalb als grober Handelswert zu lesen, nicht als diagnostischer Grenzwert. Eine feste Fallenlänge oder ein reproduzierbarer Krümmungswinkel wurde nicht gefunden.

Auch bei dieser Auslese bestehen die Blätter aus Blattstiel und zweilappiger Fanglamina. Die äußeren Zilien bilden den Rand der Falle, während die Innenseite die bewegungsauslösenden Reizhaare und Verdauungsdrüsen trägt. Für eine sichere Sichtprüfung sollten mehrere voll entwickelte, unbeschädigte Fallen betrachtet werden: junge Blätter sind noch nicht vollständig entfaltet, ältere können durch Beutefang, Austrocknung oder Transport verändert sein. Eine einzelne besonders große oder rote Falle beweist die Identität nicht. Ohne eine klonverifizierte Vergleichsserie bleiben diese Angaben qualitative Beschreibungen und erlauben keine standardisierte Messung.

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Kultivarspezifische Merkmale

Das für ‘Vertical Curved Traps’ beschriebene Merkmalsbild verbindet einen aufrechteren Habitus mit großen, weit geöffneten Fallen und gekrümmten Lappen. Hinzu kommen blassgrüne Blattstiele, rote Falleninnenseiten und lange Randzilien. Diese Eigenschaften sind qualitativ beschrieben, nicht standardisiert vermessen. Die Fallenform wird zugleich als klassisch eingeordnet; das Wort ‘curved’ belegt deshalb keine besondere Gesamtform oder einen ungewöhnlichen Fallenmechanismus. Auch die mögliche Höhe bis ungefähr 20 Zentimeter hat keine festgelegte Messgrundlage und ist keine sichere Abgrenzung zu anderen Auslesen.

Eine formell etablierte Diagnose mit Vergleich zu ähnlichen Klonen, wiederholbaren Messwerten und einer nomenklatorischen Bildreferenz ist nicht verfügbar. Züchter, Kreuzungseltern und die genetische Identität der konkret etikettierten Pflanzen bleiben unbekannt. Die beschriebene Form kann an jungen Pflanzen, nach der Winterruhe und unter verändertem Licht unterschiedlich stark erscheinen. Eine rote Falleninnenseite kommt auch bei anderen Venusfliegenfallen vor und ist für sich allein nicht diagnostisch. Bis eine zuverlässige vegetative Herkunft und ein stabiler Vergleich mehrerer ausgewachsener Blätter vorliegen, bleibt der Name eine gärtnerische Bezeichnung mit begrenzter Diagnosekraft.

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Fangstrategie

Die Fallen von ‘Vertical Curved Traps’ arbeiten nach dem bekannten Fangprinzip von Dionaea muscipula. Auf der Innenseite jedes Lappens sitzen mechanosensitive Reizhaare. Mehrere kurz aufeinanderfolgende Reize können elektrische Signale auslösen, die den schnellen Wechsel der Fallenlappen in die geschlossene Form einleiten. Bleibt ein Tier eingeschlossen und bewegt es sich weiter, wird die Falle dichter geschlossen; Drüsen geben Verdauungsflüssigkeit ab und nehmen gelöste Nährstoffe auf. Die zweilappige Klappfalle bleibt also funktionell das Artorgan, auch wenn ihre äußere Haltung und Krümmung ungewöhnlich beschrieben werden.

Der Name ‘Vertical Curved Traps’ bezieht sich dem Wortlaut nach auf aufrechte Blätter und gekrümmte Fallen; er ist kein Nachweis einer speziellen Fangtechnik. Äußere Randzilien halten die Fallenform, lösen aber nicht dieselben Reaktionen aus wie die inneren Triggerhaare. Für diesen Klon sind weder Schließgeschwindigkeit noch Beutegröße, Erfolgsrate oder Verdauungsdauer vergleichend untersucht. Es wäre darum unbegründet, ihm eine stärkere, schwächere oder anders gerichtete Fangfunktion zuzuschreiben. Beobachtungen an einer konkreten Pflanze können ergänzt werden, müssen aber als eigene Kulturbeobachtung gekennzeichnet bleiben und dürfen nicht als gesicherte Eigenschaft der gesamten benannten Linie erscheinen.

