Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'Crocogans'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Gärtnerischer Klonname; Züchter, Herkunftskreuzung und ursprüngliches Auslesedatum sind nicht gesichert.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohen Salzgehalt
  • Empfindlich gegen hohe Nährstoffbelastung
  • Empfindlich gegen zu wenig Licht
  • Probleme durch fehlende jahreszeitliche Reize
  • Empfindlich gegen Substratabbau

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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reference

Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘Crocogans’ wird als gärtnerisch benannte Form der Venusfliegenfalle geführt. Für die Pflanze ist eine ungewöhnliche Verbindung von Fangblatt und Laubblatt beschrieben; zugleich wird ein aufrechter Wuchs mit hellgrüner Färbung angegeben. Diese knappe Merkmalskombination hebt den Namen von einer bloßen Farbauswahl ab, ist aber anatomisch nicht präzise erläutert. Bei Dionaea bildet die Fangfalle selbst das Ende eines einzelnen Blattes. Die Formulierung einer „mit Blättern verwachsenen Falle“ lässt daher offen, ob tatsächlich benachbartes Blattgewebe verwächst, der Übergang von Blattstiel zu Fanglappen verändert ist oder lediglich eine ungewöhnliche Fallenstellung gemeint ist. Eine diagnostische Deutung über diese Angaben hinaus wäre voreilig.

Der übrige Pflanzenkörper folgt dem Grundbau der Art: Ein unterirdisches Rhizom trägt eine bodennahe Rosette aus Blättern, die jeweils in einer zweilappigen Schnappfalle enden. Die Fanglappen besitzen auf der Innenseite Auslösehaare und am Rand bewegliche Zähne. Die derzeit greifbare Beschreibung gibt weder eine verbindliche Fallenform noch Maße, Zahnung, Innenfärbung oder ein Alter an, ab dem das Merkmal zuverlässig erscheint. Deshalb sollte ‘Crocogans’ nicht als sicher diagnostizierte Form mit zusätzlichen Eigenschaften dargestellt werden. Der aufrechte Wuchs und das helle Grün sind bislang nur vorläufige Angaben; sie bilden noch keine vollständige Kultivarbeschreibung.

taxonomy

Taxonomie und Namensstatus

Der akzeptierte botanische Name der Art lautet Dionaea muscipula J.Ellis. Sie gehört zur Familie Droseraceae und ist die einzige anerkannte Art der monotypischen Gattung Dionaea. „Crocogans“ ist ein gärtnerischer Name, der einer ausgewählten Kulturform innerhalb dieser Art zugeordnet wird. Er bezeichnet weder eine eigene botanische Art noch eine Unterart oder Varietät. Die Autorschaft J.Ellis bezieht sich allein auf den wissenschaftlichen Artnamen. Ein dokumentierter Züchter, eine bestimmte Elternkombination oder ein ursprüngliches Auslesedatum sind für diese benannte Form nicht verlässlich zugeordnet.

Der Name taucht seit mindestens 2010 in Sammler- und Sortimentszusammenhängen auf. Das belegt eine längerfristige Verwendung als gärtnerische Bezeichnung, aber keine einheitliche Abstammung jeder später so etikettierten Pflanze. „Crocogans“ ist außerdem nicht ohne Weiteres mit „Crocodile“ gleichzusetzen: Beide Namen wurden in einzelnen Bestandsaufstellungen nebeneinander geführt. Daraus lässt sich weder sichere Verschiedenheit jeder im Handel befindlichen Linie noch Synonymie ableiten. Für eine genaue Klonzuordnung braucht es nachvollziehbare vegetative Herkunft und wiederkehrende Merkmale. Der Name allein und eine einzelne deformierte Falle beweisen keine genetische Identität.

habitat

Standort und Verbreitung

‘Crocogans’ besitzt kein eigenes natürliches Verbreitungsgebiet, denn die Bezeichnung betrifft eine Kulturform und keine dokumentierte Wildpopulation. Weder ein natürlicher Fundort noch eine bestimmte Herkunftsregion der ursprünglichen Auslese ist gesichert. Das natürliche Areal der Grundart liegt in der atlantischen Küstenebene von North Carolina und South Carolina im Südosten der Vereinigten Staaten. Diese geographische Angabe beschreibt Dionaea muscipula als Art und darf nicht als Fundort oder Herkunftsnachweis für einen unter dem Namen ‘Crocogans’ kultivierten Klon verstanden werden.

