Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'GJ Shir Khan'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Gärtnerische Selektion von Green Jaws (Deutschland); Mathias beziehungsweise Matze Maier als Auswähler zugeschrieben. Eine Abstammung von Werewolf gilt nur als wahrscheinlich. Kein eigener Wildfundort.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
jaOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohe Salz- und Mineralbelastung
  • Empfindlich gegen Nährstoffüberschuss
  • Empfindlich gegen Lichtmangel
  • Empfindlich gegen Wärme bei Lichtmangel im Winter
  • Empfindlich gegen Substratabbau und Verdichtung

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

‘GJ Shir Khan’ ist eine gärtnerische Auswahl der ausdauernden Venusfliegenfalle Dionaea muscipula. Beschrieben wird ein aufrechter, schlanker Wuchs mit schmalen, längeren Blattstielen. An den endständigen, zweilappigen Fanglaminen fallen kurze, stumpfe bis gebogene Randzilien auf, die nicht gleichmäßig kammartig ausgerichtet sind. Die Konturen der Fallenränder werden als wellig und unregelmäßig dargestellt. Diese Kombination unterscheidet den Klon von einer gewöhnlich geformten Venusfliegenfalle stärker als eine einzelne ungewöhnliche Falle.

Die Farbberichte stimmen nicht überein: Manche Händler zeigen dunkle rote Falleninnenseiten und beschreiben bei starkem Licht auch rote Außenseiten; ein anderer Anbieter nennt gelb-orange Farben im Hochsommer. Ein Käuferbericht erwähnt bei erhaltenen Pflanzen grüne Fallen. Daraus lässt sich keine einheitliche, jahreszeitlich feste Farbdiagnose ableiten. Ebenso fehlt eine standardisierte Messreihe zu Blattstiel, Fallenmaßen oder Zahnlänge. Für die Beschreibung eines konkreten Exemplars sollten deshalb mehrere reife Neutriebe und ihre Kulturbedingungen dokumentiert werden; Einzelwerte aus Produktseiten sind keine gesicherten Durchschnittsmaße.

taxonomy

Taxonomie

Der akzeptierte botanische Name lautet Dionaea muscipula J.Ellis. Die Art gehört zu den Droseraceae und ist die einzige anerkannte Art der Gattung Dionaea. J.Ellis ist die botanische Autorenangabe der Art, nicht die Urheberschaft des Kultivarnamens. ‘GJ Shir Khan’ bezeichnet eine gärtnerische Auswahl innerhalb dieser Art und keine eigene botanische Art, Unterart oder Varietät.

Green Jaws führt den Namen mit der Schreibweise „Shir Khan“. In einzelnen Händlertexten erscheint die abweichende Form „Shir Kahn“; sie wird hier nicht übernommen, weil das Green-Jaws-Angebot und eine unabhängige öffentliche Pflanzenbestandsliste „Shir Khan“ verwenden. Die Züchterzuordnung zu Mathias beziehungsweise Matze Maier wird von Händlern berichtet. Ein formeller Kultivarstandard, eine lückenlose Abstammungsdokumentation oder ein unabhängiger Nachweis einer Abstammung von ‘Werewolf’ lag nicht vor. Letztere bleibt daher eine Vermutung und darf nicht als gesicherte Elternschaft ausgegeben werden.

