Black Trap Codex

Dionaea muscipula 'Crazy Cup Trap'

Venusfliegenfalle

Aktiv
Familie
Droseraceae
Gattung
Dionaea
Herkunft
Mit BCP 1343-05 geführt; Diflora nennt Best Carnivorous Plants als Züchter. Auswahljahr, ursprüngliche Mutterpflanze, Elternschaft und geografische Herkunft sind nicht gesichert.
Autor
J.Ellis

Kurzprofil

Kultur auf einen Blick

Schwierigkeit
2 / 5 · leicht1 = sehr leicht, 5 = Spezialkultur.
Licht
5 / 5 · volle Sonne1 = schattig, 5 = volle Sonne.
Wasser
AnstauBeschreibt die Feuchtefuehrung im Topf, nicht die Luftfeuchte.
Ruhephase
optionalOb die Art eine saisonale Ruhephase braucht.
Fehlertoleranz
hochWie stark Kulturfehler verziehen werden.

Black-Trap-Systemprofil

Substrat- und Strukturbedarf

BT-Air
mittelLuftfuehrung und Offenheit im Wurzelraum.
BT-Water
hochWie stark das Substrat Wasser halten soll.
BT-Flow
mittelWie schnell Wasser durch die Struktur bewegt wird.
pH
3.9 - 4.5Zielbereich fuer die Substratreaktion.
BT-Density
niedrigVerdichtung, Gewicht und Strukturstabilitaet.
Kapillaritaet
hochWie gut Wasser im Substrat nach oben gezogen wird.
Strukturstabilitaet
mittelWie stabil das Substrat seine Struktur unter Kulturbedingungen behaelt.

Kulturgruppe

Dionaea – temperierte Standardkultur

Kulturgruppe für Dionaea muscipula und ihre Kultivare in saisonaler Außen- oder Gewächshauskultur. Benannte Auslesen teilen die grundlegenden Organe der Art, unterscheiden sich aber in Wuchs, Pigmentierung und Fallenform. Abweichende Kulturbeobachtungen werden klonbezogen dokumentiert.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und extrem nährstoffarme Feuchtstandorte der Küstenebene North und South Carolinas.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, nährstoffarm, mineralarm bewässert, feucht und zugleich strukturstabil und luftführend.

Risiken

Empfindlich gegen hartes Wasser
Empfindlich gegen zu hohe Nährstoffbelastung
Empfindlich gegen Austrocknung
Empfindlich gegen zu wenig Licht
Empfindlich gegen Substratverdichtung

Gattungsprofil

Dionaea

Monotypische Gattung der Sonnentaugewächse (Droseraceae), endemisch in der Küstenebene von North und South Carolina, USA. Die einzige anerkannte Art ist Dionaea muscipula; die zahlreichen benannten Kultivare sind Selektionen dieser Art, keine eigenen Arten. Typische Standorte sind offene, saisonal feuchte, saure und extrem nährstoffarme Lebensräume mit hoher Lichtverfügbarkeit.

Habitat-Logik

Offene, sonnige, saure und nährstoffarme Feuchtstandorte in der Küstenebene North und South Carolinas. Saisonale Feuchte und natürliche Störungen erhalten offene Vegetation; dauerhafte Beschattung ist atypisch.

Kultur-Logik

Sehr hell bis vollsonnig kultivieren und nach dunkler Haltung schrittweise an direkte Sonne gewöhnen. Den Wurzelraum mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht halten. In saisonaler Außenkultur kühle Überwinterung mit Schutz vor Austrocknung und starkem Durchfrieren des Topfes; bei ganzjähriger Innenkultur ausreichend Licht und Beuteversorgung sicherstellen.

Substrat-Logik

Sauer, mineralarm und nährstoffarm, feucht und zugleich locker genug für Sauerstoff im Wurzelraum. Keine gedüngte Blumenerde und keine kalkhaltigen Zusätze.

Typische Fehler

Zu wenig Licht, besonders am warmen Winterstandort
Abrupte Umstellung aus dunkler Haltung in volle Sonne
Mineralreiches Gießwasser
Düngung des Wurzelmediums
Austrocknender Wurzelballen
Verdichtetes, sauerstoffarmes Medium
Wiederholtes Auslösen der Fallen ohne Beute

Risiken

Worauf diese Art empfindlich reagiert

  • Empfindlich gegen Austrocknung
  • Empfindlich gegen hohen Salzgehalt
  • Empfindlich gegen hohe Nährstoffbelastung
  • Empfindlich gegen zu wenig Licht
  • Probleme durch fehlende jahreszeitliche Reize
  • Empfindlich gegen Substratabbau

Verknuepfungen

Empfohlene Systemprofile

Core-Referenzprofil

Standard-Mix

Die Basislinie für Dionaea, Drosera und Sarracenia. Torfbasierte Mischung aus Weißtorf, Perlite und Quarzsand – entwickelt für konstante Feuchte ohne Staunässe.

