Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'GJ Giant Shark'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Händler schreiben die Selektion Matze/Matthias Maier von Green Jaws zu; unabhängige Herkunfts- oder Abstammungsdokumentation wurde nicht gefunden.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohen Salzgehalt
  • Empfindlich gegen hohe Nährstoffbelastung
  • Empfindlich gegen zu wenig Licht
  • Probleme durch fehlende jahreszeitliche Reize
  • Empfindlich gegen Substratabbau

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘GJ Giant Shark’ ist eine gärtnerische Bezeichnung für eine Venusfliegenfallen-Auslese, die als groß und kräftig wachsend mit auffälligen, haifischzahnartig gezähnten Fallen angeboten wird. Botanisch bleibt die Pflanze eine Form der Art: Sie wächst aus einem kurzen Rhizom in einer bodennahen Rosette. Die Blätter tragen einen Blattstiel, der Licht für die Photosynthese nutzt, und am Ende eine zweilappige Fangfalle. Auf der Innenseite liegen die Reizhaare, am Rand bewegliche Fortsätze, deren Form bei benannten Auslesen variieren kann. Der Name ‘Giant Shark’ beschreibt ein gärtnerisch vermarktetes Erscheinungsbild; er begründet weder eine eigene Art noch ein natürliches Verbreitungsgebiet.

Mehrere Anbieter beschreiben die Auslese als groß, vital und mit regelmäßigen, deutlich zahnartigen Randfortsätzen. Ein Händler nennt sie ähnlich im Erscheinungsbild zum bekannten Kultivar ‘Jaws’; ein anderer behauptet sogar eine Jaws-Abstammung. Diese Aussagen sind nicht gleichbedeutend: Ähnlichkeit ist kein Beleg für Verwandtschaft, und eine dokumentierte Kreuzung oder klonale Herkunftskette ist nicht auffindbar. Standardisierte Messwerte für Fallenlänge, Rosettendurchmesser oder Zahnhöhe fehlen. Auch Farbe und Wuchshöhe werden nicht in einer vergleichbaren Versuchsreihe beschrieben. Das Profil führt daher die wiederkehrenden Berichte zu kräftigem Wuchs und auffälliger Bezahnung als zugeschriebene Klonmerkmale, ohne daraus eine gesicherte Diagnose oder garantierte Endgröße abzuleiten.

taxonomy

Taxonomie und Namensstatus

Der akzeptierte botanische Name lautet Dionaea muscipula J.Ellis; die Art gehört zu den Droseraceae. ‘GJ Giant Shark’ ist ein gärtnerischer Handels- und Sammlername, keine eigenständige Art oder botanische Unterart. Im geprüften Register der Dionaea-Kultivare findet sich kein exakter Eintrag für ‘GJ Giant Shark’ oder ‘Giant Shark’. Eine formell veröffentlichte Diagnose, ein Registerstatus und ein unabhängiger Herkunftsnachweis sind damit nicht belegt. Der Name bleibt als Kultivarprofil im Codex, sein formaler Status wird jedoch als ungeklärt markiert. J.Ellis ist der botanische Autor der Elternart und nicht der Urheber dieser späteren Auslese.

Anbieter schreiben die Selektion Matze beziehungsweise Matthias Maier aus Deutschland zu; dies ist eine zugeschriebene Selektor-Angabe, keine botanische Autorschaft oder unabhängige Dokumentation. Der Vergleich mit ‘Jaws’ muss ebenfalls präzise bleiben. ‘Jaws’ ist ein separat registrierter Kultivar von Leo Song Jr.; seine veröffentlichte Beschreibung nennt große, mäßig rot gefärbte Fallen mit gezähntem Rand und dokumentiert eine Selektion aus einer Kreuzung. Händler bezeichnen GJ Giant Shark als ähnlich oder behaupten eine Jaws-Linie, doch ein bestätigter Stammbaum zwischen beiden Namen ist nicht verfügbar. Deshalb werden Autor, Herkunft und Diagnose von ‘Jaws’ nicht auf GJ Giant Shark übertragen. Lieferant und Mutterstock sollten bei konkreten Pflanzen separat dokumentiert werden.

habitat

Standort und Verbreitung

Für GJ Giant Shark gibt es keinen belegten natürlichen Fundort. Der Name bezeichnet eine kultivierte Dionaea-Auslese, die durch Handel und Sammlungen verbreitet wird; diese Wege sind nicht mit natürlicher Verbreitung gleichzusetzen. Die Wildart Dionaea muscipula stammt aus einem eng begrenzten Küstengebiet in North und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten. Keine geprüfte Quelle ordnet GJ Giant Shark einer bestimmten Wildpopulation oder einem konkreten Moor zu. Die Händlerzuschreibung an eine europäische Gärtnerei beschreibt die Sammlungsgeschichte, nicht den Ursprung der Art. Auch der Zusatz ‘Shark’ ist ein Formname und kein geografischer Hinweis.

