Black Trap Codex
Dionaea muscipula 'G13'
Venusfliegenfalle
Kurzprofil
Kultur auf einen Blick
- Schwierigkeit
- 2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
- Licht
- 5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
- Wasser
- AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
- Ruhephase
- optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
- Fehlertoleranz
- hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.
Black-Trap-Systemprofil
Substrat- und Strukturbedarf
- BT-Air
- mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
- BT-Water
- hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
- BT-Flow
- mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
- pH
- 3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
- BT-Density
- niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
- Kapillaritaet
- hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
- Strukturstabilitaet
- mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.
Kulturgruppe
Dionaea – temperierte Standardkultur
Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.
Habitat-Logik
Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.
Kultur-Logik
Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.
Substrat-Logik
Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.
Risiken
Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung
Gattungsprofil
Dionaea
Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.
Habitat-Logik
Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.
Kultur-Logik
Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.
Substrat-Logik
Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.
Typische Fehler
Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute
Risiken
Worauf diese Art empfindlich reagiert
- Empfindlich gegen Austrocknung
- Empfindlich gegen hohen Salzgehalt
- Empfindlich gegen hohe Nährstoffbelastung
- Empfindlich gegen zu wenig Licht
- Probleme durch fehlende jahreszeitliche Reize
- Empfindlich gegen Substratabbau
Verknuepfungen
Empfohlene Systemprofile
Standard-Mix
Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.
- BT-Air
- 8,6
- BT-Water
- 7,6
- BT-Flow
- 9,3
- BT-Structure
- 9,4
- BT-Capillary
- 2,5
- BT-Density
- 5,1
- BT-Compaction
- 3,0
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Botanische Beschreibung
G13 ist ein gärtnerischer Akzessionsname, der auch als „G13 Graham Sadd“ und zusammen mit der Kennung „MK DM21“ verwendet wird. Diese Namensformen verbinden den Bestand mit einer Sammlerlinie, beschreiben aber weder eine botanische Art noch für sich allein einen standardisierten Kultivar. Eine sichere Wiedererkennung anhand einzelner Fallen ist daher nicht möglich. Die Bezeichnung meint eine kultivierte D. muscipula-Akzession und begründet weder eine botanische Art noch für sich allein einen formell registrierten Kultivar. Die botanische Autorenschaft J.Ellis bezieht sich auf D. muscipula, nicht auf G13.
Für die Gestalt einer konkreten G13-Akzession sind Fallenmaß, Blattstellung, Cilienform, Farbe, Jahresrhythmus und Wuchsstärke nicht als stabile Diagnose festgelegt. Saatgut wird unter der Bezeichnung „G13 roter Klon“ angeboten; diese Benennung garantiert für sich allein kein einheitliches Aussehen einer vegetativ erhaltenen Pflanze. Sämlinge sind genetisch nicht identische Kopien der Mutterpflanze. Deshalb wird die rote Farbe hier nicht als gesichertes Merkmal des vegetativ erhaltenen G13-Klons dargestellt. Bis eine vegetativ nachvollziehbare Pflanze über mehrere Wachstumsphasen beobachtet wurde, bleibt ihre konkrete Erscheinung offen; allgemeine Merkmale der Art dürfen nicht als G13-Spezialität ausgegeben werden.
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Taxonomie
Der taxonomisch akzeptierte Artname ist Dionaea muscipula J.Ellis aus der Familie Droseraceae. Die Gattung Dionaea enthält nur diese anerkannte Art; G13 ist somit kein eigenständiger botanischer Taxon. Für G13 liegt kein formeller Kultivarstandard mit einer standardisierten Diagnose vor. Das schließt die Existenz einer kultivierten Linie nicht aus; es begrenzt aber, welche Merkmale sich sicher dem Namen zuordnen lassen. Der gärtnerische Gebrauch eines Sammlernamens und die formelle Registrierung eines Kultivars sind verschiedene Sachverhalte. G13 wird als Pflanzenname verwendet, ohne dass eine standardisierte Diagnose oder Registrierungsnummer festgelegt ist.