Die Art wächst wild in offenen, saisonal feuchten und nährstoffarmen Lebensräumen. Dazu zählen feuchte Kiefern-Savannen, nasse Sandböden, Sphagnum-Bestände und andere saure Standorte, an denen Licht bis zum Boden gelangt. Der Wasserstand kann im Jahresverlauf schwanken; die Wurzeln stehen dennoch nicht zwingend dauerhaft in tiefem Wasser. Regelmäßige natürliche Störungen, insbesondere Feuer, halten Gehölze zurück und begrenzen Beschattung. Für ‘Crocogans’ ist keine besondere Bindung an einen Bodentyp, ein Klima oder eine Höhenlage belegt. Kulturpflanzen sollten aus nachvollziehbarer Vermehrung stammen; ein vermeintlicher Fundort lässt sich aus dem Namen nicht ableiten.

ecology

Ökologische Einordnung

Die Venusfliegenfalle verbindet Photosynthese mit dem Fang kleiner Tiere. Über die grünen Blattflächen gewinnt sie Kohlenstoff und Energie; Beute ergänzt vor allem die Versorgung mit mineralischen Nährstoffen, die in den natürlichen Böden knapp sind. Die für ‘Crocogans’ genannte hellgrüne Farbe erlaubt keine verlässliche Aussage über Chlorophyllgehalt, Photosyntheseleistung oder Lichtanspruch. Auch ein aufrechter Wuchs belegt für sich genommen keine bessere Lichtausbeute im Habitat. Es liegen keine belastbaren Vergleichsdaten vor, die für diese Form eine andere Beuteauswahl, höhere Fangquote oder besondere Nährstoffaufnahme zeigen.

Das Rhizom ermöglicht der Art, nach saisonal ungünstigen Bedingungen erneut auszutreiben. Offene Vegetation, saure Böden, hohe Lichtverfügbarkeit und gleichmäßige Feuchte im Wurzelraum prägen ihre ökologische Nische. Ob eine ungewöhnliche Verbindung von Blatt- und Fallenstrukturen bei ‘Crocogans’ die Fangbewegung, Verdauung oder Blattfunktion beeinflusst, ist nicht beschrieben. Sie sollte deshalb als morphologische Besonderheit mit ungeklärter Funktion behandelt werden. Für die Kultur folgt daraus keine Sonderökologie: Die Pflanze bleibt eine Dionaea mit den Ansprüchen der Grundart. Hellgrüne Färbung allein ist kein Hinweis darauf, dass sie Schatten, Trockenheit oder nährstoffreichere Böden besser verträgt.

morphology

Wuchsform und Morphologie

Für ‘Crocogans’ werden drei äußerlich auffällige Punkte genannt: aufrechter Blattstand, hellgrüne Färbung und Fangblätter, die ungewöhnlich mit Blattgewebe verbunden erscheinen sollen. Die letzte Angabe ist nicht anatomisch geklärt. Da jede Dionaea-Falle bereits den distalen Abschnitt eines Laubblattes bildet, ist „Falle mit Blatt verwachsen“ ohne genaue Beschreibung oder Bildserie mehrdeutig. Es kann sich um eine abweichende Verbindung benachbarter Gewebe, eine veränderte Blattspreite, eine Fehlbildung der Fanglappen oder nur um eine missverständliche Kurzbeschreibung handeln. Deshalb wird keine bestimmte Deformation als gesicherte Diagnose festgeschrieben.

Über Fallenlänge, Fallenbreite, Blattstiellänge, Randzähne, Innenfarbe, Rosettendurchmesser und jahreszeitliche Schwankung liegen keine standardisierten Messungen vor. Auch ist nicht geklärt, ob das Merkmal an jeder Pflanze, an jedem Blatt oder nur zeitweise auftritt. Jungpflanzen, nach der Winterruhe gebildete Blätter und gestresste Fallen können von ausgewachsenen Sommerblättern deutlich abweichen. Eine belastbare Beschreibung müsste mehrere gesunde Pflanzen und mehrere Wachstumsperioden einbeziehen. Bis dahin sind die aufrechte Stellung und das helle Grün als berichtete, nicht zwingend konstante Eigenschaften zu kennzeichnen; weitere Formmerkmale dürfen nicht aus dem Namen abgeleitet werden.

reference

Kultivar im Vergleich zur Art

Im Vergleich zu einer typischen Venusfliegenfalle wird ‘Crocogans’ mit einer hellgrünen, aufrechten Erscheinung und einer ungewöhnlichen Verbindung zwischen Fangfalle und Laubblatt beschrieben. Diese Kombination ist das derzeit erkennbare Arbeitsprofil des Namens. Sie ist wesentlich weniger detailliert als eine vollständige Klondiagnose: Es fehlen verlässliche Maße, Angaben zur Randzahnung, reproduzierbare Farbbeschreibungen und Beobachtungen zur Stabilität über mehrere Jahre. „Verwachsene Falle“ ist außerdem erklärungsbedürftig, weil bei Dionaea die Falle selbst am Ende des Blattes sitzt. Eine konkrete anatomische Veränderung sollte erst benannt werden, wenn die Struktur eindeutig dokumentiert ist.

