Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'Red Pluto'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Auslese durch Mathias Maier, Deutschland, 2010; 2013 als ‘Red Pluto’ registriert. „GJ Red Pluto“ wird als Alias geführt; „GJ Red Pluto II“ bleibt separat.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohen Salzgehalt
  • Empfindlich gegen hohe Nährstoffbelastung
  • Empfindlich gegen zu wenig Licht
  • Probleme durch fehlende jahreszeitliche Reize
  • Empfindlich gegen Substratabbau

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘Red Pluto’ ist eine benannte Auslese der Venusfliegenfalle. Wie die Grundart bildet sie aus einem kurzen Rhizom eine bodennahe Rosette. Jedes Fangblatt besteht aus einem flachen, grünen unteren Abschnitt und einer zweilappigen Endfalle. Am Rand der Lappen stehen bewegliche Cilien; auf den Innenseiten sitzen Reizhaare. Der auffälligste beschriebene Unterschied dieses Klons liegt nicht im Aufbau der ganzen Pflanze, sondern in einer Kombination aus rötlich-brauner Fallenfärbung und gelegentlicher partieller Verbindung der beiden distalen Fallenenden. Diese Verbindung ist mutativ und tritt nicht zwingend in jeder Falle auf.

Die kultivarbezogene Beschreibung gibt Blattbasen von bis zu ungefähr fünf Zentimetern und Fallen von etwa 3,2 Zentimetern an. Das sind Referenzwerte einer veröffentlichten Beschreibung, keine garantierten Maximalmaße für jedes Exemplar und keine Größenklasse, die im Gartenbau standardisiert gemessen würde. Die Färbung kann an Fallen und Pflanzen unterschiedlich intensiv ausfallen; sie ist nicht als ganzjährig vollständig dunkelrot festgelegt. Für die Bestimmung ist deshalb die wiederkehrende Kombination von rötlich-brauner Farbe und partiell verbundenen Fallenenden aussagekräftiger als ein einzelnes gefärbtes Fangblatt.

taxonomy

Taxonomie

Der gültige botanische Name der Art lautet Dionaea muscipula J.Ellis. Sie gehört zur Familie Droseraceae und ist die einzige anerkannte Art der Gattung Dionaea. ‘Red Pluto’ ist ein Kultivarname innerhalb dieser Art und keine eigene Art, Unterart oder natürliche Varietät. Der Kultivar wurde von Mathias Maier ausgewählt und 2010 in Deutschland eingeführt; der Name wurde 2013 formal registriert. Der botanische Autor J.Ellis bezieht sich auf die Artbeschreibung und ist nicht der Züchter oder Namensgeber des Klons.

Die im Handel und in Bestandslisten verwendete Ergänzung „GJ“ tritt als Alias neben dem registrierten Namen auf. Unabhängige Kultivarsammlungen führen „GJ Red Pluto“ als Verweis auf ‘Red Pluto’; die Datenbank verwendet darum den registrierten Namen als angezeigten Kultivarepitheton und bewahrt den historischen Seitenschlüssel. „GJ Red Pluto II“ wird separat geführt und ist nicht mit diesem Eintrag gleichzusetzen. Auch die Ähnlichkeit zum eigenständig benannten ‘Pluto’ belegt keine Kreuzung oder Abstammung. Zur Erhaltung der ausgewählten Merkmalskombination wird der Klon vegetativ vermehrt; Sämlinge sind nicht automatisch sortenecht.

ecology

Standort und Verbreitung

Ein natürlicher Fundort von ‘Red Pluto’ ist nicht bekannt: Der Kultivar ist eine gärtnerische Auslese aus Kulturpflanzen. Die Herkunftsangabe Deutschland bezieht sich auf die Auswahl durch Mathias Maier und das Jahr 2010, nicht auf ein natürliches Verbreitungsgebiet. Die Art Dionaea muscipula selbst ist dagegen endemisch in einem kleinen Gebiet der Küstenebene von North und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten. Dort besiedelt sie offene, feuchte bis saisonal nasse, saure und nährstoffarme Lebensräume.