Die Zuordnung „G13 Graham Sadd“ und die Ergänzung „MK DM21“ halten eine gärtnerische Verbindung fest, begründen aber weder eine gesicherte Züchterautorschaft noch eine lückenlose Abstammung. Eine Nummer neben anderen Sammlernamen liefert keine morphologischen Kriterien, um gleichnamige Akzessionen auseinanderzuhalten. J.Ellis bleibt der botanische Autor der Art. Graham Sadd ist mit dem Sammlernamen verbunden; eine formelle Kultivarautorschaft oder ein individuelles Auswahljahr ist damit nicht festgelegt. Im Bestand sollte die überlieferte Etikettform immer zusammen mit G13 geführt werden.
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Standort und Verbreitung
Die Wildart Dionaea muscipula ist in der Küstenebene North Carolinas und angrenzender Gebiete South Carolinas endemisch. Natürliche Populationen wachsen in offenen, sauren und sehr nährstoffarmen Feuchtstandorten, darunter feuchte Kiefern-Savannen, Senken und Sickerbereiche. Wasserverfügbarkeit und Überflutung schwanken im Jahresverlauf und zwischen Mikrostandorten. Wiederkehrende Feuer und andere natürliche Störungen reduzieren Gehölzkonkurrenz und sichern Licht am Boden. Diese Verbreitung beschreibt die biologische Art; sie ist keine Herkunftsangabe für jede im Handel oder in Sammlungen kultivierte Pflanze. Der als G13 geführten Kulturpflanze ist weder eine Wildpopulation noch ein konkreter Sammelort zugeordnet.
Die Zuordnung „G13 Graham Sadd“ verweist auf eine gärtnerische Sammlerlinie, aber nicht auf einen Staat, Garten, Gewächshaus, Wildfundort oder ursprünglichen Selektionszeitpunkt. Eine Verbindung des Etiketts mit Saatgut liefert ebenfalls keine natürliche Herkunftsangabe. Daher wäre es fachlich falsch, die Carolina-Verbreitung als nachgewiesenen Ursprung von G13 zu übernehmen oder aus dem Namen eine Standortform abzuleiten. Eine belastbare Provenienz erfordert eine nachvollziehbare Lieferkette von der Mutterpflanze bis zu den vegetativen Ablegern.
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Ökologische Anpassungen
Für G13 ist keine abweichende ökologische Anpassung als Klonmerkmal festgelegt; maßgeblich ist daher die Biologie der Art. Dionaea muscipula wächst auf nährstoffarmen Böden und ergänzt die Nährstoffaufnahme über die Wurzeln durch den Fang kleiner Tiere. Reize an Sinneshaaren der Fallen erzeugen elektrische Signale; geeignete Reizfolgen schließen die Falle, und Bewegung eingeschlossener Beute kann Verdauungs- und Aufnahmeprozesse verstärken. Für G13 sind keine abweichende Fangschwelle, schnellere Fallenbewegung, besondere Beuteauswahl oder veränderte Verdauungsleistung als Klonmerkmale festgelegt. Auch eine Handelsbezeichnung wie „rot“ sagt nichts über Nährstoffbedarf, Photosynthese oder natürliche Standortanpassung aus.
Unter dem Namen „G13 roter Klon“ werden zehn Samen angeboten. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass die entstehenden Pflanzen dieselbe genetische Kombination wie ein vegetativ erhaltener Mutterklon tragen oder alle rot ausfärben. Bei Sämlingen können Farbe, Fallenform und Wuchs variieren. Selbst wenn einzelne Nachkommen rote Innenflächen zeigen, wäre das kein Beleg für die Identität mit einer ursprünglichen G13-Akzession. Für die Art bleiben hohe Lichtverfügbarkeit, saurer nährstoffarmer Wurzelraum und tierische Beute als ergänzende Ressource biologisch relevant. G13 werden deshalb keine besonderen ökologischen Vorzüge oder Einschränkungen zugeschrieben.