Die Wildart wächst auf offenen, sehr hellen und feuchten Standorten mit sauren, nährstoffarmen Böden. Typische Lebensräume umfassen feuchte Sandflächen und Savannen der langblättrigen Kiefer, in denen niedrige Vegetation mit wechselnder Feuchte und regelmäßigen Störungen zusammenkommt. Feuer und andere natürliche Störungen begrenzen den Gehölzaufwuchs und erhalten Licht am Boden. Diese Standortökologie begründet die allgemeine Kultur der Art unter kräftigem Licht, mit mineralarmem Wasser und nährstoffarmem Substrat. Sie beweist keine besondere Anpassung von GJ Giant Shark an ein bestimmtes Klima oder eine abweichende Überwinterung. Für die Auslese sind weder Feldbeobachtungen noch Angaben über Wildsammlung oder natürliche Populationen dokumentiert.

ecology

Ökologische Einordnung

GJ Giant Shark besitzt keine nachgewiesene ökologische Funktion, die über die der Art hinausgeht. Wie andere Venusfliegenfallen deckt die Pflanze ihren Energiebedarf über Photosynthese und kann in nährstoffarmen Lebensräumen zusätzliche Nährstoffe aus tierischer Beute gewinnen. Die Fangblätter bleiben zugleich normale Laubblätter mit einem photosynthetisch aktiven Abschnitt und einer spezialisierten Falle. Eine große Falle oder deutlich gezähnte Randfortsätze beweisen für sich weder eine höhere Fangrate noch eine besondere Beuteauswahl. Für GJ Giant Shark liegen keine publizierten Messungen zu Reizschwelle, Fanghäufigkeit, Verdauung, Stickstoffaufnahme oder Konkurrenzverhalten vor.

Im Freiland folgt der Kultivar dem saisonalen Jahreslauf der temperierten Elternart. Während der warmen, lichtreichen Wachstumszeit entstehen neue Blätter; bei sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen verlangsamt sich das Wachstum und die Pflanze kann eine kompaktere Ruhegestalt annehmen. Für Dionaea in sehr heller, kontrollierter Innenkultur ist auch ganzjährigeres Wachstum ohne künstlich erzwungene Kältephase beschrieben. Das sind allgemeine Kulturregime, keine GJ-Giant-Shark-Eigenschaft. Es gibt keine belastbaren Daten zu einer besonderen Kälte-, Wärme- oder Trockenheitstoleranz. Auch die Bezeichnung ‘giant’ begründet keinen abweichenden Nährstoffbedarf. Stärkere Fallen müssen über ausreichend Licht, Wasserqualität und gesunde Wurzeln erreicht werden, nicht über Düngung.

morphology

Wuchsform und Morphologie

GJ Giant Shark wird in den verfügbaren Beschreibungen als groß, vital und mit auffälligen, haifischzahnartigen Randfortsätzen charakterisiert. Ein Händler spricht von hohen, gut geformten Fallen mit symmetrischer Bezahnung; ein weiterer vergleicht den Gesamteindruck mit ‘Jaws’. Diese Beobachtungen deuten auf eine Kombination aus kräftigem Wuchs und deutlich erkennbaren, regelmäßigen Zähnen. Sie ersetzen aber keine botanisch verwertbare Diagnose. Es fehlt eine publizierte Serie authentifizierter Pflanzen mit Maßstab, mehreren Entwicklungsstadien und Angaben zu Kulturbedingungen. Der Pflanzenkörper bleibt der typischen Dionaea-Grundform mit Rosette, Blattstiel und zweilappiger Falle zugeordnet.