Zu diesen Lebensräumen zählen feuchte Kiefern-Savannen, Moorwiesen und lichte Sandflächen, in denen niedrige Vegetation und zeitweilige Störungen genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Die Böden bleiben nährstoffarm; Wasser steht zeitweise hoch, doch der Wurzelraum ist nicht mit einem dauerhaft sauerstofflosen Schlamm gleichzusetzen. Die natürlichen Standortangaben erklären die Grundansprüche der Art, sind aber keine Herkunftsangabe für den Klon. Weder die Ähnlichkeit seiner Fallen mit einem anderen Kultivar noch sein deutscher Auswahlort erlaubt eine Aussage darüber, aus welcher konkreten Mutterpflanze oder Kreuzung er hervorging.

ecology

Ökologische Anpassungen

Die Lebensweise der Art passt zu offenen, nährstoffarmen Feuchtstandorten. Die Rosette bleibt niedrig und erreicht Licht auch dann, wenn zwischen Gräsern und niedrigen Sumpfpflanzen nur wenig Raum frei ist. Ein feuchtes, saures Milieu verringert zugleich den Zugang zu mineralischen Nährstoffen; kleine Beutetiere ergänzen deshalb die Aufnahme von Stickstoff und Phosphor. Regelmäßige natürliche Störungen, darunter Feuer, bremsen auf geeigneten Standorten die Verbuschung und erhalten offene Vegetation. Eine geschlossene Baum- oder Strauchschicht würde die Lichtbedingungen verändern, an die die Art angepasst ist.

‘Red Pluto’ zeigt mit der rötlich-braunen Färbung und den gelegentlich partiell verbundenen Fallenenden eine gärtnerisch ausgewählte Variation innerhalb dieser Art. Es gibt keinen Nachweis, dass diese Merkmale eine besondere ökologische Anpassung darstellen, den Beutefang verbessern oder die Pflanze für andere Lebensräume geeignet machen. Die Kultivarmerkmale ändern weder die natürliche Arealgrenze noch die Abhängigkeit der Grundart von viel Licht und nährstoffarmem, feuchtem Boden. Für die Kultur ist daher die Artökologie maßgeblich; ungewöhnliche Fallenform oder Farbe ist kein Grund, Wasser-, Licht- oder Substratansprüche abweichend anzusetzen.

reference

Wuchsform und Morphologie

Die Rosette bildet flache Blattbasen und am Ende jedes Fangblatts eine bewegliche Falle mit zwei gegenüberliegenden Lappen. Im geöffneten Zustand wölben sich die Lappen leicht und geben die Reizhaare im Inneren frei. Bei ‘Red Pluto’ ist die beschriebene Farbwirkung überwiegend rötlich bis braunrot; wie stark sie sichtbar ist, hängt von Blattalter, Licht und Kulturzustand ab. Eine einheitliche, dauerhaft tiefrote Gesamtpflanze ist für diesen Kultivar nicht als notwendiges Merkmal belegt. Neue Blätter können weniger ausgefärbt erscheinen als ausgewachsene oder länger belichtete Fallen.

Die gelegentliche Mutation betrifft die distalen Enden der beiden Fallenlappen, die teilweise zusammenwachsen können. Sie ist von einer gewöhnlichen offenen Falle mit klar getrennten Spitzen zu unterscheiden, darf aber nicht als konstante Verschmelzung jeder Falle beschrieben werden. In der kultivarbezogenen Darstellung erreichen Blattbasen bis ungefähr fünf Zentimeter und Fallen etwa 3,2 Zentimeter. Solche Einzelbeschreibungswerte sagen nicht voraus, welche Maße eine konkrete Pflanze unter abweichender Kultur erreicht. Bei jungen Pflanzen, frisch gebildeten Fallen oder während der Winterruhe ist die ausgewachsene Merkmalskombination oft noch nicht sichtbar; die Einordnung sollte an mehreren reifen Blättern geprüft werden.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

Gegenüber einer typischen Venusfliegenfalle zeichnet sich ‘Red Pluto’ durch rötlich-braune Fallen und die Möglichkeit einer partiellen Verbindung an den distalen Enden der beiden Lappen aus. Die veröffentlichte Kultivarbeschreibung nennt Blattbasen bis etwa fünf Zentimeter und Fallen um 3,2 Zentimeter; eine spätere vergleichende Darstellung hebt gerade diese Proportion sowie die mutative Teilfusion hervor. Das Merkmal ist daher keine bloße rote Farbform: Die Fallen können sich strukturell von einer gewöhnlichen, vollständig getrennten Lappenspitze unterscheiden. Gleichzeitig ist die Teilfusion nicht an jeder Falle ausgebildet und begründet keine Behauptung, alle Fallen seien vollständig verwachsen oder funktionslos.