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Morphologie
Dionaea muscipula bildet eine Rosette aus Blättern, die aus einem Rhizom entspringen. Jedes Blatt trägt eine zweilappige Fanglamina mit inneren Reizhaaren und längeren Randcilien. Blattbasen können flach oder aufgerichtet erscheinen; Fallenfarbe, Größe und Stellung verändern sich mit Licht, Jahreszeit und Entwicklungsalter. Für G13 ist kein standardisiertes Maß oder eine reproduzierbare Form festgelegt. Der Zusatz „roter Klon“ wird auch bei Saatgut verwendet, dessen Nachkommen genetisch variieren. Die Bezeichnung sagt nichts über die Ausprägung dieser Merkmale bei einer vegetativ erhaltenen G13-Akzession aus.
Ein einzelnes Foto reicht für eine sichere morphologische Zuordnung nicht aus. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten mehrere ausgereifte Blätter in gleicher Ansicht aufgenommen werden: Rosette von oben, Blattbasis, geöffnete Fallen von innen und außen sowie Randcilien mit Maßstab. Zu notieren sind Länge der Blattbasis, Fallenlänge entlang der Mittelrippe, Fallenfarbe, Cilienform, Entwicklungsphase, Lichtangebot und Datum. Jede Beobachtung sollte dem konkreten Etikett und dem bekannten Vermehrungsweg zugeordnet werden. Ein einzelnes rot gefärbtes Blatt darf nicht als Diagnose des Namens G13 dienen. Ohne eindeutig zugeordnete Referenzpflanze und stabile Diagnose bleibt die Morphologie des Klons ausdrücklich unbestätigt.
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Kultivarspezifische Merkmale
G13 ist ein gärtnerischer Sammlername, der mit den Zusätzen „Graham Sadd“ und „MK DM21“ verbunden wird. Diese Namensformen erlauben keine sichere morphologische Abgrenzung. Für eine vegetativ erhaltene Pflanze sind keine verlässlich standardisierten Maße, eindeutigen Fallenformen, Wuchseigenschaften oder konstanten Farbkennzeichen festgelegt. Deshalb werden gewöhnliche Merkmale der Venusfliegenfalle nicht als G13-Spezialität ausgegeben. Eine belastbare Zuordnung setzt eine nachvollziehbare vegetative Vermehrung und wiederkehrende Merkmale voraus. Vergleichbare Aufnahmen sollten mehrere reife Fallen, Blattbasen und Randcilien in unterschiedlichen Wachstumsphasen zeigen. Eine einzelne Jahreszeit oder Kulturbedingung reicht nicht, um eine benannte Klonform zu beurteilen; mehrere reife Pflanzen müssten unter vergleichbaren Bedingungen beobachtet werden.
Saatgut wird unter der Bezeichnung „G13 roter Klon“ angeboten. Samen entstehen sexuell und bilden genetisch verschiedene Nachkommen, keine identischen Kopien einer Mutterpflanze. Etikett, Mutterpflanze und tatsächlich gelieferte Pflanze müssen deshalb auseinandergehalten werden. Die rote Färbung ist eine Behauptung der Saatgutbezeichnung, keine gesicherte Eigenschaft jeder G13-Pflanze. Zur Identität braucht es eine nachvollziehbare vegetative Lieferkette, beschriftete Ableger und wiederholte Beobachtungen. G13 bleibt bis dahin ein verwendeter, aber morphologisch unzureichend charakterisierter Sammlername.
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Fangstrategie
Für G13 ist keine abweichende Fangstrategie als Klonmerkmal festgelegt; maßgeblich ist daher die Funktion der Art. Die Fallenlappen bewegen sich nach elektrischer Erregung durch Reizhaare schnell gegeneinander. Typischerweise führen mindestens zwei Aktionspotentiale innerhalb eines kurzen Zeitraums zum Zuschnappen. Bleibt geeignete Beute in der geschlossenen Falle und bewegt sie sich weiter, wird die Falle enger und die Verdauung eingeleitet. Verdauungsdrüsen setzen Enzyme frei, gelöste Nährstoffe werden aufgenommen, und die Falle öffnet sich später erneut. Die Randcilien helfen beim Schließen, sind aber nicht mit den inneren Sinneshaaren zu verwechseln. Jede Falle kann nur eine begrenzte Zahl erfolgreicher Fangzyklen leisten.