BT-Air
8,6
BT-Water
7,6
BT-Flow
9,3
BT-Structure
9,4
BT-Capillary
2,5
BT-Density
5,1
BT-Compaction
3,0
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Botanische Beschreibung

Dionaea muscipula ‘Crazy Cup Trap’ ist eine gärtnerisch benannte Form der Venusfliegenfalle. Ihr wichtigstes sichtbares Merkmal sind Fangblätter, deren Fallenlappen an einem Ende verwachsen sind und dadurch eine becherartige, nach außen offene Form bilden. Die Fallen sitzen auf vergleichsweise aufrecht getragenen Blättern; in Kulturbeschreibungen wird außerdem ein verlängerter, engerer Fallenabschnitt als „Hals“ hervorgehoben. Die Pflanze bleibt eine Auslese innerhalb von D. muscipula und ist keine eigene Art. Der Code BCP 1343-05 wird mit dem Namen verbunden. Er ist eine Sammlungs- beziehungsweise Handelskennung und für sich weder eine botanische Autorenschaft noch ein Beleg für eine bestimmte Kreuzung oder Elternpflanze.

Zur beschriebenen Gestalt gehören überwiegend grüne Fallen und gelegentlich gekreuzte Randcilien. Das Wort „gelegentlich“ ist wichtig: gekreuzte Zähne müssen nicht an jeder Falle auftreten, und eine einzelne Falle reicht nicht für eine Zuordnung. Eine veröffentlichte Maßreihe für ausgewachsene Fallen, Blattbasen oder Rosetten liegt für diese Akzession nicht als allgemein anerkannter Standard vor. Die Bezeichnung darf daher weder als Riesenform noch als konstant rot ausgefärbte Form interpretiert werden. Handelsbeschreibungen vergleichen sie mit der älteren Cup-Trap-Form, nennen aber keine belastbare Abstammung. Botanischer Autor bleibt J.Ellis für die Art; eine gesonderte Kultivarautorschaft ist nicht festgelegt.

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Taxonomie

Der akzeptierte Artname lautet Dionaea muscipula J.Ellis aus der Familie Droseraceae. Die Gattung Dionaea ist monotypisch; die vielen benannten Gartenformen bleiben innerhalb derselben Art. „Crazy Cup Trap“ wird im Gartenbau als Kultivar- beziehungsweise Klonname verwendet, ist aber kein botanischer Taxon. Der Name erscheint nicht in der ICPS-Liste registrierter Dionaea-Kultivare. Diese Abwesenheit aus dem Register allein beweist nicht, dass der Name nie außerhalb des Registers veröffentlicht wurde; sie erlaubt lediglich nicht, eine registrierte Standardbeschreibung oder formelle Kultivarautorschaft zu behaupten. Im Codex wird die Pflanze deshalb als benannte Kulturform geführt, während die botanische Artzugehörigkeit sicher bleibt.

Die Ergänzung BCP 1343-05 dient der Unterscheidung dieser cup-trap-Akzession in Sammlungs- und Handelsangeboten. Ein Verkäufer nennt Best Carnivorous Plants als Züchter; ein lückenloser Herkunftsweg bis zur ursprünglichen Mutterpflanze, ein Auswahljahr und eine dokumentierte Elternkombination sind damit nicht nachgewiesen. Auch die Vergleichsbezeichnung „Cup Trap“ beschreibt eine Ähnlichkeit oder gärtnerische Einordnung, nicht automatisch eine Elternschaft. J.Ellis bezeichnet ausschließlich die botanische Autorenschaft von D. muscipula. Kamil Pasek oder eine andere Person wird ohne belastbare Zuordnung nicht als Kultivarautor eingetragen. Beim Pflanzenkauf sollte deshalb der vollständige überlieferte Name samt BCP-Code erhalten bleiben.