Der Name ist spätestens seit 2010 in Bestandslisten zu finden und wird weiterhin im Handel angeboten. Das stützt seine historische und aktuelle Verwendung, ersetzt aber keine belegte Züchterherkunft oder einheitliche Vermehrungskette. „Crocodile“ ist in manchen Listen als eigener Eintrag neben „Crocogans“ aufgeführt; daraus folgt kein gesicherter Vergleich der Klone, aber es gibt keinen Grund, beide Namen automatisch zusammenzulegen. Andere Kultivare mit verschmolzenen oder deformierten Fallen sind ebenfalls keine Synonyme. Für ein konkretes Exemplar sollten Herkunft, wiederholt aufrechter Wuchs, Blattfarbe und Art der Gewebeverbindung separat dokumentiert werden.

ecology

Fangstrategie und Fallenfunktion

Der Fangmechanismus von ‘Crocogans’ ist grundsätzlich der Schnappfalle von Dionaea muscipula zuzuordnen. Auf der Innenseite der beiden Fallenlappen sitzen empfindliche Auslösehaare. Werden sie in kurzer Folge ausreichend gereizt, entstehen elektrische Signale, die den schnellen Verschluss der Lappen auslösen. Weitere Reize durch die eingeschlossene Beute können den dichten Abschluss und den Beginn der Verdauung fördern. Am Fallenrand sitzen Zähne, die den Fang nicht auslösen; sie strukturieren den Rand und lassen bei einem anfänglichen Verschluss Zwischenräume. Der Prozess ist ein Blattbewegungsmechanismus und kein aktives „Zubeißen“ mit Muskeln.

Für ‘Crocogans’ ist keine eigene Reizschwelle, zusätzliche Fangfunktion oder veränderte Verdauung belegt. Falls bei einzelnen Blättern tatsächlich Gewebe verschmolzen oder die Lappen fehlgebildet sind, kann ihre Funktionsfähigkeit von normal gebauten Fallen abweichen. Eine solche Möglichkeit darf jedoch nicht pauschal auf jede Pflanze übertragen werden. Zur Beurteilung sollten nur natürliche Fangereignisse beobachtet werden; wiederholtes manuelles Auslösen kann eine Falle belasten und ist kein Identitätstest. Die Pflanze braucht keine Sonderfütterung. Unter geeigneten Bedingungen fängt sie selbst Beute, während Licht, Wasserqualität und ein gesundes Rhizom die Kultur wesentlich stärker beeinflussen als häufige Fangversuche.

reproduction

Fortpflanzung und Erhaltung der Auslese

‘Crocogans’ kann wie andere Venusfliegenfallen blühen und Samen bilden. Bei geschlechtlicher Vermehrung werden die Erbanlagen neu kombiniert; Sämlinge sind daher neue Individuen und nicht automatisch derselbe ausgewählte Klon. Sie können eine hellgrüne Färbung, den aufrechten Wuchs oder die ungewöhnliche Fallen-Blatt-Verbindung nicht zeigen, auch wenn die Mutterpflanze diese Merkmale trägt. Selbst ein Sämling mit ähnlicher Einzelbildung lässt sich ohne längere Beobachtung und dokumentierte Abstammung nicht sicher als identische Auslese ansprechen. Samen eignen sich zur Erhaltung der Art und zur Gewinnung neuer Variationen, nicht zur zuverlässigen Kopie eines benannten Klons.

Eine vegetative Vermehrung über Teilung des Rhizoms oder Blattbasisstecklinge erhält den Genotyp der Mutterpflanze in der Regel besser. Gewebekultur kann die Zahl der Nachkommen stark erhöhen, sofern Ausgangsmaterial und Etikettierung eindeutig zugeordnet sind. Für ‘Crocogans’ ist keine besondere Vermehrungsmethode dokumentiert. Bei jeder Teilung sollten Mutterpflanze, Datum, Methode und Weitergabe festgehalten werden. Das ist bei einem Namen mit unklarer Ursprungskette besonders wichtig: Eine korrekte Pflanzenetikette schützt vor einer Vermischung mit ähnlich benannten oder äußerlich abweichenden Formen. Sämlinge sollten als Nachkommen gekennzeichnet werden und nicht ungeprüft denselben Klonnamen erhalten.

culture

Kulturfazit

Für ‘Crocogans’ sind keine besonderen Kulturansprüche gegenüber der temperierten Venusfliegenfalle belegt. Die Art benötigt sehr viel Licht und sollte nach längerer dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnt werden. Der Wurzelraum bleibt mit mineralarmem Wasser feucht; während des Wachstums ist eine gleichmäßige Versorgung sinnvoll. In saisonaler Freilandkultur verlangsamt sich das Wachstum im Winter, und die Pflanze durchläuft eine Ruhephase. Weder die aufrechte Blattform noch das berichtete helle Grün begründen eine abweichende Temperaturführung, Luftfeuchte oder Wasserregelung. Ein besonderer Grenzwert wurde für diesen Namen nicht zuverlässig dokumentiert.