Für G13 ist keine besondere Schließgeschwindigkeit, größere Empfindlichkeit oder veränderte Fähigkeit zur Beutefang- und Nährstoffaufnahme festgelegt. Auch die Bezeichnung „rot“ in einem Saatgutangebot beschreibt keinen sensorischen Mechanismus. Eine Falle sollte nicht wiederholt von Hand ausgelöst werden, um vermeintliche Klonmerkmale zu prüfen; das belastet sie und beantwortet keine Herkunftsfrage. Für fachliche Beobachtung eignen sich natürliche Fangereignisse, Fallenalter und Zustand nach der Verdauung. Werden G13-Ableger miteinander verglichen, müssen sie in ähnlichem Licht, Entwicklungsstadium und Kulturzustand stehen. Erst reproduzierbare Messungen an rückverfolgbaren vegetativen Pflanzen könnten eine belastbare Abweichung von der üblichen Artfunktion zeigen.
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Reproduktion
Dionaea muscipula kann an einem aufrechten Blütenstiel weiße Blüten entwickeln. Nach Bestäubung entstehen Samen. Ein Sämling besitzt eine neue genetische Kombination und ist deshalb nicht automatisch derselbe Klon wie seine Mutterpflanze, selbst wenn Saatgut unter der Bezeichnung „G13“ angeboten wird. Wer einen benannten Klon erhalten möchte, benötigt vegetative Vermehrung, beispielsweise durch Teilung eines Rhizoms oder die Trennung bewurzelter Ableger; Gewebekultur ist eine weitere Möglichkeit in spezialisierten Betrieben. Das Etikett G13 allein legt keine konkrete Vermehrungsmethode einer aktuellen Akzession fest. Ohne Angaben zu Mutterpflanze und Vermehrungsweg bleibt offen, ob ein angebotenes Exemplar tatsächlich aus derselben klonalen Linie stammt.
Die Bezeichnung „G13 roter Klon“ wird für Saatgut mit zehn Samen verwendet. Es handelt sich damit um Nachkommen einer bezeichneten Mutterpflanze, nicht um vegetative Teilstücke, die deren Klonidentität bewahren. Der Name kann sich auf die Elterpflanze oder eine Zuchtlinie beziehen; ohne nachvollziehbare Abstammung ist keine einheitliche Sämlingsmorphologie zugesichert. Nach der Keimung sollten diese Pflanzen deshalb als Sämlinge aus G13-beschriftetem Saatgut geführt werden. Erst vegetative Teilstücke einer eindeutig zugeordneten Mutterpflanze können mit Vorbehalt als deren Klon bezeichnet werden. Bei Austausch oder Verkauf gehören Mutterpflanzenkennung, Lieferweg, Teilungsdatum und Etikett zusammen, damit Pflanzenname, Mutterpflanze und vegetative Vermehrung zusammenpassen.
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Kultur-Fazit
Für G13 sind keine abweichenden Pflegeansprüche gegenüber Dionaea muscipula festgelegt. Das Kulturprofil der Art ist daher maßgeblich: sehr helle bis sonnige Haltung nach schrittweiser Akklimatisierung, gleichmäßige Feuchtigkeit während des Wachstums und mineralarmes Wasser. Bei saisonaler Außenkultur gehört ein kühlerer Winterabschnitt zum Jahresgang; der Wurzelstock darf dabei nicht austrocknen. Die Standardansprüche gelten unabhängig davon, ob ein Sammler das Etikett G13, G13 Graham Sadd oder MK DM21 verwendet. Eine ungesicherte rote Farbe oder ein Saatgutangebot begründen weder höhere Lichtschwellen noch eine andere Temperaturführung. Bis eigenständige Kulturmerkmale feststehen, gelten für G13 dieselben Licht-, Wasser- und Ruhebedingungen wie für die Art.