Für Fallenlänge, Fallenbreite, Zahnlänge, Rosettendurchmesser und saisonale Wuchshöhe existiert keine abgesicherte Vergleichsreihe. Verkaufsfotos zeigen einzelne Entwicklungsstadien, aus denen sich keine verlässliche Höchstgröße ableiten lässt; ein einzelnes Bild kann auch durch Perspektive oder Kulturbedingungen einen übertriebenen Größeneindruck vermitteln. Beschreibungen wie ‘riesig’, ‘symmetrisch’ und ‘kräftig’ bleiben qualitative Händlerangaben, solange Referenzmaße und dokumentierte Mutterpflanzen fehlen. Die Falleninnenseite kann mit Licht und Blattalter unterschiedlich gefärbt sein; Farbe allein ist kein Identifikationsmerkmal. Zur Prüfung einer konkreten Pflanze sind mehrere ausgewachsene Fallen mit Maßstab, Etikett und wiederholten Saisonaufnahmen nötig.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

Als Abgrenzung zur üblichen Venusfliegenfalle werden bei GJ Giant Shark vor allem kräftiger Wuchs, große Fallen und deutlich gezähnte, teils als symmetrisch beschriebene Randfortsätze genannt. Diese drei Merkmale wiederholen sich in mehreren Handelsbeschreibungen, aber es fehlen einheitliche Größenangaben und eine geprüfte Klonbeschreibung. ‘Giant’ darf daher nicht als feste Endgröße gelesen werden; die Bezeichnung gibt ohne Messprotokoll nur den Eindruck eines großen Klons wieder. Ebenso bleibt ‘shark-like’ eine Formmetapher und kein anatomisch präziser Begriff. Die tatsächliche Ausbildung hängt außerdem von Alter, Jahreszeit, Licht und Gesundheit der Pflanze ab.

‘Jaws’ ist von GJ Giant Shark strikt getrennt zu halten. Der registrierte Kultivar ‘Jaws’ geht auf Leo Song Jr. zurück; seine veröffentlichte Beschreibung dokumentiert die Herkunft aus einer Kreuzung und nennt große, mäßig rötliche Fallen mit gezähnten Rändern. Ein Händler nennt GJ Giant Shark im Aussehen ähnlich zu ‘Jaws’, ein weiterer behauptet eine Jaws-Linie. Ohne Stammbaum oder gemeinsame Herkunftsdokumente beweist das weder Identität noch Abstammung. Weitere Namen wie ‘Shark Teeth’, ‘Shark’s Tooth’ oder ‘Korean Melody Shark’ sind ebenfalls nicht automatisch synonym, nur weil die Namen auf Zähne oder Haifischkiefer anspielen. Für GJ Giant Shark bleibt der formale Registerstatus ungeklärt; die zugeschriebene Auswahl durch Matze Maier wird als Herkunftsangabe eines Anbieters, nicht als botanischer Autor geführt.

ecology

Fangstrategie und Fallenfunktion

Die Fangfunktion beruht auf dem bekannten Mechanismus der Art. Wiederholte Berührungen der Reizhaare innerhalb kurzer Zeit erzeugen elektrische Signale, die sich summieren. Wird eine Auslöseschwelle überschritten, schließen sich die beiden Fallenlappen rasch. Nachfolgende Bewegungen der Beute fördern den dichteren Verschluss und regen die Abgabe von Verdauungssekreten an. Gelöste Nährstoffe werden anschließend aufgenommen; unverdauliche Reste verbleiben in der Falle. Die Randfortsätze begrenzen den Fangraum und können verhindern, dass bewegliche Beute entkommt, bilden jedoch keinen vollständig geschlossenen Käfig. Bei GJ Giant Shark wurde kein abweichender Fangmechanismus untersucht.

Eine kräftige, große oder gezähnte Falle lässt nicht automatisch auf effizienteren Beutefang schließen. Weder ein höherer Jagderfolg noch eine besondere Vorliebe für große Insekten ist für GJ Giant Shark experimentell belegt. Die Verkaufsbegriffe ‘giant’ und ‘shark’ beschreiben Aussehen und Vermarktung, nicht die Fangbiologie. Fallenbewegungen kosten Energie; unnötiges Auslösen mit Fingern oder Werkzeugen sollte deshalb unterbleiben. Eine gesunde Freilandpflanze fängt gewöhnlich selbst gelegentlich Beute und braucht keine regelmäßige Fütterung. Wenn eine Innenpflanze nachweislich keine Beute fängt, sind allgemeine Dionaea-Hinweise maßgeblich. Fleisch, Wurzeldünger in der Falle und wiederholtes Reizen schaden eher, als dass sie Wachstum oder Zahnform verbessern.