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Standort und Verbreitung

Die Wildart Dionaea muscipula ist endemisch in der Küstenebene North Carolinas und angrenzender Gebiete South Carolinas. Sie besiedelt offene, saure und nährstoffarme Feuchtlebensräume, etwa feuchte Kiefern-Savannen, Sickerstellen und saisonal nasse Senken. Wasserstände schwanken zwischen Jahreszeiten und Mikrostandorten. Wiederkehrende Feuer und andere natürliche Störungen begrenzen die Konkurrenz durch Gehölze und erhalten Licht am Boden. Diese natürliche Verbreitung gilt für die Art, nicht automatisch für jede gärtnerisch benannte Pflanze. Für Crazy Cup Trap ist kein konkreter Wildfundort, County oder eine Population als Herkunft gesichert; aus dem Namen oder der Herkunftsregion der Wildart darf ein solcher Ort nicht abgeleitet werden.

Der Code BCP 1343-05 und die Zuordnung zu Best Carnivorous Plants beschreiben eine gärtnerische Linie, keine geographische Provenienz. Eine heutige Kulturpflanze kann durch vegetative Teilung oder Gewebekultur weitergegeben worden sein, doch ein durchgehender Weg von einer ursprünglichen Mutterpflanze zu jeder aktuell angebotenen Pflanze ist damit nicht garantiert. Für die Art sind Licht, saurer nährstoffarmer Boden und saisonale Feuchte ökologische Standortfaktoren; sie erklären nicht, weshalb bei Crazy Cup Trap verwachsene Fallenlappen auftreten. Die becherartige Gestalt ist eine gärtnerische Veränderung der Fallenform und keine Anpassung an einen besonderen natürlichen Lebensraum. Ein genauer Ursprung bleibt offen, bis er mit einer überprüfbaren Sammlungsgeschichte verbunden ist.

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Ökologische Anpassungen

Die ökologische Grundausstattung von Crazy Cup Trap entspricht der Art. Dionaea muscipula betreibt Photosynthese in hellem Licht und ergänzt die Aufnahme von Nährstoffen aus dem armen Wurzelboden durch gefangene Kleintiere. Reizhaare auf den Fallenlappen lösen bei wiederholter mechanischer Anregung elektrische Signale aus; darauf folgt der schnelle Verschluss. Bleibt Beute eingeschlossen und bewegt sie sich weiter, werden Verdauungs- und Aufnahmevorgänge aktiviert. Für Crazy Cup Trap ist keine besondere Beuteauswahl, veränderte Nährstoffaufnahme oder abweichende Salzverträglichkeit festgelegt. Die becherförmige Falle darf deshalb nicht als Beleg für eine andere ökologische Strategie gelesen werden.

Das teilweise verwachsene Fallenende verändert die sichtbare Geometrie der Fangfläche; daraus lässt sich ohne Vergleichsmessungen nicht ableiten, ob Beute häufiger entkommt oder die Falle anders verdaut. Auch die gelegentlich gekreuzten Randcilien sind ein Formmerkmal, kein Nachweis erhöhter Fangeffizienz. In der Kultur bleiben die für die Art nötige Lichtversorgung, mineralarmes Wasser und ein saures, nährstoffarmes Medium maßgeblich. Eine dauerhaft gedüngte Erde oder hartes Wasser wird nicht dadurch geeignet, dass der Klon ungewöhnlich geformte Fallen trägt. Beobachtungen zu tatsächlichen Fangereignissen sollten Fallenalter, Beutegröße und Entwicklungszustand erfassen, statt aus dem Namen oder dem äußeren Eindruck funktionelle Vorteile abzuleiten.

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Morphologie

Das prägnanteste Merkmal von Crazy Cup Trap ist die becherartige Falle: Die beiden Lappen sind an einem Ende miteinander verbunden, während die übrige Öffnung cup-förmig bleibt. Die Falle wird auf vergleichsweise aufrecht getragenen Blättern gebildet; Beschreibungen nennen zusätzlich einen verlängerten, engeren „Hals“. Diese Kombination unterscheidet den Namen von einer gewöhnlichen flachen Klappfalle und gibt ihm eine Nähe zu Cup Trap. Gelegentlich kreuzen sich einzelne Randcilien. Die Pflanze wird überwiegend grün beschrieben. Ein standardisierter Fallenlängenwert, eine Rosettenbreite oder ein einheitlicher Rotanteil ist für den Namen nicht festgelegt, daher sollten solche Größen nicht als feste Kennzeichen ausgegeben werden.