Der Name ‘Red Pluto’ wurde wegen der Färbung und der Ähnlichkeit zu ‘Pluto’ gewählt, bleibt aber ein eigener Kultivarname mit eigener Registrierung. Der Katalogzusatz „GJ“ wird als gebräuchlicher Alias behandelt; „GJ Red Pluto II“ ist eine getrennte Bezeichnung und wird hier nicht eingemischt. Eine kräftige Rotfärbung allein ist kein sicherer Bestimmungsnachweis, da sie von Licht, Alter und Jahreszeit beeinflusst wird. Umgekehrt kann eine einzelne Falle ohne deutliche Teilfusion dennoch von einer echten, vegetativ vermehrten Pflanze stammen. Entscheidend ist die Herkunft des Klons zusammen mit der wiederkehrenden Merkmalskombination über mehrere ausgereifte Fallen, nicht ein starres Erscheinungsbild jeder Rosette.

reference

Carnivore Strategie

Die Fallen von ‘Red Pluto’ beruhen auf demselben Fangmechanismus wie bei der Art. Eine Berührung der sensiblen Reizhaare erzeugt elektrische Signale; erst wenn innerhalb kurzer Zeit genügend Reize zusammenkommen, klappt die vorgespannte Falle rasch zu. So wird die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass ein einzelner Regentropfen oder eine zufällige Erschütterung eine energiekostende Reaktion auslöst. Nach dem schnellen ersten Schließen können weitere Bewegungen der Beute die Lappen enger aneinanderlegen, die Falle abdichten und Verdauungsvorgänge anstoßen. Die Cilien am Rand begrenzen dabei den Fluchtweg kleiner Tiere.

Für ‘Red Pluto’ ist keine abweichende Reizschwelle und kein besonderer Verdauungsmodus belegt. Die partielle Verbindung am Ende mancher Fallenlappen wird als Formvariante beschrieben; daraus folgt weder eine nachgewiesene Störung noch eine bessere Beutefangquote. Untersuchungen an der Art zeigen, dass die Falle bei ausreichender Reizung schnell umspringt und die konkrete Mechanik Gegenstand laufender Forschung ist. Eine 2026 veröffentlichte Primärstudie weist schnelles Erweichen der äußeren Zellwand als aktiven mechanischen Schritt nach, statt den schnellen Umschlag allein durch Wassertransport zu erklären. Wiederholtes Auslösen ohne Beute belastet die Pflanze und ist zur Bestimmung des Kultivars unnötig.

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Reproduktion und Lebenszyklus

Als mehrjährige Rosettenpflanze kann Dionaea muscipula blühen, Samen bilden und neue Seitensprosse aus dem Rhizom treiben. Der Blütenstand erhebt sich gewöhnlich über die Fangblätter; die kleinen weißen Blüten erleichtern die Bestäubung, ohne dass dieselben Insekten zwangsläufig auch in Fallen geraten. Nach erfolgreicher Bestäubung reifen kleine schwarze Samen. Sämlinge kombinieren Erbanlagen neu und können deshalb von der Mutterpflanze abweichen. Der Name ‘Red Pluto’ bezeichnet den ausgewählten Klon, nicht jede Pflanze, die aus Samen einer roten Venusfliegenfalle entsteht.

Um die benannte Farb- und Fallenform zu erhalten, wird ‘Red Pluto’ vegetativ durch Teilung, Rhizomstücke oder geeignete Blattstecklinge weitergegeben. Auch vegetativ erzeugte Pflanzen sollten mit Herkunft und Etikett dokumentiert werden, damit sich der Kultivarname nicht auf ähnliche Sämlinge oder zufällig deformierte Einzelfallen ausweitet. Im Jahresverlauf wechseln kräftige Wachstumsblätter mit kleineren, bodennahen Blättern; in temperierter Kultur folgt eine saisonale Ruhephase. Der Erhalt der Mutterpflanze und ihres Rhizoms ist für die dauerhafte Sicherung des Klons wichtiger als das Erzwingen einer Blüte. Eine einzelne ungewöhnlich geformte Falle an einem Sämling begründet keine Zuordnung zu ‘Red Pluto’.

culture

Kulturrelevante Schlussfolgerungen

Für ‘Red Pluto’ gelten die bewährten Kulturansprüche der temperierten Venusfliegenfalle. Sehr helles Licht bis volle Sonne unterstützt kompakten Wuchs und kräftige Fallenpigmentierung; Pflanzen aus dunkler Haltung müssen schrittweise an direkte Sonne gewöhnt werden. Das Kultivarprofil verspricht keine konstante Rotfärbung bei wenig Licht und keine erhöhte Schattenverträglichkeit. Während des Wachstums bleibt das Substrat gleichmäßig feucht. Mineralarmes Regen-, Umkehrosmose- oder destilliertes Wasser eignet sich besser als hartes Leitungswasser. Ein Anstau kann in der Wachstumszeit passend sein, sofern Topf und Substrat luftdurchlässig bleiben.