Bei einer neuen G13-Akzession sollten Herkunft und Vermehrungsweg festgehalten und die Pflanze schrittweise an ihren Standort gewöhnt werden. Beobachte frische Blätter, Fallenbildung, Pigmentierung und Jahresrhythmus über eine vollständige Wachstumsperiode, bevor du die Pflanze mit einer Referenz vergleichst. Direktes Licht kann bei Dionaea die Rotfärbung beeinflussen, jedoch darf dies nicht als Beweis gelten, dass jede als G13 etikettierte Pflanze einen bestimmten Rotton annehmen muss. Sämlinge aus Saatgut benötigen dieselbe Artkultur, können sich aber genetisch unterscheiden und werden nicht als identische Klone weitergeführt. Für G13 gelten keine gesondert festgelegten Temperatur-, Feuchte- oder Ruhegrenzen; individuelle Pflegeexperimente sollten als solche gekennzeichnet werden.
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Substrat-Ökologie
Dionaea muscipula besiedelt natürliche Lebensräume mit sauren, nährstoffarmen Böden und hoher Lichtverfügbarkeit. Im Kulturtopf sollte das Medium Wasser speichern, aber gleichzeitig locker und ausreichend luftführend bleiben. Üblich sind ungedüngter Weißtorf oder langfaseriges Sphagnum, bei Bedarf mit gewaschenem Quarzsand oder Perlite strukturell ergänzt. Mineralarmes Regen-, Umkehrosmose- oder destilliertes Wasser verhindert die Anreicherung von Salzen. Gedüngte Blumenerde, Kompost, kalkhaltige Zuschläge und Wurzeldüngung entsprechen nicht dem bekannten Bedarf der Art. Die fleischfressende Ernährung ergänzt die Wurzelversorgung, ersetzt aber weder passende Bodenbedingungen noch die Photosynthese unter starkem Licht.
Für G13 sind keine abweichende Substratreaktion, besondere Salzverträglichkeit oder ein anderer Wasserbedarf als stabile Eigenschaften festgelegt. Die Bezeichnung „roter Klon“ beim Saatgut beschreibt keine ökologische Spezialisierung. Wird ein Sämling daraus kultiviert, bleiben die Grundanforderungen von D. muscipula maßgeblich, während sein späterer Wuchs gesondert beobachtet wird. Bei einer adulten G13-Pflanze sind schwacher Austrieb oder blasse Fallen zunächst anhand von Licht, Akklimatisierung, Wasserqualität, Jahresphase und Substratstruktur zu beurteilen. Eine besondere Mischung allein aus dem Namen abzuleiten wäre unbegründet. Gleichmäßige Feuchtigkeit im Wachstum ist wichtig; verdichtetes, mineralreiches oder dauerhaft austrocknendes Medium stellt dagegen vermeidbare Kulturbelastungen dar.
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Praxisnotizen
Bei einer als G13 erhaltenen Pflanze müssen Etikett und Lieferweg besonders genau festgehalten werden, weil der Name keine sichere morphologische Diagnose liefert. Notiere, welche Etikettfassung – „G13 Graham Sadd“, „MK DM21“, „G13“ oder „G13 red clone“ – verwendet wird und ob tatsächlich eine vegetative Pflanze oder Saatgut geliefert wurde. Erfasse Mutterpflanze, Teilungsweg und Datum; Sämlinge aus einem G13-Saatgutangebot getrennt davon als Nachkommen führen. Fotografiere neu gebildete, reife Blätter von oben und die Fallen innen sowie außen. Miss Fallenlänge, Blattbasis, Rosettendurchmesser und notiere Licht, Jahreszeit und Entwicklungszustand. Der Vergleich über mehrere Wachstumsphasen hilft, mögliche wiederkehrende G13-Merkmale von individuellen Schwankungen zu trennen.
Kontrolliere aktive Pflanzen alle 14 Tage, ruhende Pflanzen alle 30 Tage und Sämlinge alle 7 Tage. Das sind Beobachtungsabstände, keine Gießintervalle. Prüfe Austrieb, Rhizomfestigkeit, Substratfeuchte, Salzablagerungen, Schädlinge und Lichtgewöhnung. Wiederhole die Kontrolle der Morphologie an mehreren Fallen und in verschiedenen Wachstumsphasen; ein einzelner roter oder großer Fanglappen bestätigt G13 nicht. Vergleiche nur Pflanzen mit nachvollziehbarer vegetativer Herkunft und ähnlicher Kultur. Die Etiketten G13, G13 Graham Sadd und MK DM21 begründen für sich keine Identitätsgarantie für beliebiges Pflanzenmaterial. Bis eine geeignete Referenzpflanze beschrieben ist, sollte das Profil offen über diese Wissensgrenze informieren.
sources
Quellenangaben
Name und Sammlungsbelege
- ICPS Carnivorous Plant Names Resource: Register der Dionaea-Kultivare; Suche nach G13 ergab keinen registrierten Eintrag.