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Reproduktion und Erhaltung des Klons

Bei einer als ‘Vertical Curved Traps’ etikettierten Pflanze ist für den Erhalt der beschriebenen Wuchs- und Fallenform vegetative Weitergabe entscheidend. Teilung eines ausreichend entwickelten Rhizoms oder geeignete Blattstecklinge können Nachkommen aus derselben ausgewählten Linie hervorbringen. Dabei sollte das Ausgangsexemplar samt Herkunft, Datum und Vermehrungsweg dokumentiert werden. Für den Namen wurde keine belastbare Zuchtgeschichte gefunden, sodass nicht bekannt ist, welche Eltern oder Auswahlgenerationen zur ursprünglichen Pflanze führten. Eine konkrete Kreuzung oder ein bestimmter Wildfund darf aus der Bezeichnung nicht abgeleitet werden.

Die Art kann einen aufrechten Blütenstand mit weißen Blüten und nach Bestäubung Samenkapseln bilden. Sexuelle Nachkommen sind genetisch neue Pflanzen. Bei offen bestäubtem Saatgut bleibt der Pollenspender unbekannt; die daraus entstehenden Sämlinge sind genetisch neu zusammengesetzt und keine sortenechten Klonkopien. Diese wichtige Einschränkung gilt auch dann, wenn einzelne Jungpflanzen ähnlich aufrecht wachsen oder gekrümmte Fallen entwickeln. Solche Sämlinge können als individuelle Auslesen beschrieben werden, dürfen aber nicht ohne vegetative Herkunft als derselbe Kultivar ausgegeben werden. Eine besondere Blüh- oder Samenbiologie dieser Form ist nicht dokumentiert.

culture

Kultur-Fazit

Für ‘Vertical Curved Traps’ ist keine klonspezifische Pflegeabweichung belegt. Die Form gehört in die temperierte Standardkultur von Dionaea muscipula: sehr hell bis vollsonnig, nach dunkler Innenhaltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen und den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. Im Freiland oder ungeheizten Gewächshaus gehört eine kühle Winterphase zum Jahresgang. Das öffentliche Standardprofil führt die Ruhe als optional, weil eine spezielle, stark beleuchtete Innenkultur ohne ausgeprägte Ruhe möglich ist. Diese Innenkultur setzt ausreichend Licht und eine angemessene Beuteversorgung voraus; ein warmer, lichtarmer Standort ist keine gleichwertige Alternative.

Die aufrechte Haltung und die gekrümmten Fallenlappen begründen weder eine besondere Beleuchtungsstärke noch abweichende Temperaturgrenzen. Auch eine mögliche Höhe bis ungefähr 20 Zentimeter erfordert keine Sonderpflege. Saisonale Neuaustriebe, Blattalter und Licht verändern Form und Färbung der Fallen und müssen bei jeder Beurteilung mitgedacht werden. Entscheidend sind eine lange helle Wachstumsphase, mineralarmes Wasser, nährstoffarmes Substrat und ein nachvollziehbarer Jahresgang. Die verknüpfte Kulturgruppe lautet dionaea-temperiert; das öffentliche Referenzprofil ist dionaea-standard. Es gibt keine Untersuchung, die für diese benannte Auslese eine andere Winterführung oder zusätzliche Kulturmaßnahme begründet.

substrate

Substrat-Ökologie

Die Wurzeln von ‘Vertical Curved Traps’ haben keine dokumentierten Sonderansprüche gegenüber denen der Art. Ein geeignetes Medium ist sauer, nährstoffarm und bleibt mit mineralarmem Wasser zuverlässig feucht. Zugleich muss es genügend Porenraum behalten, damit der Wurzelbereich nicht durch langjährige Verdichtung oder Zersetzung sauerstoffarm wird. Ungedüngter Weißtorf, geeignete Karnivorenerde oder andere stabile, nährstoffarme Mischungen können diese Funktionen erfüllen; eine bestimmte Rezeptur wurde für den Klon nicht geprüft. Blumenerde, Kompost und kalkhaltige Komponenten erhöhen unnötig die Nährstoff- beziehungsweise Mineralbelastung.