Fallenform und Färbung können sich mit Licht, Blattalter, Saison und Kulturzustand verändern. Ein Jungblatt kann die typische Tasse noch unvollständig zeigen; ebenso kann ein einzelner Fanglappen stärker gekreuzte Cilien tragen als die übrigen. Für eine fachliche Beurteilung werden mehrere reife Fallen seitlich und von oben aufgenommen: Dabei sollten Verwachsung, freie Öffnung, Halsform und Randcilien sichtbar sein. Zusätzlich gehören Blattbasis, aufrechter Wuchs, Datum, Jahreszeit und Lichtbedingungen ins Protokoll. Diese Merkmale sind aussagekräftiger als ein einzelnes Verkaufsfoto. Die Vergleichsangabe „nicht besonders groß“ in einer Handelsbeschreibung ist kein Messstandard; auch ein relativ kräftiges Einzelexemplar bestätigt deshalb keine Riesenform.

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Kultivarspezifische Merkmale

Crazy Cup Trap wird an einer charakteristischen Kombination aus cup-förmig verwachsenen Fallenlappen, verlängert wirkendem Fallenabschnitt, aufrechter Blattstellung und gelegentlich gekreuzten Randcilien erkannt. Die überwiegend grüne Erscheinung wird in Kulturangeboten betont; eine konstante rote Innenfläche gehört nicht zur abgesicherten Diagnose. Im Vergleich zur als Cup Trap bezeichneten Form werden die längeren aufrechten Blätter und der ausgeprägtere Fallen-Hals als Unterschiede genannt. Zugleich wird Crazy Cup Trap nicht als Riesenklon beschrieben, auch wenn einzelne Pflanzen größer als Cup-Trap-Exemplare werden können. Das sind qualitative Handelsvergleiche, keine standardisierten Maße oder genetischen Abstammungsnachweise.

Die Zahl BCP 1343-05 hilft, die Akzession gegenüber anderen becherförmigen Dionaea-Namen zu benennen. Eine formelle Kultivarregistrierung, eine publizierte Diagnosetabelle oder eine verbindliche Autorenzuordnung ist daraus nicht abzuleiten. Gekreuzte Zähne können sporadisch auftreten; sie müssen weder auf jeder Falle noch in jedem Jahr gleich ausgeprägt sein. Ebenso sollte die Lappenverwachsung an mehreren voll entwickelten Fallen beurteilt werden, weil junge oder beschädigte Fallen atypisch wirken können. Für einen Vergleich mit Cup Trap sind identische Kulturbedingungen und gleich alte Blätter nötig. Eine direkte Eltern-Nachkommen-Beziehung zwischen den beiden Namen wird nicht behauptet. So bleibt die auffällige Gestalt klar beschrieben, ohne unsichere Handelsbehauptungen in feste Klonmerkmale umzuwandeln.

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Fangstrategie

Die Fangfunktion beruht grundsätzlich auf dem Dionaea-Mechanismus. Innere Reizhaare registrieren mechanische Bewegung; aufeinanderfolgende Reize innerhalb kurzer Zeit lösen elektrische Signale aus, die beide Fallenlappen rasch schließen lassen. Weitere Bewegung eingeschlossener Beute verstärkt die Abdichtung und aktiviert die Verdauungsdrüsen. Enzyme lösen verwertbare Bestandteile, Nährstoffe werden aufgenommen, und nach der Verdauungsphase öffnet sich die Falle wieder. Crazy Cup Trap behält somit die Zugehörigkeit zu einer aktiven Klappfalle, auch wenn die Lappen an einem Ende verwachsen sind und die Öffnung becherartig wirkt. Für eine grundsätzlich andere Auslöseschwelle gibt es keine belastbare Angabe.

Die ungewöhnliche Gestalt erlaubt keine pauschale Aussage über Fangquote oder Schließgeschwindigkeit. Ob eine konkrete Falle Beute sicher einschließt, hängt unter anderem von Fallenalter, Öffnungszustand, Reizfolge und Größe der Beute ab. Gelegentlich gekreuzte Randcilien sind außen am Fangorgan zu unterscheiden von den inneren Sinneshaaren, die die Reizaufnahme übernehmen. Wiederholtes Auslösen per Hand testet weder die Identität noch einen möglichen Funktionsvorteil und belastet das Fangblatt. Sinnvoller sind Beobachtungen spontaner Fangereignisse und der Zustand nach der Verdauung. Bei Vergleichen mit Cup Trap sollten Pflanzen in ähnlichem Licht und Entwicklungsstadium stehen; einzelne deformierte oder unreife Fallen sind keine Grundlage für funktionelle Schlussfolgerungen.