- King, M. (2016): Growlist dated 21 July 2016, Kennung DM21: G13 Graham Sadd; Sammlerlistenbeleg, kein Kultivarstandard.
- Heldros: Dionaea growlist, führt G13 Graham Sadd MK DM21 in der Sammlung.
- Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen, Kai Becker: Bestandsliste vom 27. November 2010; führt G13 separat neben G12 und G16.
- Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen, Niklas Schleimer: Bestandsliste, führt Dionaea muscipula – G13 als eigenen Sammlungseintrag.
- VFT Shop: Dionaea Growlist & Picture Links; G13 erscheint in der Fotoübersicht. Die Seite erklärt ausdrücklich, dass alle Bilder urheberrechtlich geschützt sind; Bild wurde nicht übernommen.
- Zelené Údolí: Saatgutangebot „G13 červený klon“; zehn Samen, Händlerbezeichnung ohne diagnostische Beschreibung erwachsener vegetativer Pflanzen.
- International Carnivorous Plant Society: FAQ zur Rolle als International Cultivar Registration Authority für kultivierte Karnivorennamen.
Artbiologie, Ökologie und Kultur
- Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online, taxonomischer Eintrag Dionaea muscipula.
- International Plant Names Index: botanischer Name und Autorenschaft Dionaea muscipula.
- Flora of North Carolina: Dionaea muscipula, Verbreitung und Ökologie im Bundesstaat.
- U.S. Fish and Wildlife Service (2023): Species Status Assessment for Venus Flytrap, Lebensraum, Feuerökologie und Populationslage.
- North Carolina State Extension: Dionaea muscipula, Artmerkmale, Kultur und Vermehrung.
- International Carnivorous Plant Society: Growing Dionaea muscipula, Kulturleitfaden.
- Roberts, P. R. & Oosting, H. J. (1958): Responses of Venus Fly Trap to Factors Involved in Its Endemism, Ecological Monographs 28(2):193–218.
- Forterre, Y. et al. (2005): How the Venus flytrap snaps, Nature 433:421–425, Mechanik der Fallenbewegung.
- Böhm, J. et al. (2016): The Venus Flytrap Dionaea muscipula Counts Prey-Induced Action Potentials to Induce Sodium Uptake, Current Biology 26(3):286–295.
- Suda, H. et al. (2020): Calcium dynamics during trap closure visualized in transgenic Venus flytrap, Nature Plants 6:1219–1224.
- Gao, P. et al. (2015): Integration of trap- and root-derived nitrogen nutrition of carnivorous Dionaea muscipula, New Phytologist 205(3):1320–1329.
- Kreuzwieser, J. et al. (2014): The Venus flytrap attracts insects by the release of volatile organic compounds, Journal of Experimental Botany 65(2):755–766.
- Youngsteadt, E. et al. (2018): Venus Flytrap Rarely Traps Its Pollinators, The American Naturalist 191(4):539–546.
Der Name G13 ist durch Sammlerlisten belegt, darunter eine Zuordnung zu Graham Sadd und MK DM21. Die geprüfte ICPS-Registrierung enthält keinen Eintrag; eine veröffentlichte standardisierte Klondiagnose wurde nicht gefunden. Das Saatgutangebot „G13 roter Klon“ ist als Händlerangabe gekennzeichnet und belegt nicht, dass Sämlinge vegetativ identische Kopien eines G13-Klons sind. Die Growlist-Bildseite des VFT Shop erklärt ihre Abbildungen als urheberrechtlich geschützt. Lokale Medien enthielten kein passendes eigenes Foto, und es wurde kein fremdes Bild übernommen.
Zitieren
Zitierlink und Stand
Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'G13', Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-g13/