Während des Wachstums ist Anstaubewässerung eine praktische Methode, sofern Gefäß und Substrat dauerhaft feucht bleiben, ohne einen unnötig starren Wasserstand festzuschreiben. Regenwasser, Osmosewasser oder destilliertes Wasser verringern die Anreicherung gelöster Salze. In der kühleren Ruhezeit sinkt der Verbrauch; dann kann der Wasserstand reduziert werden, ohne das Rhizom austrocknen zu lassen. Die aufrechte Haltung, die gebogenen Fallenlappen und die berichtete rote Farbe liefern keinen Grund, pH-Wert, Wasserbedarf oder Nährstoffversorgung anders anzusetzen als bei der verknüpften temperierten Dionaea-Kulturgruppe.

practice

Praxisnotizen

Zur Kontrolle einer Pflanze mit dem Namen ‘Vertical Curved Traps’ sollten mehrere reife Fallen gleichzeitig beurteilt werden. Zu dokumentieren sind Blattstellung, Öffnungsweite, sichtbare Krümmung beider Fallenlappen und die Färbung von Blattstiel und Falleninnerem. Junge, gerade austreibende Blätter oder bereits geschlossene Fallen eignen sich nicht für einen direkten Formvergleich. Fotos sollten möglichst aus ähnlichem Blickwinkel entstehen und Datum, Kulturstandort sowie Lichtbedingungen nennen. Die grobe Höhenangabe bis etwa 20 Zentimeter ist kein Sollmaß für jede Pflanze.

Der hinterlegte Beobachtungsrhythmus beträgt 14 Tage während des aktiven Wachstums, 30 Tage in der Winterruhe und 7 Tage bei Sämlingen. Diese Termine dienen der Zustands- und Merkmalskontrolle, nicht als Gießintervall; Wasserstand und Austrocknungsgefahr werden bei Bedarf häufiger geprüft. Für die Identität ist außerdem die Herkunft wichtiger als eine einzelne ungewöhnliche Falle. Vermehrungsmaterial aus offener Bestäubung wird nicht als sortenechter Klon gewertet. Bei unklarer Herkunft sollte der Name als Handelsbezeichnung mit entsprechendem Vorbehalt geführt und nicht als bestätigte genetische Identität dargestellt werden.

sources

Quellenangaben

Kultivarbezeichnung und berichtete Merkmale

  • Green Jaws: Dionaea muscipula – Vertical Curved Traps. Angebotsseite. Bestätigt den aktuellen Handelsnamen und nennt volle Sonne, Winterruhe sowie eine ungefähre Wuchshöhe bis 20 cm; keine formelle Diagnose.
  • PetersFlytraps: Dionaea muscipula Vertical Curved Traps. Produktbeschreibung. Berichtet aufrechten Wuchs, große offene Fallen, blassgrüne Blattstiele, rote Innenflächen und gekrümmte Lappen. Die strukturierte Merkmalsübersicht nennt lange Randzilien und große Fallen, stuft die Fallenform aber als „classic“ ein.
  • Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen, Growlist Green Jaws (2013): Sammlerbestandsliste. Führt den Namen als DM 70; das belegt historischen Namensgebrauch, nicht die genetische Herkunft.
  • Rogier’s Growlist (2010): archivierte Bestandsliste. Verzeichnet Vertical Curved Traps als DM54 und dokumentiert einen älteren Gebrauch des Namens.
  • Carnivor_Treasures (2026): Angebot offen bestäubter Dionaea-Samen. Erläutert die unbekannte Pollenspenderseite und dass Sämlinge aus offener Bestäubung keine Klonkopien sind.