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Reproduktion

Crazy Cup Trap kann wie andere Dionaea muscipula an einem aufrechten Blütenstiel weiße Blüten bilden und nach Bestäubung Samen hervorbringen. Sämlinge sind genetisch neu zusammengesetzte Nachkommen und daher nicht automatisch Klone der Mutterpflanze. Wer die benannte Fallenform erhalten möchte, braucht vegetative Vermehrung, etwa Teilung eines ausreichend entwickelten Rhizoms oder die Abnahme bewurzelter Ableger. Gewebekultur kann ebenfalls eine klonale Linie vervielfältigen, sofern das Ausgangsmaterial eindeutig zugeordnet ist. Ein Etikett oder der BCP-Code allein belegt jedoch nicht, dass eine konkrete Pflanze tatsächlich aus derselben Mutterlinie hervorgegangen ist.

Für eine belastbare Weitergabe sollten Mutterpflanze, Lieferweg, Teilungsdatum und Etikett gemeinsam festgehalten werden. Bei Samen aus einer als Crazy Cup Trap bezeichneten Pflanze werden die Jungpflanzen als Nachkommen geführt und nicht als Crazy-Cup-Trap-Klone. Ihre Fallenform kann sich von der cup-förmigen Mutterpflanze unterscheiden; zufällige Ähnlichkeit einzelner Fallen stellt keine vegetative Identität her. Bei Teilung ist zu prüfen, dass jeder Ableger einen eigenen Wachstumspunkt und gesunde Rhizomanteile besitzt. Nach dem Anwachsen werden mehrere reife Fallen fotografiert, damit Cup-Form, aufrechter Wuchs und gelegentlich gekreuzte Cilien erneut beurteilt werden können. Eine kommerzielle Mikrovermehrung ist für dieses Taxon beschrieben, doch die Lieferkette einer Einzelpflanze bleibt jeweils gesondert zu prüfen.

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Kultur-Fazit

Für Crazy Cup Trap sind keine eigenständigen Temperatur-, Feuchte- oder Lichtansprüche festgelegt; die temperierte Dionaea-Kultur ist daher maßgeblich. Während des Wachstums benötigt die Pflanze sehr hellen bis sonnigen Stand, wobei sie an direktes Licht schrittweise gewöhnt wird. Das Substrat bleibt mit mineralarmem Wasser gleichmäßig feucht. Bei saisonaler Außenkultur gehört eine kühle Winterruhe zum Jahresrhythmus; der Wurzelstock darf weder austrocknen noch unnötig warm überwintert werden. Die cup-förmigen Fallen sind kein Hinweis auf tropische Herkunft oder eine besondere Kulturklasse. Für die Verknüpfung werden die allgemeinen Werte des Dionaea-Standardprofils übernommen, während besondere Merkmale hier ausschließlich die Fallenform betreffen.

Die aufrechte Gestalt ist am besten bei gutem Licht und aktiver Entwicklung zu beurteilen; schwache Beleuchtung kann Blattstellung und Fallenfarbe verändern. Eine grüne Färbung oder gelegentlich gekreuzte Cilien sollte nicht durch extreme Besonnung, Düngung oder wiederholtes Fallenfüttern erzwungen werden. Bei neu erworbenen Pflanzen sind Herkunft und bisherige Haltung zu erfassen und Lichtwechsel behutsam vorzunehmen. Beobachte Austrieb, Rhizomfestigkeit und mehrere neue Fallen über die ganze Saison, bevor die Form mit Cup Trap verglichen wird. Es gibt keine belastbare Grundlage für eine abweichende Dauer der Winterruhe oder höhere Wasser- und Temperaturwerte. Sämlinge benötigen dieselbe Artpflege, werden aber wegen ihrer neuen genetischen Kombination nicht als dieser Klon etikettiert.

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Substrat-Ökologie

Der natürliche Wurzelraum von Dionaea muscipula ist sauer, nährstoffarm und zeitweise sehr feucht. Im Topf sollte das Medium ausreichend Wasser halten und zugleich locker bleiben, damit der Rhizombereich nicht in verdichtetem, sauerstoffarmem Substrat sitzt. Ungedüngter Weißtorf oder langfaseriges Sphagnum kann mit gewaschenem Quarzsand oder Perlite strukturell ergänzt werden. Für die Bewässerung eignen sich mineralarmes Regen-, Umkehrosmose- oder destilliertes Wasser. Gedüngte Blumenerde, Kompost, kalkhaltige Zuschläge und Wurzeldüngung passen nicht zum Nährstoffhaushalt der Art. Diese Grundlagen gelten auch für Crazy Cup Trap; die auffällige Fallenform verlangt keine eigene Substratmischung.

