Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'GJ Giant Cudo'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Gärtnerischer Sammler- und Handelsname; Zuschreibung an Matthias Maier/Green Jaws und Mutationsangabe um 2000 sind nicht unabhängig bestätigt.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohen Salzgehalt
  • Empfindlich gegen hohe Nährstoffbelastung
  • Empfindlich gegen zu wenig Licht
  • Probleme durch fehlende jahreszeitliche Reize
  • Empfindlich gegen Substratabbau

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘GJ Giant Cudo’ ist ein gärtnerischer Name für eine Venusfliegenfallen-Auslese, deren Erscheinungsbild an das sehr kleine ‘Cudo’ erinnern, aber größer ausfallen soll. Die Pflanze bleibt botanisch vollständig innerhalb der Variationsbreite der Art: Ein kurzes unterirdisches Rhizom trägt eine bodennahe Rosette aus Fangblättern. Jedes Blatt gliedert sich in einen photosynthetisch aktiven Blattstiel und eine zweilappige Falle mit Reizhaaren und beweglichen Randfortsätzen. Die für GJ Giant Cudo berichtete Besonderheit liegt vor allem in der stark gewölbten Fallenplatte und der ungewöhnlich gebogenen Randlinie. Der Name bezeichnet weder eine eigene Art noch eine natürlich abgegrenzte Population.

Mehrere Verkaufsbeschreibungen nennen einen niedrigen, kompakten Wuchs, schalenartig gewölbte Fallen und kurze, gebogene bis dreieckige Randzähne. Einzelne Anbieter geben Fallen bis ungefähr zwei Zentimeter und eine Rosette um zehn Zentimeter an; diese Zahlen beruhen jedoch nicht auf veröffentlichten Messreihen oder einer einheitlich dokumentierten Vergleichskultur. ‘Giant’ ist relativ zur winzigen Auslese ‘Cudo’ zu verstehen und kein Beleg für außergewöhnlich große Fallen im Vergleich zu anderen Dionaea. Auch dunklere Rotfärbung wird als lichtabhängig beschrieben und ist keine konstante Diagnose. Im Profil werden solche Angaben deshalb als Handelsbeobachtungen gekennzeichnet, während die taxonomischen und ökologischen Grundmerkmale der Elternart zugeordnet bleiben.

taxonomy

Taxonomie und Namensstatus

Der akzeptierte botanische Name lautet Dionaea muscipula J.Ellis aus der Familie Droseraceae. ‘GJ Giant Cudo’ ist eine gärtnerische Bezeichnung innerhalb dieser Art, keine botanische Varietät oder Unterart. Das formale Register der Dionaea-Kultivare führt ‘Cudo’ als eigenständigen benannten Kultivar, jedoch keinen exakten Eintrag ‘GJ Giant Cudo’ oder ‘Giant Cudo’. Damit sind für die GJ-Auslese weder ein veröffentlichter Kultivardiagnosetext noch eine formale Registrierung nachgewiesen. Die Bezeichnung bleibt als Sammler- und Handelsname nützlich, ihr offizieller Status ist aber ungeklärt. Händlerangaben dürfen die botanische Autorenschaft J.Ellis nicht ersetzen.

‘Cudo’ und ‘GJ Giant Cudo’ sind im Codex getrennt zu führen. Der registrierte Name ‘Cudo’ wird J. Srbova und M. Srba zugeschrieben. Seine Beschreibung nennt eine sehr kleine Pflanze, meist nur wenige Zentimeter im Durchmesser, mit robusten kurzen Blattbasen, stark entlang der Mittelrippe gekrümmten Fallen und involuten, verkümmerten Randfortsätzen. Diese exakten Merkmale und Maximalmaße dürfen nicht pauschal auf die größere GJ-Auslese übertragen werden. Händler führen GJ Giant Cudo als größere, kompakte Form, die der Grundform von Cudo ähnlich sei; eine durchgehend dokumentierte Abstammung oder ein gesicherter Selektor ist damit nicht belegt. Ein Anbieter schreibt die Selektion Matthias Maier zu, andere nennen eine Mutation aus Saatgut um das Jahr 2000. Beides bleibt zugeschriebene, nicht unabhängig bestätigte Herkunftsinformation.

habitat

Standort und Verbreitung

Für GJ Giant Cudo ist kein natürlicher Fundort dokumentiert. Der Name entstand im Gartenbau und bezeichnet eine kultivierte Auslese; Verkaufsorte, Sammlungsbestände und Versandländer sind keine Angaben zum natürlichen Areal. Die Wildart Dionaea muscipula kommt natürlicherweise nur in einem begrenzten Küstengebiet von North und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten vor. Aus dieser Verbreitung lässt sich weder eine Herkunft der GJ-Auslese aus einer bestimmten Wildpopulation noch eine lokale Anpassung ableiten. Eine angebliche Entstehung aus Saatgut oder als Mutation in einer Sammlung ist von einem Fundort zu unterscheiden und bleibt mangels Primärdokumentation unsicher.