reproduction

Fortpflanzung und Erhaltung der Auslese

Für die Erhaltung einer GJ-Giant-Shark-Akzession empfiehlt sich vegetative Vermehrung aus einer sicher dokumentierten Mutterpflanze. Venusfliegenfallen bilden am Rhizom oft Tochterrosetten, die sich bei ausreichender Bewurzelung vorsichtig trennen lassen. Blattbasen mit Rhizomanteil können ebenfalls zur vegetativen Vermehrung genutzt werden. Jede Teilung sollte mit Akzessionsnummer, Bezugsquelle, Datum, Mutterpflanze und einem Foto der reifen Fallen versehen werden. So bleibt nachvollziehbar, auf welcher lebenden Pflanze die Zuordnung des Namens beruht. Da weder ein formeller Registereintrag noch eine durchgehend belegte GJ-Giant-Shark-Herkunft vorliegt, sind diese Sammlungsdaten besonders wichtig.

Aussaat erhält keine benannte Klonform: Sämlinge sind genetisch eigenständige Nachkommen und können sich in Größe, Zahnbildung, Wuchs und Färbung von der Mutter unterscheiden. Ein Sämling mit ähnlich wirkenden Zähnen ist deshalb nicht automatisch GJ Giant Shark. Auch bei einer vegetativ vermehrten Pflanze können junge Fallen kleiner oder weniger kräftig erscheinen als später entwickelte Blätter. Eine Einzelaufnahme oder ein junges Blatt reicht nicht, um die Identität sicher zu bestätigen. Die Art kann blühen und Samen bilden; für den Erhalt einer benannten Auslese ist jedoch die vegetative Linie ausschlaggebend. Lieferantenetiketten sollten zusammen mit späteren Beobachtungen archiviert werden, und ungesicherte Abstammung sollte nicht als bewiesene Jaws-Kreuzung weitergegeben werden.

culture

Kulturfazit

Für GJ Giant Shark sind keine unabhängig geprüften Sonderansprüche an Licht, Wasser, Temperatur oder Winterruhe belegt. Die Pflege folgt daher dem temperierten Profil von Dionaea muscipula: sehr heller bis sonniger Standort, mineralarmes Wasser und ein saures, nährstoffarmes, gleichmäßig feuchtes Wurzelmedium. Im Freiland folgt die Pflanze dem jahreszeitlichen Rhythmus und überwintert kühl, sofern der Wurzelraum nicht austrocknet oder dauerhaft stark durchfriert. Bei heller Innenkultur ist ein anderes Kulturregime möglich; eine Kältephase wird dann nicht zusätzlich erzwungen. Der Name ‘Giant Shark’ rechtfertigt keine besondere Düngung, wärmere Überwinterung oder außergewöhnliche Wassermenge.

Das Kulturziel ist ein gesunder, kräftig wachsender Bestand, an dem große Fallen und die berichtete Zahnbildung über mehrere Wachstumsphasen beobachtet werden können. Während aktiven Wachstums kann der Topf im flachen Wasseranstau stehen; während kühler Ruhe wird der Wasserstand der Verdunstung und Temperatur angepasst. Eine Pflanze aus dunkler Innenhaltung wird schrittweise an direkte Sonne gewöhnt. Die Vergrößerung der Fallen lässt sich nicht durch mehr Dünger oder Fütterung erzwingen. Bleiben Fallen kleiner oder schwach gezähnt, sind zuerst Licht, Wurzelraum, Wasserqualität und Blattalter zu prüfen. Händlerbehauptungen zur besonderen Größe sollten nicht als sichere Sollwerte der eigenen Akzession behandelt werden.

substrate

Substrat und Wurzelraum

Der Wurzelraum sollte den sauren, nährstoffarmen und gut belüfteten Bedingungen entsprechen, an die Dionaea muscipula angepasst ist. Geeignet ist ungedüngter Weißtorf mit gewaschenem Quarzsand oder eine andere bewährte, mineral- und salzarme Mischung für Karnivoren. Kompost, gewöhnliche Blumenerde, Dünger und kalkhaltige Bestandteile können die empfindlichen Wurzeln schädigen. Für GJ Giant Shark gibt es keine belastbaren Daten zu einer abweichenden Nährstoff- oder Substrattoleranz. Große Fallen sind kein Grund, ein nährstoffreicheres Medium einzusetzen. Ein ausreichend tiefer Topf puffert Temperaturschwankungen und hält das Rhizom in einem gleichmäßig feuchten, nicht verdichteten Wurzelbereich.