Die ungewöhnlich beschriebene Fallen-Blatt-Verbindung ist kein Anlass, die Pflanze stärker zu düngen, dauerhaft warm zu halten oder häufiger zu füttern. Mineralische Salze und nährstoffreiche Erde können die empfindlichen Wurzeln schädigen. Bei aufrechtem Wuchs sollte der Topf standfest stehen und genügend Licht bis in die Rosettenmitte gelangen. Eine hellgrüne Farbe kann durch Alter, Licht, Jahreszeit und Kulturzustand beeinflusst werden und ist allein kein Mangel- oder Gesundheitsdiagnostikum. Beobachte, ob neu gebildete Blätter dieselbe Gestalt entwickeln. Bei ausbleibendem Wachstum sind Licht, Wasserqualität, Feuchte und Rhizomzustand zuerst zu prüfen, bevor eine vermeintliche Kultivarspezialität angenommen wird.

substrate

Substrat und Wurzelraum

Der Wurzelraum sollte sauer, nährstoffarm und gleichmäßig feucht sein. Als Ausgangsmaterial kommen ungedüngter Weißtorf mit Perlite oder sauberem Quarzsand sowie langfaseriges Sphagnum infrage. Gedüngte Blumenerde, Kompost, kalkhaltige Zuschläge und nährstoffreiche Zusätze passen nicht zu den Wurzeln der Art. Für ‘Crocogans’ ist keine eigene Substratmischung beschrieben. Der aufrechte Wuchs und die ungewöhnliche Blattform verändern nicht die Herkunft der Grundart aus nährstoffarmen Feuchtstandorten und liefern keinen Grund, Nährstoffe über den Wurzelraum oder durch regelmäßige Flüssigdüngung zu ergänzen.

Mineralarmes Regen-, Umkehrosmose- oder destilliertes Wasser hilft, Salzansammlungen im Topf zu vermeiden. Eine flache Wasserschale kann die nötige Feuchte sichern, während die Mischung trotzdem offen und luftführend bleiben sollte. Verdichtetes, altes Medium kann Sauerstoffmangel und Wurzelprobleme begünstigen; dauerhaft tiefe Überstauung ist nicht mit einer lockeren, feuchten Moorstruktur gleichzusetzen. Ein ausreichend standfester Topf ist bei aufrecht stehenden Blättern praktisch, aber nicht als spezielle physiologische Anforderung nachgewiesen. Beim Umtopfen sollte das Rhizom möglichst wenig verletzt und die Beschriftung der Mutterpflanze bis zu jedem Ableger mitgeführt werden.

practice

Praxisnotizen und Kontrollrhythmus

Bei ‘Crocogans’ sollte die Beobachtung vor allem die noch unklare Fallen-Blatt-Verbindung auflösen. Fotografiere neu gebildete Blätter aus gleicher Perspektive und notiere, ob die Fanglappen am Ende eines normalen Blattstiels sitzen, ob angrenzendes Blattgewebe einbezogen ist und ob die Abweichung an mehreren Blättern derselben Pflanze wiederkehrt. Zusätzlich lassen sich Blattwinkel, Grünfärbung, Fallenmaße und Jahreszeit protokollieren. Ein einzelnes deformiertes Blatt kann durch Entwicklungsstörung oder Beschädigung entstehen und reicht nicht als Beleg eines stabilen Klonmerkmals. Bewahre Bezugsangaben und Teilungskette getrennt vom bloßen Handelsnamen auf.

Der allgemeine Sichtkontrollrhythmus beträgt alle 14 Tage während des aktiven Wachstums, alle 30 Tage in der Winterruhe und alle 7 Tage bei Sämlingen. Diese Abstände sind Beobachtungstermine und keine festen Gießintervalle. Prüfe Feuchte und mögliche Salzablagerungen, Neuaustrieb, Rhizomfestigkeit, Schädlinge sowie Hitze- oder Trockenschäden. Bei Teilung, Versand oder Umtopfen kann vorübergehend häufiger kontrolliert werden. Wiederholtes Auseinanderziehen der Blätter oder Auslösen der Fallen hilft nicht bei der Bestimmung und kann die Pflanze belasten. Halte auch negative Beobachtungen fest: Wenn neue Blätter keine Fusion zeigen, ist diese Information für die spätere Einschätzung ebenso wichtig wie ein auffälliger Austrieb.

sources

Quellenangaben

Name und gärtnerische Auslese

Taxonomie, Habitat und Kultur der Art

Fallenphysiologie und Vermehrung

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Aktueller Stand02.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Crocogans', Stand 02.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-crocogans/