Die Elternart besiedelt offene, sonnige und dauerhaft feuchte, zugleich nährstoffarme Lebensräume der atlantischen Küstenebene. Dazu gehören feuchte Sandflächen, Savannen und lichte Kiefernstandorte mit niedriger Begleitvegetation. Saure Böden, schwankender Wasserstand und wiederkehrende Brände halten diese Standorte offen; ohne Störungen würden Gehölze vielerorts mehr Schatten und Konkurrenz erzeugen. Diese Standortökologie erklärt die Kultur unter hellem Licht, mit mineralarmem Wasser und einem sauren, nährstoffarmen Wurzelmedium. Sie ist für die Art belegt, aber kein Nachweis besonderer Standortansprüche von GJ Giant Cudo. Die verfügbaren Handelsbeschreibungen nennen keinen überprüfbaren Wildstandort und keine ökologischen Abweichungen von gewöhnlichen Venusfliegenfallen.

ecology

Ökologische Einordnung

GJ Giant Cudo besitzt keine nachgewiesene Sonderökologie gegenüber Dionaea muscipula. Wie andere Venusfliegenfallen gewinnt sie Energie durch Photosynthese und ergänzt ihre Nährstoffversorgung mit gefangenen Gliedertieren. Diese Strategie ist an nährstoffarme, saure Böden angepasst, ersetzt aber weder Licht noch funktionsfähige Wurzeln. Eine stärker gewölbte Falle oder kurze Zähne können das äußere Erscheinungsbild verändern; für diese Auslese wurden jedoch weder ein anderer Beutetyp noch eine höhere Fangrate, veränderte Verdauung oder besondere Nährstoffaufnahme untersucht. Formbeschreibungen aus Verkaufsangeboten sind daher nicht als ökologische Funktionsnachweise zu lesen.

Im Freiland folgt die Pflanze dem temperierten Jahreslauf der Art: Während der hellen, warmen Wachstumszeit entstehen neue Blätter; bei kühleren und lichtärmeren Bedingungen verlangsamt sich das Wachstum und die Rosette kann kompakter werden. Für ausreichend hell kultivierte Pflanzen im Haus ist auch kontinuierlicheres Wachstum ohne erzwungene Kälteperiode beschrieben. Das sind allgemeine Kulturregime der Art, keine GJ-Giant-Cudo-Spezialität. Es gibt keine belastbaren Daten zu einer besonderen Kälte-, Hitze- oder Trockenheitstoleranz dieser Auslese. Händlerangaben zu kräftiger Rotfärbung unter intensiver Beleuchtung belegen ebenfalls keine besondere Sonnenanpassung: Fallenfarbe verändert sich mit Licht, Alter und Entwicklungsphase und muss über mehrere Blätter hinweg beurteilt werden.

morphology

Wuchsform und Morphologie

GJ Giant Cudo wird in mehreren voneinander unabhängigen Verkaufsbeschreibungen als niedrig und kompakt wachsend dargestellt. Die Fallen sollen sich deutlich aufwölben und eine schalen- oder muschelartige Form mit nach hinten gebogener, teils welliger Randlinie ausbilden. Als weitere Merkmale werden kurze, gebogene oder dreieckig wirkende Randzähne genannt. Diese wiederkehrenden Beschreibungen geben eine brauchbare Suchrichtung für eine Akzession, sind aber keine formale Diagnose: Es fehlt eine veröffentlichte Serie standardisierter Fotos oder Messwerte von Pflanzen mit gesicherter Herkunft. Die auffällige Wölbung sollte an reifen Fallen geprüft werden, weil junge Fallen noch nicht ihre endgültige Öffnung und Kontur zeigen.