Als Gießwasser eignen sich sauberes Regenwasser, Umkehrosmosewasser oder destilliertes Wasser. Leitungswasser kommt nur infrage, wenn sein Mineralgehalt bekannt und niedrig ist. Im aktiven Wachstum hält flacher Anstau das Substrat gleichmäßig feucht. Während einer kühlen Ruhephase wird der Wasserstand verringert, ohne dass der Wurzelballen austrocknet; anhaltende Nässe bei Frost soll vermieden werden. Eine Salzkruste auf Topf oder Substrat ist ein Hinweis, Wasserquelle und Medium zu prüfen. Beim Umtopfen werden die Wurzeln nicht gedüngt. Ein lockeres, strukturstabiles Substrat unterstützt Wasserführung und Sauerstoffversorgung, nicht eine spezielle Zahnform.

practice

Praxisnotizen und Kontrollrhythmus

Bei einer etablierten GJ-Giant-Shark-Pflanze genügt während des aktiven Wachstums meist eine Sichtkontrolle etwa alle vierzehn Tage. Dabei werden Wasserstand, Substratfeuchte, Blattbasen, frische Fallen, Schädlinge und mögliche Fäulnis geprüft. In kühler Ruhephase reicht gewöhnlich ein Abstand von rund dreißig Tagen; Frostschutz und ausreichende Restfeuchte sind wichtiger als ein starrer Gießkalender. Jungpflanzen und frisch getrennte Ableger werden wöchentlich kontrolliert, bis Wurzeln und neue Blätter stabil wachsen. Die Intervalle sind Beobachtungsrhythmen, keine automatischen Bewässerungstermine. Topfgröße, Wetter, Standort und Wachstum bestimmen den tatsächlichen Wasserverbrauch.

Zur Merkmalskontrolle fotografiert man mehrere reife Fallen aus Drauf- und Seitenansicht, jeweils mit Maßstab, Akzessionsetikett und Datum. Notiert werden Fallenlänge und -breite, Zahnlänge und Regelmäßigkeit, Höhe beziehungsweise Haltung der Blattstiele, Innenfarbe und Rosettengröße. Aufnahmen zu verschiedenen Jahreszeiten helfen, Entwicklungs- und Lichteffekte von stabilen Merkmalen zu unterscheiden. ‘Jaws’ ist separat registriert und hat eine dokumentierte Abstammung; diese wird nicht ohne Herkunftsnachweis auf GJ Giant Shark übertragen. Für den GJ-Klon wurde kein passendes lokales Bildobjekt oder exakt frei lizenziertes Foto verifiziert. Händlerbilder wurden nicht übernommen; die Bildfelder bleiben leer, bis eine nachweislich eigene oder frei lizenzierte Aufnahme vorliegt.

sources

Quellenangaben

Name, Herkunft und berichtete Merkmale

  • International Carnivorous Plant Society, Carnivorous Plant Names Resource: Dionaea cultivars. Quelle – Registerabgleich für GJ Giant Shark sowie registrierte, eigenständige ‘Jaws’-Eintragung mit L. Song Jr. als Originator.
  • International Carnivorous Plant Society, ‘Jaws’, Carnivorous Plant Newsletter 30(4), 2001. Quelle – Primärbeschreibung und dokumentierte Herkunft des registrierten Kultivars ‘Jaws’; nicht als Stammbaum von GJ Giant Shark ausgegeben.
  • Green Jaws, Dionaea muscipula GJ Giant Shark. Quelle – Direkter Sortimentsnachweis; Produktseite nennt volle Sonne, Winterruhe und eine Wuchshöhe bis 20 cm, jedoch keine standardisierte Klondiagnose.
  • FlytrapStore, GJ Giant Shark Venus Flytrap. Quelle – Schreibt Auswahl Matze Maier/Green Jaws zu und vergleicht das Aussehen mit ‘Jaws’; zugeschriebene Händlerangabe.
  • Jeremiah’s Plants, Dionaea muscipula GJ Giant Shark. Quelle – Berichtet übergroße Fallen und symmetrische Zähne und behauptet eine Jaws-Linie; letztere ist nicht mit einem veröffentlichten Stammbaum belegt.
  • Peters Flytraps, Dionaea muscipula GJ Giant Shark. Quelle – Beschreibt hohe, gut geformte Fallen und symmetrisch gezähnte Ränder; qualitative Verkaufsaussage ohne Messreihe.
  • Green Hunters, Dionaea muscipula GJ Giant Shark. Quelle – Weiterer Sammlungsnachweis; nennt aufrechte Wuchsform und große Fallen, ohne formale Diagnose.
  • Carnivorsandmore, Verkaufsliste Juli 2024. Quelle – Belegt den Handelsnamen GJ Giant Shark; keine Morphologiebeschreibung oder Urheberangabe.
  • Carnivorsandmore, Verkaufsliste Juni 2023. Quelle – Historischer Handelsnachweis für den Namen, nicht für Registerstatus oder Abstammung.
  • Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen, Growlist Green Jaws. Quelle – Früher Sammlungs-/Bestandsnachweis für die Bezeichnung Giant Shark; kein veröffentlichter Diagnosetext.