ecology

Standort und Verbreitung

‘GJ Shir Khan’ besitzt keinen eigenen natürlichen Fundort. Es ist eine gärtnerisch selektierte Pflanze aus dem Umfeld des deutschen Betriebs Green Jaws. Händler schreiben die Auswahl Mathias beziehungsweise Matze Maier zu. Eine vollständige Dokumentation der ursprünglichen Kreuzung, des Auswahljahres oder einer lückenlosen Vermehrungskette wurde in den geprüften Quellen nicht gefunden. Die Form wird in einer öffentlichen Pflanzenbestandsliste unter dem Namen ‘Shir Khan’ geführt; ein solcher Inventarnachweis belegt den Sammlungsnamen, nicht aber einen Wildfund oder eine genetisch geprüfte Herkunft.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art Dionaea muscipula beschränkt sich auf Teile der Küstenebene von North und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten. Dort besiedelt sie offene, lichtreiche, saure und nährstoffarme Feuchtlebensräume. Dazu zählen saisonal feuchte Kiefernheiden und savannenartige Flächen, deren offene Vegetation von Wasserhaushalt und wiederkehrenden Störungen geprägt wird. Diese Areal- und Habitatangaben beschreiben die Wildart. Sie sagen nicht aus, dass ‘GJ Shir Khan’ aus einer bestimmten Population stammt oder eine besondere Bindung an einen Naturstandort besitzt.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die ökologische Grundbiologie von ‘GJ Shir Khan’ entspricht derjenigen der Art Dionaea muscipula: Die Pflanze betreibt Photosynthese und ergänzt ihre Nährstoffversorgung durch den Fang kleiner Tiere. Die aufrechte Blattstellung und die auffällig geformten Randzilien sind Merkmale einer gärtnerischen Selektion. Es gibt keine veröffentlichte Vergleichsstudie, die für diesen Klon einen besonderen Vorteil bei Lichtaufnahme, Beuteanlockung, Fangrate oder Nährstoffgewinn nachweist.

Die kurzen, gebogenen und unregelmäßig gerichteten Randfortsätze verändern sichtbar die Silhouette der geöffneten Falle. Sie dürfen aber nicht mit den inneren Reizhaaren verwechselt werden, die den Fallenverschluss auslösen. Für ‘GJ Shir Khan’ fehlen Untersuchungen dazu, ob die Randform den Einschluss kleiner Beute, den Schließvorgang oder die Verdauung beeinflusst. Auch die voneinander abweichenden Farbangaben lassen keine belastbare ökologische Funktion erkennen. Bis kontrollierte Beobachtungen vorliegen, sind diese Eigenheiten als Erscheinungsmerkmale des Kultivars zu beschreiben, nicht als Anpassung an eine andere Umwelt oder als Nachweis einer besonderen Fangstrategie.

reference

Wuchsform und Morphologie

Als wiederkehrende Merkmale von ‘GJ Shir Khan’ werden eine aufrechte Wuchsform, schlanke Blattstiele und auffällig unregelmäßige Fallenränder genannt. Die Randzilien sind kurz, stumpf bis abgerundet und teilweise nach innen oder schräg gebogen; sie stehen nicht wie bei einer gleichmäßig gekämmten Falle in einer sauberen Reihe. Zusammen mit dem welligen Verlauf der Lappenränder entsteht eine zerklüftete, „raubtierartige“ Silhouette. Die Fallen bleiben zweilappige Fangblätter der Art Dionaea muscipula; der Kultivar hat keinen andersartigen Fallenbau.

Die Farbe ist kein verlässliches Einzelmerkmal. Händler berichten von dunklem Rot im Falleninneren, rötlichen Außenseiten bei starkem Licht oder gelb-orangefarbenen Fallen im Hochsommer. Ein Kundenbericht dokumentiert zugleich grüne Fallen an gelieferten Pflanzen. Ob diese Unterschiede mit Jahreszeit, Reife, Licht oder verschiedenen Vermehrungslinien zusammenhängen, ist nicht untersucht. Standardisierte Werte für Blattstielbreite, Fallenlänge, Zahnlänge oder Rosettendurchmesser fehlen ebenfalls. Für eine belastbare Bestimmung sollten mehrere voll entwickelte Fallen betrachtet und Wuchsform, Zahnstellung sowie Farbe getrennt notiert werden.

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Carnivore Strategie

Die Grundfunktion der Falle folgt der Artbiologie von Dionaea muscipula. Auf der Innenfläche der beiden Lappen sitzen mechanosensitive Reizhaare. Wiederholte Reizung löst elektrische Signale aus, die das schnelle Umschnappen der vorgedehnten Lappen einleiten. Bleibt ein Tier eingeschlossen und bewegt es sich weiter, schließt sich die Falle dichter; anschließend geben Drüsen Verdauungsflüssigkeit ab. Fang, Bewegung und Verdauung sind Funktionen desselben umgebildeten Blattes.