Einzelne Anbieter beziffern die Fallenlänge auf bis etwa zwei Zentimeter und den Rosettendurchmesser auf ungefähr zehn Zentimeter. Solche Werte hängen von Pflanzenalter, Saison, Topf, Licht und Kultur ab und sind nicht als feste Obergrenzen abgesichert. Auch die Farbangaben schwanken: Bei viel Licht sollen die Fallen dunkler rot werden, doch die Intensität kann sich zwischen Saison und Blatt unterscheiden. Eine robuste Identifizierung stützt sich deshalb nicht auf einen einzelnen Größenwert oder ein rotes Foto, sondern auf mehrere voll entwickelte Fallen mit vergleichbarer Perspektive und Maßstab. Die exakte Registrierbeschreibung des sehr kleinen ‘Cudo’ liefert keinen Messstandard für GJ Giant Cudo; Größenvergleich und Herkunftsetikett müssen getrennt dokumentiert werden.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

Im Unterschied zur üblichen Erscheinung der Art wird GJ Giant Cudo vor allem über die stark gewölbten, muschelartig aufgestellten Fallen und die gebogene Kontur ihrer Randfortsätze beschrieben. Die Zähne erscheinen in Händlerdarstellungen kurz und teils dreieckig oder nach innen gebogen. Das wiederholt berichtete Gesamtbild ist eine kompakte, bodennahe Rosette mit relativ kleinen, aber auffällig geformten Fallen. Der Zusatz ‘Giant’ bezieht sich auf die Relation zum winzigen ‘Cudo’, dessen registrierte Beschreibung gewöhnlich nur ein bis drei Zentimeter Gesamtdurchmesser und als größte kultivierte Pflanzen etwa fünf Zentimeter nennt. Er bedeutet nicht, dass GJ Giant Cudo eine der großfalligen Dionaea-Auslesen ist.

‘Cudo’ ist im Register mit sehr kurzen robusten Blattbasen, stark entlang der Mittelrippe gekrümmten Fallen und involuten, verkümmerten Randfortsätzen beschrieben. Für GJ Giant Cudo übernehmen wir diese Details nicht ungeprüft: Händlerberichte nennen zwar Ähnlichkeit und größere Dimensionen, eine belastbare vergleichende Diagnose beider Linien fehlt. Ebenso sind der zugeschriebene Selektor, ein Mutationsereignis um 2000 und eine Abstammung aus Saatgut nicht unabhängig bestätigt. Rotfärbung kann die Wirkung der Fallen betonen, ist aber kein verlässliches Unterscheidungsmerkmal. Zur Bestätigung einer konkreten Pflanze sollten Wölbung, Randlinie und Zähne an wiederholt ausgebildeten reifen Fallen festgehalten werden; eine Handelsbezeichnung allein belegt keine Klonidentität.

ecology

Fangstrategie und Fallenfunktion

Die Fallen arbeiten nach dem für Dionaea muscipula bekannten Reiz- und Schließmechanismus. Berührt ein geeignetes Beutetier die reizempfindlichen Haare auf der Innenseite wiederholt innerhalb kurzer Zeit, summieren sich elektrische Signale. Wird die Auslöseschwelle überschritten, schnellen die beiden Fallenlappen zusammen. Weitere Bewegungen der eingeschlossenen Beute fördern den dichteren Verschluss und lösen Verdauungsprozesse aus; gelöste Nährstoffe werden aufgenommen, unverdauliche Reste bleiben zurück. Die beweglichen Randfortsätze halten Beute im Fangraum, bilden aber keinen vollständig geschlossenen Käfig. Für GJ Giant Cudo wurde keine abweichende Reizschwelle, Schließgeschwindigkeit oder Verdauungsleistung gemessen.

Eine gewölbte Fallenform oder verkürzte Zähne lassen nicht erkennen, welche Beute bevorzugt wird oder ob eine Pflanze erfolgreicher fängt. Solche Aussagen wären nur mit vergleichbaren Beobachtungen an mehreren Pflanzen und einer geeigneten Kontrollgruppe vertretbar; entsprechende Untersuchungen liegen nicht vor. Auch die Vermarktung als größere oder kräftigere Cudo-Form belegt keinen höheren Energiebedarf. Häufiges manuelles Auslösen kostet die Pflanze Ressourcen und ist keine sinnvolle Pflegemaßnahme. Eine kräftige Außenpflanze kann gelegentliche Beute selbst fangen und muss nicht regelmäßig gefüttert werden. Fleisch, Dünger in der Falle und wiederholtes Reizen mit Fingern oder Gegenständen können Fallen schädigen und fördern weder die Gesundheit noch die charakteristische Wölbung.