Art, Lebensraum, Kultur und Biologie

  • Royal Botanic Gardens, Kew, Plants of the World Online: Dionaea muscipula J.Ellis. Quelle – Akzeptierter Artname, Autorenschaft, Familie und natürliches Verbreitungsgebiet.
  • International Plant Names Index: Dionaea muscipula. Quelle – Bibliografischer Namensdatensatz und botanische Autorschaft.
  • Flora of North America: Dionaea muscipula. Quelle – Artmerkmale, natürliches Areal und Standortbeschreibung.
  • U.S. Fish and Wildlife Service (2023), Species Status Assessment for Venus Flytrap, Version 1.1. Quelle – Behördliche Synthese zu Areal, Habitat, Wasserhaushalt, Feuer und Gefährdungen.
  • Roberts, P. R. & Oosting, H. J. (1958), Responses of Venus Fly Trap to Factors Involved in Its Endemism. Quelle – Feldökologische Studie zu Standortbedingungen und Endemizität.
  • North Carolina State University Extension, Dionaea muscipula. Quelle – Morphologie, Kultur und natürliche Standortansprüche der Art.
  • International Carnivorous Plant Society, Growing Dionaea muscipula. Quelle – Fachhinweise zu Licht, Wasser, Außen- und Innenkultur sowie Ruhebedingungen.
  • International Carnivorous Plant Society, Dionaea Leaf Pullings Step-by-Step. Quelle – Dokumentierte vegetative Vermehrung und Erhaltung einer Akzession.
  • Volkov, A. G. et al. (2008), Active movements in plants: Mechanism of trap closure by Dionaea muscipula. Quelle – Primärstudie zu Reizaufnahme und Fallenbewegung.
  • Böhm, J. et al. (2016), Prey-induced action potentials and sodium uptake in Dionaea. Quelle – Primärstudie zu Reizverarbeitung und Nährstoffaufnahme nach Beutefang.
  • Kreuzwieser, J. et al. (2014), The Venus flytrap attracts insects by volatile organic compounds. Quelle – Primärstudie zu flüchtigen Stoffen und möglichen Beutereizen.
  • Youngsteadt, E. et al. (2018), Venus Flytrap Rarely Traps Its Pollinators. Quelle – Feldstudie zur Trennung von Bestäubung und Beutefang.
  • Gao, P. et al. (2015), Integration of trap- and root-derived nitrogen nutrition of carnivorous Dionaea muscipula. Quelle – Primärstudie zum Beitrag von Fallen und Wurzeln zur Stickstoffaufnahme.
  • Schulze, W. X. et al. (2012), Protein Composition of the Digestive Fluid from the Venus Flytrap. Quelle – Primärstudie zu Verdauungssekreten und Enzymen.

Quellenbewertung und Bildrechte

Die Handelsverwendung des Namens ist belegt; eine exakte formale Registereintragung, veröffentlichte GJ-Giant-Shark-Diagnose und unabhängig verifizierte Herkunftskette wurden nicht gefunden. Beschreibungen und Maße weichen ab und werden als Händlerangaben eingeordnet. Kein passendes lokales Bildobjekt oder exakt lizenzierte freie Aufnahme wurde verifiziert; Verkaufsbilder wurden nicht übernommen.

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand02.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'GJ Giant Shark', Stand 02.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-gj-giant-shark/