Bei ‘GJ Shir Khan’ fallen kurze, gebogene und unregelmäßig ausgerichtete Randzilien auf. Für diesen Klon wurde jedoch nicht gemessen, ob sie den Fallenverschluss behindern, eine andere Beutegröße festhalten oder die Verdauungsleistung verändern. Ein Internetbericht, wonach ähnliche „Werewolf“-Fallen keine Fliegen fangen könnten, ist kein belastbarer Nachweis für diesen Klon und wird nicht als Eigenschaft übernommen. Weder eine verbesserte noch eine eingeschränkte Fangfunktion ist belegt. Die beschriebene Randform und die inneren Reizhaare sind unterschiedliche Strukturen; aus der ungewöhnlichen Zahnstellung allein lässt sich keine Aussage über Funktionsfähigkeit ableiten.

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Reproduktion und Lebenszyklus

‘GJ Shir Khan’ wird als Kultivar über eine vegetative Pflanzenlinie erhalten. Eine Teilung des Rhizoms oder eine andere vegetative Vermehrung erhält die ausgewählte Kombination aus aufrechtem Wuchs, schlanken Blattstielen und unregelmäßigen, gebogenen Randzilien. Sämlinge aus einer Blüte sind keine sortenechten Kopien: Bei sexueller Fortpflanzung werden Erbanlagen neu kombiniert, sodass die charakteristische Zahnstellung nicht zuverlässig wiederkehrt. Eine konkrete Elternkreuzung ist für diesen Klon nicht belegt.

Die Art bildet gewöhnlich im Frühjahr einen Blütenstand mit kleinen weißen Blüten; nach Bestäubung können Kapseln mit kleinen dunklen Samen entstehen. Für ‘GJ Shir Khan’ ist keine abweichende Blütenbiologie oder besondere Fruchtbarkeit dokumentiert. Ein Händler bietet zwar auch eine kleine sterile Kulturgröße an, doch das belegt nicht den Vermehrungsweg jeder im Handel befindlichen Pflanze. Bei der Weitergabe sollte die Herkunft der Mutterpflanze festgehalten werden. Die vermutete Abstammung von ‘Werewolf’ bleibt eine Händlerangabe und ersetzt weder einen Zuchtstammbaum noch einen genetischen Nachweis.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Für ‘GJ Shir Khan’ ist keine eigenständige Pflege jenseits der Kultur von Dionaea muscipula belegt. Green Jaws nennt volle Sonne und Winterruhe; auch ein spezialisierter Händler beschreibt die Ruhephase als erforderlich. Während des Wachstums ist ein sehr heller bis sonniger Standort geeignet. Nach Haltung bei schwachem Licht sollte die Pflanze schrittweise an direkte Sonne gewöhnt werden. Der Wurzelraum bleibt mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht. Gedüngte Blumenerde und mineralreiches Wasser passen nicht zu den nährstoffarmen Wurzelbedingungen der Art.

Bei saisonaler Außen- oder Kalthauskultur ist eine kühle Winterphase einzuplanen. Die Quellen liefern aber keine klonspezifisch geprüfte Temperaturgrenze oder Ruhezeit; feste Werte aus einzelnen Händler-Pflegehinweisen sind daher nicht als besondere Eigenschaft von ‘GJ Shir Khan’ zu übernehmen. Auch die ungewöhnlichen Randzilien begründen keinen zusätzlichen Nährstoff- oder Wasserbedarf. In Innenkultur müssen Licht und Jahresrhythmus gemeinsam berücksichtigt werden. Die Pflegeentscheidung sollte sich am tatsächlichen Neuaustrieb, an der Substratfeuchte und am saisonalen Zustand orientieren.

substrate

Substrat-Ökologie

Die Wurzeln von ‘GJ Shir Khan’ teilen die Ansprüche der Art: Sie wachsen in saurem, nährstoffarmem und dauerhaft ausreichend feuchtem Medium. Die besondere Fallenform verlangt keine abweichende Bodenmischung. Wichtig ist eine geringe Salz- und Nährstoffbelastung sowie eine Struktur, die Wasser hält, ohne den Wurzelraum vollständig zu verdichten. Ungedüngte Karnivorenerde auf saurer Basis kann dafür geeignet sein. Kompost, Blumenerde und kalkhaltige Bestandteile erhöhen dagegen die Nährstoff- oder Mineralbelastung.