reproduction

Fortpflanzung und Erhaltung der Auslese

Soll eine Pflanze unter dem Namen GJ Giant Cudo erhalten werden, ist die vegetative Weitergabe mit dokumentierter Mutterpflanze am aussagekräftigsten. Dionaea bildet am Rhizom häufig Tochtertriebe, die bei ausreichender Bewurzelung vorsichtig getrennt werden können. Auch eine Vermehrung aus Blattbasen mit Rhizomanteil ist möglich. Jede Teilung sollte mit Akzessionsnummer, Eingangsquelle, Datum und eindeutiger Verbindung zum Mutterstock beschriftet werden. Fotos reifer Fallen vor und nach der Teilung helfen, die Identität über Generationen nachzuvollziehen. Da die Herkunft des Namens nicht vollständig geklärt ist, beschreibt eine solche Dokumentation die konkrete Sammlungsakzession und macht keine Aussage über einen formellen Registerstatus.

Aussaat erhält den benannten Mutterklon nicht zuverlässig: Sämlinge sind genetisch eigenständige Nachkommen und können von der beschriebenen Fallenform abweichen. Eine zufällig gewölbte Falle an einem Sämling rechtfertigt deshalb keine Etikettierung als GJ Giant Cudo. Umgekehrt kann ein junger Ableger zunächst kleinere oder weniger ausgeprägte Fallen bilden, sodass einzelne frühe Blätter für eine endgültige Beurteilung ungeeignet sind. Es ist nicht belegt, dass diese Auslese steril wäre oder nicht blühen könnte. Die Elternart bildet einen Blütenstand mit weißen Blüten; wer die benannte Form erhalten möchte, sollte die vegetative Linie führen und gegebenenfalls Blütenstände entfernen, wenn die Pflanze dadurch geschwächt würde. Handelsbezeichnung, tatsächliche Herkunft und beobachtete Merkmale sollten getrennt notiert werden.

culture

Kulturfazit

Für GJ Giant Cudo sind keine geprüften Sonderansprüche an Wasser, Temperatur, Licht oder Ruhezeit dokumentiert. Die Kultur folgt daher dem temperierten Profil von Dionaea muscipula: sehr heller bis sonniger Standort, mineralarmes Wasser und ein saures, nährstoffarmes, dauerhaft feuchtes Substrat. Im Freiland erlebt die Pflanze einen natürlichen Saisonverlauf und sollte während der kühleren Ruhezeit nicht warm und dunkel weitergetrieben werden. Eine ausreichend helle Innenkultur ist ebenfalls möglich; dann wird keine erzwungene Kühlschrankruhe angesetzt. Die Handelsbezeichnung rechtfertigt keine abweichende Bewässerung und keine Behandlung als tropische oder besonders hitzetolerante Form.

Kulturziel ist eine gesunde Rosette, an der sich die beschriebene Fallenwölbung über mehrere Entwicklungszyklen beobachten lässt. Während des aktiven Wachstums kann der Topf in einer flachen Wasserschale stehen; bei kühlen Bedingungen wird der Anstau reduziert, ohne den Wurzelballen austrocknen zu lassen. Eine Umstellung aus Innenhaltung in direkte Sonne erfolgt schrittweise, damit Blätter nicht verbrennen. Weder intensivere Fütterung noch stärkere Düngung erzeugen zuverlässig größere Fallen oder die typische schalenartige Form. Bleibt die Pflanze klein oder bildet sie ungewöhnliche Blätter, sind zuerst Licht, Wasserqualität, Substrat, Topf und Saison zu prüfen. Die berichtete kompakte Wuchsform ist eine Beschreibung, kein Grund, Kulturstress zu erzeugen.

substrate

Substrat und Wurzelraum

Der Wurzelraum sollte die nährstoffarmen, sauren Böden des natürlichen Dionaea-Lebensraums nachbilden. Geeignet sind ungedüngter Weißtorf mit gewaschenem Quarzsand oder andere erprobte, salzarme Karnivorenmischungen. Kompost, Blumenerde, Dünger und kalkhaltige Bestandteile können die empfindlichen Wurzeln schädigen. Keine geprüfte Quelle weist GJ Giant Cudo eine andere Substrattoleranz als der Art zu. Eine auffällige Fallenform ist kein Anzeichen dafür, dass die Pflanze mehr Mineralstoffe oder ein dichteres Medium braucht. Der Topf sollte genügend Tiefe und Ablaufmöglichkeiten bieten, damit das Rhizom feucht, aber nicht dauerhaft in warmem, sauerstoffarmem Wasser eingeschlossen bleibt.