Taxonomie, Diagnose und Artbiologie

  • Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online – Dionaea muscipula J.Ellis. Taxonomischer Eintrag. Akzeptierter Artname, Autorenschaft, Verbreitung und taxonomische Einordnung.
  • Flora of North America Editorial Committee (2015): Flora of North America North of Mexico, Vol. 6. Artbeschreibung. Botanische Morphologie und Verbreitung der Wildart.
  • U.S. Fish and Wildlife Service (2023): Species Status Assessment for Venus Flytrap, Version 1.1. Statusbewertung (PDF). Behördenbericht zu Areal, Habitat, Ökologie und Gefährdungsfaktoren.
  • International Carnivorous Plant Society: Cultivar Registration. Registrierungsanforderungen. Anforderungen an Diagnose und nomenklatorische Bildreferenz.
  • ICPS Carnivorous Plant Names Resource: Liste registrierter Namen. Umfasst die dort bezeichneten Registrierungen vor Oktober 2020; fehlende Einträge erlauben keine Aussage über spätere Publikationen.
  • Carnivorous Plant Newsletter: Verzeichnis veröffentlichter Kultivarbeschreibungen. Durchsuchbares Archiv; kein Eintrag für Vertical Curved Traps gefunden.

Kultur und Fangbiologie

  • International Carnivorous Plant Society: Dionaea muscipula – Growing Guide. Kulturleitfaden (PDF). Grundkultur der Art mit Licht, Wasser, Substrat und saisonalem Jahresgang.
  • Roberts, P. R. & Oosting, H. J. (1958): “Responses of Venus Fly Trap (Dionaea muscipula) to Factors Involved in Its Endemism.” Ecological Monographs 28(2): 193–218. DOI. Klassische Studie zu Naturstandorten und ökologischen Faktoren.
  • Forterre, Y., Skotheim, J. M., Dumais, J. & Mahadevan, L. (2005): “How the Venus flytrap snaps.” Nature 433: 421–425. DOI. Mechanik des schnellen Fallenverschlusses.
  • Böhm, J. et al. (2016): “The Venus Flytrap Dionaea muscipula Counts Prey-Induced Action Potentials to Induce Sodium Uptake.” Current Biology 26(3): 286–295. DOI. Primärstudie zu Reizverarbeitung und Beuteantwort der Art.
  • Gao, P. et al. (2015): “Integration of trap- and root-derived nitrogen nutrition of carnivorous Dionaea muscipula.” New Phytologist 205(3): 1320–1329. DOI. Untersuchung der Stickstoffaufnahme über Fallen und Wurzeln.
  • Youngsteadt, E. et al. (2018): “Venus Flytrap Rarely Traps Its Pollinators.” The American Naturalist 191(4): 539–546. DOI. Feldstudie zum Verhältnis von Bestäubung und Beutefang.

Quellenbewertung und Bildrechte

Die klonspezifischen Merkmale stammen aus zwei getrennten Handelsbeschreibungen, deren Angaben sich teilweise überschneiden, aber keine unabhängigen botanischen Diagnosen darstellen. Die strukturierte und erzählende Merkmalsangabe zur Fallenform ist nicht deckungsgleich; der Codex übernimmt deshalb keine präzise Sonderform als gesichert. Eine formelle Registrierung ließ sich in der auf Registrierungen vor Oktober 2020 begrenzten Datenbank und im zugänglichen CPN-Archiv nicht bestätigen; spätere oder anderweitig veröffentlichte Einträge sind damit nicht ausgeschlossen. Die lokale Mediensuche ergab kein eigenes Foto dieses Klons. Es wurde kein nicht frei lizenziertes Handels- oder Sammlerbild übernommen; die Bildfelder bleiben leer.

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand01.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Vertical Curved Traps', Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-vertical-curved-traps/