Regen-, Osmose- oder destilliertes Wasser begrenzen die Anreicherung gelöster Salze. In der aktiven Wachstumszeit ist Anstaubewässerung eine praktikable Methode, sofern Topf und Medium ausreichend belüftet bleiben. Während der Winterruhe wird der Wasserstand reduziert, ohne das Rhizom austrocknen zu lassen. Eine dauerhaft feuchte Kultur bedeutet nicht, dass sauerstoffarme Verdichtung erwünscht ist. Die kurzen, gebogenen Fallenrandzilien und die unregelmäßige Lappenkontur verändern weder den pH-Bedarf noch die Aufnahme über die Wurzeln.

practice

Praxisnotizen

Bei der Kontrolle von ‘GJ Shir Khan’ sollte die wiederkehrende Zahnform an mehreren reifen Fallen geprüft werden: kurze, stumpfe bis gebogene Randzilien, die unregelmäßig oder schräg stehen, zusammen mit welligen Fallenrändern und aufrechterem Wuchs. Einzelne beschädigte, junge oder unvollständig geöffnete Fallen können die Form verzerren. Farbe allein ist unzuverlässig, weil die Quellen von rot über gelb-orange bis zu überwiegend grünen Fallen berichten. Licht, Saison und Reife sollten bei Fotos oder Messungen mit erfasst werden.

Der verknüpfte Beobachtungsrhythmus beträgt 14 Tage während des aktiven Wachstums, 30 Tage in der Winterruhe und 7 Tage für Sämlinge. Diese Abstände sind Sichtkontrollen und kein Gießplan. Dabei lassen sich Wasserstand, Neuaustrieb, Verfärbungen und Zustand des Substrats prüfen. Herkunft und Vermehrungsweg der Mutterpflanze sollten mitdokumentiert werden, besonders wenn die Abstammung von ‘Werewolf’ behauptet wird. Eine solche Abstammung bleibt derzeit unbestätigt und ist kein sichtbares Merkmal, das sich allein an den Fallen sicher erkennen ließe.

sources

Quellenangaben

Kultivarspezifische Quellen

  • Green Jaws: Dionaea muscipula – GJ Shir Khan. Produktprofil des Züchterbetriebs. Belegt die offizielle Schreibweise, volle Sonne und Winterruhe; das Profil liefert keine ausführliche Merkmalsdiagnose. Ein Käuferbericht auf der Seite beschreibt grüne Fallen an einer erhaltenen Pflanze, ist aber keine standardisierte Beobachtung.
  • FlytrapCare / FlytrapStore: GJ Shir Khan Venus flytrap. Produktprofil. Schreibt die Auswahl Matze Maier zu und nennt ‘Werewolf’ als wahrscheinlichen Vorfahren; die Abstammung wird nicht durch einen Stammbaum belegt.
  • Jeremiah’s Plants: Dionaea muscipula GJ Shir Khan. Produktbeschreibung. Beschreibt aufrechten Wuchs, schlanken Blattstiel sowie kurze, stumpfe und gebogene Zähne; nennt Mathias Maier als Auswähler.
  • SeaIsland Snap Traps: Dionaea m. GJ Shir Khan. Kultivarprofil. Berichtet von einer Ähnlichkeit der Zahnform zu ‘Werewolf’, roten Falleninnenseiten und möglichen roten Außenseiten bei hoher Lichtmenge; dieselbe Seite erwähnt grüne Teilungen.
  • Giardino Carnivoro: Dionaea muscipula “GJ Shir Khan”. Produktprofil. Beschreibt aufrechten Wuchs, unregelmäßig stehende Zähne und gelb-orange Färbung im Hochsommer.
  • Wilhelma Stuttgart (2026): Pflanzenbestand 2026, Eintrag ‘Shir Khan’, Inventarnummer XX-O-STUTZ-016260. Öffentliches Inventar. Belegt den Namen im botanischen Sammlungsbestand, nicht die Abstammung des GJ-Klons.
  • Benjamin B., Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen (2020): Bestandsliste Benjamin B. Sammlungseintrag. Früher Verwendungsnachweis für den Namen ‘GJ Shir Khan’; keine formale Diagnose.