Als Wasser eignen sich sauberes Regenwasser, Umkehrosmosewasser oder destilliertes Wasser. Leitungswasser sollte nur verwendet werden, wenn sein Mineralgehalt nachweislich niedrig ist; sichtbare Kalk- oder Salzablagerungen sprechen für einen Wechsel der Wasserquelle. Während des Wachstums hält eine flache Anstaubewässerung das Substrat gleichmäßig feucht. In kühler Ruhephase wird der Wasserstand an Verdunstung und Temperatur angepasst und Froststau vermieden. Ein ausreichend hoher Topf puffert kurzfristige Temperaturwechsel und hält den Wurzelhals oberhalb des Reservoirs. Beim Umtopfen werden die Wurzeln nicht gedüngt. Bei nachlassendem Wachstum lohnt sich zuerst eine Kontrolle von Wasser, Substratstruktur und Wurzelzustand, bevor vermeintliche Kloneigenschaften als Ursache angenommen werden.

practice

Praxisnotizen und Kontrollrhythmus

Während des aktiven Wachstums genügt bei einer etablierten Pflanze eine Sichtkontrolle ungefähr alle vierzehn Tage. Dabei werden Wasserstand, Substratfeuchte, neue Fallen, Schädlingsspuren und der Zustand von Rhizom und Blattbasen geprüft. Während einer kühlen Ruhephase reicht meist ein Abstand von etwa dreißig Tagen, solange die Pflanze frostgeschützt beziehungsweise passend winterhart steht; entscheidend bleibt, dass der Wurzelballen nicht austrocknet und keine Fäulnis entsteht. Jungpflanzen, frisch getrennte Ableger und kürzlich umgestellte Pflanzen werden wöchentlich kontrolliert. Diese Intervalle beschreiben Beobachtungsrhythmen, keine automatischen Gießtermine. Regen, Temperatur, Topfgröße und Standort verändern den tatsächlichen Wasserverbrauch.

Zur Merkmalsprüfung werden über die Saison mehrere ausgewachsene Fallen fotografiert: Draufsicht und Seitenansicht, jeweils mit Maßstab und lesbarem Akzessionsetikett. Festzuhalten sind Wölbung, Randlinie, Zahnlänge, Fallenmaß, Rosettengröße und Innenfärbung; mehrere Zeitpunkte zeigen, welche Eigenschaften alters- oder lichtabhängig sind. ‘GJ Giant Cudo’ darf nicht mit dem registrierten ‘Cudo’ gleichgesetzt werden, dessen publizierte Diagnose eine extrem kleine Wuchsform beschreibt. Der Codex enthält derzeit kein lokal vorhandenes, dieser Auslese eindeutig zugeordnetes Bildobjekt. Eine exakt lizenzierte freie Aufnahme war nicht verifizierbar; Fotos aus Händlerangeboten werden deshalb nicht übernommen.

sources

Quellenangaben

Name und berichtete Auslesemerkmale

  • International Carnivorous Plant Society, Carnivorous Plant Names Resource: Dionaea. Quelle – Registereintrag für ‘Cudo’ mit J. Srbova und M. Srba als Originatoren sowie Abgleich, dass kein exakter ‘GJ Giant Cudo’-Eintrag vorhanden ist; Diagnose von Cudo nicht auf GJ Giant Cudo übertragen.
  • Green Jaws, Dionaea muscipula GJ Giant Cudo. Quelle – Handelsnachweis, Größe und Kulturangaben; keine standardisierte Klondiagnose.
  • Green Jaws, internationaler Katalogeintrag GJ Giant Cudo. Quelle – Zweiter Katalogeintrag; Angaben sind Händlerinformation.
  • Grüne Monster, Dionaea muscipula Giant Cudo. Quelle – Berichtet kompakte, fleischige Fallen, niedrigen Wuchs und lichtabhängige Färbung; Maße sind nicht unabhängig verifiziert.
  • FlytrapStore, GJ Giant Cudo Venus Flytrap. Quelle – Ordnet die Auslese Matthias Maier von Green Jaws zu und vergleicht sie mit dem kleinen Cudo; Herkunftsangabe bleibt zugeschriebene Handelsinformation.
  • Sea Island Snaptraps, GJ Giant Cudo. Quelle – Behauptet eine Mutation aus Saatgut um 2000 und eine größere Form gegenüber Cudo; nicht durch Primärdokumentation bestätigt.
  • Giardino Carnivoro, Dionaea muscipula Giant Cudo. Quelle – Beschreibt Ähnlichkeit zu Cudo, Fallen bis etwa zwei Zentimeter, starke Wölbung und kurze Zähne; Händlerangaben ohne Messprotokoll.
  • Jeremiah’s Plants, Dionaea muscipula GJ Giant Cudo. Quelle – Beschreibt stark gewölbte, muschelartige Fallen, kurze gebogene Zähne und lichtabhängige Färbung.
  • Les Dents de la Terre, Dionaea muscipula Giant Cudo. Quelle – Weiterer Handelsnachweis und allgemeine Kulturangaben; keine formale Registrierung.
  • Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen, Sammlerforum: GJ Giant Cudo. Quelle – Belegt Verwendung des Namens im Sammlertausch, nicht die Herkunft oder Diagnose.