In Außen- oder ungeheizter Gewächshauskultur sollte der natürliche Jahresgang mit einer kühleren Winterruhe berücksichtigt werden. In dieser Zeit wird weniger Wasser gegeben, der Wurzelballen darf aber nicht austrocknen; kleine Töpfe brauchen zugleich Schutz vor starkem Durchfrieren. Eine warme Innenüberwinterung ohne ausgeprägte Ruhe ist nur bei ausreichend starker Zusatzbeleuchtung eine mögliche Kulturweise. Keine dieser Maßnahmen ist ‘Red Pluto’-spezifisch: Für den Klon gibt es keine belegte Sonderbehandlung, besondere Frosthärte oder abweichende Temperaturgrenze. Rötliche Fallen und partielle Endfusion beeinflussen die Kulturentscheidung nicht.

substrate

Substrat-Ökologie

Die Wurzeln der Art wachsen in saurem und sehr nährstoffarmem Boden. In Kultur sollte das Medium deshalb keine Düngerbeimischung enthalten und nur wenige gelöste Mineralstoffe aufnehmen. Torf oder langfaseriges Sphagnum werden häufig mit lockernden, mineralarmen Bestandteilen kombiniert; entscheidend ist weniger ein einziges Rezept als ein stabiler, feuchtespeichernder und gleichzeitig luftführender Wurzelraum. Ein dauerhaft nasser Untersetzer ist nicht automatisch schädlich, wenn das Medium nicht zu einem verdichteten, sauerstoffarmen Block zusammensackt.

Hartes Wasser, Kalk, salzhaltige Zusätze und gewöhnliche Blumenerde können Mineralien eintragen, die sich im Topf anreichern und die empfindlichen Wurzeln beeinträchtigen. Abgestorbenes Pflanzenmaterial und Algenbeläge sollten beobachtet werden, sind aber nicht mit einer klonspezifischen Krankheit gleichzusetzen. ‘Red Pluto’ braucht weder ein besonders nährstoffreiches Substrat zur Rotfärbung noch zusätzliche Düngung, um seine Fallenmutation auszubilden. Ein Wechsel des Mediums oder der Wasserqualität kann Schäden verursachen, bevor sich die Fallenfarbe verändert; die Kulturkontrolle sollte daher Wasserquelle, Feuchte und Substratstruktur gemeinsam betrachten. Beim Umtopfen wird das alte Medium vorsichtig gelockert, damit Wurzelverletzungen und unnötige Belastung des Rhizoms gering bleiben.

practice

Praxisnotizen

Für eine verlässliche Bestimmung mehrere ausgewachsene Fallen aus unterschiedlichen Wachstumsphasen betrachten. Dokumentiert werden können die braunrote Färbung, das Auftreten einer partiellen Verbindung am distalen Fallenende und die Proportion von Blattbasis zu Falle. Eine einzelne rote Falle, ein verdrehter Neuaustrieb oder eine zufällige Verletzung reichen nicht aus. Das Merkmal kann an einer Pflanze unterschiedlich deutlich auftreten; Fotos sollten deshalb das ganze Fangblatt mit Maßstab, Alter beziehungsweise Saison und gutem Licht zeigen. Die Herkunft vom etikettierten Mutterstock bleibt für den Klonnamen zentral.

Im verbundenen Kulturprofil beträgt die Sichtkontrolle 14 Tage im Wachstum, 30 Tage während der Winterruhe und 7 Tage bei Sämlingen. Das sind Prüfintervalle, keine Gießpläne; bei Hitze, kleinen Töpfen, austrocknendem Medium oder raschem Wasserverbrauch früher kontrollieren. Zur Vermehrung den Klon vegetativ erhalten und Sämlinge getrennt beschriften. Im Codex wird „GJ Red Pluto“ als Alias des registrierten ‘Red Pluto’ geführt; „GJ Red Pluto II“ bleibt separat. Es wurde kein passend zuordenbares eigenes Foto in der lokalen Mediathek gefunden, daher bleibt das Bildfeld leer statt eine ähnlich rote, aber andere Venusfliegenfalle zu zeigen.

sources

Quellenangaben

Kultivarname und Merkmale

Art, Ökologie und Kultur

Fangmechanismus

Bildrechte und Evidenzgrenzen

Die lokale Mediathek enthält allgemeine Venusfliegenfallen sowie Fotos anderer benannter Klone, aber kein sicher identifizierbares eigenes Bild von ‘Red Pluto’. Eine Bildsuche lieferte kein passendes frei lizenziertes Bild; das gefundene Foto von „GJ Red Pluto II“ betrifft einen anderen Eintrag. Händler- und Sammlerfotos ohne belegte kommerzielle Lizenz werden nicht verwendet. Die Merkmalsbeschreibung folgt der formalen Kultivarveröffentlichung; uneinheitliche Farbe und nur gelegentlich auftretende Teilfusion werden nicht als konstante Ausprägung dargestellt.

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Aktueller Stand30.09.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Red Pluto', Stand 30.09.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-gj-red-pluto/