Die becherförmigen Fallen entstehen oberirdisch und ändern den Bedarf des Rhizoms an Feuchte und Sauerstoff nicht. Auch die gelegentlich gekreuzten Randcilien sagen nichts über Salzverträglichkeit oder Nährstoffbedarf aus. Wenn neue Blätter ungewöhnlich klein bleiben oder die Fallenbildung nachlässt, sind zuerst Licht, Wasserqualität, Substratverdichtung, Jahreszeit und Eingewöhnung zu prüfen. Dauerhaft hartes Wasser kann Mineralien anreichern; starke Düngung schädigt die empfindlichen Wurzeln. Gleichmäßige Feuchtigkeit während des Wachstums ist wichtig, während die Wassergabe im Winter an den kühleren Standort angepasst wird, ohne den Wurzelballen austrocknen zu lassen. Ein Topfvergleich sollte dieselben Kulturbedingungen für Crazy Cup Trap und Cup Trap verwenden, damit beobachtete Wachstumsunterschiede nicht durch verschiedene Substrate vorgetäuscht werden.

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Praxisnotizen

Bei Crazy Cup Trap sind die diagnostischen Beobachtungen auf die Formkombination auszurichten: Verwachsung an einem Fallenende, becherartige Öffnung, verlängerter Fallen-Hals, aufrechte Blattstellung und gelegentlich gekreuzte Randcilien. Fotografiere mehrere reife Fallen von oben und seitlich und halte Blattbasis, Rosettenumfang, Fallenlänge, Licht, Saison und Entwicklungsalter fest. Unterscheide echte Cup-Fallen von unreifen, beschädigten oder deformierten Blättern. Notiere außerdem, ob das Etikett BCP 1343-05 enthält und ob die Pflanze vegetativ oder aus Samen stammt. Die Bezeichnung Cup Trap sollte als Vergleichsname erhalten bleiben, aber nicht als Abstammungsnachweis verstanden werden. Ein Einzelbild oder eine einzelne atypische Falle reicht nicht aus, um die Identität zu bestätigen.

Kontrolliere aktiv wachsende Pflanzen alle 14 Tage, ruhende Pflanzen alle 30 Tage und Sämlinge alle 7 Tage. Diese Abstände sind Beobachtungskontrollen, keine Gießintervalle. Prüfe Austrieb, Rhizomfestigkeit, Substratfeuchte, Salzablagerungen, Schädlinge und Lichtgewöhnung. Vergleiche das Erscheinungsbild über mehrere Entwicklungsphasen und zähle, an wie vielen reifen Fallen sich gekreuzte Cilien zeigen. Als Vergleich mit Cup Trap dienen nur Pflanzen ähnlichen Alters unter ähnlichem Licht und gleicher Wasserversorgung. Eine höhere Pflanze oder größere Einzelfalle allein macht Crazy Cup Trap nicht zu einer Riesenform. Die beobachtete Form und ihre Häufigkeit sollen von den gesicherten Grundmerkmalen der Art getrennt bleiben.

sources

Quellenangaben

Name, Klonmerkmale und Kultur

Artbiologie, Ökologie und Kultur

Der Name Crazy Cup Trap wird mit BCP 1343-05 geführt. Die verfügbare ICPS-Liste registrierter Dionaea-Kultivare enthält keinen entsprechenden Eintrag; daraus folgt nicht, dass der Name nie außerhalb des Registers veröffentlicht wurde. Händlerbeschreibungen nennen becherförmig verwachsene Fallenlappen, aufrechten Wuchs und gelegentlich gekreuzte Randcilien; standardisierte Maße und eine vollständige Abstammung sind nicht angegeben. Diflora nennt Best Carnivorous Plants als Züchter und beschreibt eigene In-vitro-Vermehrung. Die lokalen Medien enthielten kein passendes eigenes Foto; für gefundene Anbieterbilder wurde keine freie Lizenz festgestellt und kein fremdes Bild übernommen.

Zitieren

Zitierlink und Stand

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Aktueller Stand01.10.2026

Empfohlene Zitierweise: Black Trap Codex, Dionaea muscipula 'Crazy Cup Trap', Stand 01.10.2026, https://blacktrap.de/codex-v2/dionaea-muscipula-crazy-cup-trap/