Art, Lebensraum, Kultur und Biologie

  • Royal Botanic Gardens, Kew, Plants of the World Online: Dionaea muscipula J.Ellis. Quelle – Akzeptierter Name, Autorenschaft, Familie und natürliches Verbreitungsgebiet.
  • International Plant Names Index: Dionaea muscipula. Quelle – Bibliografischer Namensdatensatz und botanische Autorschaft.
  • Flora of North America: Dionaea muscipula. Quelle – Artmerkmale, Areal und Lebensraum.
  • U.S. Fish and Wildlife Service (2023), Species Status Assessment for Venus Flytrap, Version 1.1. Quelle – Behördliche Synthese zu Areal, Habitat, Wasserhaushalt, Feuer und Gefährdungen.
  • Roberts, P. R. & Oosting, H. J. (1958), Responses of Venus Fly Trap to Factors Involved in Its Endemism. Quelle – Feldökologische Untersuchung der Standortbedingungen und Endemizität.
  • North Carolina State University Extension, Dionaea muscipula. Quelle – Artmorphologie, Licht, Standort, Jahreszeit und Kultur.
  • International Carnivorous Plant Society, Growing Dionaea muscipula. Quelle – Fachhinweise zu Licht, Wasser, Außen- und Innenkultur sowie Ruhebedingungen.
  • International Carnivorous Plant Society, Dionaea Leaf Pullings Step-by-Step. Quelle – Vegetative Vermehrung und Erhaltung einer Klonlinie.
  • Volkov, A. G. et al. (2008), Active movements in plants: Mechanism of trap closure by Dionaea muscipula. Quelle – Primärstudie zu Reizaufnahme und Fallenbewegung.
  • Böhm, J. et al. (2016), Prey-induced action potentials and sodium uptake in Dionaea. Quelle – Primärstudie zu Reizverarbeitung und Nährstoffaufnahme nach Beutefang.
  • Kreuzwieser, J. et al. (2014), The Venus flytrap attracts insects by volatile organic compounds. Quelle – Primärstudie zu Duftstoffen und möglichen Beutereizen.
  • Youngsteadt, E. et al. (2018), Venus Flytrap Rarely Traps Its Pollinators. Quelle – Feldstudie zur Trennung von Bestäubung und Beutefang.
  • Gao, P. et al. (2015), Integration of trap- and root-derived nitrogen nutrition of carnivorous Dionaea muscipula. Quelle – Primärstudie zum Beitrag von Fallen und Wurzeln zur Stickstoffaufnahme.
  • Schulze, W. X. et al. (2012), Protein Composition of the Digestive Fluid from the Venus Flytrap. Quelle – Primärstudie zu Verdauungssekreten und Enzymen.

Quellenbewertung und Bildrechte

Die Handelsverwendung des Namens ist belegt; eine exakte formale Registereintragung, veröffentlichte GJ-Giant-Cudo-Diagnose und unabhängig verifizierte Herkunftskette wurden nicht gefunden. Beschreibungen und Maße weichen ab und werden als Händlerangaben eingeordnet. Kein passendes lokales Bildobjekt oder exakt lizenzierte freie Aufnahme wurde verifiziert; Verkaufsbilder wurden nicht übernommen.

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Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand02.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'GJ Giant Cudo', Stand 02.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-gj-giant-cudo/