Taxonomie, Artökologie und Kultur

  • Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online: Dionaea muscipula J.Ellis. Taxonomie und Verbreitung.
  • U.S. Fish and Wildlife Service (2023): Species Status Assessment for Venus Flytrap (Dionaea muscipula), Version 1.1. Artprofil und Schutzbewertung. Behördliche Zusammenstellung zu Areal, Habitat und Gefährdungsfaktoren.
  • International Carnivorous Plant Society: Dionaea muscipula — Instructional Guide. Kulturleitfaden. Allgemeine Pflegegrundlage, nicht klonspezifisch.
  • Roberts, P. R. & Oosting, H. J. (1958): “Responses of Venus Fly Trap (Dionaea muscipula) to Factors Involved in Its Endemism.” Ecological Monographs 28(2): 193–218. DOI. Primärarbeit zu Standortbedingungen der Art.

Fallenbewegung und Beuteverarbeitung

  • Forterre, Y., Skotheim, J. M., Dumais, J. & Mahadevan, L. (2005): “How the Venus flytrap snaps.” Nature 433: 421–425. DOI. Experimentelle Analyse des schnellen Umschnappens der Fallenlappen.
  • Böhm, J. et al. (2016): “The Venus Flytrap Dionaea muscipula Counts Prey-Induced Action Potentials to Induce Sodium Uptake.” Current Biology 26(3): 286–295. DOI. Primärstudie zur Reizverarbeitung bei der Art; keine Untersuchung von ‘GJ Shir Khan’.

Quellenbewertung und Bildrechte

Die Merkmalsbeschreibung stützt sich auf den Züchterbetrieb und mehrere Händlerbeschreibungen; diese stimmen bei der Zahnform und aufrechten Wuchsform weitgehend überein, widersprechen sich jedoch bei der Färbung. Abstammung von ‘Werewolf’, Farbkonstanz und abweichende Fallenfunktion bleiben unbelegt. Es wurde kein Foto mit eindeutigem Klonbezug und überprüfbarer, für die Veröffentlichung geeigneter freier Lizenz gefunden. Anbieterbilder werden daher nicht übernommen.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

Im Vergleich zu einer typisch geformten Venusfliegenfalle zeichnet sich ‘GJ Shir Khan’ vor allem durch die Stellung und Form der Randzilien aus. Diese sind kurz, stumpf bis abgerundet und oft gebogen; sie stehen unregelmäßig statt in einer gleichmäßigen Reihe. Die Fallenränder wirken dadurch wellig und zerklüftet. Zusätzlich wird ein schlanker, aufrechter Wuchs mit schmalen Blattstielen beschrieben. Diese Kombination ist spezifischer als der Handelsname oder eine einzelne auffällige Falle.

Farbangaben sind widersprüchlich und deshalb nicht als stabile Diagnose geeignet: Beschreibungen reichen von dunkelrot innen und bei starker Beleuchtung auch außen über gelb-orange im Hochsommer bis hin zu grünen Fallen einzelner Pflanzen. Eine mögliche Nähe zu ‘Werewolf’ wird als wahrscheinlich, nicht als gesicherte Abstammung angegeben. Es gibt keine veröffentlichte Klonstudie zu Fallenfunktion, Zahnlängen, Farbgenetik oder Stabilität unter verschiedenen Kulturbedingungen. Die Besonderheiten sind daher als beobachtete Formmerkmale einzuordnen; eine veränderte Fangfähigkeit oder besondere Kulturanforderung darf daraus nicht abgeleitet werden.

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand28.09.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'GJ Shir Khan', Stand 28.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-gj-shir-khan/